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Samstag, 31. Januar 2015

Deutschland auf dem Weg in die Meinungsdiktatur?

Und wieder gibt es ein Indiz für die (nicht mehr nur) latente Bereitschaft in unserer Gesellschaft oder zumindest in der veröffentlichten Meinung, artikuliert durch Medien, dass es in Deutschland immer schwieriger wird, eine Überzeugung  haben und vertreten zu können, die einer bestimmten politischen oder weltanschaulichen Klasse nicht genehm ist. Diesmal geht es nicht um Gender Mainstreaming, öffentlich zur Schau gestellte Homosexualität, staatlich verordnete Frühsexualisierung unserer Kinder, Pegida oder eine drohende Islamisierung, sondern um die Haltung zu der in Deutschland strafrechtlich relevanten Abtreibung ungeborener Kinder sowie die Unterstützung einer christlichen (!) Menschenrechtsorganisation.
"Den Medien kommt in der pluralistischen Demokratie eine wichtige Aufklärungsfunktion zu. Aufgabe der Medien ist es, Sachverhalte darzustellen und kritisch zu hinterfragen und Meinungsvielfalt zu fördern. Diesem Anspruch auf Pluralität und Meinungsvielfalt widerspricht es zutiefst, wenn ausgerechnet seitens der Medien nur eine Position ,pro Abtreibung‘ gefördert und postuliert wird und Gegner unsachlich diskriminiert und diskreditiert werden. Das verletzt die Grundsätze von Neutralität, Fairness und korrekter Berichterstattung, wenn friedliche Bürger, Vereinsmitglieder oder Politiker grundlos als radikal oder fundamentalistisch bezeichnet werden, nur weil sie die Tatsache der millionenfachen Abtreibung der letzten Jahrzehnte schmerzlich empfinden, kritisch hinterfragen und Alternativen anbieten, sich ihrerseits um einen besseren Schutz für Mütter und Kinder bemühen. Das ist Verleumdung, Diffamierung, Rufschädigung und üble Nachrede, die hier ad personam und gegenüber der ALfA und allen ihren Mitgliedern praktiziert wird. Zur Wahrung der pluralistischen Meinungsvielfalt empfiehlt es sich dagegen auch juristisch vorzugehen."
Das sagte die Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL) Mechthild Löhr gegenüber der „Tagespost“ am 30. Januar 2015 anlässlich des Eklats im Münchner Stadtrat. Dort sollte am Mittwoch, den 18. Januar 2015, der 42-jährige ÖDP-Politiker Markus Hollemann zum neuen Umwelt- und Gesundheitsreferenten der bayerischen Landeshauptstadt gewählt werden. Unmittelbar vor der Wahl kolportierten Medien, dass Hollemann auf seiner Website darüber informiert, welche Vereine und Initiativen er in welcher Form unterstützt bzw. unterstützt hat. Darunter waren beispielsweise auch die Aktion Lebensrecht für Alle (AlfA) sowie die Christliche Menschenrechtsorganisation für Religionsfreiheit und Menschenwürde (CSI), denen von besagten Medien aggressive Lebensrechtsarbeit bzw. pauschale Islamkritik vorgeworfen wurde.

Markus Hollemann ist Bürgermeister der südbadischen Gemeinde Denzlingen bei Freiburg und galt noch am vorgesehenen Tag der Wahl als Wunschkandidat der Münchner CSU und ihres Bürgermeisters Josef Schmid. Aufgrund der Medienschelte und des Abrückens der Münchner CSU unter BM Schmid zog Hollemann kurzerhand seine Bewerbung als Leiter des Referats für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München zurück. Auf seiner Website schreibt Hollemann in einer Stellungnahme unter anderem:
"Ich betrachte es als äußerst problematische Entwicklung, dass ein Bürger mit einem christlich geprägten Menschenbild aufgrund seiner persönlichen moralischen Einstellung zum Lebensschutz trotz moderater politischer Positionen heute für bestimmte Ämter nicht mehr in Frage zu kommen scheint. Wie ich es durch Zeitungskommentare und persönliche Zuschriften wahrnehme, sind aufgrund der Ereignisse rund um meine Bewerbung zum Umweltreferenten viele Bürgerinnen und Bürger über die Entwicklung der Meinungs- und Religionsfreiheit in unserem Land besorgt."
Nicht zu unrecht, wie man immer häufiger und immer wieder feststellen muss...



