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Montag, 26. Mai 2014

Maiandacht 26. Tag - Maria, wunderbare Mutter

Maria, die Jungfrau, stieg empor zu den Himmeln!
Freuet euch: 
denn mit Christus herrscht sie in Ewigkeit!
Tochter Sion! Ganz schön bist du und liebreich,
schön wie der Mond, der strahlenden Sonne gleich!
(Ant. von Mariä Himmelfahrt)


Maria ist heimgegangen in den Himmel. jetzt steht sie vor uns in ihrer Himmelsherrlichkeit. Wenn schon für jede Seele im Himmel unaussprechliche Wonne der Seligkeit bereitet ist, wieviel mehr und ganz besonders für Maria.

Sie ist schon auf Erden gegrüßt worden: "Du bist voll der Gnaden." In der Ewigkeit werden die Engel sie grüßen: "Du bist voll der Glorie und Herrlichkeit, die Königin des Himmels!" Wer kann ihre Schönheit in Worte fassen? Mit welchen Worten sollen wir sie preisen? Mit welchem Namen sie nennen, um ihre Herrlichkeit und Schönheit entsprechend auszudrücken?

Wenn Christus, der Herr, unter den Volksscharen lehrte und seine Lehre beglaubigte durch Wunder und Zeichen, dann staunten die Menschen und lobten und priesen Gott. Der Herr war der Wunderbare nicht nur durch seine Werke, sondern auch durch sein Leben und seine Lehre. "Er lehrte wie einer, der Macht hat."

In der Lauretanischen Litanei nennen wir auch die Gottesmutter mit diesem Namen und sprechen: "Du wunderbare Mutter!" Sie ist jene, die uns nächst Christus am meisten in Staunen setzt ob ihrer Macht und Größe; nicht als ob sie allmächtig wäre und aus eigener Kraft Wunder wirken könnte. Aber sie ist die Mutter des Herrn, des Wundertäters, ja, sie ist selbst das größte Wunder in Menschengestalt.

Schier unbegreiflich ist es, dass ein Menschenkind ausgewählt wird zur Mutter des allmächtigen Gottes, zur Mutter des Menschenerlösers und damit zur Mutter der ganzen erlösten Menschheit. Darum mag das Wort: "Du wunderbare Mutter" all unser Staunen, unsere Ehrfurcht und unsere Liebe zum Ausdruck bringen. Um aber die Fülle der Gnaden und ihrer Macht und ihre außerordentliche, überragende Stellung anzudeuten, hat frommgläubiger Sinn das Wort geprägt: "Du dreimal wunderbare Mutter." *)

O wunderbare Mutter! Höchstes Lob soll dir zuteil werden, du bist die Mutter Gottes. O wunderbare Mutter! Den schönsten und wärmsten Kindesgruß schicken wir zu dir empor, du bist die Mutter des Erlösers. O wunderbare Mutter! Mit inniger Bitte kommen wir zu dir, zu deinem erbarmenden Mutterherzen, du bist die Mutter der Erlösten, unsere Mutter. Was nun Menschensinn erdenken mag an Vorzügen und Herrlichkeiten der Gottesmutter im Himmel, kann man füglich ausdrücken mit diesem Wort: Du wunderbare Mutter. Alles Unbegreifliche, Herrliche und Wunderbare ist darin enthalten.

O meine Seele, das mag auch dein liebster Gruß sein, den du zur himmlischen Mutter emporsendest; darin magst du all seine Liebe und Verehrung zum Ausdruck bringen, dass du sie nennst: die wunderbare, die dreimal wunderbare Mutter.

Geh zur ihr hin und nenne sie die Wunderbare, die Mutter Gottes. Heiliges Staunen wird dich ergreifen, heilige Ehrfurcht dich erfüllen vor solch hoher Herrlichkeit Die besten und heiligsten Seelen unseres Volkes haben dieser hohen, heiligen Frau ihre Lieder gesungen. Und immer noch ist das Wort wahr, das Maria gesprochen: "Von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter."

Geh hin zu Maria, meine Seele, und nenne sie die Wunderbare, die Mutter des Erlösers. Die Mutter deines Erlösers ist sie. (...)

Gehe hin und nenne sie  die Wunderbare, die Mutter der Erlösten, nenne sie deine Mutter. Und sieh, wie das Kindlein sich freut, wenn es bei der Mutter ist und sich in ihrem Schutz geborgen weiß, so magst auch du wissen: die Mutter im Himmel ist dir nahe, dieser Mutter Herz schlägt auch für dich in Liebe. In grenzemlosen Vertrauen darfst du dich an diese Mutter wenden; sie ist dir nahe und liebt dich wie nur eine Mutter dich lieben kann.

Wir beten ein Ave Maria in andächtiger Verehrung der dreimal wunderbaren Mutter:
Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade,
der Herr ist mit dir!
Du bist gebenedeit unter den Frauen
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes: Jesus!
Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder,
jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

Weit geöffnet sind des Himmels Pforten
durch dich Maria, für uns alle!
Mit den Engeln triumphierst du, ruhmgekrönt!
(Ant. von Mariä Himmelfahrt)

O du wunderbare Mutter, bitt' für uns!


Gebet:
O Gott, in deiner Allmacht und Liebe hast du die Mutter deines Sohnes in den Himmel aufgenommen und wunderbar verherrlicht. Nun thront sie in der Glorie wunderbar sla Mutter deines Sohnes, wunderbar als Mutter unseres Erlösers, wunderbar als Mutter aller Erlösten. Wir bitten: lass uns allezeit ihre wunderbare Macht erfahren. Durch Christus, unsern Herrn. Amen.


*)  Über den Ausdruck: "dreimal wunderbare Mutter" und seine Entstehung siehe Näheres bei: Franz Hattler SJ, "Der ehrwürdige Pater Jakob Rem und seine Marienkonferenzen", Mainz, Regensburg 1896. - Von den Pallotiner- Missionsschülern in Schönstatt wurde dieser Ausdruck wieder aufgegriffen. Die Anrufung in der Wallfahrtskapelle dort lautet: Du dreimal wunderbare Mutter und Königin von Schönstatt, bitte für uns!



