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Mittwoch, 12. August 2015

Solidarität mit Bischof Huonder

Gegen die absurden und verleumderischen Unterstellungen gegen den Churer Bischof Dr. Vitus Huonder und die Teilnehmer am Fuldaer Kongress hilft nur, darauf hinzuweisen, was der Bischof tatsächlich gesagt hat: In einem knapp 50minütigen Vortrag referierte er anhand von Schriftstellen aus dem Alten und dem Neuen Testament, der Hl. Schrift (Bibel), über die Grundlagen der kirchlichen Lehre zu Ehe, Familie und Sexualität. Dabei sprach er auch über das der göttlichen Ordnung entsprechende Verbot von gleichgeschlechtlichen Handlungen und die Unmöglichkeit von ebensolchen "Ehe- und Familienmodellen".

Bischof Huonder hat auf dem Kongress "Freude am Glauben" in Fulda zu einem Publikum gesprochen, dem die Grundlagen des Christlichen - wenigstens in groben Zügen - bekannt gewesen sein dürften. Es ist daher klar, dass keiner der Zuhörer im Ernst an eine (Wieder-) "Einführung der Todesstrafe für Homosexuelle" auch nur dachte, als Bischof Huonder die alttestamentliche Schriftstellen aus dem Buche Leviticus zitierte - selbstverständlich auch der Bischof selbst nicht. 


Die Originaltexte in Wort und Bild:

Der Text des Vortrags von Bischof Vitus Huonder beim Kongress "Freude am Glauben" des Forums Deutscher Katholiken zum Thema "Homosexualität"

Video des Vortrags von Bischof Huonder: "Die Ehe Geschenk, Sakrament und Auftrag" am 31. Juli 2015
6. Lv 18,22; 20,13
Du darfst nicht mit einem Mann schlafen, wie man mit einer Frau schläft; das wäre ein Gräuel. 

Schläft einer mit einem Mann, wie man mit einer Frau schläft, dann haben sie eine Gräueltat begangen; beide werden mit dem Tod bestraft; ihr Blut soll auf sie kommen.

Die beiden Texte legen mit weiteren anderen Stellen der Heiligen Schrift, insbesondere im Buch Levitikus, die göttliche Ordnung vor, welche für den Umgang mit der Sexualität gilt. In unserem Fall geht es um die gleichgeschlechtliche Praxis. Die beiden zitierten Stellen allein würden genügen, um der Frage der Homosexualität aus der Sicht des Glaubens die rechte Wende zu geben. Die Aussage hat daher auch Bedeutung für die Definition der Ehe und der Familie. Da gibt es keine Vielfalt der Ehe- und Familienmodelle. Davon nur schon zu sprechen, ist ein Angriff auf den Schöpfer, aber auch auf den Erlöser und Heiligmacher, also auf den dreifaltigen Gott.

Die Seelsorge muss sich in der Frage nach der göttlichen Ordnung richten. Ihr Auftrag ist, im Bewusstsein des Seelenheils, also in pastoraler Liebe - im Unterschied zu einem reinen Humanismus - die Menschen in jeder Hinsicht aus dem Zustand der gefallenen Natur zu befreien zum Leben als Kinder des Lichtes (Eph 5,8) (9). Der Glaube ist für alle Menschen, auch für Menschen mit homophiler Neigung eine Hilfe und kann zu einer Umleitung der diesbezüglichen Orientierung führen, zu einer Beherrschung des Sexualtriebes und zu ihrer Einordnung ins eigene Leben entsprechend der göttlichen Weisung (10).

 (9)  Vgl. entsprechende Fußnote im Originaltext.
(10) Vgl. dazu: Katechismus der Katholischen Kirche 2357-2359.


