Dank an alle Katholiken - besonders an die jungen, die für die "alte Messe" ihre Stimme erheben!
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Donnerstag, 5. August 2021
Montag, 13. März 2017
Besuch der "alten Messe" in Frasselt
Seit einiger Zeit findet die zuvor in Kleve am Niederrhein verortete "Indultmesse" im Kranenburger Ortsteil Frasselt statt. In dem Knapp-500-Seelen-Dorf gibt es eine stattliche neugotisch ausgestattete Dorfkirche (erbaut 1860-1862), die dem heiligen Antonius geweiht ist.
Seelsorglich betreut werden die Besucher der hl. Messe in der außerordentlichen Form des römischen Ritus ("alte Messe") von Pfarrer Thomas Burg, der zuvor 19 Jahre lang Pfarrer in Rheinberg-Borth war. So wird z. B. vor der Sonntagsmesse regelmäßig Gelegenheit zur Beichte angeboten.
Ein Messbesuch in Frasselt lässt sich wunderbar verbinden mit einer Wanderung im angrenzenden Klever Reichswald oder einem Ausflug zu anderen niederrheinischen Sehenswürdigkeiten. Der Marienwallfahrtsort Kevelaer ist etwa 30 km weit entfernt.
Mittelschiff von St. Antonius Frasselt
Kirchenpatron Mönchsvater Antonius
(rechter Seitenaltar)
Johannes der Täufer
Hlst. Herz Jesu
neugotische Predigtkanzel
Gnadenbild Maria zur immerwährenden Hilfe
(linker Seitenaltar)
Maria Königin mit Jesuskind
hl. Barbara
Rückblick ins rechte Seitenschiff und ins Mittelschiff
Krieger-Gedächtnistafel
Maria, Trösterin der Betrübten
(nach dem Kevelaerer Gnadenbild)
Filialkirche St. Antonius, Gocher Str. 57
47559 Kranenburg-Frasselt (Bistum Münster)
Hl. Messe in der Forma extraordinaria
nach dem MP Summorum pontificum von 2007
sonntags um 8.30 Uhr
Fotos © Frischer Wind
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Freitag, 29. Mai 2015
Gegen eine Art von "liturgischem Rassismus"
Ich beobachte (...) eine geradezu krankhafte Abneigung gegen die alte Liturgie und bin dankbar, dass Papst Benedikt ihr wieder Raum geschaffen hat, indem er jedem Priester die Freiheit gibt, sie zu feiern.
Bei manchen „Gegnern“ sehe ich die Einstellung: „Lieber keine Messe als eine alte Messe“ – ganz im Widerspruch zur Lehre der Kirche und darum auch des II. Vatikanums. Das ist so absurd wie wenn jemand eine große Summe Geldes nur annehmen wollte, wenn der Umschlag die von ihm bevorzugte Farbe hat. (...)
Die Reform der Kirche wird wesentlich in der Neuentdeckung des großen „Schatzes im Acker“ und dem „Erwerb der kostbaren Perle“ namens Feier der hl. Messe bestehen!
Weihbischof Andreas Laun (Salzburg) in einem kath.net-Klartext am 27.05.2015
Das Motu Proprio Summorum pontificum vom 07. Juli 2007
- MP Summorum pontificum
- Begleitbrief Papst Benedikt XVI.
- Instruktion zum MP SP
- Orte, an denen regelmäßig der Vetus Ordo (die alte Messe) gefeiert wird
Bild: Alte Messe (FSSP) in Saarlouis; eigenes Foto
Mittwoch, 31. Dezember 2014
Neue Website: Missa Tridentina Kevelaer
Seit einigen Wochen gibt es eine eigene Homepage für die Gemeinde des alten Ritus in Kevelaer:In dem niederrheinischen Marienwallfahrtsort gibt es bereits seit vielen Jahren eine kleine, aber recht aktive Gemeinde, in der die heilige Messe in der außerordentlichen Form des lateinischen Ritus zelebriert wird.Die sonntägliche Messfeier findet im Winterhalbjahr (1. November - 30. April) normalerweise um 9:00 Uhr in der Kerzenkapelle (s. Bild) am Kapellenplatz, unmittelbar neben der Gnadenkapelle, statt; im Sommerhalbjahr (1. Mai - 31. Oktober) bereits um 8:00 Uhr. Zelebrant ist in der Regel der in Kevelaer ansässige Pfarrer Rudolf Van den Hout.
Auch am Donnerstag den 1. Januar 2015 wird in der Kerzenkapelle um 9:00 Uhr die Feier des hl. Messopfers stattfinden.
Bild: Kerzenkapelle im Marienwallfahrtsort Kevelaer; Foto privat
Mittwoch, 27. August 2014
Nachkonziliare Ver(w)irrungen - ein Zeitzeugnis
Auf der UNA VOCE Homepage ist ein weiteres Glaubenszeugnis erschienen,
Folge 6 der Bekenntnisse und Wege zur alten Messe:
Ein Lebensalter - Auf der Suche nach der (beinahe) verloren gegangenen Liturgie
Tom Hermerken schildert die Auswirkungen der nachkonziliaren Umwälzungen in der Kirche und in seinem ganz konkreten Glaubensumfeld.
Herzliche Leseempfehlung!
Weitere Zeitzeugnisse:
Folge 6 der Bekenntnisse und Wege zur alten Messe:
Ein Lebensalter - Auf der Suche nach der (beinahe) verloren gegangenen Liturgie
Tom Hermerken schildert die Auswirkungen der nachkonziliaren Umwälzungen in der Kirche und in seinem ganz konkreten Glaubensumfeld.
Herzliche Leseempfehlung!
Weitere Zeitzeugnisse:
- Joseph Overrath: Zwischen Missale Romanum und Sacramentarium Mimeographicum - Ein Sakristan erlebt die Liturgiereform
- Uwe Postl: Quo vadis? - Hufspuren der Umkehr eines treulosen Schafes
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Donnerstag, 17. Juli 2014
Der Vetus Ordo beim Großen Gebetstag in Marienfried
Am kommenden Samstag und Sonntag (19.-20. Juli 2014) findet in Marienfried der alljährliche Große Gebetstag statt. Direktor Clemens M. Henkel, Leiter der Gebetsstätte, und traditionell das Fatima-Weltapostolat laden hierzu herzlich ein.Neben vielen anderen Gästen wird der bisherige Generalobere der Priestergemeinschaft "Servi Jesu et Mariae" (SJM) am Gebetstag teilnehmen und die Mitternachtsmesse um 24 Uhr zelebrieren, und zwar in der außerordentlichen Form des römischen Ritus.
Die SJM wurde von Pater Andreas Hönisch gegründet und betreut im gesamten deutschsprachigen Raum die Kinder und Jugendlichen in der Katholischen Pfadfinderschaft Europas (KPE).Am Sonntagnachmittag wird um 16 Uhr nochmals eine hl. Messe in forma extraordinaria zu Ehren der Muttergottes gefeiert werden.Das weitere Programm finden Sie auf dem Plakat (als pdf: hier) oder auf der Website der Gebetsstätte Marienfried zum Großen Gebetstag (hier). Noch ein wichtiger Hinweis: Radio Horeb wird die Festmesse am Sonntagmorgen um 10 Uhr übertragen.
