Sonntag, 6. Januar 2013

Epiphanie

Heute feiert die heilige Kirche und feiern wir mit ihr freudig den feierlichen Einzug des Christ-Königs in sein Reich: in die zu erlösende Menschheit, in die Kirche, in die Einzelseele. Er, der in  der Stille der heiligen Weihnacht geboren ward, wird heute als König anerkannt.


Epiphanie ist das Fest der "Erscheinung", des "Offen-barwerdens" des Gott-Königs Christus, das zweite Hochfest der Weihnachtszeit, das altchristliche Königsfest Christi.

Drei Offenbarungen der Herrlichkeit des Gott-Königs Christus werden heute in der Liturgie gefeiert: die Anbetung und Huldigung der Weisen aus dem Osten; die feierliche Verkündigung durch den Vater bei der Taufe Christi: "Diesen sollt ihr hören"; endlich die Offenbarung der Herrschermacht Christi über die Elemente (Verwandlung des Wassers in Wein auf der Hochzeit zu Kana).

Der Tag der Erscheinung ist ein Königsfest und zugleich ein Vermählungsfest. Christus, der König, kommt und vermählt sich mit seiner Braut, der heiligen Kirche, und auch mit uns, die er in den Weisen aus dem Osten beruft, um uns an dem Hochzeitsmahle der hl. Eucharistie und der ewigen Seligkeit im Himmel teilnehmen zu lassen.

So ist Epiphanie das Fest der Berufung der Heidenwelt.


aus der Einführung zum Fest der Erscheinung des Herrn (In Epiphania Domini), Schott-Volksmessbuch


Ecce, advenit Dominator Dominus:
et regnum in manu ejus
et potestas et imperium. 
Deus, judicium tuum Regi da
et justitiam tuam Filio Regis!

Seht, der Gebieter, der Allherrscher ist da:
in seiner Hand ruht Königsmacht,
Gewalt und Weltherrschaft.
Gott, gib Dein Richterrecht dem König
und dem Königssohn Dein Herrscherrecht!


Introitus zum Fest der Erscheinung des Herrn; Mal 3,1; 1 Chronik 29,12; Psalm 71,1; Schott-Volksmessbuch
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