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Mittwoch, 5. August 2015

Links zu einigen Vorträgen des 15. Kongresses "Freude am Glauben" in Fulda

Links zu Videoaufnahmen einiger Vorträge des am letzten Wochenende zuende gegangenen Kongresses "Freude am Glauben", veranstaltet vom Forum Deutscher Katholiken (FDK) - via kathTube und bonifatius.tv:


Eröffnungsreden durch Bischof Algermissen, Hubert Gindert und Johanna Gräfin von Westphalen

Bischof Huonder - "Die Ehe Geschenk, Sakrament und Auftrag"
Bischof Vitus Huonder (Chur) legt die Grundlagen der kirchlichen Lehre zu Ehe, Familie und Sexualität anhand der Heiligen Schrift dar

Hedwig von Bevervoerde - "Gender-Indoktrinierung und Sexualisierung der Kinder"
"Warum wir gegen Gender-Indoktrinierung und Sexualisierung der Kinder demonstrieren" darüber referiert Freifrau Hedwig von Beverfoerde. Sie ist Sprecherin der Initiative Familienschutz. Sie ist verheiratet und Mutter dreier Kinder sowie die Hauptorganisatorin der "Demos für alle"

Jürgen Liminski - "Zwei Welten - Die Medien und die Familie"

Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz - "Liebe, Leib und Leben. Über Ehe und Gotteserfahrung"

Gudrun Kugler - "Der Preis der Nachfolge Jesu: Intoleranz im Namen der Toleranz"

Prof. Dr. Werner Münch, Ministerpräsident a. D. - "Stehen Ehe und Familie noch unter dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung?"

Prof. Dr. Christian Müller - "Warum die Gesellschaft die Ehe braucht"

Alle Vorträge sind auch (und ursprünglich) auf bonifatius.tv unter der Rubrik "Ehe und Familie" zu sehen bzw. zu hören, ebenso die Podiumsdiskussion "Die Kirche läßt niemand allein" unter der Moderation von Alexandra Maria Linder (unter der Rubrik "Gespräche").

Der Kongress stand unter dem Thema "Ehe und Familie - gottgewollter Auftrag und Weg zum Glück" und gab damit auch Impulse zur anstehenden Ordentlichen Bishofssynode der katholischen Kirche, die vom 04. bis 25. Oktober 2015 im Vatikan stattfinden und Fragen zu Ehe und Familie behandeln wird.

Die Teilnehmer des Kongresses verabschiedeten außerdem eine Resolution (Wortlaut s. hier) und riefen zum Gebet für die kommende Bischofssynode auf.


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Montag, 9. Februar 2015

Von mündigen Laien und doppelzüngigen Verführern

Mag. Michael Gurtner (Salzburg) warnt vor falschen Propheten in und außerhalb der Kirche. Unumwunden benennt er die Gefahren, die ganz aktuell das Leben und das Seelenheil der Gläubigen gefährden: rhetorische Unehrlichkeiten und das Bestreben, die unveränderliche Lehre der Kirche - beispielsweise über die Ehe -  zu untergraben und zu ändern, Umschmeicheln der Gläubigen mit falschen Barmherzigkeitsversprechen oder mit der Anbiederung an ein dem Mainstream angepasstes (atheistisches) Familien- und Gesellschaftsbild - die Wölfe im Schafspelz und Verführer ziehen viele Register.

"Ein undifferenzierter Vertrauensvorschuss an die Theologen und Geistlichen ist derzeit nicht berechtigt und eher als gefährlich einzustufen", gibt Gurtner zu bedenken, mahnt zur Wachsamkeit und zur jeweiligen Prüfung der Vorschläge von Theologen und vom Unglauben infizierten Kirchenmännern.

Der Österreicher macht eine Beschleunigung der "Phalanx jener 'mündigen Laien'" aus, "welche die katholische Ehelehre und das klassische Bild der Kirche von Familie immer lauter verteidigen". Vier Punkte nennt Gurtner, die glaubenstreue, katholische Familien von der Kirche erwarten dürfen:
  1. dass sie die katholische Lehre nicht verwässert und aufweicht, sondern verteidigt und gerade in jenen Zeiten hochhält, in denen sie von außen angegriffen wird
  2. die unverkürzte Darlegung der Lehre Christi
  3. die systematische Begründung: sagen, was die erkannte Wahrheit ist und wie der Erkenntnisgang dorthin sich begründet
  4. den Menschen auch praktische Hilfestellungen geben, wie sie in ihrem eigenen Leben und in ihrer eigenen Familie die katholische Lehre umsetzen können

Ein Auszug aus dem Beitrag von Michael Gurtner auf dem unabhängigen katholischen Nachrichtenportal kath.net am 09.02.2015:
Diejenigen, welche die kirchliche Ehelehre neu (und dabei freilich verändert) schreiben wollen, spielen nur teilweise mit offenen Karten. Sehr oft findet sich auch eine große Unehrlichkeit in ihren Worten mit dem Ziel, die Gegner einer solchen Änderung zu beruhigen und deren Widerstand so zu dämpfen. Klassische anmutende Argumente wie der Gehorsam oder die Leitung der Kirche durch den Heiligen Geist werden dabei gerne ge- und missbraucht, weil sie traditionell klingen, bei den Gegnern der Neuerungen daher einen Beruhigungseffekt haben und vortäuschen, es sei alles mit der bisherigen Lehre der Kirche in bestem Einklang und Harmonie.