Maiandachtsbüchlein für Kirche und Haus von Pfarrer Joseph Willmes; A. Laumannsche Verlagsbuchhandlung Dülmen /Westf.;  AD 1935; S. 78-81 (mit kleinen Änderungen); (s. Quellen)


Bild: "Dreimal wunderbare Mutter" im Liebfrauenmünster Ingolstadt, eine Abwandlung der Marienikone „Salus populi romani“ in der Cappella Paolina in Santa Maria Maggiore in Rom. Die Kopie war ein Geschenk des Jesuitengenerals Francisco de Borja an das Jesuitenkolleg in Ingolstadt. (wikipedia)

Sonntag, 30. März 2014

Laetare - Freue dich!

 


Lobet den Herrn, denn Er ist gütig; singet Seinem Namen, denn Er ist freundlich! Was immer Er will, alles vollbringt er im Himmel und auf der Erde!

Offertorium vom 4. Fastensonntag (Laetare); Psalm 134,3 u. 6



Bild: Speisung der Fünftausend. Bildtexte: IHC XPC, APOSTOLI, TURBAE; Codex Egberti; wischen 980 und 993 n.Chr

Dienstag, 31. Dezember 2013

Weihnachtspsalm des hl. Franziskus



1 Jubelt Gott, unserem Helfer, *
jauchzt dem Herrn, dem lebendigen und wahren Gott, mit Jubelklang.

2 Denn der Herr ist erhaben, *
ist furchtgebietend, ein großer König über die ganze Erde.

3 Denn der heiligste Vater im Himmel, unser König vor Ewigkeiten, hat seinen geliebten Sohn aus der Höhe gesandt, * und er ist geboren worden von der seligen Jungfrau, der heiligen Maria.

4 Er selbst hat zu mir gerufen: Mein Vater bist du, *
und ich will ihn einsetzen als Erstgeborenen, erhaben über die Könige der Erde.

5 An jenem Tag hat der Herr sein Erbarmen entboten, *
und in der Nacht erklang sein Lobgesang.

6 Das ist der Tag, den der Herr gemacht hat, * an ihm laßt uns jauchzen und jubeln.

7 Denn das heiligste, geliebte Kind ist uns geschenkt und für uns geboren am Weg und in eine Krippe gelegt, * weil es keinen Platz hatte in der Herberge.

8 Ehre sei Gott, dem Herrn in der Höhe * und auf Erden Friede den Menschen guten Willens.

9 Freuen sollen sich die Himmel, und es juble die Erde; aufwalle das Meer in seiner Wogenfülle; * freuen soll sich die Flur und was auf ihr wächst.

10 Singt ihm ein neues Lied, * singt dem Herrn, ihr Lande all.

11 Denn groß ist der Herr und hoch zu loben, * furchtgebietend über alle Götter.

12 Bringt dem Herrn, ihr Völkerstämme, bringt dem Herrn Ruhm und Ehre, *
bringt dem Herrn den Lobpreis für seinen Namen.

13 Bringt eure Leiber dar und tragt sein heiliges Kreuz *
und folgt bis zum Ende seinen heiligsten Geboten.




 Mit Schriftstellenangaben:
1 Jubelt Gott, unserem Helfer (Ps 80,2 a), * jauchzt dem Herrn, dem lebendigen
und wahren Gott, mit Jubelklang (vgl. Ps 46,2 b).
2 Denn der Herr ist erhaben, * ist furchtgebietend, ein großer König
über die ganze Erde (Ps 46,3).
3 Denn der heiligste Vater im Himmel, unser König vor Ewigkeiten (Ps
73,12 a), hat seinen geliebten Sohn aus der Höhe gesandt, * und er ist
geboren worden von der seligen Jungfrau, der heiligen Maria.
4 Er selbst hat zu mir gerufen: Mein Vater bist du (Ps 88,27 a), * und
ich will ihn einsetzen als Erstgeborenen, erhaben über die Könige
der Erde (Ps 88,28).
5 An jenem Tag hat der Herr sein Erbarmen entboten, * und in der
Nacht erklang sein Lobgesang (vgl. Ps 41,9).
1 Vgl. die Übersetzung und Textgestaltung, in: Die Schriften (s. Anm. 1), 157f.
Weihnachtspsalm '
6 Das ist der Tag, den der Herr gemacht hat, * an ihm laßt uns jauchzen
und jubeln (Ps 117,24).
7 Denn das heiligste, geliebte Kind ist uns geschenkt undfür uns geboren
am Weg und in eine Krippe gelegt, * weil es keinen Platz hatte in der
Herberge (vgl. Jes 9,6; Lk 2,7).
8 Ehre sei Gott, dem Herrn in der Höhe * und auf Erden Friede den
Menschen guten Willens (vgl. Lk 2,14).
9 Freuen sollen sich die Himmel, und es juble die Erde; aufwalle das
Meer in seiner Wogenfülle; * freuen soll sich die Flur und was auf
ihr wächst (Ps 95,11-12 a).
10 Singt ihm ein neues Lied, * singt dem Herrn, ihr Lande all (Ps 95,1).
11 Denn groß ist der Herr und hoch zu loben, * furchtgebietend über
alle Götter (Ps 95,4).
12 Bringt dem Herrn, ihr Völkerstämme, bringt dem Herrn Ruhm und
Ehre, * bringt dem Herrn den Lobpreis für seinen Namen (Ps
95,7-8 a).
13 Bringt eure Leiber dar und tragt sein heiliges Kreuz (vgl. Lk 14,27) *
undfolgt bis zum Ende seinen heiligsten Geboten (vgl. 1 Petr 2,21).

ziziert nach Leonhard Lehmann, Werne: Ein Psalm des heiligen Franziskus für die weihnachtliche Zeit


Bild: Giotto di Bondone (1267-1337), Cappella Scrovegni in Padua, Leben Christi-Zyklus: Geburt Jesu im Stall zu Betlehem

Montag, 25. November 2013

Blogparade: Mein Lieblingslied im Gotteslob - Nr. 480


Andrea vom Blog "Bachmichels Haus" fragt in der Runde nach Lieblingsliedern aus dem alten Gotteslob - bzw. einem religiösen Gesangbuch (hier) und zahlreiche Blogger und Nicht-Blogger haben bereits ihre Favoriten vorgestellt: ein schönes und interessantes Potpourri aus bekannten und weniger bekannten Kirchenliedern ist dabei herausgekommen.

Mein Lieblingslied im alten (und neuen Gotteslob) - da fällt es schwer, einen Favoriten auszumachen. Zu meinen allerliebsten Liedern gehört "O Du mein Heiland hoch und hehr..." GL... - uff, jetzt bin ich sehr erstaunt - denn: dieses Lied steht tatsächlich nicht im alten Gotteslob - und ebensowenig im neuen. Ich mache mich auf die Suche in älteren Gesangbüchern und stelle fest: auch im Interims-Gesangbuch der Diözese Essen von 1970, das ich damals zur Erstkommunion geschenkt bekam, ist es nicht enthalten.

