Dienstag, 24. März 2020

Endlich: Offizieller Blog des Hauses St. Michael in Wigratzbad!

Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen...

So außergewöhnlich ist nun ein Blog nicht, aber es sind Good News: Die Priester des Hauses St. Michael sind gestern mit einem eigenen Blog - den ersten offiziellen der Priesterbruderschaft St. Petrus im deutschsprachigen Raum - online gegangen:

Haus Sankt Michael

Distrikthaus der Priesterbruderschaft St Petrus, Wigratzbad


Verantwortlich zeichnen Pater Stefan Reiner und Pater Brendan Gerard. 

Einen französischsprachigen Blog des Priesterseminars in Wigratzbad unter der Regie von Pater Alban Cras FSSP gibt es bereits seit sieben Jahren hier: Seminaire St Pierre

Von mir ein "Herzlich Willkommen"!

Samstag, 21. März 2020

Frühling



"Steh auf, eile, meine Freundin, meine Taube, meine Schöne, und komm! Denn der Winter ist schon vorüber, der Regen hat aufgehört und ist vergangen; die Blumen sind erschienen in unserem Land" (Hoheslied 2,10-12).

Dieser Frühling ist ein besonderer: Vielerorts sind die Menschen von den Behörden aufgerufen, nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben, um sich selbst und andere vor dem gefährlichen Corona-Virus zu schützen. Spazierengehen aber ist ausdrücklich erlaubt - wenn auch nur allein oder zu zweit.

Vielleicht können wir diese Zeit nutzen, um uns an den Wundern des Wiedererwachens der Natur nach diesem - wenn auch nur auf einen Donnerstag gefallenen - Winter zu erfreuen, den Frühling in vollen Zügen (nicht in vollen Zügen, sondern allein in der Natur aber mit allen Sinnen) zu genießen und unserem Vater im Himmel, dem großen Schöpfergott, dankbar ein Loblied zu singen.

Der Frühling ist eine ganz besondere Zeit, Gottes Wirken in der Natur zu entdecken, Wunder Seiner Schöpfung zu sehen und dankbar zu sein für jeden Tag, den Gott uns schenkt, um Ihn immer besser kennenzulernen und seine Großtaten zu preisen (vgl. Ps 145,6 ).



Montag, 6. Januar 2020

Kommt lasset uns anbeten!

Jesus, mein Herr und mein Gott!



Wir haben seinen Stern im Osten gesehen und sind mit Geschenken gekommen,
den Herrn anzubeten! 

(Matth. 2,2; Alleluja-Vers am Fest der Erscheinung des Herrn)




Foto: Heilige Messe in der Sühnekirche in Wigratzbad am 06. Januar 2020,
dem Fest der Erscheinung des Herrn (In Epiphania Domini);
Zelebrant: Pater Daniel Eichhorn FSSP
© Frischer Wind

Mittwoch, 14. August 2019

Wallfahrt zum wundertätigen Kreuz in Kranenburg

Niederrhein-Wallfahrt II

Entstanden ist die Wallfahrt zum Kranenburger wundertätigen Kreuz im Jahre 1308, als bei der Fällung eines Baumes ein hölzerner Christuscorpus gefunden wurde. Ein Hirte soll zuvor eine Hostie an dieser Stelle fallen gelassen haben. Der Corpus wurde in die damalige Kranenburger Kirche überführt und wurde schnell das Ziel vieler Pilger.

Hauptwallfahrtstag im Kirchenjahr ist das Fest Kreuzerhöhung am 14. September.





















+

O crux, ave, spes unica,
Hoc passionis tempore,
Piis adauge gratiam
Reisque dona veniam

Te, summa Deus Trinitas,
Collaudet omnis Spiritus,
Quos per crucis mysterium
Salvas, rege per saecula.

+
 
Sei gegrüßt, o Kreuz, einzige Hoffnung,
in dieser Zeit des Leidens
vermehre den Frommen die Gnade
und Sündern tilge die Vergehen.

