Es gehört mehr Mut dazu,
ein guter Christ zu sein als ein schlechter.
aus: Weisheit des Herzens; Kernsprüche Adolf Kolpings, AD 1955 (s.Quellen)
Bild: Medaillon über dem Westportal der Basilika von Ottobeuren (eigenes Foto)
Wie der barmherzige Samariter müssen wir stets auf jeden achten, dem wir
begegnen, müssen zuhören, verstehen, helfen, um alle, die auf der Suche
nach der Wahrheit und dem Sinn des Lebens sind, zum Haus Gottes, zur
Kirche, zu führen, wo Hoffnung und Heil ist (vgl. Lk 10,29 – 37).
"Liebe Freunde, vergesst niemals, dass der erste Akt der Liebe Eurem Nächsten gegenüber darin besteht, den Ursprung unserer Hoffnung mitzuteilen: Wer nicht Gott gibt, gibt zu wenig! Jesus trägt seinen Aposteln auf: „Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe“ (Mt 28,19–20). Die Mittel, über die wir verfügen, um „Jünger zu machen“, sind vor allem die Taufe und die Katechese. Das heißt, dass wir die Menschen, die wir evangelisieren, zur Begegnung mit dem lebendigen Christus führen müssen, vor allem in Seinem Wort und in den Sakramenten: So werden sie an Ihn glauben, Gott erkennen und von Seiner Gnade leben können."
"Eine der erschreckendsten Krankheiten, die heute in der Kirche weit verbreitet sind, ist die Lethargie der Wächter des Glaubens in der Kirche.
Gebet zur Neu-EvangelisierungHerr Jesus Christus,
Sohn des allmächtigen Gottes, geboren
von der Jungfrau Maria und deshalb der
Bruder aller Menschen. Du lädst uns ein,
Dir zu glauben, auf Dich zu vertrauen,
mit Dir zu gehen und bei Dir zu bleiben
und so den Weg zu finden in die unendliche
und unzerstörbare Liebe Gottes,
Deines Vaters.
Wir danken Dir, dass Du am Kreuz
Deine Arme für alle ausgebreitet hast
und uns alle an Dich ziehst. Bei Dir und
mit Dir lernen wir glauben, hoffen und
lieben! Du zeigst uns, wie die „Tür des
Glaubens“ geöffnet werden kann. Du
sagst: „Hab keine Furcht! Glaube nur!“
Du tröstest und ermutigst uns, wenn
unser Glaube klein und schwach ist wie
ein Senfkorn.
Hilf uns in diesem Jahr des Glaubens,
dass aus diesem Senfkorn immer wieder
in der Gemeinschaft aller Glaubenden
ein großer Baum wächst, der Raum
gibt für die Vielfalt der Wege zu Gott,
Deinem Vater. Wir wissen: wir können
unseren Glauben und den Glauben der
Kirche nicht machen, es ist ein Geschenk
Deiner Gnade, dass wir glauben können.
Und um diese Gnade bitten wir Dich:
Stärke uns durch den Hl. Geist, dass wir
als Kirche überzeugend diesen Glauben
leben und so eine Einladung an alle
werden, Dich zu finden und mit Dir zu
gehen zum Vater. Lass uns in diesem
Jahr die Freude des Glaubens entdecken
und leben und miteinander bezeugen im
geistlichen Gespräch, im Gebet, in der
Feier der heiligen Geheimnisse. Mit den
Jüngern bitten wir: „Herr, stärke unseren
Glauben!“
Reinhard Kardinal Marx, Erzbischof
Das Schreien der Lämmer
(...) Wer aus meiner Generation (ich wurde während des Zweiten Vatikanums geboren) heute noch an Christus glaubt, ist seit Schülerzeiten hinreichend häresieerprobt. Ob in Religionsunterricht, Sonntagspredigt, Kommunion- und Firmkurs, ob in der Liturgie, Jugendgruppe, Frauengemeinschaft oder in der Kirchenzeitung, wir sind es gewohnt, dass Glaubens und Lehraussagen munter verdreht werden, verkürzt, bagatellisiert, durch kreative Auslegung ins Gegenteil verkehrt oder schlicht unterschlagen.
