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Samstag, 25. April 2015

Ein Friedensbrief von Christen an Anhänger des Islams und des IS




Jesus Christus, der Sohn Gottes,
ist auch für Euch gestorben...


Thomas sagte zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie sollen wir dann den Weg kennen? Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich. Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen. Philippus sagte zu ihm: Herr, zeig uns den Vater; das genügt uns. Jesus antwortete ihm: Schon so lange bin ich bei euch und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater? Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch sage, habe ich nicht aus mir selbst. Der Vater, der in mir bleibt, vollbringt seine Werke. Glaubt mir doch, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist; wenn nicht, glaubt wenigstens aufgrund der Werke! Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen und er wird noch größere vollbringen, denn ich gehe zum Vater. Alles, um was ihr in meinem Namen bittet, werde ich tun, damit der Vater im Sohn verherrlicht wird. Wenn ihr mich um etwas in meinem Namen bittet, werde ich es tun. (Joh 14,5-13)



Dienstag, 7. Oktober 2014

Betet, Brüder und Schwestern, betet!

Unsere verfolgten Brüder und Schwestern sind die Elite der Kirche.
Mit ihnen solidarisch zu sein, ist eine Ehrensache.

Pater Werenfried van Straaten

Was für ein Drama und eine Tragik nun auch in und um Kobane im Nordirak! Unfassbar die Brutalität, ja Bestialität der IS-Terroristen! Sie scheinen nicht auch nur einen Funken Ehrfurcht vor Gottes Geschöpfen zu besitzen.

Nun verbreitet sich im Internet die eMail eines Pfarrers, der den Hilferuf eines christlichen Missionars aus Kobane weiterleitet. Dieser berichtet von der Eroberung der Stadt durch die IS-Terroristen. Die Mail gibt Auskunft über die Geschehnisse in Kobane und das Martyrium zahlreicher Christen, vor allem von Kindern, die den christlichen Glauben nicht preisgegeben haben und dafür vor den Augen ihrer Eltern barbarisch getötet wurden.

Mögen alle, die für den Glauben an Christus in den Tod gehen, Fürsprecher für uns, denen es im Wohlstand so bequem und gut geht, dass wir diesen Schatz, der allein Erlösung bringt, nicht mehr zu schätzen wissen, sein: All ihr Martyrer, besonders ihr heiligen Kinder bei Gott im Himmel, bittet für uns und unsere Familien!

Hier der Wortlaut der eMail des Pfarrers via "clamormeus":
„Eine Freundin bekam gerade eine Nachricht von ihrem Bruder mit der Bitte um Gebet. Der Bruder ist Teil eine Missionsgesellschaft und ISIS hat heute die Stadt eingenommen, in der sie sich befinden. Er sagt, dass ISIS systematisch von Haus zu Haus der Christen gehen und die Kinder bitten, Jesus zu verleugnen. Er sagt, dass bislang kein Kind dies getan hat. Und bislang sind alle Kinder konsequent getötet worden. Aber nicht die Eltern. Die UN hat sich aus dem Gebiet zurückgezogen und die Missionare sind nun auf sich alleine gestellt. Sie müssen wegen ihrer Familien bis zum Ende durchhalten – auch, wenn es ihr eigener Tod sein sollte. Der Bruder hat große Angst, er weiß nicht, wie er sich um die Familien kümmern soll, deren Kinder den Märtyrertod gestorben sind. Trotzdem sieht er sich von Gott berufen. Er bittet inständig um Gebet, auch für eigenen Mut, um seine Berufung zu erfüllen in solch furchtbaren Umständen. Und, dass er wie die ganzen Kinder den Märtyrertod ertragen kann, falls es soweit kommen sollte. Seine Schwester bat mich, alle um Gebetsunterstützung zu bitten. Diese tapferen Eltern haben ihren Kindern solch einen inbrünstigen Glauben beigebracht, dass diese sich für den Märtyrertod entschieden haben. Bitte unterstützt sie mit euren Gebeten in ihrem Verlust – sie brauchen Hoffnung und Durchhaltevermögen! 

Bitte betet inständig für die Menschen im Nordirak, für Befreiung von der schrecklichen Übernahme durch ISIS und deren extremen Zielen der Massenbekehrung zum Islam oder Tod der Christen in dieser Region.

Ich bitte flehentlich, dass diese E-Mail nicht ignoriert wird. Leitet sie nicht weiter, bevor ihr nicht inständig gebetet habt. Und dann schickt sie an so viele Christen wie möglich, damit auch sie beten können. Richtet beispielsweise eine spezielle Gebetszeit in euren Gottesdiensten ein. Wir müssen für unsere Geschwister im Herrn im Gebet einstehen!

Bitte leitet auch Ihr diesen Hilferuf und Aufruf zum Gebet für die verfolgten Brüder und Schwestern weiter. Gott stehe den Menschen im Irak und in anderen Gebieten der Verfolgung bei und gebe ihnen Hoffnung!


Freitag, 29. August 2014

Petition an UNO und Arabische Liga

Die katholische Netzwerk Aleteia hat (bereits vor gut einem Monat) eine Petition an die UNO und die Arabische Liga verfasst und bittet alle Menschen guten Willens diese Petition mit ihrem Namen zu unterstützen. Hier der Aufruf (deutsche Version):
Nach fast 2000 Jahren: Keine Christen in Mossul

Sehr geehrter Herr Generalsekretär,

wie Ihnen bekannt sein dürfte, überfallen derzeit radikal-islamistische Gruppen im Irak Klöster und brennen Kirchen nieder. Wer einer Minderheit angehört und nicht zum Islam konvertiert, muss Sondersteuern entrichten und wird mit dem Tod bedroht. Zehntausende von Christen wurden umgebracht oder sind in Gefangenschaft. Andere mussten ihr Haus verlassen, ohne etwas mitnehmen zu dürfen.