Fotos von hier und hier

Montag, 17. Februar 2014

Birgit Kelle am 17.Februar 2014 um 19:30 Uhr beim Herzogenrather Montagsgespräch

Heuet Abend um 19:30 Uhr ist die freie Journalistin und Bestsellerautorin Birgit Kelle zu Gast bei den "Montagsgesprächen" in Herzogenrath. Auf Einladung von Pfarrer Guido Rodheudt, Initiator der Herzogenrather Montagsgespräche, wird die engagierte Mutter zum Thema "Wider den Gleichheitswahn - Plädoyer für einen femininen Feminismus" sprechen.




Birgit Kelle
Wider den Gleichheitswahn -
Plädoyer für einen femininen Feminismus


Mit ihrem jüngsten Buch „Dann mach doch die Bluse zu. Ein Aufschrei gegen den Gleichheitswahn“ leistete sie einen unerwarteten Beitrag zur Gleichstellungsdebatte anlässlich des „Brüderle-Skandals“. Denn jenseits der üblichen Diskussion über Frauenquote und die Gleichstellung von Mann und Frau wird der eigentliche Skandal leicht übersehen: dass diejenigen Frauen, die zu Hause bleiben und Kinder erziehen, die Dummen sind. Warum drückt man ihnen dafür parteiübergreifend den „Heimchen-am Herd-Stempel“ auf? Für Birgit Kelle liegt darin „der wahre Sexismus unserer Zeit“! Die freie Journalistin, Jahrgang 1975, ist Vorstandsmitglied des EU-Dachverbandes „New Women For Europe“ mit Beraterstatus am Europäischen Parlament. Als Vorsitzende des Vereins „Frau 2000plus“ tritt sie für einen neuen Feminismus abseits von Gender Mainstreaming und Quoten ein. Kelle ist verheiratet und Mutter von vier Kindern.



Die HERZOGENRATHER MONTAGSGESPRÄCHE beginnen um 19.30 Uhr im großen Saal des Pfarrzentrums St. Gertrud (Ecke Erkensstraße / Schütz-von-Rode-Straße). Im Anschluß sind alle zu einem Ausklang bei Getränken und einem kleinen Imbiß eingeladen. Der Eintritt ist frei! Parkmöglichkeiten in der Nähe des Pfarrzentrums bestehen auf dem Kirchplatz von St. Gertrud (Afdener Straße 31) und auf dem Parkplatz Bergerstraße. Vor der Veranstaltung besteht um 18.30 Uhr Gelegenheit zur Teilnahme an der Hl. Messe im Tridentinischen Ritus mit Gregorianischem Choral in St. Marien (Kleikstraße 58). Aktuelle Infos unter: 02406 / 7095 oder www.montagsgespraeche.de



Programm der Herzogenrather Montagsgespräche für das Jahr 2014




Siehe auch:

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Kinder stehen Ideologen nicht für eine Umerziehung zum neuen Menschen zur Verfügung


Wir schicken unsere Kinder in die Schulen, damit sie Lesen, Rechnen, Schreiben lernen und etwas über Geschichte, Physik und Erdkunde erfahren. Aber wir stellen unsere Kinder nicht den Ideologen für eine Umerziehung zum neuen Menschen zur Verfügung.

Birgit Kelle am 14.02.2014 im Interview mit der Zeitung "Die freie Welt"


Weiteres zum Thema "Umerziehung":



Samstag, 25. Mai 2013

No go - oder: Was absolut nicht geht…

In unseren Tagen sind einige neue Begriffe entstanden. Im Gegensatz zu früheren Zeiten entstammen sie nicht mehr dem Griechischen oder Lateinischen, sondern zumeist dem Englischen. Dabei kann man über sprachlichen Geschmack bekanntlich geteilter Meinung sein. Wichtiger aber ist die Mentalität, die sich in derartigen Wortschöpfungen ausdrückt.

Wissen Sie beispielsweise, was ein No-Go ist? Ganz einfach: etwas, das „nicht geht“. Einstmals hätte man es als Verbot oder Tabu bezeichnet. Nur mit dem Unterschied, dass es sich beim No-Go weniger um ein Zuwiderhandeln im Bereich gesetzlicher oder moralischer Vorschriften oder um die Verletzung von Heiligem handelt als vielmehr um einen „Fauxpas“, einen Tritt ins Fettnäpfchen. Dabei wird der Richtwert für das, was geht oder nicht geht, keineswegs durch Anstandsregeln der herkömmlichen Art bestimmt. Stattdessen waltet hier das Prinzip der „political correctness“. Diese ist der ungeschriebene und oft unausgesprochene, doch von der Mehrzahl der Gutmenschen „gefühlte“ Verhaltenskodex unserer Zeit.