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Sonntag, 13. Juli 2014
Erste heilige Messe der Petrusbruderschaft in der renovierten Herz Jesu und Mariä-Sühnekirche der Gebetsstätte Wigratzbad
Unter lebhafter Teilnahme der Gläubigen hat am heutigen Sonntagmorgen (13. Juli 2014) zum ersten Mal ein Priester der Priesterbruderschaft St. Petrus in der renovierten Sühnekirche das heilige Messopfer dargebracht. Pater Hans-Achim Räder zelebrierte die hl. Messe am Zelebrationsaltar, der durch sechs Kerzen auf Messingkerzenhaltern ins rechte Licht gerückt wurde. So wurde der Zelebrationsaltar auch optisch eine Einheit mit dem Sakramentsaltar (s. 1. Bild unten).
Bischof Konrad Zdarsa schreibt in seinem Grußwort in der Festschrift zur Wiedereröffnung der Sühnekirche Herz Jesu und Mariä in Wigratzbad:
Hier nämlich findet Himmel und Erde umgreifende kosmische Liturgie statt, in der der ewige Gott selbst auf uns zu und in uns hineintritt. Und: Liturgie kann nicht einfach überall stattfinden, der Kult kann sich nicht in die Welt hinein auflösen. Denn die Schöpfung ist noch nicht an ihr Ziel gelangt, wo "der Schöpfer von allem, endlich 'alles in allem' (1 Kor 15,28) sein wird, indem er zugleich seine Herrlichkeit und unsere Seligkeit bewirkt." (AG 2)So wird der Altar nicht nur zum Zentrum der ganzen Kirche, sondern zum Zentrum der ganzen Schöpfung, des gesamten Kosmos, er ist der Ort, an dem durch das Opfer Christi Versöhnung stattfindet, wirklich und wirksam. Hier ist der Ort, an dem sich die Kirche des Himmels mit der irdischen Kirche vereint, an dem Raum und Zeit in die Ewigkeit Gottes hineingezogen werden: Der Altar "dient ja unserer Gleichzeitigkeit mit dem Opfer des Logos. Er hält so den Himmel in die versammelte Gemeinschaft hinein, oder vielmehr: Er führt sie über sich hinaus in die Gemeinschaft der Heiligen aller Orte und aller Zeiten. Wir könnten auch sagen: Der Altar ist gleichsam der Ort des aufgerissenen Himmels; er schließt den Kirchenraum nicht ab, sondern auf - in die ewige Liturgie hinein." (Joseph Kardinal Ratzinger, Der Geist der Liturgie. Eine Einführung, Freiburg i. Br. 2000, 62f.)Wenn wir diese Gedanken zum Altar als dem zentralen Ort der kosmischen Liturgie und damit der Feier der Eucharistie als der "Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens" (LG 11) in all ihrer ganzen Tiefe ernst nehmen, dann sehen wir, dass dieser Ort nicht Schauplatz unserer Beliebigkeit, unserer privaten Befindlichkeiten und nicht unserer Interessen sein darf! Das wäre ein Missbrauch des Opfers. Nicht wir stehen hier im Mittelpunkt, nicht der Priester und nicht die versammelte Gemeinde. Christus selbst ist hier. Er, auf den hin alles geschaffen ist, gibt sich uns dar; ihn, der uns entgegenkommt erwarten wir. Und ihm zieht der Priester mit dem Volk gemeinsam in der Prozession entgegen. Es ist also gewissermaßen eine doppelte Auf-einander-zu-Bewegung!Auf den Einwand, diese Symbolik würde heute nicht mehr verstanden, antwortet Joseph Ratzinger kurz und bündig: "Geht uns heute der Kosmos nicht mehr an? Sind wir heute wirklich rettungslos in unseren eigenen Kreis eingehaust? Ist es nicht gerade heute wichtig, mit der ganzen Schöpfung zu beten? Ist es nicht gerade heute wichtig, der Dimension der Zukunft, der Hoffnung auf den wiederkommenden Herrn Raum zu geben, die Dynamik auf die neue Schöpfung wieder als Wesensform der Liturgie zu erkennen, zu leben?" (Ebd.,72)...
Bilder vom 5. Sonntag nach Pfingsten:
Zelebrationsaltar mit Kerzen
Bis auf einen Spot auf das Kreuz wurde der Altarraum (anders als bei der Einweihungszeremonie mit Bischof Zdarsa) nicht künstlich durch Beleuchtungssysteme in strahlendes Licht getaucht. Dadurch fiel der Schatten des Kreuzes und des Glasgehänges auf die Altarwand. Sind die Lichter eingeschaltet, so ist dies nicht der Fall (zum Vergleich s. hier).
Evangelium: Mt 5,20-24
In jener Zeit sprach Jesus zu Seinen Jüngern: "Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten; wer aber jemand tötet, soll dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein; und wer zu seinem Bruder sagt: 'Raka' [Taugenichts], soll dem Spruch des Hohen Rates verfallen sein; wer aber zu ihm sagt: Du (gottloser) Narr!, soll dem Feuer der Hölle verfallen sein. Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm und opfere deine Gabe."
Hier bekommt man einen guten Eindruck von den Rosenfenstern.
Zwei Priester und ein Diakon bei der Kommunionspendung
Schlussevangelium: Jo 1,1-14
Im Anfang war es bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. In ihm war das Leben und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfasst.
Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes. Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen. Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht.
Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt. Er war in der Welt und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.
Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit!
Altar nach der hl. Messe ohne Kerzen
(Hinweis: durch Anklicken der Bilder können diese vergrößert werden.)
Weiteres zum Thema "Wigratzbad":
- Herz Jesu und Mariä-Sühnekirche in Wigratzbad wird wiedereröffnet
- Die ausgedienten Fenster der Sühnekirche von Wigratzbad (1. Teil)
- Die ausgedienten Fenster der Sühnekirche von Wigratzbad (2. Teil)
- Sühnekirche in Wigratzbad nach Renovierung wiedereröffnet (12.07.2014)
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Donnerstag, 10. Juli 2014
Wissenswertes über die Heilige Messe
Neu unter der Rubrik "BASICS" in der Sidebar:
Das heilige Messopfer -
dogmatisch, liturgisch und aszetisch erklärt von Dr. Nikolaus Gihr (pdf)
Verlag Herder Freiburg im Br.
AD 1922 (17.-19. Auflage)
Daraus ein kurzer Auszug (S. 264ff):
§ 31. Gebrauch und Bedeutung des Lichtes beim heiligen Messopfer
Von Zeiten der Apostel an bediente sich die Kirche des Lichtes bei Verrichtung ihrer gottesdienstlichen Handlungen. Der liturgische Gebrauch des Lichtes hat seinen Grund weder einzig noch hauptsächlich in der zufälligen Notwendigkeit, die Finsternis zu verscheuchen, um die heiligen Geheimnisse feiern zu können, wie z. B. beim Gottesdienst in den Katakomben eine Beleuchtung durch die Umstände geboten ward.