Diese Unehrlichkeiten werden sehr gezielt positioniert und wollen suggerieren, man wäre besonders dann ein guter Katholik, wenn man alle angestrebten Änderungen der Kirche abnickt – auch dann wenn sie der Lehre Christi und seines Heiligen Evangeliums widersprechen. Man sagt, die Lehre würde sich nicht ändern, allein die Praxis würde verfeinert, sensibler gehandhabt und das Moment der „Barmherzigkeit“ würde nun erst zu ihrer eigentlichen Bedeutung geführt. Dass man durch eine scheinbare Barmherzigkeit die wirkliche Barmherzigkeit in ein schiefes Licht rückt, stört sie dabei im übrigen nicht weiter. Und natürlich wäre es keine Verarmung, sondern eine Bereicherung, so sagt man, was insofern nicht wirklich verwundert, da jeder Marktschreier seine Ware lobt.

Nur ist die Frage zu stellen, ob diese und ähnliche Behauptungen auch wirklich stimmen? Man versucht mit Salamitaktik und Beschwichtigungsrhetorik, der es an Wahrheit oftmals ermangelt, den Widerstand zu reduzieren und so neuen, unwahren Lehren bzw. Praxis die Wege zu bahnen...
Der ganze lesenswerte Beitrag befindet sich HIER.


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Weiteres zum Thema "Glaubensabfall innerhalb der katholischen Kirche":



Bild: Wolf im Schafspelz; von der Website "Courageous priest"

Samstag, 24. Januar 2015

Kongress "Treffpunkt Weltkirche" vom 12. - 15. März 2015 in Würzburg

Das päpstliche Hilfswerk KIRCHE IN NOT veranstaltet vom 12. bis 15. März 2015 im Congress-Centrum in Würzburg den 5. Internationalen Kongress "Treffpunkt Weltkirche"

Die Veranstaltung steht unter dem Leitthema:
„Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein bis an die Grenzen der Erde” (Apg 1,8). 

Die Schirmherrschaft hat Dr. Friedhelm Hofmann, Bischof von Würzburg, übernommen. Neben weltkirchlichen Berichten stehen die Freude am lebendigen katholischen Glauben sowie aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen im Zentrum des Kongressprogramms.

In Podiumsgesprächen geht es unter anderem um die Themen „Arabischer Winter – Islamisierung des Nahen Ostens”, „Katholisch-Orthodoxe Ökumene”, „Aberglaube im aufgeklärten Europa und die christliche Sicht” sowie „Gegen den Strom von Meinungsdiktatur und Political Correctness”.

Bei einem „Abend der Weltkirche” berichten internationale Gäste über die Brennpunktthemen Christenverfolgung, katholische Medienarbeit, Lage der Berufungen und Entwicklungshilfe in aller Welt. Parallel zum Kongressprogramm gibt es auch wieder einen Kinder- und Jugendkongress.

Feierliche Gottesdienste im römischen und byzantinischen Ritus und eine unterhaltsame Glaubenskundgebung „Spirit 2015” am Samstagabend runden das Programm ab.

Freuen Sie sich auf Bischöfe, Missionare, Künstler, Wissenschaftler und Schriftsteller aus vier Kontinenten. Unter anderem haben bereits zugesagt:
  • Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk (Ukraine)
  • Kurt Kardinal Koch (Rom)
  • Joachim Kardinal Meisner (Köln)
  • Erzbischof Zbignevs Stankevics (Lettland)
  • Erzbischof Dr. Nikola Eterović (Apostolischer Nuntius)
  • Bischof Matthew Hassan Kukah (Nigeria)
  • Altbischof Paride Taban (Südsudan)
  • Bischof Kyrillos William Samaan (Ägypten)
  • Bischof Saad Sirop Hanna (Irak)
  • Bischof Gregor Maria Hanke
  • Pater Richard Ho Lung und Freunde (Jamaika)
  • Schwester Eppie Brasil (Philippinen)
  • Pater Hans Buob
  • Pater Wolfgang Spindler
  • Pfarrrer Richard Kocher
  • Pater Clemens Pilar
  • Msgr. Florian Kolfhaus
  • Johannes Hartl
  • Danny Fresh
  • Gabriele Kuby
  • Alexander Kissler
  • Michael Hesemann

weitere Informationen hier bei KIRCHE IN NOT
Eintrittskarten für den Kongress

Programmheft herunterladen (PDF 1,3 MB)


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Donnerstag, 16. Oktober 2014

Einladung zu Info-Veranstaltung (Samstag) und zur DEMO für ALLE (Sonntag)

Podiumsdiskussion
»Gender Mainstreaming und sexuelle Vielfalt in der Schule«
am 18. Oktober 2014 in Stuttgart
und DEMO FÜR ALLE am 19. Oktober


Zu unserem Forum Familie 2014 zum Thema »Gender Mainstreaming und Sexuelle Vielfalt in der Schule«, das in diesem Jahr in Stuttgart stattfindet, möchte ich Sie sehr herzlich einladen.

Datum: Samstag, 18. Oktober 2014, 19 Uhr
Ort: Altes Schloss Stuttgart – Vortragssaal, Schillerplatz 6, 70173 Stuttgart


Rund 100 Plätze im Alten Schloß sind für Sie reserviert. Melden Sie sich gleich hier online an oder schreiben Sie eine E-Mail an: kontakt@familien-schutz.de.

Programm:

18.30 Uhr Einlaß
19.00 Uhr Begrüßung durch Hedwig von Beverfoerde (Initiative Familienschutz)
19.10 Uhr Impulsvortrag „Gender-Ideologie und Sexuelle Vielfalt“ von Prof. Leisenberg
19.30 Uhr Podiumsdiskussion, moderiert von Klaus Kelle
20.30 Uhr Fragen aus dem Publikum
21.00 Uhr Geselliger Ausklang bei Finger Food und Getränken


Diskussionsteilnehmer:

Karin Maria Fenbert, Geschäftsführerin von Kirche in Not Deutschland. Sie warnt vor der Gender-Ideologie und der politischen Agenda des Gender-Mainstreamings. Kirche in Not ist u.a. Herausgeberin der Informationsbroschüre „Gender-Ideologie - Ein Leitfaden“. 