Ein No-Go ruft für gewöhnlich eine Reaktionskette hervor, die sich nach stereotypen Muster abspult. Zuerst macht jemand die anstößige Bemerkung. Dann tritt für einige Zeit eine tiefe Betroffenheit ein; sie ist die Ruhe vor dem Sturm, der sich in dem Augenblick entfesselt, da einer der Anwesenden seiner Entrüstung Luft macht: „Das geht nicht! Geht absolut nicht!“ Daraufhin fällt die Mehrheit der Beteiligten chorartig in die Missfallensbekundung ein. Und schließlich gibt der Übeltäter entweder unter Entschuldigungen klein bei oder wird durch das Empörungsritual aus der Diskussion gedrängt. Steht er weiterhin zu dem Geäußerten, wird er selbst ein No-Go, früher hätte man gesagt: eine persona non grata, also eine unerwünschte Person, geächtet durch den allgemeinen Konsens. Die politische Landschaft, die Medienwelt, aber auch die Kirche kennt in unseren Landen recht viele Exemplare dieser Art.

Beispiele für No-Gos gefällig? Drei seien genannt: 1) Es „geht nicht“, die Berufung der Ehefrau zur Mutterschaft zu betonen und die Aufgabe der Mutter vor allem anderen in der Sorge für ihre Kinder – also nicht im Gelderwerb, in einer beruflichen Karriere – zu sehen. Wer solches öffentlich vertritt: Wehe ihm! 2) Auch „geht es nicht mehr“, die Ehe weiterhin als die dauerhafte, auf Nachkommenschaft hingeordnete Lebensgemeinschaft eines Mannes mit einer Frau zu definieren und damit gleichgeschlechtliche Paarungen als Nicht-Ehen zu qualifizieren. Es macht sich der kapitalen Sünde einer Diskriminierung schuldig, wer das tut. 3) Homosexualität als moralisches Fehlverhalten zu beurteilen, „geht absolut nicht“. Wie man mit demjenigen verfährt, der diesen Standpunkt bezieht, davon können einige couragierte Christen – unter ihnen leider recht wenige offizielle Kirchenmänner – ein Liedchen singen.

Wie aber hat man sich als gläubiger Katholik in diesen Belangen zu positionieren? Anders gefragt: Können und dürfen wir in derart wichtigen Fragen wie der Auffassung von der Ehe ein No-Go risikieren? Zunächst ist es selbstverständlich (und daher auch eigentlich unnötig zu betonen), dass uns nicht daran gelegen sein kann, andere zu brüskieren. Die Liebe zur Provokation als solcher ist uns Christen fremd, die wir ja, soweit es an uns selbst liegt, mit allen Menschen im Frieden leben sollen und wollen (vgl. Röm 12,18). Doch hier liegt der springende Punkt: „soweit es an uns selbst liegt“. Denn es gelten auch die Worte des Völkerapostels Paulus an seinen Schüler Timotheus, die das traditionelle römische Missale jeweils an den Festen der Kirchenlehrer zu Gehör bringt: „Ich beschwöre dich vor Gott und Jesus Christus, dem künftigen Richter der Lebenden und Toten, bei seiner Wiederkunft und bei seinem Reich: Verkünde das Wort, sei es gelegen oder ungelegen. Rüge, mahne, weise zurecht in aller Geduld und Lehrweisheit. Denn es kommen Zeiten, da man die gesunde Lehre nicht mehr erträgt…“ (2 Tim 4,1-3)

Das bedeutet doch: Zur Profilanforderung eines kirchlichen Lehrers – und überhaupt jedes engagierten Katholiken – gehört der Mut, inmitten allgemeiner Irrungen und Wirrungen Dinge zu sagen, die nach Meinung vieler „nicht gehen“. Wie das Kind im Märchen die schlichte Wahrheit aussprach, dass der angeblich prachtvoll gekleidete Kaiser nackt sei, so ist es an uns, manches beim Namen zu nennen, was aufgrund der Schweigespirale (des Druckes der veröffentlichten öffentlichen Meinung) kaum noch zu Gehör gebracht wird. Ein Zeuge Christi schweigt häufig, wo alle reden. Aber gegebenenfalls redet er dort, wo alle schweigen. Für ihn gibt es in diesem Zusammenhang nur ein No-Go: die Feigheit. Die „geht absolut nicht“.

