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Montag, 26. Mai 2014

Maiandacht 26. Tag - Maria, wunderbare Mutter

Maria, die Jungfrau, stieg empor zu den Himmeln!
Freuet euch: 
denn mit Christus herrscht sie in Ewigkeit!
Tochter Sion! Ganz schön bist du und liebreich,
schön wie der Mond, der strahlenden Sonne gleich!
(Ant. von Mariä Himmelfahrt)


Maria ist heimgegangen in den Himmel. jetzt steht sie vor uns in ihrer Himmelsherrlichkeit. Wenn schon für jede Seele im Himmel unaussprechliche Wonne der Seligkeit bereitet ist, wieviel mehr und ganz besonders für Maria.

Sie ist schon auf Erden gegrüßt worden: "Du bist voll der Gnaden." In der Ewigkeit werden die Engel sie grüßen: "Du bist voll der Glorie und Herrlichkeit, die Königin des Himmels!" Wer kann ihre Schönheit in Worte fassen? Mit welchen Worten sollen wir sie preisen? Mit welchem Namen sie nennen, um ihre Herrlichkeit und Schönheit entsprechend auszudrücken?

Wenn Christus, der Herr, unter den Volksscharen lehrte und seine Lehre beglaubigte durch Wunder und Zeichen, dann staunten die Menschen und lobten und priesen Gott. Der Herr war der Wunderbare nicht nur durch seine Werke, sondern auch durch sein Leben und seine Lehre. "Er lehrte wie einer, der Macht hat."

In der Lauretanischen Litanei nennen wir auch die Gottesmutter mit diesem Namen und sprechen: "Du wunderbare Mutter!" Sie ist jene, die uns nächst Christus am meisten in Staunen setzt ob ihrer Macht und Größe; nicht als ob sie allmächtig wäre und aus eigener Kraft Wunder wirken könnte. Aber sie ist die Mutter des Herrn, des Wundertäters, ja, sie ist selbst das größte Wunder in Menschengestalt.

Schier unbegreiflich ist es, dass ein Menschenkind ausgewählt wird zur Mutter des allmächtigen Gottes, zur Mutter des Menschenerlösers und damit zur Mutter der ganzen erlösten Menschheit. Darum mag das Wort: "Du wunderbare Mutter" all unser Staunen, unsere Ehrfurcht und unsere Liebe zum Ausdruck bringen. Um aber die Fülle der Gnaden und ihrer Macht und ihre außerordentliche, überragende Stellung anzudeuten, hat frommgläubiger Sinn das Wort geprägt: "Du dreimal wunderbare Mutter." *)

O wunderbare Mutter! Höchstes Lob soll dir zuteil werden, du bist die Mutter Gottes. O wunderbare Mutter! Den schönsten und wärmsten Kindesgruß schicken wir zu dir empor, du bist die Mutter des Erlösers. O wunderbare Mutter! Mit inniger Bitte kommen wir zu dir, zu deinem erbarmenden Mutterherzen, du bist die Mutter der Erlösten, unsere Mutter. Was nun Menschensinn erdenken mag an Vorzügen und Herrlichkeiten der Gottesmutter im Himmel, kann man füglich ausdrücken mit diesem Wort: Du wunderbare Mutter. Alles Unbegreifliche, Herrliche und Wunderbare ist darin enthalten.

O meine Seele, das mag auch dein liebster Gruß sein, den du zur himmlischen Mutter emporsendest; darin magst du all seine Liebe und Verehrung zum Ausdruck bringen, dass du sie nennst: die wunderbare, die dreimal wunderbare Mutter.

Geh zur ihr hin und nenne sie die Wunderbare, die Mutter Gottes. Heiliges Staunen wird dich ergreifen, heilige Ehrfurcht dich erfüllen vor solch hoher Herrlichkeit Die besten und heiligsten Seelen unseres Volkes haben dieser hohen, heiligen Frau ihre Lieder gesungen. Und immer noch ist das Wort wahr, das Maria gesprochen: "Von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter."

Geh hin zu Maria, meine Seele, und nenne sie die Wunderbare, die Mutter des Erlösers. Die Mutter deines Erlösers ist sie. (...)

Gehe hin und nenne sie  die Wunderbare, die Mutter der Erlösten, nenne sie deine Mutter. Und sieh, wie das Kindlein sich freut, wenn es bei der Mutter ist und sich in ihrem Schutz geborgen weiß, so magst auch du wissen: die Mutter im Himmel ist dir nahe, dieser Mutter Herz schlägt auch für dich in Liebe. In grenzemlosen Vertrauen darfst du dich an diese Mutter wenden; sie ist dir nahe und liebt dich wie nur eine Mutter dich lieben kann.

Wir beten ein Ave Maria in andächtiger Verehrung der dreimal wunderbaren Mutter:
Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade,
der Herr ist mit dir!
Du bist gebenedeit unter den Frauen
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes: Jesus!
Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder,
jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

Weit geöffnet sind des Himmels Pforten
durch dich Maria, für uns alle!
Mit den Engeln triumphierst du, ruhmgekrönt!
(Ant. von Mariä Himmelfahrt)

O du wunderbare Mutter, bitt' für uns!


Gebet:
O Gott, in deiner Allmacht und Liebe hast du die Mutter deines Sohnes in den Himmel aufgenommen und wunderbar verherrlicht. Nun thront sie in der Glorie wunderbar sla Mutter deines Sohnes, wunderbar als Mutter unseres Erlösers, wunderbar als Mutter aller Erlösten. Wir bitten: lass uns allezeit ihre wunderbare Macht erfahren. Durch Christus, unsern Herrn. Amen.