Michaela Freifrau Heereman, Diplom-Theologin und Publizistin. Ehrenamtlich engagiert sie sich im Elternverein Nordrhein-Westfalen, der sich schon seit Jahrzehnten als Anlaufstelle für Eltern insbesondere in Fragen der Sexualerziehung in der Schule verdient gemacht hat. 

Prof. Karla Etschenberg, Biologin und Vizepräsidentin der Deutschen Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung. Sie kritisiert die zunehmende und oft nicht kindgerechte Sozialpädagogik und plädiert statt dessen für eine altersgemäße, wertfreie und biologisch orientierte Sexualaufklärung.

Prof. Wolfgang Leisenberg, emeritierter Fachhochschullehrer und Unternehmer. Er hat u.a. die Petition „Familie muss Mainstream bleiben“ ins Leben gerufen gegen die steuerfinanzierte Gießener Plakataktion „Liebe wie du willst“, die mit gleichgeschlechtlichen Paaren in Kußpose für sexuelle Selbstfindung wirbt.

Prof. Wolfgang Tischner, Erziehungswissenschaftler und Buchautor mit Schwerpunkt Jungen- und Geschlechterpädagogik, in dessen Rahmen er sich kritisch auch mit dem Thema Gender-Mainstreaming auseinandersetzt.


Und bitte kommen Sie unbedingt am Folgetag, Sonntag, den 19. Oktober zur nächsten DEMO FÜR ALLE nach Stuttgart – Treffpunkt Schillerplatz 14 Uhr. Es erwartet Sie wieder eine spannende Kundgebung mit internationalen Rednern und dieses Mal mit Livemusik. Bringen Sie bitte Ihre Familie, Freunde und Nachbarn mit. Wenn jeder noch drei weitere Personen mitbringt, wird unsere Wirkung nach außen auch dreimal so stark sein. Nur mit echtem persönlichen Einsatz können wir die scham- und persönlichkeitsverletzenden Pläne vom grün-roten Tisch fegen!

Ich freue mich, Sie in Stuttgart zu sehen und grüße Sie herzlich, Ihre

Hedwig v. Beverfoerde

Dienstag, 23. September 2014

Die Kirche bleibt Christus, der Wahrheit, treu

In der Kraft des Heiligen Geistes schließen Mann und Frau miteinander den Ehebund, der durch göttlichen Beschluß »von Anfang an« unlösbar ist. Diese Unauflöslichkeit wurzelt in der natürlichen Ergänzung von Mann und Frau, und sie wird durch die gegenseitige Verpflichtung persönlicher Ganzhingabe besiegelt und für das Wohl der Kinder gefordert.

Im Licht des Glaubens wird auch ihr letzter Sinn erkenntlich. Er besteht darin, Frucht, Zeichen und Anspruch der absolut treuen Liebe zu sein, »die Gott dem Menschen, die Christus seiner Kirche entgegenbringt«. Mit diesen Worten habe ich (JPII.) die traditionelle Lehre der Kirche in dem Apostolischen Schreiben Familiaris consortio (vgl. Nr. 20) neu dargelegt, um der Bitte der Bischöfe aus allen Teilen der Erde zu entsprechen, die bei der Synode in Rom die Probleme der christlichen Familie in der heutigen Welt studierten.

Sicher stimmt diese Lehre nicht mit dem Denken so vieler unserer Zeitgenossen überein, die es für unmöglich halten, eine Verpflichtung zur Treue für das ganze Leben auf sich zu nehmen. Die Synodenväter waren sich bewußt, daß die aktuellen, ideologischen Strömungen ihrem Denken entgegengesetzt sind. Sie erklärten dennoch, daß es spezifische Aufgabe der Kirche ist, »die Frohbotschaft von der Endgültigkeit jener ehelichen Liebe einzuprägen, die ihr Fundament und ihre Kraft aus Jesus Christus hat« (ebd., Nr. 20), und sie erklärten, daß eine solche Sendung nicht allein von der Hierarchie übernommen werden kann; auch ihr, christliche Eheleute, seid dazu berufen, in der Welt ein immer neues Zeichen zu setzen »für die unerschütterliche Treue, mit der Gott in Jesus Christus alle Menschen und jeden Menschen liebt« (ebd.). 


Papst Johannes Paul II. an Familien, Sameiro (Portugal), 15. 5. 1982; OR 23/82
CP III, S. 175


Weiteres zum Thema "Ehepastoral":

Freitag, 19. September 2014

Marsch für das Leben 2014 - Das Leiden beseitigen, nicht den Leidenden; an der Hand eines Menschen, nicht aber durch die Hand eines Menschen sterben

Ja zum Leben –
für ein Europa ohne Abtreibung und Euthanasie!



Herzliche Einladung zum Marsch für das Leben 2014 am Samstag, 20.09.2014 in Berlin! Die Kundgebung beginnt um 13 Uhr vor dem Bundeskanzleramt (gegenüber dem Berliner Hauptbahnhof). Informationen für Teilnehmer



Für eine Kultur des Lebens
von Martin Lohmann, Vorsitzender des Bundesverbandes Lebensrecht (BVL)

Es geht um das Leben. Es geht um die Freiheit. Es geht um das Lebensrecht für jeden Menschen. Es geht also um die Freiheit zum Leben.