Der Kerzenschein auf dem Altare kann allerdings erinnern an jene schweren Tage blutiger Verfolgungen und Kämpfe, welche die Christen nötigten, das Opfer nachts oder in unterirdischen finstern Grüften zu feiern, aber es wäre falsch, das Brennen der Lichter beim Gottesdienste lediglich als Überrest jener damals notwendigen Beleuchtung oder nur als geschichtliches Denkmal an jene frühere Zeit zu betrachten.
Der eigentliche Grund für Anwendung des Lichtes bei gottesdienstlichen Verrichtungen liegt viel tiefer - in der Harmonie des Lichtes mit dem Wesen der Liturgie bzw. in der Förderung des Zweckes der Liturgie durch das Licht. Dasselbe trägt vorzüglich bei zur Verschönerung des Gottesdienstes und schließt eine ungemein reichhaltige Symbolik in sich - es ist Zierde des Kultus und zugleich Sinnbild religiöser, übernatürlicher Geheimnisse (1). (...)
Wenn Lichter in großer Anzahl brennen, eignen sie sich vorzüglich, die gottesdienstliche Feier zu erhöhen und zu verschönern sowie in den Anwesenden eine gehobene Seelenstimmung hervorzurufen; denn ihr milder, stiller, geheimnisvoller Schein gießt Strahlen des Lebens, der Freude, der Hoffnung, des Trostes, der Seligkeit über Gotteshaus und Gottesdienst aus.
Umgekehrt ist gar groß die Trauer und Betrübnis der Kirche, wenn unter den Klagegesängen der "düsteren Metten" (tenebrae) in der Karwoche Licht um Licht erlischt, bis endlich das letzte hinter dem Altare verschwindet und im Gotteshause ringsum tiefes Dunkel herrscht. (...)
Näherhin werden die drei göttlichen Tugenden des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe auf schönste Weise durch brennende Lichter dargestellt. Die Helle der Flamme weist hin auf den Glauben, der eine Leuchte ist unsern Füßen und ein Licht unsern Pfaden (Ps 118, 105); das beständige Aufflackern der Flamme nach oben ist ein Bild der christlichen Hoffnung, die unverwandten Blickes nach der Höhe schaut und alle ihre Wünsche auf überirdische Güter richtet; die Glut der Flamme, welche Docht und Wachs verzehrt, erinnert an die Liebe, welche all das Ihrige. alle Kräfte der Seele und des Leibes im Dienste Gottes hinopfert. (...)
Diese reiche, tiefsinnige Symbolik begründet und erklärt den vielfältigen Gebrauch des Lichtes in der Liturgie. Die Kirche vollzieht ihren Kult bei Lichterschein. Im Allgemeinen soll dadurch angedeutet werden, dass Jesus Christus das wahre Licht, Gegenstand ihres Gottesdienstes und Urheber ihrer Gnadenspende sei. -
Die Wachskerzen, welche während der Messe brennen, verkünden, dass Christus als geheimnisvolle Gnadensonne auf dem Altar erscheine, um Licht und Leben, Freude, Trost und Segen in alle empfänglichen Herzen zu strahlen.
Die brennenden Kerzen, welche leuchtend sich verzehren, erinnern an die Opferliebe Jesu, welcher auf dem Altare in den eucharistischen Opfertod sich hingibt, um den Menschen das innere Gnadenlicht mitzuteilen. Die Altarlichter bezeichnen die reichen Opfergnaden, durch welche der Herr die Seelen mit heiliger Erkenntnis erleuchtet, mit heilsamer Kraft erfüllt und mit himmlischer Freude erquickt.
Die brennenden Kerzen mahnen dich auch, mit lebendiger Andachts- und Liebesglut das hehre Opfer zu feiern oder mitzufeiern: der Anblick dieser geheimnisvollen Lichter soll stille, ernste, heilige Freude und Seelenwonne in dir wachrufen. Die Kerzenlichter zeigen dir, dass auf dem Altare der Zentralherd des göttlichen Liebesfeuers lodert, in dessen Gluten du Tag für Tag dein armes Herz eintauchen sollst, damit es umgewandelt werde in eine Liebesflamme und du als wahres Kind Gottes, tadellos und lauter, mitten unter einem argen, verkehrten Geschlecht in der Welt wie ein Himmelslicht leuchtest (Phil 2,15-16) und durch eifrigen Tugendwandel Gott verherrlichest und den Nächsten erbauest (2).
So sinnig, so lehrreich, so erhebend ist der kirchliche Gebrauch des Lichtes: er trägt dazu bei, dass wir den Gottedienst mit gebührenden Lichtgedanken, mit rechter Herzenswärme besuchen und feiern.
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Weiteres zum Thema "Heilige Messe":
- Erzbischof Ludwig Schick (Bamberg): Die Eucharistie - 'Der kostbarste Schatz der Kirche' (09.07.2014)
- Zum Altare Gottes will ich treten - Die Messe in ihren Riten erklärt
- Peter Stephan: Ein ästhetisches Manifest - Die Schönheit des liturgischen Ornats
- Papst Franziskus: Liturgie - Eintreten in Gottes Mysterium
Bild: aus "Heilige Messe - Geheimnis unseres Glaubens" hrsg. von Pfr. Franz Rudrof; Kral Verlagsdruckerei Abensberg
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Montag, 2. Juni 2014
Kurienerzbischof Guido Pozzo in Maria Vesperbild
Nachdem S. E. Erzbischof Pozzo am vergangenen Samstag (Fest Maria Königin) im Marienmünster zu Lindau am Bodensee zehn Männer zu Diakonen geweiht hatte (Bilder dazu s. hier), pilgerte er weiter zum schwäbischen Marienwallfahrtsort Maria Vesperbild. Dort wurde er von seinem ehemaligen Studienfreund und dortigem Wallfahrtsdirektor Prälat Dr. Wilhelm Imkamp willkommen geheißen.
Der in der päpstlichen Kurie in Rom tätige Erzbischof war bereits einige Male in Maria Vesperbild, gestern jedoch zum ersten Mal seit seiner Bischofsweihe im November des Jahres 2012. Unter anderem zelebrierte er am Sonntagnachmittag die heilige Messe in der außerordentlichen Form des römischen Ritus.
Erzbischof Pozzo während des von Prälat Imkamp
zelebrierten Pilgeramtes am Sonntagvormittag
... bei der heiligen Messe am Nachmittag
Weitere Bilder vom Besuch S. E. Erzbischof Guido Pozzo in Maria Vesperbild:
Samstag, 24. Mai 2014
10 Jahre Institut St. Philipp Neri (ISPN) in Berlin
Dominus Vobiscum - Eine katholische Oase feiert Geburtstag
Im Gesundbrunnen-Viertel sind sie bekannt wie bunte Hunde: Die stets in der traditionellen schwarzen Kleidung auftretenden Priester und Seminaristen des Instituts St. Philipp Neri (ISPN) in der Graunstraße. Also dort, wo früher die Mauer stand und auch heute „die Ränder der Gesellschaft“ nicht weit weg sind. Mit dem Segen aus Rom verwirklicht die bereits 2004 mit besonderer Unterstützung durch den späteren Papst Benedikt XVI. gegründete Gemeinschaft etwas, das viele für unmöglich halten: überliefertes Katholischsein - mit Latein, Weihrauch und Katechismus - und eine zeitgemäße Großstadtpastoral zu verbinden. Jetzt im Mai feiert das Institut sein 10-jähriges Bestehen.