Und weiter? Im Gesangbuch für das Erzbistum Köln von 1949 (also "vorkonziliar"): Fehlanzeige. Ebenso im "Laudate", dem Gebet- und Gesangbuch für das Bistum Münster von 1950. Selbst im 1938 erschienenen "Kirchenlied", einer überdiözesanen Sammlung von etwa 140 Kirchenliedern, quasi die Mutter des Einheitsgesangbuches deutscher Diözesen, ist das Lied unbekannt. Das verwundert mich. Wo aber kommt es dann her und woher kennen es die Gläubigen? Ich bin mit diesem Lied groß geworden und es ist seit Kindertagen "mein" Lied. Immerhin: Im "Ordo Missae"-Büchlein der Petrusbruderschaft, herausgegeben im Jahre 2012, Nr. 182, da steht es :
 
O du mein Heiland, hoch und hehr, dem sich der Himmel beuget,
von dessen Liebe, dessen Macht die ganze Schöpfung zeuget:
Christus, mein König, Dir allein, schwöre ich die Liebe
lilienrein, bis in den Tod die Treue!

Nicht alle Welt und ihre Pracht, Engel und Menschen nimmer,
o Herr mich scheidet nichts von Dir; Dein eigen bleib' ich immer!
Christus, mein König...

Du nur allein lebst nun in mir, brennst mir in Herz und Händen;
läßt mich entflammen alle Welt mit Deinen Feuerbränden.
Christus, mein König...
Text: Erich Przywara SJ (1889-1972)


GL Nr. 480 
Wir weih'n der Erde Gaben dir, Vater, Brot und Wein...

Also nun mein Lieblingslied aus dem alten Gotteslob: Ein Lied weckt in mir ganz besonders  Erinnerungen an erstes, bewusstes Mitfeiern der Heiligen Messe: Wir weih'n der Erde Gaben dir, Vater, Brot und Wein..." Im alten Gotteslob Nr. 480, im neuen wird es die Nr. 187 sein.

Ich weiß noch, dass wir dieses Lied bei meiner Erstkommunion gesungen haben. Es muss auch um diese Zeit gewesen sein, vielleicht kurz nach dem "Großen Tag", als mich meine Eltern für einige Wochen zur Luftveränderung in ein Kindererholungsheim an die Nordsee schickten. Dort wanderten wir am Sonntag - ich weiß nicht mehr wie weit - in ein kleines Kirchlein, das unsere Kinderschar zum Überlaufen brachte. So standen wir dicht an dicht und sangen dort, ganz wie so oft zu Hause, zur Opferung dieses Lied. Und ich muss sagen, dass es mir an diesem Sonntag, so weit von zu Hause weg, einen großen Trost gab, denn ich litt doch sehr an Heimweh. Und dieses Gefühl des Zu-Hause- und Geborgenseins in der Gemeinschaft des Glaubens, das empfinde ich immer dann, wenn dieses Lied in der Kirche angestimmt wird. 

Bereits im "Laudate" und im Gesangbuch für das Erzbistum Köln ist das Lied vorhanden, der Text stammt von Sr. Petronia Steiner OP (1908-1995) und ist datiert auf das Jahr 1945. Die Dominikanerin, auch Schulleiterin der Albertus-Magnus-Schule in St. Ingbert und später des Nikolaus-von-Weis-Gymnasiums in Speyer, hat in der Kriegs- und Nachkriegszeit einige Kirchenlieder gedichtet und z. B. das großartige und tiefe "Adoro te devote" des hl. Thomas von Aquin ins Deutsche übertragen (s. GL 546). Johannes und Hans haben die "eigentliche Hymne der Kirche" bereits erwähnt.

Zurück zu den Gaben, zu Brot und Wein und dem Erlösungsopfer Christi: Die Melodie wurde lt. Gotteslob schon vor 1526 gesungen und ist verzeichnet in der "Davidschen Harmonia" (Wien, 1659) und in Michael Töplers "Alten Choralmelodien" von 1832. Interessanterweise wurde das Lied nicht in das schon erwähnte Interims-Gesangbuch ("Interims" wegen der Zeit zwischen den alten, vorkonziliaren und den durch Konzil und Liturgiereform beeinflußten Gesangbüchern) der Diözese Essen (1970) aufgenommen. Ach ja, im "Ordo Missae"-Büchlein der Petrusbruderschaft ist es die Nr. 275:
Wir weih'n der Erde Gaben dir, Vater, Brot und Wein.
Das Opfer hocherhaben wird Christus selber sein.
Er schenkt dir hin sein Leben, gehorsam bis zum Tod,
uns Arme zu erheben aus tiefer Schuld und Not.

Sieh gnädig auf uns nieder, die wir in Demut nah'n,
Nimm uns als Christi Brüder mit ihm zum Opfer an!
Lass rein uns vor dir stehen, von seinem Blut geweiht,
Durch Kreuz und Tod eingehen in deine Herrlichkeit!

Hier ist das ganze Heilsgeschehen, der ganze Heilsplan Gottes für uns verwundete Menschen zusammengefasst: Christus, Gottes Sohn, ist für uns am Kreuz gestorben um uns aus Schuld und Not zu erheben; sein Leben hat er hingegeben um uns das übernatürliche Leben zu schenken. Die Kirche ermöglicht uns, Zeit und Raum zu überbrücken: In jeder Hl. Messe wird das eine Opfer Jesu Christi auf's Neue gegenwärtig, damit wir uns mit diesem einen Opfer vereinigen können. Er macht uns heil und nimmt uns auf in sein (Gottes-)Reich.



Bilder: Details der Kommunionbank in der kath. Kirche St. Vincentius, Dinslaken; eigene Fotos

Sonntag, 27. Oktober 2013

Dankt dem Vater mit Freuden für die Erlösung, die Vergebung der Sünden!

Christus vincit, Christus regnat, Christus imperat!



Dankt dem Vater mit Freuden! Er hat euch fähig gemacht, Anteil zu haben am Los der Heiligen, die im Licht sind. Er hat uns der Macht der Finsternis entrissen und aufgenommen in das Reich seines geliebten Sohnes. Durch Ihn haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden.

Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene der ganzen Schöpfung. Denn in Ihm wurde alles erschaffen im Himmel und auf Erden, das Sichtbare und das Unsichtbare, Throne und Herrschaften, Mächte und Gewalten; alles ist durch Ihn und auf Ihn hin geschaffen. Er ist vor aller Schöpfung, in Ihm hat alles Bestand.

Er ist das Haupt des Leibes, der Leib aber ist die Kirche. Er ist der Ursprung, der Erstgeborene der Toten; so hat Er in allem den Vorrang. Denn Gott wollte mit seiner ganzen Fülle in Ihm wohnen, um durch Ihn alles zu versöhnen. Alles im Himmel und auf Erden wollte er zu Christus führen, der Friede gestiftet hat am Kreuz durch Sein Blut.


(Lesung zum Christkönigsfest, das im Vetus Ordo am letzten Sonntag im Oktober gefeiert wird: Kol 1,12-20)




Auch zum Christkönigsfest:

Sonntag, 6. Oktober 2013

Singt und jubelt aus vollem Herzen zum Lob des Herrn!




Introitus des 20. Sonntags nach Pfingsten
Gerechtigkeit nur war Dein Tun, o Herr, in allem, was Du uns angetan; wir haben ja gesündigt gegen Dich und Deinen Geboten nicht gehorcht. Verherrliche nun aber Deinen Namen und handle an uns nach der Fülle Deiner Barmherzigkeit. (Dan 3,31.29 u 35)
Selig, die Makellosen auf dem Lebenswege, die wandeln nach des Herrn Gesetz! (Ps 118,1)

Lesung (Epheser 5,15-21):
Brüder! Achtet sorgfältig darauf, wie ihr euer Leben führt, nicht töricht, sondern klug. Nutzt die Zeit; denn diese Tage sind böse. Darum seid nicht unverständig, sondern begreift, was der Wille des Herrn ist. Berauscht euch nicht mit Wein - das macht zügellos -, sondern lasst euch vom Geist erfüllen! Lasst in eurer Mitte Psalmen, Hymnen und Lieder erklingen, wie der Geist sie eingibt. Singt und jubelt aus vollem Herzen zum Lob des Herrn! Sagt Gott, dem Vater, jederzeit Dank für alles im Namen Jesu Christi, unseres Herrn! Einer ordne sich dem andern unter in der gemeinsamen Ehrfurcht vor Christus.

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Dienstag, 2. Juli 2013

Seitdem preisen dich selig alle Geschlechter!

Am 2. Juli, den Tag nach der Oktav Johannes‘ des Täufers, feiert die Kirche das Fest "Mariä Heimsuchung", also das Gedenken an den "Besuch der gesegneten jungfräulichen Mutter Maria im Hause ihrer Base Elisabeth, die Heiligung Johannes' des Täufers schon vor seiner Geburt und das Geburtsfest des unvergleichlichen Jubelgesanges des Magnificat" (Schott-Volksmessbuch, auch hier).




Magnificat (Lk 1,46-55):

Meine Seele preist die Größe des Herrn,
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut.
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

Denn der Mächtige hat Großes an mir getan,
und sein Name ist heilig.

Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht
über alle, die ihn fürchten.

Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten;
er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

er stürzt die Mächtigen vom Thron
und erhöht die Niedrigen.

Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben
und lässt die Reichen leer ausgehn.

Er nimmt sich seines Knechtes Israel an
und denkt an sein Erbarmen,

das er unsern Vätern verheißen hat,
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.


Ehre sei dem Vater und dem Sohn
und dem heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit
und in Ewigkeit. Amen.



Magnificat anima mea Dominum,
et exultavit spiritus meus in Deo salutari meo.
Quia respexit humilitatem ancillae suae.
Ecce enim ex hoc beatam me dicent omnes generationes.

Quia fecit mihi magna qui potens est,
et sanctum nomen eius.

Et misericordia eius a progenie in progenies
timentibus eum.

Fecit potentiam in brachio suo,
dispersit superbos mente cordis sui.

Deposuit potentes de sede
et exaltavit humiles.

Esurientes implevit bonis
et divites dimisit inanes.

Suscepit Israel puerum suum,
recordatus misericordiae suae.

Sicut locutus est ad patres nostros,
Abraham et semini eius in saecula.

Gloria Patri et Filio
et Spiritui Sancto,

sicut erat in principio et nunc et semper
et in saecula saeculorum. Amen.

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Selig bist du, Jungfrau Maria, die du den Schöpfer des Weltalls getragen. Du gebarest Ihn, der dich schuf, und bleibst Jungfrau auf ewig!
Offertorium der Hl. Messe zum Fest der Heimsuchung Mariens (Schott Volksmessbuch)

Sonntag, 28. April 2013

Singet dem Herrn ein neues Lied, alleluja!





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Sonntag, 24. März 2013

Ruhm, Lob und Ehre sei dir, Christus, König, Erlöser!





Ruhm und Preis und Ehre sei Dir, Christ-König, Erlöser,
Dem die kindliche Schar frommes Hosanna geweiht!

Du bist Israels König, Du Davids erhabener Spross,
Der Du kommst im Namen des Herrn, o gelobter König.

Ruhm und Preis und Ehre sei Dir, Christ-König, Erlöser,
Dem die kindliche Schar frommes Hosanna geweiht!

Dort in der Höhe lobsingen Dir laut die himmlischen Scharen,
So auch der sterbliche Mensch, so alle Schöpfung zugleich.

Ruhm und Preis und Ehre sei Dir, Christ-König, Erlöser,
Dem die kindliche Schar frommes Hosanna geweiht!

Einst kam mit Palmzweigen das Volk der Hebräer Dir entgegen,
Siehe, mit Lied und Gebet treten auch wir vor Dich hin.

Ruhm und Preis und Ehre sei Dir, Christ-König, Erlöser,
Dem die kindliche Schar frommes Hosanna geweiht!

Jene brachten Dir Lob, bevor Du gingest zu leiden,
Heute lobpreisen wir Dich froh als den König der Welt.

Ruhm und Preis und Ehre sei Dir, Christ-König, Erlöser,
Dem die kindliche Schar frommes Hosanna geweiht!

Jene gefielen Dir einst, so lass auch uns Dir gefallen:
König, gütig und mild, dem alles Gute gefällt!

Ruhm und Preis und Ehre sei Dir, Christ-König, Erlöser,
Dem die kindliche Schar frommes Hosanna geweiht! 


Alle rühmen sie Deinen heiligen Namen:
"Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn,
Hosanna in der Höhe!"