9.   Röm 1,18-2815

Sie vertauschten die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes mit Bildern, die einen vergänglichen Menschen und fliegende, vierfüßige und kriechende Tiere darstellen. Darum lieferte Gott sie durch die Begierden ihres Herzens der Unreinheit aus, so dass sie ihren Leib durch ihr eigenes Tun entehrten. Sie vertauschten die Wahrheit Gottes mit der Lüge, sie beteten das Geschöpf an und verehrten es anstelle des Schöpfers - gepriesen ist er in Ewigkeit. Amen. Darum lieferte Gott sie entehrenden Leidenschaften aus: Ihre Frauen vertauschten den natürlichen Verkehr mit dem widernatürlichen; ebenso gaben die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau auf und entbrannten in Begierde zueinander; Männer trieben mit Männern Unzucht und erhielten den ihnen gebührenden Lohn für ihre Verirrung. Und da sie sich weigerten, Gott anzuerkennen, lieferte Gott sie einem verworfenen Denken aus, so dass sie tun, was sich nicht gehört.

Paulus kennzeichnet die gleichgeschlechtliche Praxis als "entehrende Leidenschaft", als "Begierde", als "Unzucht", als eine "Verirrung" (vgl. die Verse 23-28). Sie ist ein Tun, das sich "nicht gehört". Sie ist eine Folge des Abfalls von Gott, von der wahren Gottesverehrung und auch ein Zeichen von Gottes Abwendung vom Menschen ("er lieferte sie aus"). Gott hat vom Menschen, da er sich nicht bessern will, etwas plakativ gesagt, sozusagen genug und überlässt ihn seinen entehrenden Leidenschaften und Begierden.

(15) Vgl. weiter Gen 19,1-29; 1 Kor 6,9-10; 1 Tim 1,10.


Stellungnahme des Bischofs von Chur: „Bedauern über Missverständnis" (03.08.2015)

Erste Erklärung S. E. Dr. Vitus Huonder, Bischof von Chur:

Ich bedaure, wenn mein 50minütiger Vortrag in Fulda vom 2. August 2015, der sich mit den biblischen Grundlagen zu Ehe und Familie beschäftigt, in den Medien vereinzelt als Herabsetzung homosexueller Menschen verstanden wurde. So war es nicht gemeint. Ich zitiere im Vortrag mehrere unbequeme Passagen aus dem Alten Testament, die generell die Ehe, die Sexualität oder die Familie betreffen.

Ich möchte klarstellen, dass ich mit dem Vortrag, dessen Hauptthema die Ehe aus christlicher Sicht ist, in keiner Weise homosexuelle Menschen herabsetzen wollte und dass ich, wenn es um Homosexualität geht, ganz beim Katechismus der katholischen Kirche stehe, den ich in den Anmerkungen zum Vortrag auch zitiere:

2357 Homosexuell sind Beziehungen von Männern oder Frauen, die sich in geschlechtlicher Hinsicht ausschließlich oder vorwiegend zu Menschen gleichen Geschlechtes hingezogen fühlen. Homosexualität tritt in verschiedenen Zeiten und Kulturen in sehr wechselhaften Formen auf. Ihre psychische Entstehung ist noch weitgehend ungeklärt. Gestützt auf die Heilige Schrift, die sie als schlimme Abirrung bezeichnet [Vgl. Gen 19, 1-29; Röm 1,24-27; 1 Kor 6,10; 1 Tim 1,10.], hat die kirchliche Überlieferung stets erklärt, „daß die homosexuellen Handlungen in sich nicht in Ordnung sind“ (CDF, Erkl. „Persona humana“ 8). Sie verstoßen gegen das natürliche Gesetz, denn die Weitergabe des Lebens bleibt beim Geschlechtsakt ausgeschlossen. Sie entspringen nicht einer wahren affektiven und geschlechtlichen Ergänzungsbedürftigkeit. Sie sind in keinem Fall zu billigen.

2358 Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen sind homosexuell veranlagt. Sie haben diese Veranlagung nicht selbst gewählt; für die meisten von ihnen stellt sie eine Prüfung dar. Ihnen ist mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgend einer Weise ungerecht zurückzusetzen. Auch diese Menschen sind berufen, in ihrem Leben den Willen Gottes zu erfüllen und, wenn sie Christen sind, die Schwierigkeiten, die ihnen aus ihrer Veranlagung erwachsen können, mit dem Kreuzesopfer des Herrn zu vereinen.