Das ISPN, in dem heute fünf Priester (drei davon in Berlin) und vier Seminaristen tätig sind, wird von Propst Dr. Gerald Goesche geleitet. Das Institut konnte bereits kurz nach seiner Gründung Kirche und Haus des früheren St.-Afra-Stiftes übernehmen und begann sofort damit, es zu einer in die Öffentlichkeit hinauswirkenden „katholischen Oase“ für Berlin und Umland auszubauen. Es gibt dort ein reges Gemeindeleben. An den Sonntagsgottesdiensten nehmen regelmäßig mehr als 100 Gläubige teil.
Seit zwei Jahren unterhält das Institut die von Pater Dr. Thomas Jatzkowski geleitete „Baronius-Akademie“. Ihr Vorlesungsprogramm wird von Hochschullehrern und Wissenschaftlern aus ganz Deutschland unterstützt. Es bietet den Seminaristen des Instituts und Interessenten aus der Öffentlichkeit umfangreiche Möglichkeiten, philosophisches und theologisches Wissen zu erwerben.
Ein weiterer Schwerpunkt der Institutsarbeit ist die Pflege der Kirchenmusik. In diesem Herbst wird eine wiederhergestellte bedeutende englische Orgel eingeweiht, deren Aufbau die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin mit über 160.000 Euro unterstützt.
Aus Anlass seines 10-jährigen Bestehens feiert das Institut den Namenstag seines Patrons Philipp Neri am 26. Mai, mit einem Hochamt um 18.00 Uhr und der anschließenden Eröffnung einer Photo-Ausstellung über volkstümliche Feierlichkeiten zu Ehren des heiligen Philipp Neri im süditalienischen Gioia del Colle bei Bari. Zum eigentlichen Festgottesdienst mit Gläubigen, Freunden und Wohltätern lädt das Institut am Sonnabend, 31. Mai, um 10.30 Uhr ein. Anschließend gibt es im Innenhof der Stiftsanlage einen Empfang.
Weitere Fragen zur Arbeit des ISPN oder zum Ablauf der Feierlichkeiten am 26. und 31. Mai und auch Interviewanfragen beantwortet Ihnen gerne Frater Jan Peterding:
0176 – 31 71 14 74
peterding@institut-philipp-neri.de
Weiter Bilder schicken wir Ihnen gerne zu!
26. Mai 2014 - 18:00 Uhr Hochamt und Eröffnung der Photoausstellung
31. Mai 2014 - 10:30 Uhr Festgottesdienst mit anschließendem Empfang im Kreuzgang
31. Mai 2014 - 10:30 Uhr Festgottesdienst mit anschließendem Empfang im Kreuzgang
Weitere Informationen:
Fr. Jan Peterding c/o ISPN • Graunstraße 31 • D – 13355 Berlin
(Pressemeldung des ISPN)
(Pressemeldung des ISPN)
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Erste Begegnung mit der "alten Messe"
Ein Gastbeitrag von P. Bernward Deneke FSSP, Wigratzbad
Es sind allem voran bestimmte Begegnungen, die unserem Leben Richtung und Prägung geben. Begegnungen, die aus dem flüchtigen Grau-in-Grau des Alltags hervorstechen. Die ihr Zeichen tief in Seele und Herz drücken. Und die uns wie verwandelt entlassen. Rückblickend erkennen wir sie als Fügungen göttlicher Vorsehung; als Wege der Gnade hin zum Leben in Fülle. Die bescheidene Begegnung, von der hier die Rede sein soll, ereignete sich vor bald 3 Jahrzehnten in einer Kapelle. Deren Besonderheit liegt nicht in hohem Alter und bedeutenden Kunstschätzen, sondern darin, daß sie zur Versammlungsstätte jener Katholiken geworden ist, die die heilige Messe im "alten Ritus" besuchen wollen.
Der Verfasser dieser Zeilen hatte eigentlich keine Veranlassung, sich in den Kreis solcher Außenseiter zu begeben. Selbst Ministrant in seiner Pfarrei und aktiv in deren Jugendgruppen, war er im "normalen" kirchlichen Leben zuhause und vertraut mit der Form des Gottesdienstes, die er von Kindertagen an als einzige kennengelernt hatte. Warum etwas Neues, auch wenn es das Ältere wäre?
Aber einige Vorkommnisse, teils abschreckender, teils erfreulicher Art, trieben zur Suche an und drängten mit wachsender Eindeutigkeit auf den Pfad der Tradition. So erlebte er auf der einen Seite die offene In-Frage-Stellung von Glaubenswahrheiten im Religionsunterricht und Abstoßendes in der Jugendarbeit und in Jugendgottesdiensten, an deren Gestaltung er selbst Anteil hatte. Auf der anderen Seite standen Begebenheiten, die neue Horizonte eröffneten: eine intensiv religiöse Wallfahrt, die Entdeckung und Pflege "altertümlicher Frömmigkeitsformen" (besonders des Rosenkranzgebetes) sowie die Lektüre wahrhaft katholischen Schrifttums.
Zum ersten Mal wurde der Glaube hier in seiner erregenden Größe und Schönheit, in seinem bindenden und bannenden Anspruch erfahren. Schwindelerregend hoch und abgrundtief, erhaben und innig zugleich erschien die Lehre von der eucharistischen Gegenwart Jesu und von der unblutigen Vergegenwärtigung Seines Liebes- und Lebensopfers in der heiligen Messe. Warum nur waren dem praktizierenden und engagierten Jugendlichen alle diese Wahrheiten so lange beinahe vollständig vorenthalten geblieben? Und wo fanden sie überhaupt einen angemessenen Ausdruck? Im gewohnten gottesdienstlichen Leben jedenfalls war davon wenig auszumachen. Trotz - oder vielmehr: wegen? - der vielgepriesenen "Verständlichkeit" der neuen Liturgie.
So wurde der Wunsch unabweislich, das, was bisher nur vom Hörensagen her bekannt war, mit eigenen Augen und Ohren mitzuerleben: die "alte Messe". War sie, die von den Bauleuten Verworfene, nicht schon durch die bloße Kunde zum Eckstein im Herzen des Suchenden geworden?
Fast immer erspäht der junge Mensch in neuer Umgebung zuerst, was er denn da für Leute um sich habe. Erfreulich war die Entdeckung, daß sich in der Kapelle alle Altersstufen einfanden; und daß es sich keineswegs um lauter religiöse Fanatiker und frömmelnde Exzentriker (die es natürlich auch gab) handelte. Die Formen der Ehrfurcht, im pfarrlichen Leben auf ein kaum noch zu unterbietendes Minimum reduziert und nur von wenigen Randexistenzen beibehalten, hatten bei diesen Gläubigen so gar nichts Übertriebenes an sich. Reine Selbstverständlichkeiten.