Dafür setzen sich auch dieses Mal, beim zehnten Marsch für das Leben, viele tausend Menschen aus verschiedenen Religionen, allen Regionen unseres Landes und aus allen Generationen öffentlich in Berlin ein. Sie wollen ein Zeichen setzen für Humanität und Frieden. Für Freiheit und Liebe. Für das Leben. Denn jeder Mensch ist liebens- und lebenswert. Jeder Mensch hat, unabhängig von seinem Zustand, seinen Fähigkeiten, seinem Alter und seiner Herkunft, ein vorgegebenes Menschenrecht auf Leben.

Was die Teilnehmer des Lebensmarsches denken, sagen und tun, ist also nichts als letztlich völlig normal. Sie erinnern daran, dass wir Sicherheit brauchen, dass jeder Mensch immer willkommen ist und Solidarität erfährt, weil niemand Angst um sein Leben haben soll. Weder am Anfang noch am Ende.

Mehr als 100.000 noch nicht geborene Kinder werden in Deutschland jedes Jahr als „lebensunwert“ oder „unzumutbar“ getötet. Jedes Jahr verschärft sich die Situation durch Zunahme der Selektion nach PND und nun auch PID. Mehrere europäische Regierungen haben „Euthanasie“ bereits weithin legalisiert, diesmal unter dem Deckmantel der „Autonomie“ und des „Mitleids“. Wir müssen Leiden lindern und beseitigen, aber nicht den Leidenden! Helfen statt töten! Auch dadurch helfen, dass wir Schmerzen töten – aber nicht Menschen.

Menschenwürdig sterben können an der Hand eines Menschen, als Mensch. Aber nicht durch die Hand eines Menschen. Darum geht es. Wir sind nicht die Herren über Leben und Tod. Wir sind nicht die Eigentümer, sondern die Bewahrer des Lebens. Deshalb sind wir für ein Europa ohne Abtreibung und ohne Euthanasie. Es gibt kein Tötungsrecht!

Und wer das Lebensrecht tötet, tötet letztlich alle anderen Menschenrechte – und jede Humanität. Niemand darf zur Lebensgefahr für den Nächsten werden. Weder Ärzte noch Angehörige.

Es ist Zeit, das sichere Ja zum Leben für alle Menschen zu verteidigen. Das ist wirklicher Fortschritt. Auch im vergangenen Jahr sind viele tausend Unterstützer nach Berlin gekommen. Wir sind eine engagierte, einladende und dynamisch wachsende Ja-Bewegung für das Leben! Proteste, Hass und Gewalt gegen das Leben und das Recht auf Leben sind letztlich eine Bestätigung, wie gut und notwendig unser Einsatz ist.

Alle Menschen guten Willens sind eingeladen, für das Leben zu streiten. Wir müssen Anwälte einer Kultur des Lebens und der Toleranz sein!


Gastkommmentar des Vorsitzender des Bundesverbandes Lebensrecht (BVL), Martin Lohmann, in der "Tagespost" Nr. 111 am 18. September 2014


Weitere Beiträge zum Thema Lebensschutz und "Marsch für das Leben" Berlin 2014:



Update:

Meldungen und Berichte zum "Marsch für das Leben" am 20.09.2014 in Berlin:

Videos:

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Freitag, 5. September 2014

Communio personarum - Der Schatz der "Theologie des Leibes" von Papst Johannes Paul II.

Im Jahre 1985 haben die Eheleute Norbert und Renate Martin die bis dahin gehaltenen Katechesen und Aussagen von Johannes Paul II. über das Thema "Ehe und Familie" in einem dreibändigen Werk veröffentlicht: die ersten beiden Bände enthalten Katechesen, der dritte Band weitere Ansprachen und Aussagen des Papstes.

Alle drei Bände stehen erfreulicherweise im Internet als pdf-Dateien zur Verfügung, so dass man sie entweder online lesen und/ oder herunterladen und/ oder ausdrucken kann. Jedes Buch verfügt über ein ausführliches Sach- und Namensverzeichnis.

Dieser Schatz über die Lehre der Kirche bezüglich Ehe und Familie, ihre tiefe Begründung, eine entsprechende Pastoral und verwandte Themenkreise ist gerade im Hinblick auf die in diesem und im nächsten Oktober bevorstehende Bischofssynode über die pastoralen Herausforderungen der Familie im Kontext der Evangelisierung hilfreich und wertvoll. Die Sammlung sei deshalb herzlich zum Schmökern empfohlen.

Johannes Paul II. "Die menschliche Liebe im göttlichen Heilsplan" Katechesen 1978-1981;
Communio personarum Bd.1, hrsg. von Norbert und Renate Martin; Patris Verlag Vallendar Schönstatt A.D. 1985 (Band 1 pdf)

Johannes Paul II. "Die Erlösung des Leibes und die Sakramentalität der Ehe" Katechesen 1981-1984;
Communio personarum Bd.2, hrsg. von Norbert und Renate Martin; Patris Verlag Vallendar Schönstatt A.D. 1985 (Band 2 pdf)

Johannes Paul II. "Die Familie - Zukunft der Menschheit" Aussagen zu Ehe und Familie 1978-1984;
Communio personarum Bd. 3, hrsg. von Norbert und Renate Martin; Patris Verlag Vallendar Schönstatt A.D. 1985 (Band 3 pdf)


Norbert und Renate Martin gehören der von Pater Josef Kentenich gegründeten Schönstattbewegung an und wurden im Jahre 1982 in den "Päpstlichen Rat für die Familie" in Rom berufen. Sie widmen sich, quasi ihr ganzes Leben, der Verkündigung der kirchlichen Lehre über Ehe und Familie und sind ausgewiesene Kenner auf diesem Gebiet.