*)  Über den Ausdruck: "dreimal wunderbare Mutter" und seine Entstehung siehe Näheres bei: Franz Hattler SJ, "Der ehrwürdige Pater Jakob Rem und seine Marienkonferenzen", Mainz, Regensburg 1896. - Von den Pallotiner- Missionsschülern in Schönstatt wurde dieser Ausdruck wieder aufgegriffen. Die Anrufung in der Wallfahrtskapelle dort lautet: Du dreimal wunderbare Mutter und Königin von Schönstatt, bitte für uns!



Maiandachtsbüchlein für Kirche und Haus von Pfarrer Joseph Willmes; A. Laumannsche Verlagsbuchhandlung Dülmen /Westf.;  AD 1935; S. 78-81 (mit kleinen Änderungen); (s. Quellen)


Bild: "Dreimal wunderbare Mutter" im Liebfrauenmünster Ingolstadt, eine Abwandlung der Marienikone „Salus populi romani“ in der Cappella Paolina in Santa Maria Maggiore in Rom. Die Kopie war ein Geschenk des Jesuitengenerals Francisco de Borja an das Jesuitenkolleg in Ingolstadt. (wikipedia)

Montag, 17. Juni 2013

Schönstatt: Für eine Neuevangelisierung Europas

Zwölf Sterne für ein im Heiligen Geist erneuertes Europa


"Maria ist der Stern einer neuen Evangelisierung unseres Kontinents. Wo sie Einfluss gewinnt, öffnen sich unauffällig und leise Türen – von Mensch zu Mensch, von Land zu Land. Nicht zuletzt: Sie öffnet Türen zu Gott, zum biblischen Gott, der uns in Jesus Christus als seine Kinder angenommen hat, der uns liebt und jedem Menschen eine einmalige Würde schenkt." (Quelle)

Die von Pater Josef Kentenich gegründete Schönstatt-Bewegung, die im Jahre 2014 ihr 100jähriges Bestehen feiern wird, nennt "zwölf konkrete Einsatzfelder" für Gläubige, um der Gottesmutter zu helfen, die "europäische Gesellschaft und Kultur von innen her im Geist des Christentums zu erneuern":

Glaube:
Einsatz für das Jahr des Glaubens, das Papst Benedikt XVI. ausgerufen hat.

Hoffnung:
In Krisen auch die Chance eines neuuen Anfangs sehen und wahrnehmen.

Liebe:
In Familie investieren, als Raum gelebter Gottes- und Nächstenliebe.

Reinheit:
Einsatz für die Jugend.

Dienen:
Fremde Not sehen und mutig anderen beistehen.

Gebet:
Um den Heiligen Geist in den Anliegen von Kirche und Welt bitten.

Treue:
Die persönliche Berufung leben und ihr treu bleiben.

Freiheit:
Am eigenen Charakter arbeiten und frei von Mainstream und Trends als überzeugte Christen Zeichen setzen.

Heiligkeit:
Das Erbarmen Gottes in den Sakramenten annehmen, dass er unsere Brüche heilen und uns heiligen kann.

Solidarität:
Mitverantwortung für das Wohl aller und für den rechten Umgang mit der Schöpfung wahrnehmen.

Einsatzfreude:
Als missionarische Christen durch unser Sein und Leben wirken.



Samstag, 13. April 2013

Fatima und das Rosenkranz-Gebet

Jeden 13. des Monats feiert die Kirche im Gedenken an die Erscheinungen der Gottesmutter Maria in Fatima im Jahre 1917 den "Fatima-Tag". In vielen Pfarreien werden aus diesem Anlass Andachten oder Einkehrtage gehalten. Papst Franziskus wurde an einem Fatima-Tag, nämlich am 13. März 2013, zum Nachfolger des hl. Petrus erwählt und wird sein Pontifikat der Muttergottes von Fatima weihen.



"Betet täglich den Rosenkranz,
um den Frieden für die Welt
und das Ende des Krieges zu erlangen!"

Gottesmutter Maria bei der ersten Erscheinung in Fatima
am 13. Mai 1917 zu den Seherkindern

Dienstag, 26. Februar 2013

Die göttliche Vorsehung - Grund zum Vertrauen


Gott sorgt für mich, was will ich sorgen?
Er ist mein Vater, ich sein Kind.
Er sorgt für heut', er sorgt für morgen,
so dass ich täglich Spuren find',
wie Gott die Seinen väterlich
erhält und schirmt. Gott sorgt für mich.


An die Gottesmutter Maria:

Ich bin Dein Kind geworden,
drum sorge ich mich nicht.
Die Mutter weiß am besten,
was ihrem Kind gebricht.
Ich fühle mich gborgen
an Deiner Mutterhand
wie ein verirrtes Kindlein,
das nun nach Hause fand...

Du weißt um meine Sünden,
wie ich gestrauchelt bin.
O geh mit meiner Reue
zu Deinem Sohne hin,
und hilf mir besser werden,
ich bin ja nun Dein Kind.
Zeig, dass Marienkinder
auch Gnadenkinder sind.
  

zitiert aus M. Uta Widmann: "Vollkommene Hingabe"; Schönstatt Verlag Vallendar; 1974

Zur Erinnerung zum Gebet für die Kardinäle, die demnächst im Konklave den neuen Papst wählen. Meine besondere Aufmerksamkeit soll dabei dem Schönstattpriester und Kardinal Errázuriz Ossa aus Chile gelten.


Foto: Schönstatt-Heiligtum Marienfried; © FW
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