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Mittwoch, 12. November 2014

Liebe ist (nicht)...



Liebe ist nicht (nur) ein Gefühl,
sondern (vor allem) eine Aufgabe.


Donnerstag, 8. November 2012

Auch Logik und Wissenschaft beruhen auf Glauben

Logik und Wissenschaft beruhen auf Glauben, nämlich auf dem Glauben an die Gültigkeit von Axiomen. Ein Axiom ist eine nicht beweisbare Grundlage einer Wissenschaft; so beruhen Logik, Mathematik, Physik und so weiter auf Axiomen. Das Wort Axiom kommt aus dem Griechischen àxios für würdig: ein Axiom ist würdig, geglaubt zu werden.

Wie jede Wissenschaft bedarf auch die Theologie der Axiome. Ein fundamentales Axiom der christlichen Theologie heißt: Gott ist die Liebe. Anerkennt man dieses Axiom, so steht aus logischen Gründen jene Religion Gott am nächsten, die das höchste Liebesgebot hat.

Und diese Religion ist das Christentum mit seinem Gebot der Liebe bis hin zur Feindesliebe um des Feindes willen: "Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen" (Mt 5,44). Und es ist gerade dieses Gebot, das dem Christen verbietet, Anhänger anderer Religionen geringzuschätzen. Seine Missionsmaxime heißt: Achte einen jeden Menschen, deinen Glauben aber lebe.

Max Thürkauf in: New Age und die moderne Wissenschaft; Johannes-Verlag Leutesdorf; 4.Aufl. AD 1995, S. 28f  (s. Quellen)


Montag, 29. Oktober 2012

Das Blut der Märtyrer - Samen der Christen

In Kürze (31. Oktober?) wird auf "Elsa's Nacht(b)revier" eine verrheißungsvolle Artikelserie über verfolgte Christen beginnen. Olaf Tannenberg, Co-Autor auf Elsa's Blog, hat sich dankenswerterweise des Themas ausführlicher angenommen. Ein Thema, das immer wieder gern ausgeblendet wird, vielleicht deshalb, weil es unseren behaglichen Wellness-Dialogisierungskatholizismus stört. Dass das Bekenntnis zum wahren Glauben Konsequenzen haben kann und von vielen Brüdern und Schwestern im Glauben mit dem Verlust von Sicherheit, der Gesundheit oder sogar des Lebens bezahlt werden muss, können wir uns nur schwer vorstellen. Um so wichtiger ist es, dass wir uns dieser Glaubenszeugen erinnern und uns mit ihnen verbunden wissen.


Olaf Tannenberg in seiner Einführung:
Die Serie ›Sanguis martyrum‹ wird Berichte über besonders markante Vorfälle enthalten und den bekannten, namenlosen und vergessenen Blutzeugen ein Gesicht geben bzw. wiedergeben. Daneben wird die Lage der Christen in einzelnen Staaten und Regionen näher betrachtet, es werden Hintergründe und Ursachen angesprochen und Entwicklungen analysiert.

Vor rund zweitausend Jahren sandte Christus seine Apostel aus, um der Welt das Evangelium zu bringen. Er sagte voraus, dass es Ablehnung, Anfeindungen und sogar Blutvergießen geben würde: »Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen« (Joh 15,20). Damit haben sich Christi Worte bewahrheitet. All jene wunderbaren Menschen, unsere Schwestern und Brüder vor dem Herrn, die ihr Blut vergossen, die ihr Leben und ihre Freiheit hingaben, die Drangsal und Not erlitten, bilden die wirkliche Elite der Kirche und dürfen nicht dem Vergessen preisgegeben werden. Denn, so sagte bereits im 3. Jahrhundert der altchristliche Apologet Tertullian:
»Sanguis martyrum est semen christianorum - Das Blut der Märtyrer ist der Samen für die Christen.«


Josef Bordat:
Tiberius:

kath.net:

Volker Kauder (CDU):

Olaf Tannenberg:

Die bodenlose Ignoranz mancher Zeitgenossen:

Samstag, 10. März 2012

Die Grundlage jeder Erneuerung: Der Glaube (8)

 Prof. DDr. Josef Seifert  (1976)

Fortsetzung Teil 8

Die Heilsnotwendigkeit des Glaubens

3.  Nur wenn wir die zwei erwähnten Grundbedeutungen  des Glaubens (Anm.: s. Teil 7, 1. und 2.) soweit verstanden haben, können wir auch seine weitere unermeßliche Bedeutung für den Menschen verstehen: seine Notwendigkeit für das ewige Heil. Die freie Zustimmung zu Gott und Christus, dem Sohn Gottes, und zu aller von Gott offenbarten und als verpflichtend von der Kirche vorgestellten Wahrheiten  - diese Zustimmung, worin, kurz gesagt, unser Glaube besteht, ist notwendig für unser ewiges Heil. Das ist die Lehre der Hl. Schrift und der Kirche.