Dich, Gott, höchste Dreifaltigkeit,
soll loben jeglicher Geist
und die du durch das Geheimnis des Kreuzes rettest,
herrsche in alle Ewigkeit.

 +

aus dem Hymnus "Vexilla regis prodeunt..." von Venantius Fortunatus (530/40 – um 600)
Quelle: Hymnarium.de 


Weitere Informationen finden Sie hier.

Sonntag, 4. August 2019

Marienbaum - Sommer, Sonne, Meeresstern

Niederrhein-Wallfahrt I

Marienbaum bei Xanten (auch hier) ist einer der ältesten Marienwallfahrtsorte am Niederrhein. Maria wird hier als "Zuflucht der Sünder" verehrt und um Hilfe angerufen. Ein gelähmter Hirte hatte im Jahr 1430 - wie zuvor in einem Traum geschaut - eine holzgeschnitzte Marienstatue in einer Eiche gefunden und wurde, nachdem er Maria in diesem Bild verehrt hatte, von seiner Krankheit geheilt.

Vor der Kirche befindet sich ein sehr schöner Brunnen mit einer
Nachbildung des Gnadenbildes:


An den acht Seiten des Brunnens befindet sich je ein Symbol für die Gottesmutter, unter anderem eben auch ein Meeresstern (Ave, maris stella...), als der Maria schon lange als Richtungsgeberin und Leitstern für ein christliches Leben angerufen wird. Kurios: Hier hat der Künstler den Stern weniger wie einen Himmelsstern aussehen lassen, sondern eher wie einen Seestern...







Marienbaumer Gnadenbild "Maria, Zuflucht der Sünder"




Fotos: © FW

Montag, 10. Juni 2019

Komm, o Geist der Heiligkeit!


Komm, o Geist der Heiligkeit!
Aus des Himmels Herrlichkeit
Sende Deines Lichtes Strahl.
Vater aller Armen Du,
Aller Herzen Licht und Ruh,
Komm mit Deiner Gaben Zahl!
Tröster in Verlassenheit,
Labsal voll der Lieblichkeit,
Komm, o süßer Seelenfreund! 
In Ermüdung schenke Ruh,
In der Glut hauch Kühlung zu,
Tröste den, der Tränen weint.
O Du Licht der Seligkeit,
Mach Dir unser Herz bereit,
Dring in unsre Seelen ein!
Ohne Deinen Gnadenschein
Steht der arme Mensch allein,
Kann nicht gut und sicher sein.
Wasche, was beflecket ist;
Heile, was verwundet ist;
Tränke, was da dürre steht;
Beuge, was verhärtet ist;
Wärme, was erkaltet ist;
Lenke, was da irre geht.
Heil'ger Geist, wir bitten Dich:
Gib uns allen gnädiglich
Deiner sieben Gaben Kraft.
Gib Verdienst in dieser Zeit
Und dereinst die Seligkeit
Nach vollbrachter Wanderschaft.
Amen. Alleluja. 
(Pfingstsequenz)
Fotos: © FW; Ausschnitt aus dem Gewölbe der Klosterkirche St. Apollinaris, Remagen 

Samstag, 1. Juni 2019

Himmelfahrt und Wiederkunft des Herrn

Vergangenen Donnerstag feierte die Kirche das Hochfest Christi Himmelfahrt. Pater Martin Ramm FSSP schreibt in seiner kleinen Messerklärung "Zum Altare Gottes will ich treten":

Die Erwartung der Wiederkunft Christi am Ende der Tage ist eng mit seiner Himmelfahrt verknüpft.