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Gloria, laus et honor tibi sit, Rex Christe, redemptor,
Cui puerile decus prompsit Hosanna pium.

Israel es tu Rex Davidis et inclita proles,
Nomine qui in Domini, Rex benedicite, venis.

Cœtus in excelsis te laudat cælicus omnis,
Et mortalis homo et cuncta creata simul.

Plebs Hebræa tibi cum palmis obvia venit;
Cum prece, voto, hymnis, adsumus ecce tibi.

Hi tibi passuro solvebant munia laudis;
Nos tibi regnanti pangimus ecce melos.

Hi placuere tibi, placeat devotio nostra,
Rex bone, Rex clemens, cui bona cuncta placent.

Donnerstag, 14. März 2013

Deo gratias und Te Deum laudamus!

Zur Erwählung von Papst Franziskus I.


Deutscher Text des Te Deum:

Dich, Gott, loben wir,
dich, Herr, preisen wir.
Dir, dem ewigen Vater,
huldigt das Erdenrund.
Dir rufen die Engel alle,
dir Himmel und Mächte insgesamt,
die Kerubim dir und die Serafim,
mit niemals endender Stimme zu:
Heilig, heilig, heilig
der Herr, der Gott der Scharen!
Voll sind Himmel und Erde
von deiner hohen Herrlichkeit.

Dich preist der glorreiche Chor der Apostel;
dich der Propheten lobwürdige Zahl;
dich der Märtyrer leuchtendes Heer;
dich preist über das Erdenrund
die heilige Kirche;
dich, den Vater unermessbarer Majestät;
deinen wahren und einzigen Sohn;
und den Heiligen Fürsprecher Geist.

Du König der Herrlichkeit, Christus.
Du bist des Vaters allewiger Sohn.
Du hast der Jungfrau Schoß nicht verschmäht,
bist Mensch geworden,
den Menschen zu befreien.
Du hast bezwungen des Todes Stachel
und denen, die glauben,
die Reiche der Himmel aufgetan.

Du sitzest zur Rechten Gottes
in deines Vaters Herrlichkeit.
Als Richter, so glauben wir,
kehrst du einst wieder.
Dich bitten wir denn,
komm deinen Dienern zu Hilfe,
die du erlöst mit kostbarem Blut.
In der ewigen Herrlichkeit
zähle uns deinen Heiligen zu.

Rette dein Volk, o Herr,
und segne dein Erbe;
und führe sie
und erhebe sie bis in Ewigkeit.
An jedem Tag benedeien wir dich
und loben in Ewigkeit deinen Namen,
ja, in der ewigen Ewigkeit.
In Gnaden wollest du, Herr,
an diesem Tag uns ohne Schuld bewahren.

Erbarme dich unser, o Herr,
erbarme dich unser.
Lass über uns dein Erbarmen geschehn,
wie wir gehofft auf dich.
Auf dich, o Herr,
habe ich meine Hoffnung gesetzt.
In Ewigkeit werde ich nicht zuschanden.

Amen.


Sonntag, 10. März 2013

Eines Tages im Himmel...



Mit Dank an einen sehr geschätzten Bloggerkollegen, der dieses wunderschöne Video entdeckt und mir mitgeteilt hat.

L'ANGELUS sind vier Geschwister einer katholischen Familie aus Louisiana (USA), die sich nach dem Gebet des "Engel des Herrn" benannt haben und auch in ihren Liedern den Glauben bekennen. Weitere Infos über L'ANGELUS gibt es hier.

Der Text handelt von der Sehnsucht nach dem Himmel, wo man eines Tages auch die geliebte Jungfrau Maria sehen wird: 

J'irai la voir un jour
Au ciel dans la patrie
Oui j'irai voir Marie
Ma joie et mon amour

Au ciel, au ciel, au ciel
J'irai la voir un jour

J'irai la voir un jour
J'irai mourir aux anges
Pour chanter ses louanges
Et pour former sa cour

J'irai la voir un jour
Cette vierge si belle
Bientôt j'irai près d'elle
Lui dire mon amour

Au ciel, au ciel, au ciel
J'irai la voir un jour

J'irai la voir un jour
J'irai près de sa tombe
Recevoir la colombe
Dans l'éternel séjour

J'irai la voir un jour
J'irai loin de la terre
Sur le coeur de ma mère
Me poser sans retour

Au ciel, au ciel, au ciel
J'irai la voir un jour

J'irai la voir un jour.


Sonntag, 25. November 2012

Christus, König aller Zeiten



Christus, König aller Zeiten, Christus, Herr auch unserer Zeit!
Christus, König aller Völker, Christus, Herr in Ewigkeit!
Deinem Königtum wir dienen, deinem Reich sind wir geweiht:
Christus Sieger, Christus Herrscher, Christus König aller Zeit!

Christus, König aller Zeiten, du hast uns aus Schuld befreit.
Warst Gott gleich, kamst auf die Erde, zum Gehorsam stets bereit.
Deinem Königtum wir dienen, deinem Reich sind wir geweiht:
Christus Sieger, Christus Herrscher, Christus König aller Zeit!

Durch dein Vorbild, deine Liebe, nahmst du selbst das Kreuz in Kauf.
Du bist nicht im Tod geblieben, stiegst verklärt zum Himmel auf.
Deinem Königtum wir dienen, deinem Reich sind wir geweiht:
Christus Sieger, Christus Herrscher, Christus König aller Zeit!

Herr, dein Reich ist Reich der Wahrheit. Gnade und Gerechtigkeit,
Reich des Friedens und der Liebe: Gottes Reich in Ewigkeit.
Deinem Königtum wir dienen, deinem Reich sind wir geweiht:
Christus Sieger, Christus Herrscher, Christus König aller Zeit!

Christus König, dir zu dienen, mach in Gnaden uns bereit;
denn dir dienen, heißet herrschen mit dir, Herr der Herrlichkeit.
Deinem Königtum wir dienen, deinem Reich sind wir geweiht:
Christus Sieger, Christus Herrscher, Christus König aller Zeit!


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Sonntag, 11. November 2012

Lieben, Danken, Belehren, Ermahnen, Singen - Tut alles im Namen des Herrn!

Ihr seid von Gott geliebt, seid seine auserwählten Heiligen. Darum bekleidet euch mit aufrichtigem Erbarmen, mit Güte, Demut, Milde, Geduld!

Ertragt euch gegenseitig und vergebt einander, wenn einer dem andern etwas vorzuwerfen hat. Wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr! 