Weiteres von Norbert und Renate Martin:


Weiteres zur "Theologie des Leibes" von Johannes Paul II.:

Foto: privat

Dienstag, 26. August 2014

DEMO für ALLE - Termin im Oktober steht fest!


Es gibt einen Termin für die nächste DEMO FÜR ALLE in Stuttgart:


DEMO FÜR ALLE -

Ehe und Familie vor!
Stoppt Gender-Ideologie und Sexualisierung unserer Kinder!
 
am Sonntag, 19. Oktober 2014
in Stuttgart, Schillerplatz
um 14 Uhr
Anmeldung und Infos hier.

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Weitere Infos zum Thema "Gender/ Gender-Mainstreaming": 

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Bündnispartner DEMO FÜR ALLE:

 

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Montag, 7. Juli 2014

Ziel der Funktionäre: Eine andere Kirche - Pfr. Christoph Sperling rät seinen Pfarrangehörigen zur Unterscheidung der Geister

Nachdem  der Teltower Pfarrer Michael Theuerl Anfang Juni diesen Jahres in einem offenen Brief an den Berliner Diözesanbischof Rainer Maria Kardinal Woelki vor einer Klerikalisierung der Laien durch die Übernahme ("Teilhabe") an priesterlichen Aufgaben und damit verbundener Änderung des katholischen Kirchen- und Priesterverständnisses gewarnt hatte, hat nun ein weiterer Pfarrer zur Unterscheidung der Geister aufgerufen:

Christoph Sperling, Pfarrer von St. Marien in Oschersleben im Bistum Magdeburg, macht seine Pfarrangehörigen darauf aufmerksam, dass sich lt. Funktionären der kirchensteueralimentierten Kirche in Deutschland "ein Mentalitätswandel ab[zeichne]", der "das Erscheinungsbild unserer Kirche nachhaltig" verändere. Besagter Mentalitätswandel setze "auf die gemeinsame Verantwortung von Priestern und Laien für die Gestaltung des Gemeindelebens". Alois Glück, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, charakterisierte so vor wenigen Tagen die Zukunftsaussichten der Kirche. Gemeint ist damit das Konzept, Laien - kirchenverfassungs- und kirchenrechtswidrig - an der Gemeindeleitung zu beteiligen, sprich: Laien zu klerikalisieren.

Ein von Pfr. Sperling angeführtes Zitat von Hans Urs von Balthasar macht deutlich, woran die Kirche krankt: nach H.-U. von Balthasar  gebe es „echte“ und „forcierte Laien“: „Während die echten mit Selbstverständlichkeit ihren Dienst an ihrem Platz versehen – einen heute mehr als je wirklich unentbehrlichen Dienst – müssen die ‚forcierten Laien‘ immerfort ihr Laientum betonen und kirchenideologisch untermauern.“ (Neue Klarstellungen, 1979, S. 116) Erstere dienen der Kirche, letztere wollen die Kirche nach ihren eigenen Vorstellungen demokratisieren und revolutionieren, "menschlicher" und weniger dogmatisch-autoritativ machen. Es wäre ein Unrecht, würde man den Bestrebungen solcherart "forcierter Laien" nachgeben.

Pfr. Sperling macht auf die Tendenz aktueller Umstrukturierungen in den Diözesen aufmerksam, hauptamtliche Laien im kirchlichen Dienst mit den charakteristischen Tätigkeiten des Priesters bzw. des Pfarrers zu betrauen und von der Kirche dafür bezahlte Laien in das dem Pfarrer vorbehaltene Leitungsamt zu installieren. Eine "andere" Hierarchie, eine neben der legitimen kirchlichen Hierarchie, wird so etabliert (vgl. Prof. Georg May: "Die andere Hierarchie").

Die Gleichstellung von sonntäglichem, von einem Priester zelebrierten hl. Messopfer und der - von Laien geleiteten - Wortgottesfeier bzw. die Bevorzugung einer Wortgottesfeier, wenn sie vor Ort, die hl. Messe aber z. B. in der Nachbarpfarrei gefeiert wird, soll die Zentriertheit auf den Pfarrer, bzw. Priester aufheben. Der Priester wird so zu einer Nebensache der Gemeinde und zu einem entbehrlichen Teil des Gemeindelebens bzw. nur ein einfaches Mitglied des sogenannten Leitungsteams.

Hier wird die hierarchische Verfassung der Kirche ausgehebelt mit dem Ziel einer demokratisch strukturierten und laiengeleiteten Kirche, ein Konstrukt, das keine Ähnlichkeit mehr hat mit der von Christus gestifteten hierarchischen Kirche. Hier gilt es - und dazu ermutigt Pfr. Sperling seine Pfarrangehörigen - die Geister zu unterscheiden und Jesus Christus und dem überlieferten Glauben treu zu bleiben.


Der Aufruf  (wie auch weitere lesenswerte Worte) des Pfarrers von Oschersleben: 


Aufschlussreich im Zusammenhang mit dem von Funktionären erwünschten Mentalitätswandel in der deutschen Kirche: die Preisträger des des Gestaltungswettbewerbs des Deutschen Liturgischen Instituts Trier in Kooperation mit dem Deutschen Textilmuseum Krefeld, bei dem es vor allem um "liturgische Kleidung für Laien, die mit der Leitung von Gottesdiensten wie Wort-Gottes-Feiern, Segensfeiern oder Begräbnissen beauftragt werden. Auch die Gewänder für Lektoren, Kantoren, Kommunionhelfer und Ministranten waren zu berücksichtigen." (Projekt "LiturgieGewänder")


Die Sendung des Laien:

Die Laien und der Weltcharakter

So wird »die Welt« zum Bereich und zum Mittel der Erfüllung der christlichen Berufung der Laien, weil sie dazu bestimmt ist, in Christus Gott den Vater zu verherrlichen. Darum kann das Konzil auf den spezifischen Sinn der göttlichen Berufung, die an die Laien ergeht, hinweisen. Sie sind nicht dazu berufen, ihren Ort in der Welt zu verlassen.