Herr Generalsekretär, wir dürfen dem nicht tatenlos zuschauen!

Wir bitten Sie, unverzüglich entsprechende Schritte zu setzen, damit das unsägliche Leid und die Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingedämmt werden.
Mit freundlichen Grüßen,
[Ihr Name]

Wir sollten keine Gelegenheit auslassen, auf das Leid der Christen und anderer Verfolgter im Nahen Osten hinzuweisen und die, denen es möglich ist, zum Beenden der Terrorakte aufzufordern. Auch eine Unterschriftenaktion ist eine Möglichkeit, dies zu tun!

Online-"Unterschreiben" kann man hier.


Bild: Logo Aleteia (Erklärung des Fisch-Symbols als Zeichen für die Christen s. hier)

Donnerstag, 28. August 2014

Protest und Widerstand gegen IS wird lauter

Ob er aber bei den terroristischen Gruppen ankommt und möglicherweise zum Einlenken führt, ist eher fraglich. Das gotteslästerliche Abschlachten von andersgläubigen Menschen, von Männern, Frauen und Kindern im Nahen Osten geht jedenfalls weiter. Die islamischen Terrorbanden kennen weder Erbarmen noch Respekt oder Ehrfurcht und vernichten Menschen, Besitztümer und Kulturgüter.

Unsagbar ist das Schweigen der allermeisten islamischen Kulturvereine und Organisationen zu diesen barbarischen Überfällen. Möchten sie doch ihre Stimme erheben und ihre islamischen Brüder stoppen! Oder ist es wahr, dass sie diese Verbrechen gutheißen und im Grunde genommen unterstützen? Das also ist der "wahre Islam"? Dann dürfte spätestens jetzt jeder wissen, wes Geistes Kind diese Weltanschauung ist...

Allerdings mehren sich auch islamische Stimmen, die den Terror gewalttätiger Moslems verurteilen und davon sprechen, dass dieser dem Islam selbst schade. Der saudische Großmufti Scheich Abdel Asis bin Abdullah erklärte den IS zum "Feind Nr. 1". Der Großmufti Shawqi Allam von Ägypten erklärte den IS zu einer "Gefahr für den Islam und die Muslime". Siehe dazu diesen Bericht bei idea. Auch der Zentralrat der Muslime in Deutschland distanziert sich (nicht zum ersten Mal) von der Verfolgung und Vertreibung von Christen durch Muslime im Irak. Der Vorsitzende des Zentralrates, Aiman Mazyek, sagte, es müsse alles dafür getan werden, dass "unseren christlichen Brüdern und Schwestern ihr Recht zurückgegeben wird". In Belgien distanzierte sich die belgische Moslem-Exekutive (EMB) vom IS.

Kath.net berichtet:
Der Erzbischof aus Mossul, Emil Shimoun Nona, ruft Deutschland und die internationale Staatengemeinschaft zu mehr humanitärer Hilfe für hunderttausende Flüchtlinge im Nordirak auf. Die Menschen seien angesichts der "Verbrechen gegen die Menschlichkeit", die die Terrorgruppe "Islamischer Staat" (IS) begehe, am Ende, sagt der chaldäisch-katholische Erzbischof von Mossul laut einem Bericht der "Deutschen Welle". Er sei enttäuscht darüber, "dass bisher keine islamische Autorität diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit und gegen jeden religiösen Glauben klar verurteilt hat". Eine so passive Haltung habe er von den offiziellen Religionsvertretern nicht erwartet. Er frage sich, ob die offiziellen Vertreter des Islam "diese Schandtaten tatsächlich gutheißen oder ob sie nur Angst vor den Tätern haben". Die Muslime sollten ernsthaft darüber nachdenken, wie sie dem "Islamischen Staat" entgegentreten könnten. Diese Untätigkeit schade "letztlich jeder Religion."

Die Christliche Organisation CRI in der irakischen Stadt Erbil bittet eindringlich um Gebet:
"Bitte betet treu (unablässig) für die Befreiung der Menschen des Nordirak von dem schrecklichen/Schrecken verbreitenden Vorrücken von ISIS und seinen extremistischen Islamistischen Zielen der Massenkonversion (Massenbekehrung) oder Tod für alle Christen in dieser Region."



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Dienstag, 19. August 2014

Jesus Christus, Heiland und Erlöser, König meines Herzens

Großes Leid erfahren zur Zeit unsere christlichen Brüder und Schwestern in Ländern, in denen verblendete Menschen meinen, im Namen Allahs all diejenigen foltern und abschlachten zu dürfen, die nicht ihren Glauben teilen.

Alles andere erscheint angesichts dieser Greuel und diesen Terrors durch Angehörige der Religion, die sich diejenige des Friedens nennt, nebensächlich und unwichtig. Was für ein Skandal der Menschheitsfamilie, was für ein Zeugnis für die Armseligkeit und Boshaftigkeit der gefallenen Menschheit. Einmal mehr erkennen wir, dass nur Jesus Christus die Menschen aus dieser Verstrickung der Bosheit befreien kann, nur Jesus Christus ist der Friedensfürst, durch den alle Menschen Frieden in sich und miteinander finden.

Beten wir um Starkmut für die verfolgten und bedrängten Christen. Möge Gott ihnen beistehen und ihre Leiden und ihr Lebensopfer als Kraft- und Lebensquelle für neues christliches Leben annehmen und ihnen dereinst die ewige Glückseligkeit schenken.