Und dann die heilige Messe selbst. Der Neuling sah sich einer eigenen Welt gegenüber. Die war ihm noch weithin verschlossen. Aber in ihrer erfüllten Stille und im erahnten Tiefsinn der Zeichen übte sie eine unaufdringliche und zugleich kraftvolle Anziehung aus. Bis auf die Predigt, weit und wogend wie das Meer, machte dieser Gottesdienst nicht den Eindruck eines Vortrages von Mensch zu Mensch, sondern einer Handlung, genauer noch: einer Begegnung.
Die Haltung und Ausrichtung des Zelebranten, der Ministranten und Gläubigen ließen keinen Zweifel mehr darüber, wer da im Mittelpunkt stand. Es fiel gar nicht schwer, an die wirkliche und persönliche Gegenwart des Erlösers in Seinem Opfer zu glauben. Alles redete ja davon. Alles lenkte die Aufmerksamkeit auf Ihn hin.
Anstatt seine Person hervorzuheben, verschwand der Priester nahezu. Er tauchte gleichsam in dem liturgischen Vollzug unter und ging völlig auf in der Stellvertretung des einen Hohenpriesters Jesus Christus. Aus der Hinwendung zum "Geheimnis des Glaubens" heraus wandte er sich dann auch den Gläubigen zu. Aber ohne den Blick auf den Herrn zu verstellen. Keine störenden subjektiven Einlagen. Die heilige Messe hatte nicht das Gesicht ihres menschlichen Zelebranten. Sie war theozentrisch, christozentrisch.
Endlich hatte der Sucher den Ausdruck jenes eucharistischen Glaubens, der aus den Worten und Gebeten der Heiligen spricht, gefunden! Wohl waren die Zelebrationsrichtung, die lateinische Kultsprache und die lang empfundenen Phasen des Schweigens für den an Verständlichkeit und Abwechslung gewöhnten Meßbesucher zunächst fremdartig. Durch den Entzug äußerer Beschäftigungen sah er sich plötzlich auf sein eigenes, armes Inneres zurückgeworfen: auf die Leere, den schwachen Glauben, die verkümmerte Fähigkeit zur Anbetung...
Doch gerade dadurch kam auch die Einsicht: Die heilige Messe ist eben ein Mysterium; ein Geheimnis, das nicht dem Fassungsvermögen des Menschen angepaßt werden darf, sondern dem sich dieses Fassungsvermögen durch die Gnade und eigenes Bemühen mehr und mehr anpassen soll. Der innerste Mittelpunkt des Glaubenslebens kann nicht nach den Maßstäben Fernstehender gestaltet werden. Nur dem gläubigen Mitvollzug erschließt er sich nach und nach. In das wahrhaft Große wächst man erst mit der Zeit hinein. Der Blick muß geläutert, das übernatürliche Sensorium geschärft werden. Dann beginnt das Abenteuer immer neuer, immer noch herrlicherer Entdeckungen.
Diese erste Begegnung läutete für den Verfasser eine Entdeckungsreise ein, die bis heute kein Ende gefunden hat. Auch die spätere "Gewöhnung" an den traditionellen Meßritus im Priesterseminar und als Priester hat daran nichts geändert. Während das Moderne in seiner Ausrichtung auf den "Menschen von heute" veraltet, offenbart das Alte sich in ewiger Jugend, denn es ist in erster Linie ein "Hintreten zum Altare Gottes, zu Gott, der meine Jugend erfreut" (Stufengebet der hl. Messe). In der Begegnung mit diesem Wunderwerk des Glaubens findet das abenteuerliche Herz, was es sucht: den unerschöpflichen Reichtum des Lebens in der Begegnung mit dem Herrn.
Dienstag, 8. April 2014
Liturgische Tagung in Herzogenrath war "dreitägiges Feuerwerk"
Als dreitägiges Feuerwerk, das hochkarätige Referenten abbrannten, beschreibt "clamormeus" die Eindrücke zur 16. Kölner Liturgischen Tagung, die in der vergangenen Woche vom 02.-05. April in Herzogenrath bei Aachen stattfand. Sein humorvoller Kommentar zu den "traumhaft katholischen Verhältnissen" - selbst während der Kaffeepausen:
"[D]er ganze katholische Zoo war vertreten, und selbst das Gedränge in den Kaffeepausen wurde Phase, Vorrübergang. Die Geweihten so zahlreich vertreten, daß man zum Beispiel eine Beichte bei einem Priester, den man in der Tür streifte, beginnen hätte können, sie beim nächsten, auf den man sanft geschubst wurde fortsetzen und die Absolution von einem dritten empfangen, der es mit einem gleichzeitig geschafft hatte, die Thermoskannen zu erreichen. Wenn das keine "differentia specifica" ist! Traumhaft katholische Verhältnisse also - selbst noch im Foyer!"
Und hier der vollständige Bericht auf "einfach entfachend"!
Die auf der Tagung vorgetragenen Referate werden in den nächsten Ausgaben der UNA VOCE Korrespondenz veröffentlicht. Hefte der UVK können hier erworben werden. Mehr Infos über das Apostolat der UNA VOCE: bitte hier klicken.
Weitere Artikel über die 16. Kölner Liturgische Tagung:
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Dienstag, 1. April 2014
Bischof von Rom feiert hl. Messe im Usus antiquior mit der Petrusbruderschaft
S. E. Mons. Matteo Maria ZUPPI, Weihbischof der Diözese Rom, feierte am vergangenen 4. Fastensonntag Laetare mit der Gemeinde der Petrusbruderschaft in Rom die heilige Messe. Bericht und Bilder davon gibt es auf der Website des New Liturgical Movement (NLM).
Es war möglicherweise das erste Mal nach der Liturgiereform im Zuge des letzten Konzils, dass ein amtierender Weihbischof in einer Pfarrei der Stadt Rom eine Messe in der außerordentlichen Form des römischen Ritus zelebrierte. Die Freude der Pfarrei Santissima Trinità dei Pellegrini war entsprechend groß.
Hier einige Bilder der im Zentrum von Rom gelegenen Pfarrei der FSSP "Santissima Trinità dei Pellegrini" von Severus (Annotatiunculae), die er bei seinem Besuch dort im vergangenen Jahr geknipst hat.
Freitag, 28. März 2014
Kontinuität im Glauben: Vorbild alte Messe
Im 3. Quartal der Una Voce Korrespondenz 2013 erschien unter der Überschrift "Gedanken zur Reform der Reform" ein Beitrag des Philosophen Prof. Robert Spaemann mit Vorschlägen für eine Annäherung der ordentlichen und der außerordentlichen Form des römischen Messritus (derselbe Artikel erschien am 18. Januar 2014 in der "Tagespost" unter dem Titel "Zurück zu den Zielen der Konzilsväter") .
In diesem Beitrag weist Spaemann darauf hin, dass in der Forma ordinaria, also in der neuen Messe, die seit der Liturgiereform des Jahres 1972 üblich ist, nicht mehr wie bis dahin das große, nicänische Glaubensbekenntnis (s.u.), sondern in den meisten Fällen das kürzere Apostolische Glaubensbekenntnis gesprochen wird.