2359 Homosexuelle Menschen sind zur Keuschheit gerufen. Durch die Tugenden der Selbstbeherrschung, die zur inneren Freiheit erziehen, können und sollen sie sich – vielleicht auch mit Hilfe einer selbstlosen Freundschaft -‚ durch das Gebet und die sakramentale Gnade Schritt um Schritt, aber entschieden der christlichen Vollkommenheit annähern.
Diese Worte aus dem Katechismus sind für mich die Grundlage für die pastorale Liebe auch gegenüber homosexuell empfindenden Menschen, die ich im Vortrag in Fulda betont habe und die für alle Hirten unserer Kirche, in der Einheit des Glaubens, gelten.

+ Bischof Vitus Huonder
Chur 3. August 2015


Am 08. August 2015 kündigt Bischof Huonder eine weitere, ausführliche Erklärung im Laufe der nächsten Woche an. (Update: Erklärung vom 18.08.2015)





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Donnerstag, 26. Februar 2015

Verleumdungs-Kampagne gegen Lebens- und Familienschutz-Aktive

Offensichtlich fühlen manche Mitbürger sich gestört durch die Aufmerksamkeit und das Engagement von Christen, gläubigen Katholiken, (meist) Evangelikalen - und auch Andersgläubigen (z. B. Moslems), die der neuen Meinungs- und Gesinnungsdiktatur in unserer Gesellschaft durch Gender und Zerstörung der Familie entgegentreten und sich für Lebensschutz und christliche Werte einsetzen. 

Durch Umerziehungsmaßnahmen wie zum Beispiel durch "gendergerechte Sprache", Frühsexualisierung von Kindern und Jugendlichen, Infragestellen und Verleugnen der Wirklichkeit, z. B. der beiden Geschlechter Mann und Frau, soll die Bevölkerung "gleichgestellt", besser wohl gleichgeschaltet und manipulierbar gemacht werden. Menschen, die sich diesem Diktat nicht beugen wollen, werden benachteiligt und ausgegrenzt (schon jetzt fordern manchen Universitäten von ihren Studenten schriftliche Abfassungen in "gendergerechter" Sprache - andernfalls werden ihre Arbeiten nicht angenommen).

Aber es formiert sich Widerstand. Immer mehr klar denkende Menschen (früher bescheinigte man solchen Leuten wohl einen "gesunden Menschenverstand") durchschauen die Absichten der Gender-Beglücker, deren Ziel die Zerstörung der Familie, die den Männern gleichgestellte Eingliederung ausnahmslos aller Frauen in den Arbeitsprozess aus volksökonomischen Gründen und eine weiter sinkende Geburtenrate ist, und schließen sich zusammen. Und gerade diese Vernetzung unter den "Widerständlern" ruft die bereits Gleichgeschalteten auf den Plan: Wie können Andersdenkende es wagen, ihre eigene Meinung zum Ausdruck zu bringen oder gar sich untereinander zu vernetzen?! Und dann folgt das Unvermeidliche: Andersüberzeugte werden diffamiert,  - wenn nicht politisch braun-rechts, so doch als "Scharniere zur rechten Szene", als "APO von christlich-rechts" und "Fundamentalisten" bezeichnet, gegen die Politik und - man höre und staune - Kirche einzuschreiten hätte!


In einer Aussendung schreibt Hedwig von Beverfoerde, Sprecherin der Initiative Familienschutz:

Ein Lehrstück in manipulativem Journalismus lieferte am Donnerstag, 19.2.15, Veronika Wawatschek von der Redaktion Religion und Kirche des Bayrischen Rundfunks auf Bayern 2 mit ihrem Radio-Feature "APO von christlich-rechts?". Thema der Sendung: "Wie sich unter dem Deckmantel christlicher Werte eine ultrakonservative bis demokratiefeindliche außerparlamentarische Opposition zusammen findet und die Gesellschaft beeinflusst".