Schon im Alten Testament findet sich eine Prophetie von der Himmelfahrt nach Osten hin:  "Singet Gott, der aufsteigt über die Himmel, ad orientem (= zum Osten hin)." (Ps 67, 33 f)
Tatsächlich ist Jesus nach alter Tradition 40 Tage nach Ostern im Angesicht seiner Jünger vom Ölberg aus nach Osten hin in den Himmel aufgefahren. Damals sprachen die Engel: "Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel hinauf? Dieser Jesus, der von euch weg hinaufgenommen worden ist, wird ebenso (!) wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel auffahren sehen." (Apg 1, 11)

Seither erwartet die Kirche seine Wiederkunft zur Vollendung der Welt am Jüngsten Tag vom Osten her, denn: "Wie der Blitz vom Osten (ab oriente) ausfährt und bis zum Westen leuchtet, so wird es mit der Ankunft des Menschensohnes sein." (Mt 24, 27)

Nicht umsonst ist in vielen (Anm. FW: nicht nur) romanischen Kirchen gerade in der östlichen Apsis der kommende Weltenrichter (Pantokrator) dargestellt.

Dies ist also der eigentliche und tiefere Sinn der Orientierung liturgischen Betens und der Zelebration versus crucem: Sie will Zeichen der Sehnsucht nach dem kommenden Herrn und zugleich Ausdruck wacher Bereitschaft sein.

Quelle: Gratisschrift von Pater Martin Ramm FSSP "Zum Altare Gottes will ich treten - Die Messe in ihren Riten erklärt"; 6. Auflage 2018; S. 17/18 (weitere Gratisschriften s. hier)


Weiterführende Links zum Thema "ad orientem": hier.


 Foto: © Frischer Wind, Pantokrator in der Ostapsis der neugotischen St. Apollinariskirche in Remagen

Dienstag, 28. Mai 2019

Katholische Frauen wollen und brauchen keine Priesterinnen

Wir Frauen in der katholischen Kirche wollen keine "Priesterinnen"!

Denn die Befürworterinnen von "Priesterinnen" wollen teilhaben an der "Macht", die angeblich den Männern in der Kirche vorbehalten und deshalb der Zugang zur Macht in der Kirche den Frauen verwehrt sei. Wir wollen keine Macht, wir wollen dienen.

Wir brauchen keine Recht- und Machthaberinnen, die die Kirche beherrschen bzw. befrauschen.

Männer und Frauen sind gleichwertig. Aber sie haben voneinander verschiedene Aufgaben. Das sakramentale Amtspriestertum ist seit der Einsetzung durch Jesus Christus und seit Apostelzeiten den Männern vorbehalten. Und das ist auch gut so. Und außerdem, wie Johannes Paul II. 1994 unter Berufung auf die gesamte Tradition der Kirche definitiv feststellte: die Kirche hat "keinerlei Vollmacht (...), Frauen die Priesterweihe zu spenden".

Wir sollten uns also wieder den wirklich wichtigen Dingen zuwenden: dass nämlich die Kirche uns - Männer wie Frauen - rettet. Nicht wir retten die Kirche - sondern die Kirche rettet uns!

Sie rettet uns durch die Sakramente, indem sie uns das göttliche Leben einhaucht und uns so am Reich Gottes teilhaben lässt (vgl. z. B. II. Vat., Lumen gentium). Soweit haben wir Teil am Reich Gottes, als wir heilig sind. Diese (Voll-)Macht, nämlich Kinder Gottes zu werden, ist allen - Männern und Frauen - gegeben; allen, die an Seinen Namen (Jesus Christus) glauben und aus Gott geboren sind (vgl. Joh 1,12ff).

Allein darauf kommt es an: Heilige zu werden durch die Einswerdung mit dem göttlichen Willen, der sich auch in der Lehre der Kirche widerspiegelt (vgl. 1.Thess.4,3; Vat. II, Lumen gentium): Sie, unsere heilige Mutter, die Kirche, ist für immer als "Säule und Feste der Wahrheit" errichtet. Darauf können wir uns verlassen und darauf können wir unser christliches Leben gründen und bauen.

Oder wie Prof. Dr. Manfred Hauke in der Diskussion um weibliche Diakone sagte: "Nicht die Amtsträger sind die großen Gestalten der Kirche, sondern die Heiligen."

 
Weiterführende Links zum Thema "Frauen in der Kirche an die Macht":

 Foto: © Frischer Wind
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