Vor allem aber liebt einander, denn die Liebe ist das Band, das alles zusammenhält und vollkommen macht. In eurem Herzen herrsche der Friede Christi; dazu seid ihr berufen als Glieder des einen Leibes.

Seid dankbar! Das Wort Christi wohne mit seinem ganzen Reichtum bei euch.

Belehrt und ermahnt einander in aller Weisheit!

Singt Gott in eurem Herzen Psalmen, Hymnen und Lieder, wie sie der Geist eingibt, denn ihr seid in Gottes Gnade.

Alles, was ihr in Worten und Werken tut, geschehe im Namen Jesu, des Herrn. Durch ihn dankt Gott, dem Vater! 

Kol 3,12-17; heutige Lesung des 5. (nachgeholten) Sonntag nach Erscheinung des Herrn


Sonntag, 4. November 2012

Gloria - Ehre sei Gott in der Höhe!

Giovanni Palestrina: Missa Papae Marcelli 
Gloria, conducted by Jeremy Summerly of Oxford 

Sonntag, 14. Oktober 2012

Carpe diem



Achtet also sorgfältig darauf, wie ihr euer Leben führt, nicht töricht, sondern klug. Nutzt die Zeit; denn diese Tage sind böse. Darum seid nicht unverständig, sondern begreift, was der Wille des Herrn ist.

Berauscht euch nicht mit Wein - das macht zügellos, sondern lasst euch vom Geist erfüllen! Lasst in eurer Mitte Psalmen, Hymnen und Lieder erklingen, wie der Geist sie eingibt. Singt und jubelt aus vollem Herzen zum Lob des Herrn!

Sagt Gott, dem Vater, jederzeit Dank für alles im Namen Jesu Christi, unseres Herrn! Einer ordne sich dem andern unter in der gemeinsamen Ehrfurcht vor Christus.


Eph 5,15-21
Lesung zum 20. Sonntag nach Pfingsten



Sonntag, 30. September 2012

Auf die heiligste Dreifaltigkeit

Ad sanctissimam Trinitatem

Hildebertus Cenomannensis (1056 – 1133)


A und O, Gott, Weltgestalter,
Weltregierer, Welterhalter,
Dessen Kraft nichts widerstehet,
Dessen Kenntnis nichts entgehet,
Dessen Sein das höchste Gut ist,
Dessen Werk, was immer gut ist,
Über, unter allem thronst du,
Außer, inner allem wohnst du,
In dem All nicht eingeenget,
Draußen nicht hinausgedränget,
Überm All, doch nicht entrücket,
Unterm All, doch nicht bedrücket,
Drüber ganz, beherrschend, waltend,
Drunter ganz, begründend, haltend,
Draußen ganz, das All umschlingend,
Drinnen ganz, das All durchdringend,
Nicht im Drinnen eingeschlossen,
Nicht im Draußen ausgeschlossen,
Droben ohne Stütze ragend,
Drunten, nicht belastet tragend,
Regungslos die Welt errregend,
Ohne Zeit die Zeit bewegend,
Ohne Raum den Raum umschließend,
Nie in Fluß, was fließt, ergießend;
Kraft von außen, Zwang von innen,
Nichts beeinflußt dein Beginnen.
Unser Morgen, Heut’ und Nimmer
Ist von Dir ein ew’ges Immer,
Ewiglich dein Jetzt verweilet,
Unverändert, unzerteilet,
Drin du alles vorgesehen,
Alles riefest ins Entstehen,
Nach der ew’gen Weisheit Normen
Gabst dem Urstoff seine Formen.


Sohn, dem Vater gleich an Wesen,
Gleich erhaben, gleich erlesen,
Du, o Schöpfer, Licht vom Lichte,
Wirst Geschöpf, machst dich zu nichte,
Ziehest an das Fleisch, das schwache,
Nimmst auf dich des Sünders Sache,
Sterblich, Sohn der Ewigkeiten,
Und unsterblich, Kind der Zeiten,
Wahrer Mensch und Gott wie immer,
Gott-Mensch, unvermischt, da nimmer
Jener ward zu Fleisch verkehret,
Nicht gemindert, nicht versehret,
Noch auch dieser in dem Bunde
Mit der Gottheit ging zugrunde.
Gleich als Gott dem Vater, kleiner
Bist als Mensch du, unser einer;
Gott ist Vater nur des Gottes,
Doch die Magd auch Mutter-Gottes.
Also kommen zum Vereine
Der Naturen zwei, daß keine
Was sie war, verliert, doch sichtbar
Jede wird, was sie noch nicht war.
Das ist unser Herr und Meister,
Herr der Herzen, Herr der Geister,
Der beschnitten, der getaufet,
Ward zum Kreuzestod verkaufet,
Starb und fuhr zur Hölle nieder
Und erstand vom Grabe wieder,
Stieg gen Himmel, einst zu rechten
Mit den Frommen mit den Schlechten.


Nicht erschaffen, nicht geboren,
Geht der Tröster, auserkoren,
Gleich dem Vater, gleich dem Sohne
Aus von beiden, beider Krone,
Beiden gleich, an Macht und Ehre,
Nichts, darin er minder wäre.
Alle Größe ist nur eine,
Jener Wesen auch das seine;
Seit sie sind, ist Er gewesen,
Gleicher Fülle, gleich erlesen.
Wie dem Vater das Erzeugen,
Die Geburt dem Sohne eigen,
So dem Geiste auszugehen.
Dreien eignet ein Bestehen;
Jeder Gott und größer keiner,
Doch drei Götter nicht, nur einer.
In dem einen Gott, dem wahren,
Drei und Eins sich offenbaren:
Eins das Wesen, drei Personen,
Die einander innewohnen.
Unter denen keine kleiner,
Keine früher, keine reiner,
Jede bleibend ohne Wanken,
Was sie war, und sonder Schwanken,
Nie sich ändernd, nie sich wandelnd,
Einig stets nach außen handelnd.