Dieses Video (gefunden beim Kreuzknappen) schildert auf einfache wie eindrucksvolle Weise das, was Christus denen verheißen hat, die sich zu ihm bekennen:




"Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, doch die Seele nicht töten können; fürchtet euch aber viel mehr vor dem, der Leib und Seele verderben kann in der Hölle. (...) Wer nun mich bekennt vor den Menschen, den will ich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem himmlischen Vater." (Mt 10, 28; 32; 33)


Siehe auch:

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Samstag, 9. August 2014

Papst Franziskus ruft zum Gebet für Christen im Irak auf

Papst Franziskus ruft alle Pfarreien und katholischen Gemeinschaften dazu auf, an diesem Wochenende besonders für die irakischen Christen zu beten:



Maria, Königin des Friedens, bitte für uns!

Maria, Mutter, schau auf die ganze Menschheit, auf unsere moderne Welt, in die uns Gottes Ratschluss hineingestellt hat! Es ist eine Welt, die Christus, dem wahren Licht, den Rücken kehrt. Nun zittert und stöhnt sie unter dem selbst geschaffenen, gefahrvollen Dunkel. Deine milde, mütterliche Stimme möge sie hinführen zum wahren Leben und Licht der Menschheit. Du schönste Jungfrau, du würdigste Mutter, du begnadete von allen Frauen! Sei ihnen Leitstern, der zu Christus führt, dem einzig höchsten Licht der Welt! Erflehe ihr das Wissen vom wahren Sinn des Daseins! Den Leidenden erflehe Trost, den Toten das ewige Leben! Zeige dich als Mutter! Lass uns alle erfahren, dass du uns Mutter bist! Darum bitten wir dich, du gütige, milde und liebe Jungfrau Maria. Amen.
(Papst Paul VI.)
Maria, Königin des Friedens, bitte für uns!


Freitag, 8. August 2014

KIRCHE IN NOT: Verhindern Sie einen Völkermord im Irak! - Offener Brief an Bundespräsident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel

Mit einem dringenden Aufruf zum Handeln hat sich die Geschäftsführerin des päpstlichen Hilfswerkes KIRCHE IN NOT an den Bundespräsidenten und die Bundeskanzlerin Deutschlands gewandt. In einem offenen Brief warnt sie vor einem drohenden Völkermord im Irak durch die Terrororganisation "Islamischer Staat (IS)".

Der Brief im Wortlaut:

Karin Maria Fenbert, Geschäftsführerin von KIRCHE IN NOT Deutschland.

Sehr geehrter Herr Bundespräsident,
sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

mitten in der Sommerpause wenden wir uns heute mit einem dringenden Aufruf an Sie: Verhindern Sie einen Völkermord im Irak!

Wie aus dem beiliegenden Schreiben von Patriarch Sako ersichtlich wird, droht jener Teil der irakischen Bevölkerung, der sich nicht dem radikalen, fundamentalistischen Verständnis des Islam der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) unterwerfen will, ausgelöscht zu werden.

Jesiden, Christen, Schiiten, aber auch gemäßigte Sunniten werden entweder sofort exekutiert oder als Sklaven verkauft. Diejenigen, die fliehen konnten, haben sich nur mit dem, was sie am Leib tragen, in die Wüste oder das Gebirge zurückgezogen.

Der Ton des Patriarchen hat sich verschärft: Es ist nicht länger ein Aufruf, sondern gleichsam eine Prophezeiung, der zufolge ohne sofortiges internationales Eingreifen der urchristliche und multikulturelle Irak, wie wir ihn kennen, verschwinden wird.

Eine halbe Million Menschen – mehrheitlich Christen, aber auch Muslime und andere Minderheiten – fliehen vor den vorrückenden IS-Kämpfern in die christlichen Dörfer im kurdischen Gebirge. Aber selbst dort schlugen in der Nacht vom 6. auf den 7. August Mörsergranaten ein: Die IS kontrolliert inzwischen die gesamte Region.

Die Kirche, berichtet der Patriarch, wird von allen Seiten um Unterstützung, Essen, Wasser und Herberge für die fliehenden Massen gebeten.

Tatsächlich wird aber keine dieser Hilfen mehr zu etwas führen, wenn nicht jetzt Maßnahmen ergriffen werden, um die Auslöschung der bedrängten Bevölkerung zu verhindern.

Der Patriarch weist auch auf das Schweigen der muslimischen Führer hin, obwohl ihre eigenen Leute (sowohl Sunniten als auch Schiiten) ermordet werden. Außer den Machthabern in der autonomen Region Kurdistan ergreife weder im Irak noch international jemand Maßnahmen zu ihrem Schutz.

Die Bundesregierung muss diese Angelegenheit in den Vereinten Nationen in den nächsten Tagen zur Sprache bringen, ansonsten könnte es zu spät sein. Es handelt sich um eine humanitäre Katastrophe und einen eklatanten Verstoß gegen die Menschenrechte.

Die Eroberung der Ninive-Ebene durch den „Islamischen Staat“ verlangt nach sofortigen Maßnahmen, um die verletzlichen Minderheiten im Irak zu schützen. Alle Bemühungen müssen darauf abzielen, eine rote Linie um die christlich-jesidischen Gebiete zu ziehen.

Dabei sollte man nicht vergessen, dass die IS Landstriche in der unmittelbaren Nachbarschaft eines NATO-Mitglieds, der Türkei, erobert und immer weiter Richtung Mittelmeer vorstößt.

Schon am 2. August verkündete die IS die Kontrolle über Arsal im nördlichen Libanon, nur 300 Kilometer Luftlinie von Nikosia, der Hauptstadt Zyperns (EU), entfernt. Es handelt sich also keineswegs um eine lokale oder regionale, sondern eine internationale Bedrohung.