Johannes Paul II.: Christefidelis laici (1988); Nr. 15


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Weiteres zum Thema "Laiensendung in der Kirche":

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Montag, 30. Juni 2014

Für den Schutz von Ehe und Familie bei der vierten "DEMO FÜR ALLE" am 28. Juni 2014 in Stuttgart

Für Zukunft und Nachhaltigkeit: Ehe und Familie vor! 
Stoppt Gender-Ideologie und Sexualisierung unserer Kinder! 

Am vergangenen Samstag (28. Juni 2014) fand in Stuttgart zum vierten Mal die "DEMO FÜR ALLE" für den Schutz für Ehe und Familie statt. Aufgerufen hatte das Aktionsbündnis "DEMO FÜR ALLE", eine Vereinigung von derzeit 17 Vereinen, Initiativen und Personen, die sich für Ehe und Familie engagieren. Trotz schlechten Wetters waren etwa 1000 Personen zum Schillerplatz gekommen um sich gegen einen Zugriff auf das Recht der Eltern zur Erziehung ihrer Kinder und der Frühsexualisierung (beginnend schon im Kindergarten!) zu verwahren.

Bei der DEMO FÜR ALLE geht es den Teilnehmern zuallererst darum, den von der rot-grünen Landesregierung geplanten Bildungsplan 2015 zu verhindern, der "sexuelle Vielfalt" als Leitbild beinhaltet und vorsieht, dieses Thema fächerübergreifend im Unterricht zu bearbeiten und die Kinder und Jugendlichen immer wiederkehrend  mit diesen Inhalten zu konfrontieren. Inzwischen hat die Landesregierung die Verabschiedung des Bildungsplans um ein Jahr verschoben, inhaltlich hat sich bis jetzt aber offensichtlich noch nicht viel geändert. Wahrscheinlich hofft man auf ein nachlassendes öffentliches Interesse und eine Einschlafen der Proteste gegen den Bildungsplan, so dass man im kommenden Jahr das Vorhaben wie geplant beschließen kann.

Aber es geht um mehr als nur um einen Bildungsplan: Die antichristliche Gender-Ideologie soll bzw. wird in allen Lebensbereichen das Leben der Menschen in Deutschland bestimmen. Alles soll auf Genderrelevanz untersucht und Berichte gendergerecht abgefasst werden. Auch Bücher sollen gegendert werden. Ein normaler Sprachgebrauch ist zumindest in staatlichen Institutionen nicht mehr möglich. Die ideologische Auflösung der Geschlechter ist das Ziel von Gender mainstreaming, ebenso die Zersetzung von Ehe und Familie und die aktive Sexualisierung unserer Kinder in Kindergarten und Schule.

Leider haben bereits auch nominell katholische Einrichtungen und Verbände, wie der "Deutsche Caritasverband", die "Katholische junge Gemeinde (KjG)", der "Bund der katholischen Jugend" (BDKJ), das "Zentralkomitee der deutschen Katholiken" (ZdK) u.v.a. sich dem Einfluß des Gender mainstreamimng geöffnet und setzen, von EU und deutschen Ministerien finanziell dafür belohnt,  mit großem Aufwand die von der UN und EU vorgegebenen Richtlinien um. Diese Gruppen fehlten darum auch bei der DEMO FÜR ALLE.

Deutliche Worte von (deutschsprachigen) Bischöfen sind nicht zu vernehmen. Eine deutliche Stellungnahme gegen Gender/ Gender mainstreaming hat bis jetzt nur Bischof Huonder von Chur in der Schweiz (neben dem Salzburger Weihbischof Andreas Laun) vorgelegt. Papst Franziskus bezeichnet die Gender-Ideologie als dämonisch.

Am Samstag fand sich ein buntgemischtesVölkchen auf dem Schillerplatz ein: Jung und Alt, von nah und fern, mit und ohne Regenschirm, Laien und auch einige Priester. Die Stimmung war bestens. Ein herzliches Dankeschön an die Organisatoren und Ordnungskräfte, die  Redner verschiedener Aktionsbündnis-Partner und nicht zuletzt an die Polizei, ohne deren Schutz es wohl auch dieses Mal (wieder) zu Übergriffen und Aggressionen gegen die Teilnehmer der DEMO FÜR ALLE gekommen wäre.


Bilder von der Stuttgarter DEMO FÜR ALLE am 28. Juni 2014:


Massives Polizei-Aufgebot zum Schutz der 
Demonstranten vor Befürwortern des Bildungsplans 2015/16...
























Hedwig von Beverfoerde
Sprecherin der Initiative Familienschutz und
Mitinitiatorin der DEMO FÜR ALLE


Prof. Dr. Hubert Gindert


Eckhard Kuhla
Vorsitzender Agens e. V.


Hans-Christian Hausmann
AK Familie in der CDU Stuttgart


Dr. Emre Tanay
Vertreter einer muslimischen Gruppe (M.I.H.M.)


Hans-Christian Fromm
beim Verlesen des Grußwortes des russisch-orthodoxen Erzpriesters Ilya Limberger





















Medienberichte zum 28.06.2014:


Videos:

 

Augenzeugenberichte/ Bilder:


(Wird fortlaufend ergänzt; Hinweise auf weitere Berichte erwünscht!)