Dies der Glaube, dies der wahre,
Irrtumsfeie, unfehlbare,
Den ich glaube, drin ich stehe,
Drin ich nimmer irre gehe;
In ihm darf ich, schuldbeladen,
Dennoch hoffen, Gott der Gnaden.
Zwar macht Todesschuld mich beben,
Doch im Tode such’ ich Leben,
Deinen Zorn zu dämpfen, nenn’ ich
Nur den Glauben, ihn bekenn’ ich;
Sieh ihn an und mache gnädig,
Meiner Sündenlast mich ledig.
Laß von diesem Himmelstranke
Mich gesunden, der ich kranke,
Den man schon hinausgetragen,
In das Leichentuch geschlagen,
Eingesargt und zugedecket;
Aber sprich – er wird erwecket.
Sprich, so wird der Stein zerspringen,
Sprich, so lösen sich die Schlingen,
Und der Tote ohn’ Verweilen,
Rufst du, wird der Gruft enteilen.
Auf demLebensmeere machen
Räuber Jagd auf meinen Nachen.
Hier die Wogen, dort die Horden,
Jammer hier und dort das Morden;
Herr der Meere, komm geschwinde,
Dräu’ den Wogen, heisch dem Winde,
Durch die Räuber, durch die Brandung
Lenk den Kahn zu sich’rer Landung.
Weh’, mein Feigenbaum ist saftlos,
Sein Geäste morsch und kraftlos,
Er muß fallen, er muß lodern,
Willst, was Rechtens ist, du fodern.
Doch dies Jahr noch laß ihn leben,
Graben laß, laß Dung ihm geben,
Sollt’ er Frucht auch dann nicht tragen,
Laß ihn, weinend sag’ ich’s, schlagen.


Satan wütet, mein Bedräuer,
Jetzt mit Wasser, nun mit Feuer,
Herr, ich bin zu Tod getroffen,
Herr, auf dir steht all mein Hoffen.
Daß des Kranken Wunde heile,
Daß der Feinde Schwarm enteile.
Gib zum Beten mir, zum Werke
Frommen Fastens deine Stärke.
Das wird aus der Hand des Bösen,
Christus lehrt mich’s, mich erlösen.
Ja vom Übel mich befreie,
Daß ich mich der Buße weihe,
Woll’ auch deine Furcht mir schenken,
Ohne die kein Heil zu denken;
Schenk’ mir Glaube, Hoffnung, Liebe
Und gesunde fromme Triebe,
Lehr das Irdische verachten,
Nur nach dem, was droben, trachten.


Nur auf dich, o Herr vertrau’ ich,
Auf dich hoff’ ich, auf dich bau’ ich,
Du mein Lied, du meine Habe,
Was ich bin, ist deine Gabe.
Du mich stützest, wenn ich schwanke,
Du mich heilest, wenn ich kranke,
Du mein Trost, bin ich verlassen,
Lindrung, will mich Zorn erfassen.
Will ich zagen, mich belebend,
Wenn ich falle, mich erhebend,
Mut und Stärke, wenn ich schreite,
Meine Hoffnung, wenn ich gleite,
Schlägst du die, die mich verletzen,
Schreckst, die sich mir wiedersetzen,
In Gefahren mich bedeckend,
Was zu bergen, mir versteckend.
Laß in Gnaden nie mich schauen
Jenen Abgrund voller Grauen,
Voll des Jammers, voll des Zagens,
Voll des Ekels und des Klagens,
Wo sich alle Schuld enthüllet
Und mit Scham das Herz erfüllet,
Wo der Henker niemals rastet,
Nie der Wurm, der grause, fastet,
Nie versiegt der Quell der Zähren,
Ja der Tod wird ewig währen.
Einzugehn sei mir beschieden
In der ew’gen Friedstadt Frieden,
Die der Gott des Lichts erkoren,
Die das Kreuzholz hat zu Toren,
Dessen Schlüssel Petri Zunge,
Deren Freuden ewig junge;
Aus lebend’gem Fels gebauet
Ist sie Christo anvertrauet.
O welch Licht ist ihr beschieden,
Welch ein Frühling, welch ein Frieden,
Welche Düfte, welche Klänge,
Welche Freuden-Festgesänge!
Nimmer schwinden ihre Tage,
Da erschallt kein Laut der Klage,
Ewig blühn in junger Schöne,
Christo ähnlich ihre Söhne.
Stadt der Himmel, werte, traute,
Auf dem Felsengrund gebaute,
Friedenshafen, Heimat süße
Aus der Ferne ich dich grüße.
Ja dich grüß’ ich, dich umfang ich,
Nach dir seufz ich, dein verlang ich.
Wie so selig sich die deinen
Bei dem Hochzeitmahl vereinen,
Festlich schmücken, festlich kränzen,
Wie von Gold die Mauern glänzen,
Von Achaten, von Kameen,
Der nur weiß es, der’s gesehen.
Möcht ich einst in deinen Hallen
Mit den lieben Heil’gen allen,
Mit den Vätern und Propheten
Alleluja singen, beten.


Deutsch von Guido Maria Dreves

Quelle: Hymnarium 


Mehr zum Thema Dreifaltigkeit:

Donnerstag, 27. September 2012

Liturgie - Geschenkte Worte

"Durch die Liturgie setzt Christus in seiner Kirche, mit der Kirche und durch sie das Werk unserer Erlösung fort. Der Herr macht das Geheimnis von Tod und Auferstehung gegenwärtig. Gott selbst also handelt in der Liturgie, und wir sind in sein Handeln miteinbezogen.

Deswegen ist Liturgie immer Ausrichtung auf Gott. Damit Liturgie wirklich Ausrichtung auf ihn sei, Gebet, Begegnung mit ihm, müssen wir hören und antworten.

Die Liturgie schenkt uns die Worte; wir müssen in ihre Bedeutung eintauchen, uns von ihnen formen lassen. Normalerweise ist zuerst der Gedanke und wird dann zum Wort. Hier aber gehen uns die Worte voraus, in denen Jahrhunderte das Beten, die Begegnung mit Gott geformt haben, und wir gehen in diese Worte hinein und werden von diesen Worten umgewandelt und erneuert, hinaufgehoben zu Gott."

 Papst Benedikt XVI. in der Generalaudienz am 26.09.2012




Samstag, 22. September 2012

Die Wiederkehr der Mönche


Von P. Bernward Deneke FSSP, Wigratzbad

Man meint, am Ende der Welt angelangt zu sein, wenn man das Kloster endlich erreicht hat. Weitab vom Treiben der Städte, von befahrenen Verkehrsstraßen und den Zielen des internationalen Tourismus liegt es verborgen in karger Landschaft. Während der sommerlichen Monate ist die Hitze nur schwer zu ertragen. Ist man aber in die Kirche eingetreten und hat an der Liturgie der Gemeinschaft teilgenommen, so scheinen die Strapazen der Reise schon fast vergessen. 

