„Wenn der Papst anfängt, Interviews zu geben, sei dies für die Kirche das Ende“, habe er, Messori, dem Pontifex gesagt und weiter: „Meinungsträger haben wir genug, aber Meister des Glaubens haben wir nur einen. Sie, Heiliger Vater, müssen über den Dingen stehen, Sie müssen lehren, Weisungen erteilen, dürften aber eigentlich keine Meinungen äußern." - "Die Kirche allgemein und auch der Papst reden zu viel, schreiben zu viele Erklärungen und beteiligen sich auch zu sehr am Medienspektakel“.
Vittorio Messori, Konvertit und italienischer Publizist, im Vorbereitungsgespräch mit Papst Johannes Paul II. zum Interviewband „Die Schwelle der Hoffnung überschreiten“, 1994; (Quelle: Rheinischer Merkur Nr. 33/2001/kath.net)
Inzwischen haben auch die Nachfolger von Papst Johannes Paul II., Benedikt XVI. und Franziskus, der Welt Interviews gegeben; wir erinnern uns an "Licht der Welt - Ein Gespräch mit Peter Seewald" von Benedikt XVI. und das Interview von Franziskus mit Antonio Spadaro SJ von der Jesuitenzeitung "La Civiltà Cattolica". Die Ergebnisse und Reaktionen waren gemischt, aber die Kirche existiert noch... Dennoch: eine bedenkenswerte Meinung von Vittorio Messori.
Update:
Nach den anzweifelbaren, mitunter fiktiven "Zitaten" dessen, was der Papst in Gesprächen mit dem Laizisten Eugenio Scalfari gesagt haben soll, die dieser dann in "La Republicca" veröffentlichte und die zu weltweiten Irritationen inner- und außerhalb der Kirche geführt hatten, gibt Papst Franziskus weiterhin spontane, nicht vorbereitete Interviews. So z. B. diese:
Update:
Nach den anzweifelbaren, mitunter fiktiven "Zitaten" dessen, was der Papst in Gesprächen mit dem Laizisten Eugenio Scalfari gesagt haben soll, die dieser dann in "La Republicca" veröffentlichte und die zu weltweiten Irritationen inner- und außerhalb der Kirche geführt hatten, gibt Papst Franziskus weiterhin spontane, nicht vorbereitete Interviews. So z. B. diese:
- Interview mit Ferruccio de Bortoli vom "Corriere della Sera" (05.03.2014) Zusammenfassung auf domradio.de
- Interview mit der spanischen Tageszeitung "La Vanguardia": (09. bzw. 12.06.2014) - deutsche Übersetzung via domradio.de 13.06.2014) rv
- Scalfari-"Interview" 1 (01.10.2013)
- Scalfari-"Interview" aus Liste der offiziellen päpstlichen Dokumente gestrichen (15.10.2013)
- Scalfari-"Interview" 2 (13.07.2014) - rv (deutsche Übersetzung in "Die Zeit" am 20.07.2014)
- Interview mit der Zeitschrift "Viva" und der argentinischen Zeitung "El Clarin": Zehn Tipps von Papst Franziskus, wie man glücklich wird (27.07.2014) - rv
- Papst Franziskus zugeschaltet in der Live-Sendung des argentinischen Pfarreien-Radios „Virgen del Carmen“ von Campo Gallo (08.08.2014)
- V. Messori: Zweifel über die Windungen von Papst Franziskus (24.12.2014)
- Kontroverse: Lob für Messori: Kritik von Befreiungstheologe Leonardo Boff (30.12.2014); hier eine deutsche Übersetzung von N. Arntz
Andere Äußerungen des Papstes gegenüber dem nicht-gläubigen links-liberalen Italiener Eugenio Scalfari:
- Anfragen/ Offener Brief des Linksliberalen Eugenio Scalfari an "den Jesuitenpapst", der sich Franziskus nennt: Teil 1 vom 07.07.2013
- Anfragen/ Offener Brief des Linksliberalen Eugenio Scalfari an "den Jesuitenpapst", der sich Franziskus nennt: Teil 2 vom 07.08.2013
- Die Anfragen Scalfaris an das Oberhaupt der katholischen Kirche - Überblick (11.09.2013)
- Antwortbrief des Papstes an Scalfari vom 04. (11.) 09.2013
- Einschätzung von Gianfranco Kardinal Ravasi zur Bedeutung des Papstschreibens vom 04.09.2013 an Scalfari: Er behauptet: "Wahrheit ist nie absolut" (Radio Vatikan 12.09.2013)