Gemeint und namentlich genannt sind damit neben meiner Person und der Initiative Familienschutz, auch Kirche in Not, die evangelische Allianz, DEMO FÜR ALLE, Open Doors, kath.net, IDEA, die Journalisten Jürgen Liminski, Birgit Kelle, Matthias Matussek und Alexander Kissler u.v.m. – eben "ein breites Feld von naiven, konservativen Lebens- und Familienschützern bis hin bis zu politisch bestens vernetzten Lobbyisten, die hart an der Grenze zum Rechtsradikalismus unterwegs sind" (O-Ton der Sendung).

Nachdem es offenbar erste heftige Hörerproteste gehagelt hatte, war der Podcast zum Nachhören der Sendung bereits am nächsten Tag von der Webseite des BR verschwunden. Eine Kurz-Sendung „Funkstreifzug“ mit ähnlichem Inhalt, die am Sonntag, den 22.2. ausgestrahlt werden sollte, wurde kurzfristig aus dem Programm genommen. Seit gestern Abend ist der Podcast wieder online. Bitte hören Sie selbst. Weitere Einzelheiten zur Sendung finden Sie im unteren Teil dieser Mail.

Beschwerden per mail, Brief oder Telefon können Sie an den Intendanten des Bayerischen Rundfunks, Ulrich Wilhelm, und an den Rundfunkratsvorsitzenden, Dr. Lorenz Wolf, richten. Fordern Sie diese auf, sich bei den hier verleumdeten Personen und Institutionen für diese tendenziöse Sendung zu entschuldigen und eine erneute Ausstrahlung zu unterlassen sowie die geplante „Funkstreifzug“-Sendung endgültig abzublasen.

Bayerischer Rundfunk
Intendant Ulrich Wilhelm
Rundfunkplatz 1
80335 München
Tel: (089) 5900-01
info@br.de

Bayerischer Rundfunk
Geschäftsstelle des Rundfunk- und Verwaltungsrats
Dr. Lorenz Wolf
Rundfunkplatz 1
80335 München
gremienbuero@br.de

Auf ihre Bitte hin hatte ich Veronika Wawatschek Anfang Februar nach einem Vorgespräch - im Vertrauen auf ein Mindestmaß an sauberem Journalismus beim Bayrischen Rundfunk, den wir schließlich mit unseren GEZ-Gebühren finanzieren müssen - ein 30-minütiges Interview gegeben. Dies nutzte sie, um daraus einige kurze O-Töne zu schneiden für die Mixtur ihres verleumderischen Opus.

In Ermangelung von Belegen für unsere angebliche rechtsextreme Verfassungsfeindlichkeit und fundamentalistische Gefährlichkeit wird in der Sendung durchgängig mit assoziativen und suggestiven Tricks gearbeitet, um den gewünschten Eindruck beim Hörer zu erzeugen.

So werden z.B. Zitate von Webseiten wie Familienschutz mit düsterer Musik unterlegt, um anschließend – ohne klangliche Untermalung – in scheinbarer Objektivität von „Experten“, wie der katholischen Christ&Welt-Redakteurin Christiane Florin als Ausweis der „Radikalisierung“ des „rechten Randes der katholischen Kirche“ bewertet zu werden.

Einen logisch-stringenten Aufbau sucht man in der fast einstündigen Sendung vergebens. Jegliche sachliche Auseinandersetzung mit den Positionen der als „rechtsaußen“ gebrandmarkten Personen und Gruppen fehlt. Stattdessen werden unterschiedlichste Themen und Personen wild aneinandergereiht, miteinander in Verbindung gebracht und skandalisiert. Im Crescendo am Ende wird dann ganz deutlich, worum es den Sendungsmachern geht: Dort sagt die „Expertin“ Sonja Angelika Strube (kath. Theologin):

»„(…)alles, was sehr extrem rechts ist, aber noch nicht im Visier des Verfassungsschutzes steht, das wird aus meiner Sicht oft geduldet.“

Sprecherin: Heißt das im Umkehrschluss: Der Verfassungsschutz könnte es richten? Die APO von christlich-rechts aufmischen? Man habe die Szene im Blick, müsse aber priorisieren, heißt es dort auf Anfrage. Zunächst müsse man die gewaltbereite rechte Szene im Blick behalten. Freilich, bisher zünden fundamentalistische Christen in Deutschland nur verbale Sprengsätze. Was also tun? Aktiv werden! Sich einmischen, fordert Ulrich Lota. Als Bistumspressesprecher [des Bistums Essen] will er das Feld nicht widerstandslos räumen.