Wir danken Ihnen für alles, was Sie bisher für die Minderheiten im Irak getan haben, sowie für das, was Sie noch tun werden und verbleiben mit herzlichen Grüßen

Johannes Freiherr Heereman von Zuydtwyck
Der Geschäftsführende Präsident

Karin Maria Fenbert
Direktorin des deutschen Nationalbüros



Weitere Informationen finden Sie
auf der Homepage von KIRCHE IN NOT Deutschland.



Helfen Sie den Christen im Irak:
KIRCHE IN NOT bittet um Spenden für die Arbeit der Kirche im Irak.
Sie können direkt und sicher online spenden oder unter:

Empfänger: KIRCHE IN NOT
Kontonummer: 215 20 02
BLZ: 750 903 00
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IBAN: DE63750903000002152002
BIC: GENODEF1M05

Bitte geben Sie den Verwendungszweck Irak an.


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Freitag, 1. August 2014

1. August 2014: Gebetstag für die verfolgten Christen im Irak, in Syrien und dem ganzen Nahen Osten



Herr, erbarme dich unser!
Christus, erbarme dich unser!
Herr, erbarme dich unser!


Gebetsstunde für die verfolgten Brüder und Schwestern im Nahen Osten
1. August 2014
Hauskapelle des Priesterseminars der Petrusbruderschaft (FSSP) in Wigratzbad



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Donnerstag, 24. Juli 2014

1. August 2014: Gebetstag für die verfolgten Christen im Irak, in Syrien und dem ganzen Nahen Osten

Alle Apostolate der Priesterbruderschaft St. Petrus werden am Freitag, den 1. August 2014, besonders für jene Christen beten und Sühne leisten, die im Irak, in Syrien und anderen Gebieten im Nahen Osten unter entsetzlicher Verfolgung leiden.

Der 1. August 2014 ist der erste Freitag des Monats August und zugleich das Fest "St. Petrus in Ketten", welches in allen Niederlassungen und Apostolaten der Bruderschaft als Fest dritter Klasse gefeiert wird. Es ist jenes Fest, an dem wir in der Epistel von der großen Kraft des beharrlichen Gebets der Kirche hören: "So wurde Petrus im Kerker gehalten. Die Kirche aber betete ohne Unterlass für ihn zu Gott." (Apg 12,5) 

Dieses Fest unseres Patrons soll eine Einladung an alle Gläubigen sein, sich unseren Heiligen Stunden oder sonstigen Gebetszeiten an diesem Tag und in dieser Meinung anzuschließen. Wir bitten die Allerheiligste Dreifaltigkeit, dass diese verfolgten Glieder des mystischen Leibes Jesu Christi in ihrem Glauben standhaft bleiben, und dass sie, wie der hl. Petrus, von dieser schrecklichen Verfolgung befreit werden.

Möge ein solcher Gebetstag uns den krassen Gegensatz vor Augen führen, zwischen den erholsamen Urlaubstagen bei uns und dem täglichen Kampf ums Überleben dort, wo die Christen getötet und von ihrer Heimat verschleppt werden.
Quelle: fssp.org


Bitte verbreitet/ verbreiten Sie diesen Gebets- und Sühneaufruf, auch über die Petrusbruderschaft hinaus, an alle Menschen guten Willens, um an diesem Herz-Jesu-Freitag für die verfolgten Brüder und Schwestern zu beten und Opfer zu bringen und um für die Verbrechen des Krieges Sühne zu leisten!

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"Der Friede auf Erden, nach dem alle Menschen zu jeder Zeit sehnlichst verlangten, kann nur dann begründet und gesichert werden, wenn die von Gott festgesetzte Ordnung gewissenhaft beobachtet wird."
(Enzyklika "Pacem in terris" von Papst Johannes XXIII.)


Bild: Nun-Zeichen (ن) des arabischen Alphabets, Buchstabe N, der das Kennzeichen für "Nazarener" = Christ(en) ist und mit dem im Kriegsgebiet Häuser, in denen Christen leben, gekennzeichnet werden, um sie gezielter ausplündern, misshandeln und töten zu können.

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Weiteres zum Thema "Christenverfolgung und Solidarität mit den verfolgten Christen":

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Gebetsstunde für die verfolgten Brüder und Schwestern im Nahen Osten
1. August 2014
Hauskapelle des Priesterseminars der Petrusbruderschaft (FSSP) in Wigratzbad


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Sonntag, 20. Juli 2014

Moslems löschen Christentum in Mossul aus

Islamische Krieger haben die noch in der nordirakischen Stadt Mossul verbliebenen Christen (ihre Zahl wird mit 50 Familien angegeben) zur Flucht aufgefordert, sofern sie nicht ihren christlichen Glauben verleugnen und zum Islam übertreten oder bereit sind, Schutzgelder zu bezahlen. Die Moslems stellten den Christen ein Ultimatum bis Mitternacht (von Samstag auf Sonntag), danach müssten sie damit rechnen, ermordet zu werden. 

So wird zum jetzigen Zeitpunkt wohl die Hatz auf die Christen im Gange sein. Aber das Blut der Martyrer ist der Samen der Christen. Deshalb wird das Reich der falschen Religion des Islam keinen Bestand haben.

Beten wir für die verfolgten Christen und die Familien auf der Flucht.
Möge Gott ihnen beistehen!



Weitere Berichte zur Christenverfolgung im Irak:

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Weitere Infos bei "Kirche in Not"


Eigenes Foto: Ölberggruppe, Wigratzbad

Sonntag, 12. Januar 2014

Open Doors-Aktion: "Stumm die Stimme erheben" - Flashmob für verfolgte Christen

Gestern am 11. Januar 2014 fanden in mehreren deutschen Städten Flashmobs statt, um auf die zahlreichen Christen in der ganzen Welt aufmerksam zu machen, die wegen ihres Glaubens verfolgt, benachteiligt und nicht selten ermordet werden:




Beten wir für unsere Brüder und Schwestern im Glauben, dass sie den Glauben bewahren und für ihre Verfolger und Peiniger, dass sie bald ihr Unrecht einsehen und Frieden schließen, sodass auch die Christen ihren Glauben frei und ohne Gefahr für Leib und Leben ausüben können.