Das schließt nicht aus, daß auch die Taufe bzw. die Begierde- oder die Bluttaufe zum Heile notwendig ist. Wie die Konstitution des II. Vatikanischen Konzil über die Kirche uns sagt, kann auch ein Heide, der ohne eigene Schuld niemals etwas von der Offenbarung vernommen hat, der aber immer der Stimme seines Gewissens folgt, gerettet werden durch das Verdienst und die in und durch die Kirche wirkende Gnade.

Und trotzdem bleibt wahr, wie die gleiche Konstitution uns sagt, daß jeder, dessen Kenntnis über den Anspruch der Offenbarung und der Kirche ausreichend ist, der aber trotzdem ihr nicht frei zustimmt, nicht der Kirche beitritt und in ihr verbleibt, vom ewigen Heil ausgeschlossen sein wird; tatsächlich wird das furchtbarste Übel, das überhaupt einen Menschen treffen kann, ihm bestimmt sein, ein Übel, wegen dem er besser nicht geboren wäre: die ewige Verdammnis.

Wenn wir nicht begreifen, welche Bedeutung die ersten zwei Wesensmerkmale des Glaubens für uns haben, werden wir auch die existenzielle Bedeutung des Glaubens für uns übersehen oder gar nicht annnehmen können: daß wir allein durch ihn die seligmachende Anschauung Gottes und die Vereinigung mit Gott erreichen können.


Der Glaube als Grundlage für unser ganzes übernatürliches Leben

Unser hl. Vater, Papst Paul VI., hat die wesenhafte Verbindung zwischen Heilsnotwendigkeit und einem weiteren Wesenszug des Glaubens betont: daß er (Anm.: der Glaube) in unserem geistlichen Leben die erste Stelle einnimmt und sein Fundament ist: "Der Glaube 'ist das Fundament unseres geistlichen Lebens' (Thomas, Summa Th. III, 73,3). 'Ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen' (Heb 11,6). Gott hat in seinem Plan, den Menschen zu erhöhen und zu retten, das treue Festhalten an seinem Wort, d.h. den Glauben, zur unerläßlichen Vorbedingung für die ewige Seligkeit gemacht" (OSS.Rom., 9.8.73).

Alle anderen Gnaden, die wir empfangen, die Fruchtbarkeit der Sakramente, Hoffnung und Liebe und alle übernatürlichen Tugenden, setzen den Glauben voraus. So hat der Glaube, obschon die Liebe den höchsten Rang unter den Tugenden einnimmt, einen gewissen Vorrang in dem Sinn, daß er die Voraussetzung für alle anderen übernatürlichen Tugenden ist.

So ist die Demut unmöglich ohne den Glauben, daß wir von Gott aus dem Nichts erschaffen sind, daß er unendlich größer ist als wir und doch vom Himmel herabstieg und aus unendlicher Liebe Mensch wurde und sich selbst erniedrigte bis zum Tod am Kreuz.

Unsere Liebe zu von Natur aus nicht liebenswerten Menschen, gar nicht zu reden von der Feindesliebe, setzt den Glauben voraus, daß auch sie von Christus geliebt sind. In ähnlicher Weise stützen sich alle übrigen Tugenden und Gott wohlgefälligen Akte auf den Glauben. Nur aus der Erneuerung des Glaubens in seiner Tiefe und seinem Reichtum kann jegliche Erneuerung unseres sittlichen und gesellschaftlichen Lebens entspringen. Jede Erneuerung, zu der wir von Christus berufen sind, steht unter dem Primat des Glaubens.

Im Lichte dieser kurzen Analyse des vierfachen Primates, den der Glaube bei jeder Erneueung von seinem Wesen her besitzt, können wir die Abirrungen und falschen Formen der Erneuerung unterscheiden, wie sie heute verbreitet sind.

Fortsetzung folgt


Prof. Josef Seifert:
Die Grundlage jeder Erneuerung: Der Glaube
( Teil  1)    (bitte HIER klicken!)
( Teil  2)    (bitte HIER klicken!)
( Teil  3)    (bitte HIER klicken!)
( Teil  4)    (bitte HIER klicken!)
( Teil  5)    (bitte HIER klicken!)
( Teil  6)    (bitte HIER klicken!)
( Teil  7)    (bitte HIER klicken!) 
( Teil  9)    (bitte HIER klicken!)
( Teil 10)    (bitte HIER klicken!)
( Teil 11)    (bitte HIER klicken!) 
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