P. Bernhard Gerstle FSSP griff die Gedanken Spaemanns in seinem geistlichen Wort für den Ruhrgebietsrundbrief der Petrusbruderschaft St. Petrus Februar 2014 auf und schrieb dazu u.a. Folgendes:
Einen schwerwiegenden Verlust sieht Spaemann darin, dass in den Sonntagsmessen der ordentlichen Form des römischen Ritus kaum noch das große Glaubensbekenntnis von Nicäa gebetet wird, sondern fast nur noch das verkürzte Apostolische Glaubensbekenntnis. Zitat:
Tatsächlich aber ist das große Credo seit über tausend Jahren niemals wichtiger gewesen als heute, niemals aktueller. Die Leugnung der Gottheit Christi ist bereits tief in die theologischen Fakultäten unseres Landes eingedrungen. Im großen Credo aber heißt es von Jesus: "Gott von Gott, Licht von Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit den Vater, durch ihn ist alles geschaffen."
Spaemann fährt weiter fort:
Deutlicher kann die Ablehnung des Arianismus nicht ausfallen, der sich heute sogar unter Christen breitmacht. Andererseits steht das große Credo nach wie vor in den liturgischen Büchern. Die deutschsprachigen Bischöfe müssen dafür Sorge tragen, dass Schluss ist mit der Fernhaltung dieses wundervollen Bekenntnisses. Nur dann bleibt auch die These von der wesentlichen Einheit der beiden Ritusformen mehr als ein leeres Postulat.
Ich selbst habe Papst Benedikt darum gebeten, dafür zu sorgen, dass das Nizäum nicht gänzlich verdrängt wird. Seine Antwort war: "Das ist zu wenig. Das nizänische Glaubensbekenntnis muss wieder das einzige reguläre Credo der Sonntagsmesse sein, auch in Deutschland."
Abschließend regt in dieser Frage Prof. Spaemann an, in der Glaubensverkündigung die Wahrheit von der Gottheit Christi zu vertiefen und die Verirrungen beim Namen zu nennen. Doch was ist, wenn etliche Priester selbst nicht mehr von dieser Wahrheit überzeugt sind?
In meiner Heimatdiözese wurde einmal ein Priester von einem meiner Verwandten zur Rede gestellt, warum er sonntags regelmäßig das Glaubensbekenntnis ausfallen und statt dessen nur noch ein Lied aus dem Gotteslob singen lässt. Er erhielt zur Antwort: "Das kann man doch keinen jungen Leuten mehr zumuten, beispielsweise zu glauben: Geboren aus der Jungfrau Maria!" Diese Antwort spricht Bände und zeigt, was oft hinter dem Verschweigen klarer Glaubensaussagen steht: Der Zweifel oder der Unglaube!
Wir sehen an diesem Beispiel, welche Bedeutung der gebetete Glaube hat, wie er in der Liturgie zum Ausdruck kommt. Spaemann beklagt, dass das Apostolische Glaubensbekenntnis das große Credo von Nizäa verdrängt hat. Doch meine Befürchtung ist, dass inzwischen mehrheitlich sogar das Apostolische Glaubensbekenntnis durch Lieder aus dem Gotteslob, die oft nur rudimentär noch das Glaubensbekenntnis zum Ausdruck bringen, verdrängt worden ist.
Dasselbe gilt auch für den wunderbaren Hymnus des Gloria, der ebenfalls durch kein Gloria-Lied annähernd an Qualität ersetzt werden kann. So wird der Glaube Schritt für Schritt ausgehöhlt. Man könnte noch weiter an Beispielen fortfahren.
Der wahre Glaube ist innerhalb der Kirche in großer Gefahr, keine Frage. Der überlieferte Messritus von 1962 ist eine bedeutende Schutzmauer für die Bewahrung des wahren Glaubens. Für jene, die von einer neuen Kirche mit einem neuen Glauben träumen, ist er freilich auch deshalb ein Stein des Anstoßes. Es geht daher um mehr als Latein und äußere Formen.
In der Tat wird man die neue Messe nicht im katholischen Sinne verstehen, wenn man sich nicht an der alten Form orientiert und durch diese der Schatz des heiligen Messopfers in Erinnerung gerufen wird. Eine Annäherung und Angleichung der neuen an die alte Messe ist deshalb nicht nur wünschenswert, sondern notwendig für das Überleben des überlieferten Glaubens.
CREDO
Ich glaube an den einen Gott, den allmächtigen Vater,
Schöpfer des Himmels und der Erde,
aller sichtbaren und unsichtbaren Dinge.
Und an den einen Herrn Jesus Christus,
Gottes eingeborenen Sohn. Er ist aus dem Vater geboren vor aller Zeit.
Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott;
gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater.
Durch Ihn ist alles geschaffen.
Für uns Menschen und um unseres Heiles willen
ist er vom Himmel herabgestiegen.
Er hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist
aus Maria, der Jungfrau; und ist Mensch geworden.
Gekreuzigt wurde Er sogar für uns.
Unter Pontius Pilatus hat Er den Tod erlitten und ist begraben worden.
Er ist auferstanden am dritten Tage, gemäß der Schrift;
Er ist aufgefahren in den Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters.
Er wird wiederkommen in Herrlichkeit, Gericht zu halten über Lebende und Tote
und Seines Reiches wird kein Ende sein.
Ich glaube an den Heiligen Geist, den Herrn und Lebensspender,
der vom Vater und vom Sohne ausgeht.
Er wird mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und verherrlicht;
Er hat gesprochen durch die Propheten.
Ich glaube an die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.
Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.
Ich erwarte die Auferstehung der Toten
und das Leben der zukünftigen Welt. Amen.
(Nicäno-Konstantinopolitanum)
Weiteres zum Thema "Glaubenskrise":
- Prof. Walter Brandmüller stellt "Chaos" in der Kirche fest (27.03.2014)
- Ad Deum: Ich will einfach nur die Liturgie der Kirche feiern! (26.03.2014)
- kikreukreu: Ein Fastenzeit-Paradox (25.03.2014)
- kikreukreu:Wieder eine Laienpredigt(15.03.2014)
- kikrekreu: Mit dem Kopf durch die Wand (29.10.2013)
- kikreukreu: Können Sie mir den Rest einpacken? (13.10.2013)
- kikreukreu: 5 Jahre und kein bißchen schlauer? (03.04.2013)
- PuLa: Wesel-Bergerfurth, oder: Das Elend der West-Kirche (24.08.2013)
- elsalaska: Ein Ärgernis in deutschen Messfeiern (30.03.2014)
- Freiburg: 196 Priester gegen katholische Lehre über die Eucharistie (17.07.2013)
- Robert Kramer: Die Lehre des hl. Thomas vom Opfer und die nachtridentinische Opfertheologie
Die oben verlinkten Berichte von liturgischen Missbräuchen sind nur exemplarisch für die zahlreichen Berichte, die katholische Blogger - oft blutenden Herzens - auf ihren Blogs veröffentlicht haben - wohl mit der berechtigten Hoffnung, dass diesem Treiben irgendwann Einhalt geboten wird...
