Posts mit dem Label Vittorio Messori werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Vittorio Messori werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 7. Januar 2014

Das Ende der Kirche?

„Wenn der Papst anfängt, Interviews zu geben, sei dies für die Kirche das Ende“, habe er, Messori, dem Pontifex gesagt und weiter: „Meinungsträger haben wir genug, aber Meister des Glaubens haben wir nur einen. Sie, Heiliger Vater, müssen über den Dingen stehen, Sie müssen lehren, Weisungen erteilen, dürften aber eigentlich keine Meinungen äußern." - "Die Kirche allgemein und auch der Papst reden zu viel, schreiben zu viele Erklärungen und beteiligen sich auch zu sehr am Medienspektakel“.

Vittorio Messori, Konvertit und italienischer Publizist, im Vorbereitungsgespräch mit Papst Johannes Paul II. zum Interviewband „Die Schwelle der Hoffnung überschreiten“, 1994; (Quelle: Rheinischer Merkur Nr. 33/2001/kath.net)

Inzwischen haben auch die Nachfolger von Papst Johannes Paul II., Benedikt XVI. und Franziskus, der Welt Interviews gegeben; wir erinnern uns an "Licht der Welt - Ein Gespräch mit Peter Seewald" von Benedikt XVI. und das Interview von Franziskus mit Antonio Spadaro SJ von der Jesuitenzeitung "La Civiltà Cattolica". Die Ergebnisse und Reaktionen waren gemischt, aber die Kirche existiert noch... Dennoch: eine bedenkenswerte Meinung von Vittorio Messori.


Update:

Nach den anzweifelbaren, mitunter fiktiven "Zitaten" dessen, was der Papst in Gesprächen mit dem Laizisten Eugenio Scalfari gesagt haben soll, die dieser dann in "La Republicca" veröffentlichte und die zu weltweiten Irritationen inner- und außerhalb der Kirche geführt hatten, gibt Papst Franziskus weiterhin spontane, nicht vorbereitete Interviews. So z. B. diese:

Andere Äußerungen des Papstes gegenüber dem nicht-gläubigen links-liberalen Italiener Eugenio Scalfari:

+      +      +

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Worauf es wirklich ankommt

"Was den Christen "ausmacht", ist der Glaube und nicht die Ethik oder das soziale Engagement, die nur Auswirkungen des Glaubens sind.

Wäre dein Pfarrer nicht so moralisch und sozial engagiert, wäre er dennoch weiterhin Christ; kein Christ wäre er mehr, wenn er aufhörte, das Evangelium nach dem Dogma und der Tradition der Kirche zu verkünden. Der Heilige Geist garantiert dem Papst, dem "Stellvertreter Christi", die Rechtgläubigkeit der Lehre und nicht die Reinheit der Sitten.

Alexander VI., der berüchtigte "Papst Borgia" einer schwarzen Legende, führte dem Anschein nach wirklich ein sittenloses Leben, doch er "predigte gut". Gewiß: Für die Diskrepanz zwischen Lehre und Leben muß er einmal Rechenschaft ablegen.

Aber uns - die wir zum Glück nicht über ihn urteilen müssen - reicht es, daß er die Lehre rein und unversehrt bewahrt hat. Außerdem hat uns Jesus selbst davor gewarnt: "Richtet euch nicht nach dem, was sie tun", sondern "tut und befolgt alles, was sie euch sagen" (Mt 23,3)"


Vittorio Messori im Gespräch mit Michele Brambilla in "Der Gläubige hat recht", AD 2001 (s. Quellen)
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...