„Experte“ Ulrich Lota: „Wir dürfen diesen Menschen, diesen Portalen und diesen Propagandisten nicht das Feld überlassen, dass sie bestimmen, wie das Bild der katholischen Kirche in der Öffentlichkeit zu sein hat. Und das ist die eigentliche Gefahr.“

Sprecherin: Lota fordert deshalb in sozialen Netzwerken liberalere Christen dazu auf, sich einzumischen. Auch andere Bistümer würden das so machen. Und doch fehlt die große Linie, findet

Sonja Angelika Strube: „Also das Problem wird gesehen in letzter Zeit im zunehmenden Maße. Ich persönlich hätte mir schon gewünscht, dass es schon viel früher gesehen und thematisiert wird und Bischöfe sich da auch deutlich abgrenzend äußern, auch wenn es um Medien geht, die sich katholisch nennen.“ (…)

Sprecherin: Der Sozialpsychologe Andreas Zick findet: Was bislang von kirchlicher Seite unternommen wird gegen eine APO von christlich rechts, ist zu wenig. Das Thema müsste untersucht werden, auch von Theologen.

Andreas Zick: „Die haben’s aber natürlich schwer, weil das Thema ist sehr ungemütlich. Weil, es stellt ja Grundfragen an die Religion selbst. Das ist ein ziemlich ungemütliches Thema.“

Sprecherin: Denn es geht schließlich nicht um die Abgrenzung von einer mordenden Neonazibande, sondern um die Frage: Wie verfahren wir mit Leuten aus den eigenen Reihen, mit dem christlich rechten Rand. Eine Antwort darauf, gibt es bislang nicht.«

Kürzlich war in der Beilage der ZEIT „Christ & Welt“ bereits ein hanebüchener Beitrag von Andreas Püttmann, "Die Rechtsausleger", erschienen, der in das gleiche Horn bläst. In der aktuellen Ausgabe des Spiegels findet sich ebenfalls ein Artikel zu diesem Thema, der vor „Wutchristen“ und „frommen Radikalen“ in Deutschland warnt. Augenscheinlich ist hier eine Kampagne in vollem Gange, die nicht nur versucht, den Verfassungsschutz gegen uns in die Spur zu setzen, sondern insbesondere eine öffentliche Distanzierung der Kirche(n) von den in der Sendung inkriminierten Personen und Organisationen zum Ziel hat. Daß just in dieser Woche die Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz tagt, ist natürlich reiner Zufall…

Wenn Sie bis hierher gelesen haben, danke ich Ihnen für Ihre Geduld und grüße Sie sehr herzlich, Ihre


PS:
- Jetzt erst recht: Kommen Sie mit Familie und Freunden zur nächsten DEMO FÜR ALLE nach Stuttgart, am 21. März 2015 um 15 Uhr Schillerplatz.

- Diesen BR-Radiobeitrag haben wir alle mit unseren Rundfunkgebühren zwangsweise mitfinanziert. Wenn Sie das nicht mehr wollen, dann empfehle ich Ihnen diese Petition.


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Mit der derzeitigen Kampagne gegen gläubige Christen und Gender-Gegner beschäftigt sich auch Peter Winnemöller: Jetzt haben wir den rechten Salat (26.02.2015)

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Samstag, 14. Juni 2014

Prof. Georg May: Die andere Hierarchie - Teil 28: Der Priestermangel (3) - Die Zölibatsdiskussion und Diffamierungen des Priesterstandes

Prof. Dr. Georg May

Die andere Hierarchie


Teil 28

Verlag Franz Schmitt Siegburg AD 1997


Fortsetzung von hier

Gründe des Priestermangels (Forts.)

f)  Die Zölibatsdiskussion

Seit 35  (Anm.: nunmehr 52) Jahren wird die ausnahmslose priesterliche Lebensform des ehelosen, keuschen Lebens in Frage gestellt. Es gibt eine regelrechte Kampagne gegen den Zölibat (33).