Das Foto stammt vom Blog des Priesterseminars der FSSP in Wigratzbad: hier
Mittwoch, 12. März 2014
Warum es gut ist, die außerordentliche Form des lateinischen Ritus zu kennen
Alexander King Sample, der 53 jährige Erzbischof der Diözese Portland in Oregon feierte am 01. März 2014 zum ersten Mal in Amity, Oregon, ein Pontifikalamt in der außerordentlichen Form des römischen Ritus. Wie Fr Zuhlsdorf auf seinem Blog schreibt, predigte Erzbischof Sample über die Beweggründe Papst Benedikt XVI. für das Motu proprio "Summorum Pontificum" (2007) und sagte dabei unter anderem:
“When Summorum Pontificum came out, and the Holy Father said this is one of the forms of the Latin Rite, the Extraordinary Form, I said ‘I’m a bishop of the Church, I must know this rite!’ And I encourage my priests and my seminarians to learn and to know this rite. Even if you never have a chance to celebrate it, knowing it, experiencing it – I guarantee you – will affect the way you celebrate the Ordinary Form.”
"Als Summorum Pontificum herauskam, und der Heilige Vater sagte, dies ist eine Form des Lateinischen Ritus, die Außerordentliche Form, sagte ich: "Ich bin ein Bischof der Kirche, ich muss diesen Ritus kennen!" Und ich ermutigte meine Priester und meine Seminaristen, diesen Ritus zu erlernen und ihn zu verstehen. Auch wenn du nie eine Gelegenheit hast, ihn zu zelebrieren, ihn zu verstehen, ihn zu erleben - ich garantiere dir - wird dies Auswirkungen darauf haben, wie du die Ordentliche Form zelebrierst."
Was das Motu proprio Summorum pontificum betrifft, so geht Erzbischof Sample mit gutem Beispiel voran und feiert auch in seiner Bischofskathedrale die alte Liturgie.
Auf dem internationalen Kongress "Sacra Liturgia 2013", der vom 25. – 28. Juni in Rom tagte, hatte Erzbischof Sample einen Vortrag gehalten mit dem Thema: "Der Bischof: Leiter, Förderer und Hüter des liturgischen Lebens der Diözese". Paix Liturgique hat den Vortrag zusammengefasst und außerdem ein kurzes Interview mit Erzbischof Sample, u.a. zum Thema "Liturgischer Friede", veröffentlicht (hier).
Aus der Zusammenfassung des Vortrags:
"Ich glaube, dass ein wesentlicher Teil des Problems der Liturgie heute von einem allgemeinen fehlenden Verständnis herrührt, was die Liturgie überhaupt ist", so Sample. Um die Botschaft zu verkünden, solle sich der Bischof aller Mittel bedienen, seiner Gremien, der Veröffentlichungen seiner Diözese und dem Internet wie auch der Diözesanwebseite. Gleichzeitig sei keine Veränderung über Nacht zu erwarten. Vielmehr müsse man sich auf Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte guter Katechese einstellen."
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Samstag, 8. März 2014
Die Heilige Messe: Teil der himmlischen Liturgie
In einer ganz bemerkenswerten Ausarbeitung befasst sich Peter Stephan, Professor für Architekturtheorie in Potsdam und Dozent an der Baronius-Akademie Berlin, in der Ausgabe der Una Voce-Korrespondenz /4/2013 mit der Liturgie der katholischen Kirche und speziell mit der Bedeutung des liturgischen Ornats. Bevor er sich den tiefen Gedanken zur symbolträchtigen Bekleidung des Priesters bei der Liturgie widmet, gibt er eine kleine Einführung über das Wesen des heiligen Messopfers und das Missverstehen der Liturgie. Unter anderem schreibt er:
Nach katholischem Verständnis feierte Christus beim sogenannten Letzten Abendmahl nicht nur das jüdische Pascha-Fest, sondern machte auch sich selbst zum Opferlamm. Im Brechen des Brotes und in der Darbringung des Weines nahm Er Seinen Tod vorweg (1). Er setzte Sein Blut, das Er am Holz des Kreuzes vergoss, mit dem Blut gleich, mit dem Mose beim allerersten Pascha-Fest die Türpfosten der Israeliten hatte bestreichen lassen. Damals hatte das Opferblut das Gottesvolk vor der Versklavung durch den Pharao und vor der Rache des Würgeengels bewahrt. Nun sollte es die Welt aus der Knechtschaft der Sünde und aus den Banden des Todes erretten.Anders als das jüdische Pascha-Fest und die protestantische Abendmahlfeier, die an ein einmaliges, in der Vergangenheit liegendes Ereignis erinnern, hat das katholische Messopfer eine viel weitere Dimension. Es vergegenwärtigt das Kreuzesopfer im Hier und Heute.Darüber hinaus bestätigt es den Bund, den Gott mit Abraham geschlossen und durch Christus auf ewig erneuert hat. Durch die damit einhergehende Erneuerung der menschlichen Natur und die Versöhnung des Menschen mit Gott wird die Vollendung der Schöpfung am Ende der Zeiten vorweggenommen. Darum versteht sich die Messe auch als einen Teil der himmlischen Liturgie. Sie erfüllt die Menschen mit dem Geist Gottes, erhebt die Herzen in die Höhen des Himmels und macht so die heilige Versammlung zu einem Abbild des Ewigen Jerusalem, in dem die Menschen zusammen mit den Chören der Engel Gott in seiner Herrlichkeit anbeten.
Der gesamte Artikel ("Ein ästhetisches Manifest - Keine Angst vor der Pracht!") befindet sich in der UVK-Ausgabe 4. Quartal 2013, S. 349-376, sowie z. Teil online auf der Internet-Seite "Summorum pontificum" hier!
Prof. Dr. Peter Stephan ist ebenfalls Referent bei der 16. Kölner Liturgischen Tagung, die vom 02.-05.April 2014 in Herzogenrath stattfindet.
Weiteres zum Thema "Göttliche Liturgie":
- (der orthodoxe) Bischof Kallistos von Diokleia - Die Göttliche Liturgie als Himmel auf Erden
- Georges Chevrot: Die Messe aller Zeiten
- Martin Mosebach: Der rote Faden durch die Zeiten
Foto: Wieskirche; privat
Freitag, 21. Februar 2014
Samstag, 22.02.2014: Die Petrusbruderschaft in Ottobeuren und in Landsberg am Lech
Anlässlich eines gemeinsamen Ausflugs wird die Seminargemeinschaft der Petrusbruderschaft am Thronfest des hl. Apostels Petrus (22. Februar) auch zu Gast in Ottobeuren sein. Um 11:00 Uhr wird dort in der Basilika der Benediktinerabtei das Hochamt zelebriert, zu dem auch alle Gläubigen herzlich eingeladen sind.
Um 17:00 Uhr wird die Kommunität in der Heilig-Kreuz-Kirche zu Landsberg die Vesper singen. Auch hierzu ergeht herzliche Einladung im Namen des Seminarregens P. Patrick du Faÿ.