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme,
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute
undvergib uns unsere Schuld
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung´,
sondern erlöse uns von dem Bösen!
Amen!


Informationen und Dokumentationen
über weltweite Christenverfolgung finden Sie hier: 
Open Doors Deutschland



Weitere Hilfswerke,
die über Christenverfolgung informieren und bedrängten Christen helfen:

IGFM Deutschland
Kirche in Not


Auch interessant:
Josef Bordat: Kommentar zum Weltverfolgungsindex 2014 von Open Doors (08.01.2014)

Sonntag, 29. September 2013

EIN Glaube, EINE Hoffnung, EIN sakramentales Leben, EINE appostolische Sukzession und EIN und DIESELBE Liebe - unser Zuhause, die Kirche


Im Credo sagen wir, dass wir an die "eine Kirche" glauben, wir bekennen also, dass die Kirche eine einzige ist und dass diese Kirche in sich eine Einheit ist. Doch wenn wir auf die katholische Kirche in der Welt blicken, stellen wir fest, dass sie aus fast dreitausend Diözesen besteht, die auf allen Kontinenten verteilt sind: so viele Sprachen, so viele Kulturen! Hier sind Bischöfe aus so vielen verschiedenen Kulturen, aus so vielen Ländern. Hier ist der Bischof aus Sri lanka, der Bischof aus Südafrika, ein Bischof aus Indien, viele sind hier... Bischöfe aus Lateinamerika.

Die Kirche ist auf der ganzen Welt verteilt! Und doch bilden die Tausenden von katholischen Gemeinden eine Einheit. Wie ist das möglich?

Eine zusammenfassende Antwort finden wir im Kompendium des Katechismus der Katholischen Kirche, in dem es heißt: die auf der ganzen Welt verteilte katholische Kirche "hat nur einen Glauben, nur ein sakramentales Leben, nur eine apostolische Sukzession, eine gemeinsame Hoffnung und ein und dieselbe Liebe" (Nr 161).

Das ist eine schöne, klare Definition, die uns eine Orientierung gibt. Vereint im Glauben, in der Hoffnung, in der Liebe, vereint in den Sakramenten, im Amt.: sie sind wie Pfeiler, die das eine große Gebäude der Kirche stützen und zusammenhalten. Wohin wir auch gehen, auch in der kleinsten Pfarrgemeinde, im abgelegensten Winkel der Erde, gibt es die eine Kirche; wir sind zu Hause, wir sind in der Familie, wir sind unter Brüdern und Schwestern. Und das ist ein großes Geschenk Gottes!

Die Kirche ist eine für alle. Es gibt nicht eine Kirche für die Europäer, eine für die Afrikaner, eine für die Asiaten und eine für die Menschen, die in Ozeanien leben, nein, sie ist überall dieselbe. Es ist wie in einer Familie: man kann weit entfernt leben, auf der Welt verstreut, doch die tiefe Verbindung, die alle Mitglieder der Familie vereint, bleibt beständig, wie groß die Entfernung auch sein mag. (...)

Fragen wir uns alle: Ich als Katholik, verspüre ich diese Einheit? Ich als Katholik, lebe ich diese Einheit in der Kirche? Oder interessiert es mich nicht, weil ich in meiner kleinen Gruppe oder in mir selbst verschlossen bin? Gehöre ich zu denen, die die Kirche für ihre Gruppe, ihr Land, ihre Freunde "privatisieren"? Es ist traurig, eine Kirche zu finden, die durch solchen Egoismus und solchen Mangel an Glauben "privatisiert" ist. Wirklich traurig!

Wenn ich höre, dass so viele Christen auf der Welt leiden, lässt mich das dann gleichgültig oder ist es, als ob einer aus der Familie leiden würde? Wenn ich daran denke oder davon höre, dass so viele Christen verfolgt werden und selbst das Leben für ihren Glauben hingeben, berührt das mein Herz oder lässt mich das kalt? Bin ich offen für jenen Bruder oder jene Schwester der Familie, die ihr Leben für Jesus Christus hingeben? Beten wir füreinander?

Ich stelle Euch eine Frage, aber beantwortet sie nicht laut, sondern nur in Eurem Herzen: Wie viele von Euch beten für die Christen, die verfolgt werden? Wie viele? Jeder beantworte das in seinem Herzen. Bete ich für jenen Bruder, für jene Schwester, die Schwierigkeiten haben, weil sie ihren Glauben bekennen und verteidigen? Es ist wichtig, über den eigenen Tellerrand hinauszusehen, sich als Kirche zu empfinden, als die eine Familie Gottes!


Erster Teil der Ansprache von Papst Franziskus bei der Generalaudienz am 25. September 2013; erschienen in der "Tagespost" vom 28.09.2013, S. 7, Übersetzung von Claudia Reimüller
 
Ansprache des Papstes am 25.09.2013:




Foto: © FW

Donnerstag, 22. August 2013

Glockengeläut und Gebetsstunde zur Erinnerung an die Lage der Kopten und für Frieden in Ägypten

Um 19:00 Uhr läuten in Deutschland die Glocken der koptisch-orthodoxen Gotteshäuser, um auf die Lage der Christen in Ägypten aufmerksam zu machen.