Die Priesterkandidaten wissen nicht mehr, wieviel der Kirche die Enthaltsamkeit wert ist, es ist ihnen ungewiss, wohin der Weg in dieser Frage gehen wird. Viele Bischöfe haben sich an der Verunsicherung der Priesterkandidaten mitschuldig gemacht.

Um ein Beispiel zu erwähnen: Der Bischof von Linz (Anm.: Maximilian Aichern war damals Bischof von 1981-2005) erhofft eine "Erweiterung" der "Zulassungsbestimmungen" zum Priestertum (34). Das kann doch wohl nur heißen: Der Zölibat muss fallen. Nach meiner Schätzung gibt es in der Deutschen Bischofskonferenz eine überwältigende Mehrheit, die bereit ist, verheiratete Männer zu Priestern zu weihen. Damit würde das Ende des zölibatären Priestertums eingeläutet.

Ein Teil des Klerus ist zölibatsmüde. Er träumt von den Freuden der Ehe, weil er das Glück in seinem heiligen Tun nicht mehr findet. Mit dieser Unzufriedenheit an seinem zölibatären Status züchtet er die eigene Geringschätzung und die heimliche Genugtuung seiner Gegner.

Es sind falsche Freunde der Priester, die sagen: Lasst sie doch heiraten. Die so sprechen, wissen, dass mit dem Zölibat mehr fällt als das Gesetz geschlechtlicher Enthaltsamkeit. Der Zölibat weist auf die besondere Verähnlichung mit Jesus Christus hin, die der Priester im Weihesakrament erfahren hat.

Aber eben diese einzigartige Prägung des Priesters ist den Progressisten zuwider. Deshalb soll der Zölibat, in dem sie ihren Ausdruck findet, verschwinden. Der Zölibat unterstreicht, weil sein Träger auf irdische Vaterschaft verzichtet, die geistliche Vaterschaft des Priesters. Aber gerade die Vaterschaft des Priesters ist den Systemveränderern verhasst. Darum soll der Zölibat, der sie deutlich macht, fallen.

Der Hass gegen den Zölibat bezieht seine Wucht aus der Ideologie des Demokratismus, die nicht dulden will, dass führende Persönlichkeiten zu einer besonderen Lebensweise verpflichtet werden. Die Zölibatsgegner spüren auch instinktiv, dass es mit einem verheirateten Klerus noch bequemer in der Kirche würde, als es seit dem Konzil ohnehin ist. Sie rechnen damit, dass verheiratete Geistliche die göttlichen Normen über die Ehe, Gebrauch der Ehe und Unauflöslichkeit der Ehe nach ihrem eigenen Bedürfnis zurechtbiegen würden.

Ich bin überzeugt, dass diese Erwartung zutrifft. Manche raten von der Diskussion über den Zölibat zur Aktion überzugehen. Nach Fuchs ist es kein Problem, verheiratete Priester jetzt schon zum "pastoralen Dienst" aufzunehmen; das ist nach ihm der Gehorsam, "den sie (sc. die Bischöfe) der pastoralen Verantwortung schuldig sind" (35).

g)  Die Diffamierung des Priesterstandes

Noch ein letzter Grund für das Ausbleiben des Priesternachwuchses sei erwähnt: Es ist eine Tatsache, dass der Priesterstand nicht mehr auf der sittlichen Höhe steht, die er vor 40 (Anm.: nunmehr ca. 57) Jahren einnahm. Zu viele Abfälle und Skandale haben das gläubige Volk in seinem Vertrauen zum Priestertum erschüttert und den Feinden der Kirche willkommenes Material zur Schmähung geliefert.

Doch damit nicht genug. Es war stets ein wirksames Mittel aller Feinde der Kirche, die Fehler, Mängel und Schwächen der Geistlichen zu brandmarken, aber auch zu übertreiben, um auf diese Weise den Glauben und die Autorität der Kirche zu treffen Diese Methode wird heute von allen Massenmedien angewandt.