Weiteres zum Thema "Bildungsplan 2015/2016 und Gender/ Gender mainstreaming":



Bilder: eigene Fotos

Montag, 23. Juni 2014

Prof. Georg May: Die andere Hierarchie - Teil 33: Die Pastoralreferenten (1)

Prof. Dr. Georg May

Die andere Hierarchie


Teil 33


Verlag Franz Schmitt Siegburg AD 1997


Fortsetzung von hier

§  10  Die Pastoralreferenten

I.  Entstehung und Beurteilung

1. Entstehung

In Deutschland gibt es seit etwa 30 (Anm.: in Deutschland seit 1971) den neuen Beruf des Pastoralassistenten bzw. -referenten. Diese neue Klasse spielt bei der Etablierung der anderen Hierarchie eine gewichtige Rolle. Auf das Zweite Vatikanische Konzil kann man sich dabei nicht berufen. Das Konzil hat nicht im Traum an das Heer von Pastoralassistenten und -referenten gedacht, das die deutschen Diözesen aus Kirchensteuermitteln unterhalten.

Der Grund seiner Entstehung ist in der Hauptsache der folgende: Viele Theologiestudierende wollten ursprünglich Priester werden. Aber die widrigen Umstände in der nachkonziliaren Kirche allgemein und an den theologischen Bildungsstätten im Besonderen haben sie um ihre Berufung gebracht. Nach der Beendigung ihres Theologiestudiums standen sie vor der Frage, wie es beruflich weitergehen sollte. Hätten sie einen nichttheologischen Beruf ergriffen, hätten sie dort als theologisch gebildete Laienapostel segensreich in der Welt wirken können. Doch zum Übergang in einen Beruf, in dem sie ihre bisher erworbenen Kenntnisse nicht hätten verwerten können, war die Mehrzahl nicht bereit.

Da kamen ihnen die deutschen Bischöfe zu Hilfe. Sie schufen den neuen Beruf des theologisch gebildeten Laien im Kirchendienst. Er wurde erstrangig in der Absicht ins Leben gerufen, für Theologiestudierende, die das Ziel des Priestertums aufgegeben hatten oder an den Zulassungsbedingungen für das Priestertum gescheitert waren, eine einträgliche Beschäftigung zu finden. Es ist statistisch erwiesen, dass zahlreiche Pastoralassistenten ursprünglich Priester werden wollten. (1). (A)

2. Beurteilung

Doch dieser Wechsel des Berufszieles ist vielen nicht gut bekommen. Wie so mancher von denen, die an der Hürde des Priestertums gescheitert waren, dem dienstlich übergeordneten Priester begegnen würde, ließ sich ahnen, und diese Ahnung hat nicht getrogen. Es gilt dies auch weithin für jene, die nach absolviertem Theologiestudium in Berufe der Erwachsenenbildung oder der Medienlandschaft übergegangen sind, sie arbeiten häufig in unkirchlichem oder kirchenfeindlichem Sinne.

Martin Kriele schreibt von vielen Theologiestudierenden, die ihr Ziel, Priester zu werden, aufgegeben haben, dass sie ihre "Aggressionen gegen die Kirche nach außen" tragen, dass sie das Ziel verfolgen, das Lehramt "ins Lächerliche zu ziehen", um damit "die christliche Lehre, die das Lehramt bewahrt und verkündigt, in ihrem Kern zu treffen" (2).

Die Einführung der Pastoralreferenten war die Eröffnung eines Weges, der eine Sackgasse darstellt. Sie hat dem Priestermangel nicht abgeholfen; sie hat ihn vermehrt. Statt zu überlegen, wie dem Priestermangel beizukommen ist, haben die Bischöfe einen (untauglichen) Ersatz für die fehlenden Priester geschaffen. Die Einführung der Pastoralreferenten und -referentinnen ist eine der vielen Fehlentscheidungen, die den deutschen Bischöfen anzulasten sind.

Die Pastoralreferenten mögen ein kirchlicher Beruf sein, ein geistlicher Beruf sind sie nicht. Dazu fehlt ihnen die Weihe oder das Gelübde bzw. Versprechen. Der Pastoralreferent ist eine Fehlkonstruktion.


II.  Ausbildung

Das Rahmenstatut und die Rahmenordnung für die Pastoralreferenten in den Bistümern der Bundesrepublik Deutschland stammen vom 10. März 1987. Dazu treten Statut und Ordnung der jeweiligen Diözese (3). (Anm.: Das Rahmenstatut vom 10. März 1987 wurde ersetzt durch die "Rahmenstatuten und -ordnungen für Gemeinde- und Pastoral-Referenten/Referentinnen" vom 01. Oktober 2011, hier als pdf.)

Das von den deutschen Bischöfen erlassene Rahmenstatut ist ein phrasenreiches Dokument, das den Bezug zur Wirklichkeit verloren hat. Dieses Urteil gilt sowohl für die Ausbildung als auch für die Tätigkeit der Pstoralreferenten.

Die Pastoralreferenten absolvieren ein normales Theologiestudium an einer deutschen katholisch-theologischen Fakultät oder Hochschule. Es ist indes eine Illusion, zu meinen, sie seien allesamt gediegen für ihre Tätigkeit ausgebildet. Wer die Entwicklung der Theologenausbildung in den letzten 40 (Anm.: ca. 60) Jahren beobachtet hat, weiß, dass fortwährend weitere Abstriche gemacht und Erleichterungen gewährt wurden.

Diese angeblich so gut ausgebildeten Theologen wissen zwar über modernste Hypothesen der Schrifterklärung Bescheid, aber die Heilige Schrift selbst kennen sie zumeist nicht. Dazu kommt, das weitgehende Defizit an aszetischer und spiritueller Formung. Wer Disziplin und Frömmigkeit nicht spätestens im Priesterseminar gelernt hat, der lernt sie meist überhaupt nicht mehr. Man kann aber nicht einen anspruchsvollen kirchlichen Beruf ausüben, ohne gediegene und bewährte sittliche und religiöse Haltung.