Das also sind sie, die aus ganzem Herzen Gott suchen und von früher Morgenstunde bis zur Nacht sein Lob anstimmen: junge, zum Teil sehr junge Mönche, treu der Regel des heiligen Benedikt ergeben. Ihrem Gesang der lateinischen Psalmodie, ihrer Feier des heiligen Messopfers im überlieferten römischen Ritus haftet nichts Altbackenes an. Vielmehr offenbart die Tradition darin ihre immerwährende Jugend und Vitalität. - 

Der schmerzliche Gedanke an die Heimat drängt sich wie von selbst auf. Hans Urs von Balthasar hat einmal richtig festgestellt, der Zustand der Kirche lasse sich sicher an den Ordensgemeinschaften ablesen. Wie aber steht es bei uns um sie, insbesondere um die alten, monastischen Orden? 

Bilder von leeren Klöstern erstehen vor dem geistigen Auge. Erst jüngst noch mussten Häuser mit großer Vergangenheit geschlossen werden. Einst hatten sie die Glut der Gottesliebe in sich versammelt und sie gleich der Stadt auf dem Berge mit hellem Lichtschein in weite Fernen ausgestrahlt. So dienten sie vielen zur Orientierung auf dem Weg durch die dunkle Welt. Dann hatten sie ihren Niedergang erlebt: Lockerung der geheiligten Disziplin, Verminderung des Gebetes, Vorrang für andere Tätigkeiten, Anpassung an die Welt bis hin zur Preisgabe der Identität und, als Folge davon, Ausbleiben des Nachwuchses, Ab- und Aussterben. Der Gang von einer zur nächsten Etappe verläuft jeweils mit eherner Notwendigkeit. 

Vielleicht dienen die imposanten Gebäude der Klöster bald als Luxushotel? Bei kostspieligen Gaumenfreuden werden die Gebildeten unter den Gästen dann das eine oder andere historische Ereignis, das hier stattfand, zum Besten geben oder ihren Tischgenossen erzählen, wozu dieser Saal einmal diente, als Kapitelsaal, als Refektorium oder als Kreuzgang. Andernfalls richten die Kreise, die in der Kirche unserer Heimat das Sagen haben, in ehemaligen Klöstern gerne Bildungsstätten ein. In ihnen können sich interessierte Kreise zu gestelzt-intellektuellen Vorträgen, zu glaubens- und romkritischen Veranstaltungen oder fernöstlich angehauchten Meditationskursen einfinden. Zu beachtlichen Preisen, versteht sich. 

Aber es gibt ja doch auch noch andere Klöster; solche, die weiterhin einige Eintritte verzeichnen können, die finanziell wenig Sorgen haben und mit der Zahl ihrer Angestellten, Ländereien und Betriebe wie wirtschaftliche Großunternehmen dastehen. Die Ordensleute leiten renommierte Schulen und haben einträgliche Seelsorgsverträge mit den Diözesen geschlossen. Nicht selten ist diesen Klöstern ein durchaus traditionelles Flair eigen. Der Geist des Barock durchweht sie, verbunden freilich mit den modernen Errungenschaften, die das Leben leichter und angenehmer machen. 

Der Blick richtet sich wieder auf die junge Gründung in einem anderen Erdteil. Und auf ähnliche Klöster, deren einige es z.B. in Frankreich gibt. Wo liegt der Unterschied? Zweifelsohne im Verständnis dessen, was monastisches Leben ist. Nach dem heiligen Benedikt und seinen Schülern ist der Mönch jemand, der mit heiliger Ausschließlichkeit Gott sucht. Dessen erste und vornehmste Aufgabe das Streben nach Vollkommenheit ist. Der sich in völligem Gehorsam einer Regel unterwirft und in allem, in seinem einsamen und gemeinsamen Beten wie in seinem Arbeiten, Gott verherrlichen will. Schweigen, Keuschheit, Armut und Demut prägen sein Leben. Verborgen vor der Welt, wird er ihr doch gerade dadurch zum Heil. 

Wann wird es solche Klöster wieder in unserem Lande geben? Werden wir sie in nicht allzu ferner Zukunft besuchen dürfen? Das Problem des Nachwuchses dürfte sich, bestünden sie nur erst, kaum noch stellen, denn das Authentische und Konsequente hat nichts von seiner Ausstrahlung auf hochherzige junge Menschen eingebüßt. Welcher Segen könnte von ihnen ausgehen, welcher Vitaminstoß unsere verbürgerlicht-angepasste, daher schwerfällige und altersmüde Kirche beleben... 

Ja, wer betet mit um die Wiederkehr der Mönche?




Weiteres zum Thema:

Vox Clamatis In Deserto: Ein anderes Ordensleben?

Montag, 13. August 2012

Gotteslob

Funny lemur Das Herz, das voll des Lobes ist, begehrt, dass alle Geschöpfe Gott loben. Gott zu loben, dessen wird kein Ende sein, denn das ist unsere Seligkeit. Und mit Recht werden wir ihn loben in der Ewigkeit.


Jan van Rysbroeck in: Die Zierde der geistlichen Hochzeit, S. 75

Foto:  Lemur im Knie Kinderzoo, Rapperswil, Schweiz; Tambako the Jaguar

Sonntag, 5. August 2012

Widmung des hl. Alfons M. von Liguori



In der Generalaudienz des Papstes in Castel Gandolfo am 1. August 2012 bezog sich der Hl.Vater auf eine Schrift des heiligen Bischofs und Kirchenlehrers Alfons von Liguori, nämlich auf sein Werk "Das große Gnadenmittel des Gebetes" (auch erschienen mit dem Titel: "Die Macht des Gebetes").




Diesem Werk stellte der hl. Alfons folgende Widmung voran:


Dem Worte,
das für uns Mensch geworden ist,
Jesus, Christus,
Dem Geliebten des Ewigen Vaters,
Dem Gebenedeiten des Herrn, dem Urheber des Lebens,
Dem König der Glorie,
Dem Heiland der Welt,
Der Erwartung der Völker,
Dem Verlangen der ewigen Hügel,
Dem Himmelsbrote,
Dem Richter der Lebendigen und der Toten,
Dem Mittler zwischen Gott und den Menschen,
Dem Lehrmeister aller Tugenden,
Dem unbefleckten Lamme,
Dem Manne der Schmerzen,
Dem ewigen Priester und dem Schlachtopfer der Liebe,
Der Hoffnung der Sünder,
Der Gnadenbrücke,
Dem guten Hirten,
Dem Liebhaber der Seelen,

weiht dieses Werk
der Sünder Alphonsus



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