Namentlich gescheiterte und ausgebrochene Priester fallen mit immer neuen Verdächtigungen und Verleumdungen über die Priesterschaft her. Um ihr eigenes Versagen zu kaschieren, geben sie ihre ehmaligen Mitbrüder als Heuchler, die ein Doppelleben führen, aus. Dabei werden teilweise horrende Zahlen genannt, die völlig aus der Luft gegriffen sind und jeder empirischen Basis entbehren.

Selten und schwach sind die berufenen Schützer des Priesterstandes, die Bischöfe, gegen diese unerhörten Schmähungen aufgestanden. Die Diffamierung des gesamten Priesterstandes durch den Augsburger Pastoraltheologen Hanspeter Heinz (36) blieb folgenlos; dem Verleumder wurde kein Haar gekrümmt. Heiz trug seine Ungeheuerlichkeiten sinnigerweise in der von den Jesuiten herausgegebenen Zeitschrift "Stimmen der Zeit" vor.

Die Theologiestudierenden kennen die Situation der Diffamierung und Verdächtigung der Priesterschaft. Dass sie dadurch nicht zum Streben nach dem Priestertum ermutigt werden, liegt auf der Hand.


(33) May, das Priestertum in der nachkonziliaren Kirche45-56; derselbe, Priester und priesterliche Lebensform 82-119
(34) Amtsblatt 140, 1994, 64-66 (22. Mai 1994
(35) Fuchs, Ämter für eine Kirche der Zukunft 137
(36) Hanspeter Heinz, Homosexualität und geistliche Berufe. Ein pastoraltheologischer Zugang: Stimmen der Zeit 214, 1996, 681-692; derselbe, Weder Schuld noch Schande: Herder-Korrespondenz 51, 1997, 460-464



Fortsetzung folgt



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Scott Hahn :
Sankt Ulrich Verlag Augsburg





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Mittwoch, 24. April 2013

Erzbischof André-Joseph Léonard, ein tapferer Bekenner des Glaubens

André-Joseph Léonard, Erzbischof von Mecheln-Brüssel und Vorsitzender der Belgischen Bischofskonferenz, ist ein - im Sinne des Wortes - Martyrer unserer Zeit. Immer wieder wird der 72-jährige wegen seines Glaubens und des öffentlichen Eintretens für christliche Überzeugungen angegriffen, attackiert, gedemütigt und verfolgt.

Nun ist er am Dientagabend, den 23. April 2013, erneut Opfer einer menschenverachtenden Meute von - es muss leider gesagt werden - Frauen geworden. Frauen, denen nach dem Willen des Schöpfers eigentlich die Sorge um das Leben anvertraut ist, die Leben spenden, behüten und  schützen sollen, deren Berufung es ist, in Liebe und Zärtlichkeit das Herz einer Familie zu sein und Wärme in die Welt zu bringen.

Diese Frauen, die Bischof Léonard unter Kreischen und Geschrei mit Lourdes-Wasser (Gott sei Dank war es nur Wasser) bespritzten, bis dass seine Kleidung durchnässt war und ihm und der Gesellschaft ihre inner- und äußerliche Hässlichkeit aufzwangen, sind ein trauriges Schauspiel.

Erzbischof Léonard wehrte sich nicht. Die psychischen Leiden, die er dabei ertrug dürften erheblich gewesen sein - denn wer weiß schon, zu was eine solch hysterische Gruppe imstande ist und ob sie z. B. wirklich nur Wasser über ihn schütteten oder nicht vielleicht doch gesundheitsschädliche Substanzen. So gab er ein mutiges Zeugnis der Bereitschaft, für den Glauben zu leiden. Nach der Attacke küsste er ehrfurchtsvoll eine der zurückgebliebenen Wasserbehältnise in Form der Lourdes-Madonna und brachte damit der Muttergottes, der "schönen Frau", wie sie die Seherin von Lourdes, die hl. Bernadette Soubirous, nannte, seine Verehrung zum Ausdruck.

