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Sonntag, 1. Februar 2015

Viele sind berufen, wenige aber auserwählt...

Nach der Messordnung von 1962 (Vetus Ordo, Usus antiquior) beginnt mit dem heutigen Sonntag die Vorfastenzeit. Sie dient der Heranführung an die eigentliche Fastenzeit. Die drei Sonntage der Vorfastenzeit heißen Septuagesima, Sexagesima und Quinquagesima, also Siebzig, Sechzig und Fünfzig. Gemeint ist die (ungefähre) Zeitspanne in Tagen bis zum Osterfest (s. Einführung zur Vorfastenzeit, Schott-Volksmessbuch).


Messtexte (lateinisch/ deutsch) des heutigen Sonntags Septuagesima: HIER (teilweise mit Notenblättern) und HIER

Aus dem Messformular:
Graduale (Psalm 9,10-11 und 19-20) und Traktus (Psalm 129,1-4):

Du bist zur rechten Zeit der Helfer in der Not. Drum mögen auf Dich hoffen, die Dich kennen; denn Du, o Herr, verlässest keinen, der Dich sucht. Denn nicht auf immer wird vergessen sein der Arme; des Armen Leiden gehen nicht verloren für die Ewigkeit. Steh auf, o Herr, nicht soll der Mensch obsiegen. 
Aus Tiefen schrei ich, Herr, zu Dir: o Herr, erhör mein Rufen. Schenk doch Gehör dem Beten Deines Knechtes. Wenn Du die Sünden nicht vergessen könntest, Herr, - Herr, wer noch könnte dann bestehen? Doch Du gewährst Begnadigung; und Dein Gesetz, o Herr, gibt mir Vertrauen.


Weiteres zur Vorfastenzeit:



Septuagesima from LMS on Vimeo.


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Sonntag, 2. März 2014

Quinquagesima - Jubelt und frohlocket!




Jubelt Gott, ihr Lande all, dienet dem Herrn in Freuden!
Tretet frohlockend vor Ihn hin!
Wisset: Der Herr selbst ist Gott!
Und Er ist unser Schöpfer, nicht wir selber;
wir sind Sein Volk, die Schafe Seiner Weide.


Tractus zum Sonntag Quinquagesima in der Vorfastenzeit (Schott-Volksmessbuch)



Sonntag, 16. Februar 2014

Fast wie in Sotschi*: Nur einer gewinnt den Siegeskranz

Lesung zum Sonntag Septuagesima (1 Kor 9,24-27; 10,1-5)

Wisst ihr nicht, dass die Läufer im Stadion zwar alle laufen, aber dass nur einer den Siegespreis gewinnt? Lauft so, dass ihr ihn gewinnt.

Jeder Wettkämpfer lebt aber völlig enthaltsam; jene tun dies, um einen vergänglichen, wir aber, um einen unvergänglichen Siegeskranz zu gewinnen. Darum laufe ich nicht wie einer, der ziellos läuft, und kämpfe mit der Faust nicht wie einer, der in die Luft schlägt; vielmehr züchtige und unterwerfe ich meinen Leib, damit ich nicht anderen predige und selbst verworfen werde.

Ihr sollt wissen, Brüder, dass unsere Väter alle unter der Wolke waren, alle durch das Meer zogen und alle auf Mose getauft wurden in der Wolke und im Meer. Alle aßen auch die gleiche gottgeschenkte Speise und alle tranken den gleichen gottgeschenkten Trank; denn sie tranken aus dem Leben spendenden Felsen, der mit ihnen zog. Und dieser Fels war Christus. Gott aber hatte an den meisten von ihnen kein Gefallen; denn er ließ sie in der Wüste umkommen.

*Derzeit finden im russischen Sotschi die olympische Winterspiele 2014 statt.

Evangelium nach Matthäus (20, 1-16)

Denn mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Gutsbesitzer, der früh am Morgen sein Haus verließ, um Arbeiter für seinen Weinberg anzuwerben. Er einigte sich mit den Arbeitern auf einen Denar für den Tag und schickte sie in seinen Weinberg.
Um die dritte Stunde ging er wieder auf den Markt und sah andere dastehen, die keine Arbeit hatten. Er sagte zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg! Ich werde euch geben, was recht ist. Und sie gingen.
Um die sechste und um die neunte Stunde ging der Gutsherr wieder auf den Markt und machte es ebenso. Als er um die elfte Stunde noch einmal hinging, traf er wieder einige, die dort herumstanden. Er sagte zu ihnen: Was steht ihr hier den ganzen Tag untätig herum? Sie antworteten: Niemand hat uns angeworben. Da sagte er zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg!
Als es nun Abend geworden war, sagte der Besitzer des Weinbergs zu seinem Verwalter: Ruf die Arbeiter, und zahl ihnen den Lohn aus, angefangen bei den letzten, bis hin zu den ersten. Da kamen die Männer, die er um die elfte Stunde angeworben hatte, und jeder erhielt einen Denar.
Als dann die ersten an der Reihe waren, glaubten sie, mehr zu bekommen. Aber auch sie erhielten nur einen Denar. Da begannen sie, über den Gutsherrn zu murren, und sagten: Diese letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleichgestellt; wir aber haben den ganzen Tag über die Last der Arbeit und die Hitze ertragen. Da erwiderte er einem von ihnen: Mein Freund, dir geschieht kein Unrecht. Hast du nicht einen Denar mit mir vereinbart? Nimm dein Geld und geh! Ich will dem letzten ebenso viel geben wie dir. Darf ich mit dem, was mir gehört, nicht tun, was ich will? Oder bist du neidisch, weil ich (zu anderen) gütig bin?
So werden die Letzten die Ersten sein und die Ersten die Letzten;  denn viele sind berufen, aber nur wenige auserwählt.


Siehe auch:
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