"Bei den Unruhen in dem Land wurden bislang rund 60 Kirchen und christliche Einrichtungen zerstört oder verwüstet, hunderte christliche Geschäfte und Wohnungen wurden geplündert oder gingen in Flammen auf. Etwa jeder zehnte Ägypter gehört der koptisch-orthodoxen Kirche an, eine weitere halbe Million Kopten lebt in anderen Ländern, davon schätzungsweise 6.000 in Deutschland", heißt es in einer KNA-Meldung. Der mit Rom unierten koptisch-katholischen Kirche gehören in Ägypten 220.000 Gläubige an.

Liste der von Islamisten zerstörten Kirchen, Klöster und christlichen Einrichtungen in Ägypten (katholisches.info am19.08.2013); s. auch: mit Bildern einiger der zerstörten Kirchen: Kopten ohne Grenzen und bei missio




Zur Zeit (19:00 Uhr) findet eine "zentrale Gebetsstunde (...) in der koptisch-orthodoxen Kirche St. Antonius und St. Shenouda in Berlin (Roedeliusplatz, Berlin-Lichtenberg) statt. Der Gottesdienst wird von Bischof Damian geleitet." Von Seiten der Deutschen Bischofskonferenz nimmt der Erzbischof von Berlin, Kardinal Rainer Maria Woelki, daran teil. (Quelle: DBK)




darin heißt es unter anderem:
Unser Appell richtet sich an alle verantwortlichen Nationen und die freie Welt, nicht zu glauben, dass das, was in Ägypten derzeit geschieht, ein politischer Konflikt zwischen verschiedenen Gruppierungen sei, sondern vielmehr ein Kampf aller Ägypter gegen den fundamentalenTerrorismus.

(Ibrahim Isaac, koptisch-katholischer Patriarch von Alexandria, Präsident des Rates der katholischen Patriarchen und Bischöfe in Ägypten am 19. August 2013)

Boutros Kamal Fahim, koptisch-katholischer Bischof von Minia, 14. August 2013



(Glockengeläut beendet)
(mit Dank an den Bloggerkollegen Glöckner Geistbraus)
Foto: St. Antonius und St. Shenouda, Berlin; CC-BY-SA-2.0-DE.

Mittwoch, 24. April 2013

Erzbischof André-Joseph Léonard, ein tapferer Bekenner des Glaubens

André-Joseph Léonard, Erzbischof von Mecheln-Brüssel und Vorsitzender der Belgischen Bischofskonferenz, ist ein - im Sinne des Wortes - Martyrer unserer Zeit. Immer wieder wird der 72-jährige wegen seines Glaubens und des öffentlichen Eintretens für christliche Überzeugungen angegriffen, attackiert, gedemütigt und verfolgt.

Nun ist er am Dientagabend, den 23. April 2013, erneut Opfer einer menschenverachtenden Meute von - es muss leider gesagt werden - Frauen geworden. Frauen, denen nach dem Willen des Schöpfers eigentlich die Sorge um das Leben anvertraut ist, die Leben spenden, behüten und  schützen sollen, deren Berufung es ist, in Liebe und Zärtlichkeit das Herz einer Familie zu sein und Wärme in die Welt zu bringen.

Diese Frauen, die Bischof Léonard unter Kreischen und Geschrei mit Lourdes-Wasser (Gott sei Dank war es nur Wasser) bespritzten, bis dass seine Kleidung durchnässt war und ihm und der Gesellschaft ihre inner- und äußerliche Hässlichkeit aufzwangen, sind ein trauriges Schauspiel.

Erzbischof Léonard wehrte sich nicht. Die psychischen Leiden, die er dabei ertrug dürften erheblich gewesen sein - denn wer weiß schon, zu was eine solch hysterische Gruppe imstande ist und ob sie z. B. wirklich nur Wasser über ihn schütteten oder nicht vielleicht doch gesundheitsschädliche Substanzen. So gab er ein mutiges Zeugnis der Bereitschaft, für den Glauben zu leiden. Nach der Attacke küsste er ehrfurchtsvoll eine der zurückgebliebenen Wasserbehältnise in Form der Lourdes-Madonna und brachte damit der Muttergottes, der "schönen Frau", wie sie die Seherin von Lourdes, die hl. Bernadette Soubirous, nannte, seine Verehrung zum Ausdruck.

Danke, Erzbischof Léonard für Ihren Mut, den Glauben in der Öffentlichkeit immer wieder zu bekennen, Ihre Standhaftigkeit und Unerschrockenheit und Ihr gutes Beispiel. Möge Ihr Zeugnis (Martyrium) viele andere Bischöfe und Gläubige ermutigen, standhafte Zeugen des Glaubens zu sein und Demütigungen und Angriffe in aller Sanftmütigkeit zu ertragen, um auch darin ganz Christus nachzufolgen!


Jesus, sanftmütig und demütig von Herzen, 
bilde unser Herz nach Deinem Herzen!



Weiteres zum Thema:

Donnerstag, 4. April 2013

Bildvortrag über das Christentum in China

in Opfenbach (Nähe Wigratzbad)

Die wachsende Attraktivität des Christentums in China
und ihre Auswirkungen für uns

Darüber spricht der Journalist und Unternehmer Michael Ragg auf einer gemeinsamen Veranstaltung der Katholischen Erwachsenenbildung von Opfenbach, Maria Thann und Wohmbrechts im Landkreis Lindau.

Der Vortrag am Dienstag, 9. April, im Sankt-Anna-Haus in 88145 Opfenbach, Kirchplatz 4 (neben der Pfarrkirche), beginnt um 19:30 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Nähere Informationen gibt es unter Telefon: 0 83 85 / 92 18 97.

Der aus dem christlichen Radio und Fernsehen bekannte Referent hat von drei Reisen durch China und Taiwan Fotos, Geschichten und Analysen mitgebracht, vor allem aus der katholischen Kirche. Er spricht darüber, warum christlicher Glaube und christliche Werte auf die junge Elite Chinas so anziehend wirken, wie die Christen jetzt schon das Land verändern und warum Papst Benedikt XVI. den 24. Mai zum „Weltgebetstag für die Kirche in China“ proklamiert hat.