Aber haben uns diese „Memorandums“-Theologen beziehungsweise ihre geistigen Väter auf diese Weise zu einem tieferen Glauben an Christus geführt? Ganz im Gegenteil. Sie haben via Religionsunterricht in unsere Kinderseelen den Zweifel, nein schlimmer, sie haben den Unglauben gesät. (...)
Diese Saat ist millionenfach aufgegangen. Der deutsche Durchschnitts-Getaufte lässt heute den Papst einen guten Mann sein und gehorcht, wenn überhaupt, lieber eifrig den eigenen kleinen Gegen-Lehrämtern in Tübingen oder Münster, in deren theologischen Fakultäten man schließlich besser weiß, was Jesus wirklich wollte, als der Herr selbst. (...)
Da uns niemand mehr sagt, dass wir mit unserem persönlichen Leben vor Gott auch endgültig scheitern können, schlussfolgern wir, Erlösung nicht mehr nötig zu haben. Deshalb fassen wir die Gebote, auch die Kirchengebote, nur mehr als nette Empfehlung auf, gut gemeint, aber nichts, worüber man sich graue Haare wachsen lassen sollte. Das ist der Grund, warum die Kirchen leer geworden sind und die Beichtstühle noch leerer. Der Glaube ist futsch. Das ist die Krise! (...)
In dieser Not schlägt die Stunde der Laien und des Internets. Einzelne, vernetzt über Facebook, haben den Fehdehandschuh der Memorandums-Theologen zur Kenntnis genommen und spontan eine Petition „Pro Ecclesia“ an die Bischöfe verfasst, die von jedem unterzeichnet werden kann, der treu zur Kirche und zum Nachfolger Petri stehen will. Es ist auch das Internet, wo auf das Theologen-Memorandum in Stellungnahmen und Analysen von katholischen Journalisten und Theologen auf allerhöchstem Niveau geantwortet wird...
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| U.L.F. von Guadalupe, Mexico |
"Bittet ihn (Christus, den Hohepriester) also darum, daß er euch gewähre, ihn in seiner Liebe zu allen bis zum äußersten nachzuahmen, ohne die Fernstehenden und Sünder abzulehnen, so daß sie sich mit eurer Hilfe bekehren und den richtigen Weg einschlagen.
Bittet ihn, daß er euch lehre, den Kranken und den Armen einfach und großherzig ganz nahe zu sein. Stellt euch dieser Herausforderung unvoreingenommen und mit voller Kraft. Sie sei euch vielmehr eine bedeutungsvolle Weise, das menschliche Leben in Selbstlosigkeit und Dienst zu verwirklichen, und zwar als Zeugen des menschgewordenen Gottes, als Botschafter der höchsten Würde des Menschen und folglich seine bedingungslosen Verteidiger.
Auf seine Liebe gestützt, laßt euch nicht von einer Umgebung einschüchtern, in der man Gott ausschließen will und in der Macht, Besitz oder Vergnügen oft die Hauptkriterien sind, nach denen sich das Dasein richtet.
Es kann sein, daß man euch verachtet, wie es gewöhnlich denen widerfährt, die sich auf höhere Ziele berufen oder die Idole entlarven, vor denen heute viele auf den Knien liegen.
Das wird dann der Fall sein, wenn ein Leben, das tief in Christus verwurzelt ist, sich denen, die Gott, die Wahrheit und die Gerechtigkeit echt suchen, wirklich als eine Neuheit offenbart und sie nachdrücklich anzieht."
Papst Benedikt XVI. während des WJT in Madrid am 20.08.2011 an die Seminaristen

"Das ist die Botschaft dieser vorösterlichen Gnadenzeit: Wir sind gerufen zur Erneuerung in Jesus Christus. In weltlichen Institutionen ist immer wieder von notwendigen Reformen die Rede. Und manche übertragen unreflektiert das Schlagwort vom „Reformstau“ auf die Kirche.