Pater Bernward Deneke FSSP, Wigratzbad 


Hinweise:
- mit freundlicher Genehmigung des Verfassers
- der Beitrag erschien bereits im Schweizerischen Katholischen Sonntagsblatt (SKS)  


Weiteres zum Thema:

Donnerstag, 4. April 2013

Für die Freiheit der Vernunft - Gegen Gender-Ideologie und Homo-Konkubinat

"Es gibt genug bedrohliche Beispiele für die ideologische Dauerbevormundung durch Politiker. Zum Beispiel: die Eltern haben Erziehungsrechte, in die sich der Staat weder durch die Gender-Ideologie noch durch die schamlose „Sexual-Erziehung“ zur Unmoral im Sinn der 68-Jahre einmischen darf.

Es ist auch nicht Aufgabe der Politiker und auch nicht der Medien, uns für die Ideologie der Homo-Lobbys durch Dauerthematisierung weich zu klopfen und uns so von den überzogenen Forderungen und Behauptungen der Homolobby überzeugen zu wollen. Menschen mit diesen Neigungen sollen als Bürger alle Rechte haben wie jeder andere Mensch im Rechtsstaat. Aber keine unbegründete Privilegien. Oder auch: Dass Menschen mit homosexuellen Neigungen nicht „heiraten“ können, tut uns leid, ist aber nicht Schuld der Anderen, es ist eben so. Das ist nicht Sache einer Ideologie, sondern der Vernunft."


Weihbischof Andreas Laun (Salzburg) am 03.04.2013 in einem sehr beachtenswerten "kath.net-Klartext" 



Weiteres zum Thema:

Montag, 7. Januar 2013

Politische Korrektheit als neue Form der Sklaverei

"Der Humanismus hat nicht zu einer Humanisierung geführt, sondern eine Welt geschaffen, die immer brutaler wird. Die Diktatur der politischen Korrektheit zwingt uns, was pervers ist, nicht mehr pervers zu nennen.

Kopulierende Paare auf karnevalesken Straßenumzügen, sagt man uns, seien Ausdruck der Lebensfreude. Menschen, die öffentlich sadomasochistische Praktiken ausüben und ihre „Lustsklaven“ wie Köter an einer Halsbandleine hinter sich herzerren, begrüßt der Berliner Bürgermeister als Symbol der Freiheit.

Kritik daran wird von interessierter Seite sofort niedergebrüllt. In unserer Gesellschaft hat sich ein Klima entwickelt, in dem es eine offene Diskussion kaum noch geben kann. Es genügt, reflexartig den politischen Gegner als fortschrittsfeindlich, ausländerfeindlich oder homophob (und neuerdings auch als „katholisch“) zu qualifizieren, mit anderen Worten, als politisch suspekt.

Dank dieser perfiden Art der Diffamierung wird eine Voreingenommenheit produziert, die jegliche Form der Kritik unmöglich macht, mehr noch, sie kriminalisiert. Ein Klima der Denunziation ist entstanden. Jeder Kritiker wird mit Anschuldigungen, die bis zu unbewiesenen Verleumdungen gehen, am Pranger der medialen Öffentlichkeit mundtot gemacht.

Damit wird ein faschistoides System eines moralischen und kulturellen Relativismus zementiert, das nicht zum Zusammenhalt von Menschen beiträgt, sondern zur Entsolidarisierung. Was eine auf Denunziation aufgebaute Gesellschaft anrichtet, haben die Diktaturen des 20. Jahrhunderts gezeigt. Doch die Diktatur des Relativismus kommt nicht mit Stiefeltritten und Marschliedern daher. Sie baut vielmehr auf eine repressive Bürokratie, die leise, fast unmerklich, aber nichtsdestoweniger totalitär, bestimmt, was politisch korrekt ist."


Burkhardt Gorissen stellt in seinem Beitrag "Vorsätze, Wünsche, Sklaven" die Frage nach neuen Formen der Sklaverei (der komplette Artikel ist nachzulesen in "Die Tagespost"vom 03.01.2013, im Feuilleton auf S. 9.)


Burkhardt Gorissen war elf Jahre lang Freimaurer und wandte sich im April 2008 wegen weltanschaulicher Unvereinbarkeit mit dem Christentum von der Freimaurerei ab.


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