Samstag, 29. Dezember 2012

Kindermord von Betlehem - historisch?

 "Als Herodes merkte, dass ihn die Sterndeuter getäuscht hatten, wurde er sehr zornig, und ließ in Betlehem und der ganzen Umgebung alle Knaben bis zum Alter von zwei Jahren töten, genau der Zeit entsprechend, die er von den Sterndeutern erfahren hatte". (Mt 2,16)

Die Historizität des "Kindermords von Betlehem", von dem der Evangelist Matthäus im zweiten Kapitel seines Evangeliums berichtet, wird manchmal in Zweifel gezogen, weil es außer der genannten Erwähnung des Matthäus keine weiteren Zeugnisse über dieses Ereignis gibt.

Dazu einige Meinungen: 

1. Papst Benedikt XVI. schreibt in seinem Prolog über Jesus von Nazareth (S. 116/117): 

"Zwar wissen wir aus nichtbiblischen Quellen nichts über diesen Vorgang, aber angesichts aller Grausamkeiten, die Herodes sich zuschulden kommen ließ, beweist das nicht, dass diese Untat nicht stattgefunden hätte. Rudolf Pesch zitiert dazu den den jüdischen Autor Abraham Schalit: "Der Glaube an die unmittelbar bevorstehende Ankunft oder Geburt des messianischen Königs lag damals in der Luft. Der argwöhnische Despot spürte überall Verrat und Feindschaft, und ein vages zu ihm gedrungenes Gerücht kann seinem kranken Geist sehr wohl den Gedanken eingegeben haben, die neugeborenen Kinder zu töten. Der Befehl hat somit nichts Unmögliches an sich" (Rudolf Pesch, Die matthäischen Weihnachtsgeschichten. Die Magier aus dem Osten, König Herodes und der betlehemitische Kindermord, Bonifatius, Paderborn 2009; S. 72)."

Ratzinger, Joseph (Benedikt XVI.): Jesus von Nazareth, Prolog - Die Kindheitsgeschichten; Herder Verlag Freiburg Basel Wien; AD 2012


2. Heinrich Klug schreibt in seinem Werk "Das Evangelium als Geschichtsquelle und Glaubensverkündigung" (S. 499-501) zur Nichterwähnung des betlehemitischen Kindermordes durch den Geschichtsschreiber Flavius Josephus: 

"Das Johannesevangelium, das als topographisch zuverlässig durch die wissenschaftliche Forschung immer mehr anerkannt wird (1), bezeichnet Betlehem zur Zeit Jesu als einen "Flecken" (Joh 7,42: Komä = Dorf, Kastell). In einem solch kleineren Ort ist die Zahl der jährlichen Geburten nicht bedeutend groß. Bei dem Kindermord war diese Zahl noch halbiert, weil die Mädchen nicht ermordet wurden. (...) 

Flavius Josephus fasste sein Urteil über Herodes in die Worte zusammen: Herodes "wütete gegen Schuldige und Unschuldige mit gleicher Bosheit" (Flav Jos Ant 17,6,5 (2)). Der Bericht des Evangeliums über den Kindermord des Herodes stimmt genau überein mit den außerbiblischen Angaben über die negativen Charakterzüge des Herodes: Ehrgeiz, Herrschsucht, Misstrauen, Verschlagenheit, Rücksichtslosigkeit und Grausamkeit. Mit den großen politischen Ereignissen und den Massenmorden durch Herodes, besonders an dem jüdischen Hochadel und an anderen führenden Persönlichkeiten ist allerdings der Mord in Betlehem im Hinblick auf die verhältnismäßig geringe Zahl und die politische Bedeutungslosigkeit der unmündigen Kinder armer, unangesehener Leute von Betlehem nicht zu vergleichen.

Entweder erschien dem Schriftsteller Flavius Josephus der Kindermord von Betlehem als weltgeschichtlich und volkspolitisch nicht bemerkenswert, oder dieser Vorfall war ihm bei der Fülle der anderen politisch bedeutungsvollen Ereignisse jener Zeit überhaupt nicht bekannt. Auf keinen Fall ist das Schweigen über den Vorfall in Betlehem ein Beweis gegen die Geschichtlichkeit des Kindermordes." 

(1) Xavier Leon Dufour, Die Evangelien und der historische Jesus, S. 143-150
(2) Schuster-Holzammer S. 125

Heinrich Klug: Das Evangelium als Geschichtsquelle und Glaubensverkündigung; Martin Verlag Buxheim/Allgäu AD 1976; S. 499-501 (s. Quellen)


3. ZDF - Phönix Film über König Herodes und den Kindermord

 


"Ob auch Bethlehem damals Schauplatz eines Kindermords war, ob König Herodes Jesus nachstellen ließ, lässt sich nicht beweisen. Aber der Mord an den Kindern von Aschkelon und die Brutalität, mit der Herodes regierte, machen die Legende zumindest glaubhaft", so das Fazit der Reportage.

Selbst, wenn im Nachhinein die Skelettfunde von Ashkelon auf ein späteres Jahrhundert datiert wurden (falls diese Information zutreffend ist, vgl. wikipedia), zeigt die archäologische Bestätigung von massenhaften Kindstötungen in der Antike unweit von Betlehem, dass eine solche nicht notwendigerweise Aufnahme in die Geschichtsschreibung gefunden haben muss.

Es gibt also nach wie vor keinen Grund, den, wenn auch knappen Bericht des Matthäus-Evangeliums über den Kindermord von Betlehem lediglich als eine Erfindung des Verfassers abzutun. Im Gegenteil gibt aber gute Gründe, am Überlieferten eines getreuen Zeugen festzuhalten; man darf es weiterhin für tatsächlich geschehen halten.