Bilder: Basilika zu Ottobeuren; eigene Fotos
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Freitag, 24. Januar 2014
Teil 2: Prof. Robert Spaemann - Plädoyer für die Reform der Liturgiereform
Zurück zu den Zielen der Konzilsväter
Ehrfurcht vor dem Mysterium und gesungenes Erstes Hochgebet
Prof. Robert Spaemann nennt weitere - bei unvoreingenommener Bertrachtung sehr einleuchtende - Vorschläge für die Angleichung der neuen und der alten Form des römischen Messritus: das Niederknieen während der Worte "et incarnatus est" bzw. "empfangen durch den Heiligen Geist, geboren aus der Jungfrau Maria"; die Rückbesinnung auf das erste Hochgebet, das zwar lang, in seiner Aussagekraft bezüglich des Wesens der heiligen Messe aber unübertroffen ist (vgl. dazu die "Entdeckungen" von Dr Johannes J. Kreier, Saarbrücken); statt das Hochgebet, wie im Vetus Ordo, in Stille zu beten, soll es erlaubt sein, die Texte des Hochgebets zu singen, wie es auch in der Ostkirche üblich ist.
Symbolischer Friedensgruß für alle - aber nicht mit jedem
Die Ausweitung des Friedensgrußes auf die ganze versammelte Gemeinde (und nicht nur zwischen Priestern und Leviten) sieht Spaemann als geistlichen Gewinn, würden denn die liturgischen Normen eingehalten werden. Er zitiert hierzu die Instruktion "Redemptionis Sacramentum", in der es bezüglich des Austausches des Friedensgrußes heißt: "Es ist angebracht, «daß jeder in schlichter Weise nur seinen Nachbarn
den Friedensgruß gibt». «Der Priester kann den Friedensgruß den Dienern geben,
bleibt aber immer innerhalb des Presbyteriums, um die Feier nicht zu stören.
Dies soll er auch beachten, wenn er aus einem gerechten Grund einigen wenigen
Gläubigen den Friedensgruß entbieten will»" (s. Nr. 72). Die Gläubigen sollen demnach den Friedensgruß, den sie von dem einen Nachbarn empfangen haben, an den anderen Nachbarn weitergeben. Händeschütteln, wie es oft üblich ist, ist in der Liturgie nicht vorgesehen.
Latein als Kultsprache und Gregorianischer Choral
Das II. Vatikanum lässt keinen Zweifel daran, dass Latein (auch weiterhin) die Sprache der römischen Liturgie ist. Wenn es auch erlaubte, in Teilen der heiligen Messe - die Konzilsväter dachten dabei an den Wortgottesdienst - die Landessprache zu verwenden, so wurde dennoch vom II. Vatikanum grundsätzlich das Latein wie auch der Gregorianische Choral empfohlen. Spaemann plädiert dafür, den Empfehlungen der Konzilsväter auch für den Novus Ordo zu folgen und wieder mehr den gregorianischen Choral zu pflegen. Inzwischen, so Spaemann, sei die "Actuosa participatio", die tätige Teilnahme aller Gläubigen an der Feier der Messe im Novus Ordo auf ein bescheideneres Niveau gesunken, als sie zu Zeiten des Konzils gewesen sei, wo die ganze Gemeinde "die ihr zukommenden Teile der Messe" beigetragen häte und jeder den Choral hätte mitsingen können.
Keine Verdrängung der liturgischen Texte durch andere Texte oder Lieder, keine Zweigleisigkeit von Priester und Gemeinde
Die Texte der heiligen Messe, "insbesondere des Ordinariums", also der gleichbleibenden Teile der Messe, müssen notwendig vollständig gesprochen werden. Spaemann beklagt, dass im Novus Ordo liturgische Texte durch "Credo-Lieder" verdrängt werden. In der älteren Form (Vetus Ordo) sei dies zwar nicht möglich, weil der Priester sozusagen parallel zum Gesang der Gemeinde die liturgischen Texte darbringt, er tadelte jedoch, dass in der alten Messe manchmal quasi zweigleisig gebetet werde. Einmal von der Gemeinde durch den (längeren) Choralgesang und - fast muss man so sagen - unabhängig davon, der Priester, der die Gebete still betet. Hier müsse in beiden Formen Abhilfe geschaffen werden.
Mundkommunion soll wieder zur Normalform des Kommunionempfangs werden
Weiterhin beklagt Spaemann, dass es zwei Arten des Kommunionempfangs gebe: Mund- und Handkommunion - was dazu führe, sich unmittelbar vor dem innigsten Moment der Messe, der Vereinigung mit unserem Herrn und Heiland, "spirituell outen" zu müssen. Da die Mundkommunion die ordentliche, vorgesehene Weise des Kommunionempfangs war und ist, die Handkommunion "nur" durch ein "Indult" erlaubt wurde, so sehe er, Spaemann, "keine andere Möglichkeit, als die Mundkommunion wieder zur Normalform des Kommunionempfangs zu machen". Der Philosoph räumt aber ein, dass es einer "behutsamen Aufklärung" der Gläubigen durch die Bischöfe" bedürfe und favorisiert die Kelchkommunion, bei der der Priester den Gläubigen die Eucharistischen Gestalten reicht, indem er die Hostie zuvor in das kostbare Blut taucht.
Mutiges Eintreten der Bischöfe gegen Glaubensverfall und falsche Lehren
Soweit die Reformvorschläge von Prof. Robert Spaemann in der "Tagespost" vom 18. Januar 2014: Das alles sind wahrlich Dinge, über die man sprechen sollte, damit die Identität von neuer und alter Messe auf Dauer gewahrt bleibt. Es besteht sonst die große Gefahr, dass sich durch das andere Beten in der neuen Messe auch ein anderer, neuer Glaube manifestiert. Dies ist mitunter schon in großen Teilen der deutschsprachigen Gemeinden latent festzustellen. Symptomatisch tritt dies zutage in der Kontroverse um die Übersetzung des Kelchwortes (pro multis - für viele) oder der Behauptung nicht weniger (viel zu vieler) Priester, das bisherige Messbuch beinhalte eine "falsche Theologie", weil es von einer "Opfer-Theologie" spreche. Die Einflüsse dieser Theologen gehen so weit, dass nun die neue Ausgabe des Römischen Messbuches wegen des Protestes der Priester nicht eingeführt wird. Das sind bedenkliche Zustände und Tendenzen, die um das Heil der Seelen willen, schnellstens enttarnt und wieder neu auf die Erlösungstat Jesu, das Kreuzesopfer hin ausgerichtet werden müssen...
Weiteres zum Thema "Reform der Reform":
- Auf dem Weg zu einer echten Re-form der Liturgie
- Freiburg: 196 Priester und Diakone gegen katholische Lehre über die Eucharistie (Juli 2013)
- Gerhard Ludwig Müller: Die wahre Reform: Erneuerung in Jesus Christus (Fastenzeit 2012)
- Außerordentlich schöne Messen im Erzbistum Hamburg... und anderswo
- Weihbischof Athanasius Schneider: Prinzipien des II. Vatikanischen Konzils für die Liturgiereform...
Das Foto zeigt eine Primizmesse im Vetus Ordo in der Kirche St. Maria Maggiore in Rom im Jahre 2013 und stammt vom
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