Danke, Erzbischof Léonard für Ihren Mut, den Glauben in der Öffentlichkeit immer wieder zu bekennen, Ihre Standhaftigkeit und Unerschrockenheit und Ihr gutes Beispiel. Möge Ihr Zeugnis (Martyrium) viele andere Bischöfe und Gläubige ermutigen, standhafte Zeugen des Glaubens zu sein und Demütigungen und Angriffe in aller Sanftmütigkeit zu ertragen, um auch darin ganz Christus nachzufolgen!


Jesus, sanftmütig und demütig von Herzen, 
bilde unser Herz nach Deinem Herzen!



Weiteres zum Thema:

Donnerstag, 7. Februar 2013

Die Zeichen der Zeit erkennen - Christen, merkt auf

Nach dem Interview mit Kurienerzbischof Gerhard Ludwig Müller in  der "WELT" vom 01.02.2013 sollte man sich einmal Gedanken über das dort Gesagte machen: Er hatte festgestellt, dass gegen "die katholische Kirche in Nordamerika und auch bei uns in Europa" "eine künstlich erzeugte Wut" wachse, "die gelegentlich schon heute an eine Pogrom-stimmung" erinnere.

Josef Bordat hat sich diese Gedanken gemacht und die Zeichen der Zeit gedeutet. Er fragt, ob die Aussage Müllers so abwegig ist, wie das z. B. zwei grüne Politikerinnen erklärten, die sich über die Wortwahl Müllers empört gezeigt hatten. Die Fragestellung des Philosophen und Publizisten:

"Es ist allgemein anerkannter Wissensbestand, dass physische Gewalt eine Vorstufe hat, nämlich die symbolische Gewalt, mit der jene semantisch vorbereitet wird. Könnte man es dann – gerade vor dem Hintergrund der historischen Erfahrung und dem Bewusstsein unserer Verantwortung als Deutsche und als Europäer – nicht auch begrüßen, dass jemand rechtzeitig vor Aspekten einer aufkeimenden Pogromstimmung warnt, einer Stimmung, die üblicherweise über kurz oder lang zu Pogromhandlungen führt? Insbesondere dann, wenn diese Warnung eine Berechtigung hätte? Um herauszufinden, ob sie eine Berechtigung hat, müsste man versuchen, diese Stimmung treffend zu charakterisieren und schauen, ob sich die identifizierten Merkmale im Diskurs über die Katholische Kirche empirisch nachweisen lassen, nicht nur in Einzelfällen, sondern schon weit verbreitet. Dann hätte die Vokabel Pogromstimmung ihre Berechtigung."

Seine Antwort:
"Es herrscht Pogromstimmung gegen die Kirche. Und wie man merkt, merkt man nichts. Und gerade das ist die Gefahr dabei."

Der ganze Beitrag "Pogrom und Stimmung" hier auf JoBo72. Möge er viele Christen wachrütteln.


Weiteres zum Thema: 


Sonntag, 3. Februar 2013

Künstlich erzeugte Wut gegen Christen

"Gezielte Diskreditierungskampagnen gegen die katholische Kirche in Nordamerika und auch bei uns in Europa haben erreicht, dass Geistliche in manchen Bereichen schon jetzt ganz öffentlich angepöbelt werden. Die daraus entstandene Stimmung sieht man in vielen Blogs.

Auch im Fernsehen werden Attacken gegen die katholische Kirche geritten, deren Rüstzeug zurückgeht auf den Kampf der totalitären Ideologien gegen das Christentum. Hier wächst eine künstlich erzeugte Wut, die gelegentlich schon heute an eine Pogromstimmung erinnert."


Erzbischof Gerhard Ludwig Müller im Interview mit der "WELT" am 01.02.2013

Wie Recht er damit hatte, beweisen die unangemessenen Reaktionen von Grünen-Politikerinnen und Atheisten: nachzulesen.z.B. hier


Weiteres zum Thema:


Foto: Kurienerzbischof Gerhard Ludwig Müller; Presse.Nordelbien; wikipedia
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