Warum auch sollte der Verfasser des Matthäus-Evangeliums seinen Zuhörern eine erdachte Geschichte - aufgrund eines geschichtlichen Ortes und geschichtlich bezeugtem Protagonisten, dem König Herodes nämlich - zumuten, immerhin mit dem Risiko, dadurch seine eigene Glaubwürdigkeit und die seiner gesamten Botschaft auf's Spiel zu setzen? Seit dem 5. Jahrhundert ist das Gedenken und die Verehrung der Opfer dieses Verbrechens als "Fest der heiligen Unschuldigen Kinder" in der abendländischen Kirche bezeugt (vgl. Schott Volksmessbuch).

Und endlich: Der christliche Glaube ist nicht abhängig von archäologischen Funden. Auch nicht von anderen Wissenschaften. Er ist allein Gnadengeschenk Gottes und Zustimmung zu seinem Wort und seiner Offenbarung.



Weiteres zum Thema Christi Geburt:

Mittwoch, 26. Dezember 2012

Gebetstag für verfolgte und bedrängte Christen

 

Quelle: hier

(Vergrößern der Schrift durch Drücken der Taste "Strg" und gleichzeitigem Scrollen mittels Maus-Rädchen. Zurückstellung auf "normale" Größe durch Drücken der Taste "Strg" und gleichzeitigem Drücken der Taste "0 (Null)".)



Hl. Stephanus, bitte für uns
und für alle verfolgten und bedrängten Christen!


"Die Christen haben in der öffentlichen Meinung des Westens schlechte Karten. Sie werden gesehen, in der Geschichte, als Kreuzzügler, als Reaktionäre, als im Inneren repressiv, als eine überwundene Kulturstufe. Christen haben wenig Chancen, als Opfer dazustehen, sie werden allenfalls achselzuckend als Kollateralschäden wahrgenommen in einer insgesamt so erfreulichen Entwicklung wie dem Aufstand der arabischen Gesellschaften gegen ihre Diktatoren. Da muss man diesen kleinen Schönheitsfehler, dass die Christen dabei ihre Existenz verlieren werden, einfach hinnehmen." 




Open Doors Weltverfolgungsindex 2012:




Aktuelle Berichte über Misshandlungen von Christen anlässlich des Weihnachtsfestes 2012:

Weiteres zum Thema Christen in Bedrängnis:
(teils via Elsa mit Dank!)

Hilfswerke:

Samstag, 10. November 2012

Berliner Institut Philipp Neri und DER SPIEGEL

Wortlaut der Stellungnahme zu der Behauptung des Magazins von angeblichen Verbindungen des Instituts zum Hetzportal "kreuznet":

Porträt nach einem KupferstichInstitut St. Philipp Neri

Stellungnahme

Mittwoch, den 07. November 2012

DER SPIEGEL hat das Institut St. Philipp Neri in Verbindung zu kreuz.net gebracht und dabei auch gleich versucht, das Erzbistum Berlin, in dem wir unsere Heimat haben, und Papst Benedikt, dem wir unsere Gründung verdanken, in eine erfundene „Sympathisantenszene“ einzubeziehen. Solche Mutmaßungen entbehren jeglicher sachlichen Grundlage.

Wir mussten lange suchen, bis wir herausfanden, wie DER SPIEGELwohl darauf kommt, das Institut hätte kreuz.net mit Anzeigen unterstützt: In der Frühzeit der Institutswebsite – damals hatte sich der Charakter von kreuz.net noch nicht voll ausgebildet – gab es für einige Zeit einen formlos vereinbarten Linkaustausch zwischen beiden Webauftritten: Verweist Du auf meine Seite, verweise ich auf Deine Seite. Als dann unübersehbar wurde, daß das Institut und kreuz.net unvereinbare Kurse verfolgten, hat das ISPN den Linkaustausch beendet. Nicht gestern, nicht letztes Jahr, sondern bereits 2007 - das ist belegbar. Später sind dann das Institut St. Philipp Neri und einzelne Mitglieder wiederholt Opfer von Attacken seitens kreuz.net geworden, wie jede Recherche dort offenlegt.

Wer die Veröffentlichungen des Instituts im Internet oder in den Printmedien betrachtet, kann die tiefere Ursache dieser Gegensätze leicht erkennen: Schwerpunkt der Institutsarbeit ist es, die Wahrheit des Glaubens und die Schönheit der Tradition herauszustellen. Kreuz.net dagegen lebt davon, daß es Mißstände und Fehlentwicklungen oder das, was es dafür hält, rücksichtslos attackiert und dabei alle Gebote der christlichen Nächstenliebe und des bürgerlichen Anstands missachtet. Deshalb gibt es auch keine inhaltlichen Übereinstimmungen: Die kreuz.net-Themen sind nicht unsere Themen.

Wir distanzieren uns ausdrücklich von dem rechtsextremen Einschlag und dem menschenverachtenden Tonfall auf kreuz.net. Das ist mit dem christlichen Menschenbild der Kirche unvereinbar.


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...und ein aufschlussreicher Kommentar dazu: bei Geistbraus



Mittwoch, 7. November 2012

Sanguis martyrum 2

Ein zweiter Beitrag von Olaf Tannenberg über verfolgte Christen: Nach der Erinnerung an das Geiseldrama von Bagdad am Vorabend zu Allerheiligen 2010 nun ein Überblick über die Christen im Irak:

Sanguis martyrum - Christen im Irak

Angela Merkel Anfang November 2012:
und die Partei „Bündnis 90/Die Grünen“, Human Rhights Watch, AI und die UN kritisieren diese Feststellung... (Man fragt sich: Warum diese Ignoranz?)
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