Weiter ist die kirchliche Gesinnung bei nicht wenigen defizitär. Es fehlt ihnen ja die sakramentale Weihe, die sie unaufhebbar an Christus und die Kirche bindet. Der Mangel dieser ontischen Verwurzelung kann durch nichts wettgemacht werden. Daraus resultiert auch die weithin verbreitete Beamtenmentalität. In einem unkündbaren Verhältnis gesichert, versieht man seinen Job ohne den hohen persönlichen Einsatz, der vom Priester zu erwarten ist. (B)


III.  Die Dienstordnung

Fast alle Diözesen haben Dienstordnungen für Pastoralreferenten erlassen. Sie unterscheiden sich nicht grundsätzlich, doch in manchen Einzelheiten. ich erwähne im Folgenden die Dienstordnung der Diözese Eichstätt (4). Da wird sogleich hervorgehoben, dass die Pastoralreferenten "eigenverantwortlich" wirken. Offensichtlich kennt man die Empfindlichkeit dieser Damen und Herren, die allergisch gegen die Unterstellung unter einen Pfarrer sind. Nach dem Rahmenstatut für Pastoralreferenten ist ihre spezifische Aufgabe "die eigenverantwortliche Übernahme einzelner pastoraler Sachgebiete". Dementsprechend sollen sie nicht in Pfarreien, sondern nur in Pfarrverbänden oder größeren Seelsorgeeinheiten zum Einsatz kommen.

Die Dienstordnung für Eichstätt sieht den Einsatz von Pastoralreferenten auf der Ebene der Diözese, des Dekanates, des Pfarrverbandes oder einer anderen überpfarrlichen Seelsorgeeinheit vor. Die Beauftragung in einer Pfarrei kommt danach nicht in Frage.

Als ihr eigentliches Arbeitsfeld gilt die sogenannte kategoriale Seelsorge, die sich an Menschen in besonderen Bezügen wendet. Sie stehen "im Dienst der Evangelisierung der Gemeinden und der Gesellschaft". Evangelisierung heißt Gewinnung für die Heilsbotschaft Christi und Verwurzelung in derselben. Im Einzelnen werden ihnen als mögliche Aufgabenfelder alle jene zugewiesen, die früher Kapläne übernommen haben, die sie aber teilweise nur in verstümmelter Form bearbeiten können, weil ihnen die Weihe fehlt. Es ist auch die "Übernahme einzelner Aufgaben des kirchlichen Amtes" vogesehen. Dazu rechnet u. a. der Predigtdienst. Richtmaß der Dienstzeit des Pastoralreferenten ist die Wochenarbeitszeit, wie sie für den öffentlichen Dienst festgelegt ist. Er hat einen vollen freien Tag in der Woche und einen freien Samstag/ Sonntag im Monat.

Vom Pfarrer ist in der ganzen Dienstordnung nicht mit einem einzigen Wort die Rede. An mehreren Stellen erscheint mit dunklen Worten der "unmittelbare Dienstvorgesetzte". Nirgends wird gesagt, dass dies der Pfarrer sein könnte.


(1)  Herder Korrespondenz 51, 1997, 38
(2)  Martin Kriele, Anthroposophie und Kirche 134
(3)  z. B.: Statut und Ordnung für Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten im Bistum Osnabrück vom 9. Juni 1992 (Pfarramtsblatt 65, 1992, 271-286)
(4)  Dienstordnung für Pastoralreferenten und Pastoralreferentinnen in der Diözese Eichstätt vom 1. Mai 1995 (Pfarramtsblatt 68, 308-314)

(A)  Anm.: hierzu s. auch: Beschluss der Gemeinsamen Synode z. B. unter 1.1.2
(B) Anm.: zu den selbstformulierten Perspektiven des Berufsbildes Pastoralreferent/-in siehe z. B. die "perspektivischen Überlegungen" des BV der PR in der Erzdiözese Köln (formuliert 2009). Dort heißt es z. B.:
unter Nr. 2: "... als „theologische Experten“ wollen wir auch teilhaben können an der Gesamtentwicklung der Pastoral im Erzbistum. Als Laien und theologische Fachmänner und Fachfrauen wollen wir unsere Kompetenzen einbringen können:- In der Verwaltung des Erzbistums – in der Leitung und inhaltlichen Arbeit von Abteilungen und Stabsstellen mit pastoralen Aufgaben- An besonderen Orten der Pastoral..."
"Wir setzen uns ein für eine klare und kooperative Leitung.- In der geistlichen Leitung, Begleitung und Weiterbildung von kirchlichen Gruppen und Gremien auf verschiedenen Ebenen-..."
unter Nr. 3: "Um als Pastoralreferentin – referent gut arbeiten zu können, brauchen wir Pfarrer, die unsere Charismen und Talente ernstnehmen und uns den Raum geben, eine Balance zwischen Aktion und Ruhe zu halten. Wir sind nicht allverfügbar." 
unter Nr. 4: Pastoralreferentinnen und –referenten sind aufgrund ihrer bischöflichen Beauftragung und ihrer Kompetenzen in verschiedenen Formen der Kooperation an der Leitung eines Seelsorgebereiches zu beteiligen. Entsprechend gemeinsam entwickelter inhaltlicher Schwerpunktsetzungen der Pastoral übernehmen sie verantwortliche, eigenständige Leitung in Teilbereichen. Diese ist durch Delegation übertragen.


Fortsetzung folgt



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