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Mittwoch, 27. November 2013

Zum Nachdenken - Christsein



Es gehört mehr Mut dazu,
ein guter Christ zu sein als ein schlechter.




aus: Weisheit des Herzens; Kernsprüche Adolf Kolpings, AD 1955 (s.Quellen)



Bild: Medaillon über dem Westportal der Basilika von Ottobeuren (eigenes Foto)

Donnerstag, 21. November 2013

Zum Nachdenken - Mut




Wer Mut zeigt, macht Mut.




aus: Weisheit des Herzens; Kernsprüche Adolf Kolpings, AD 1955 (s.Quellen)



Freitag, 15. November 2013

Religiös unmusikalisch?

Ein befreundeter Priester, der im Ausland tätig war, berichtete von der wahrhaft beglückenden Erfahrung des Beichtehörens dort. Hier kann man die Gnade geradezu mit Händen greifen. Mit der Heilung von Taubstummen (Anm.: s. Messtexte unten) hat das deshalb etwas zu tun, weil beichten und losgesprochen werden die Wiederherstellung der Wahrnehmungsfähigkeit ist. Denn die Blockaden werden sanft und schnell gelöst. Aber nur, wenn Menschen das wollen.

Viele sagen: Aber entschuldigen Sie, Herr Professor, ich bin religiös unmusikalisch. Also treten Sie mir bitte mit diesen Dingen nicht zu nahe. Dem ist entgegenzuhalten, dass an den berühmten Wallfahrtsorten alle plötzlich in der Lage sind, zur Beichte zu gehen, eben weil alle gehen und weil es dazugehört, sodass sich niemand schämen muss.

Und was die Unmusikalität betrifft, auch damit habe ich Erfahrung. So haben meine Verwandten frühzeitig erklärt, ich sei unmusikalisch, weswegen man sich den Klavierunterricht sparte, den meine Schwester erhielt. Als ich später mit 54 Jahren die zisterziensische Gregorianik kennenlernte, war das ein tief greifendes Aha-Erlebnis, und ich habe seitdem immer wieder die heilende Kraft dieses wahrhaft therapeutischen Gesangs kennengelernt. Unmusikalisch? 

So gilt das mit Sicherheit für alle, die sich für religiös unmusikalisch halten oder sich schämen, ihre religiöse Begabung zu zeigen. Es kommt darauf an, den richtigen Augenblick nicht zu verschlafen. Das gilt auch sonst im Leben. Dann den Mut zu haben, Ja zu sagen. Ganz neue vielfältig bereichernde Möglichkeiten nicht zu verpassen.


Klaus Berger in "Die Tagespost", Donnerstag, 6. September 2012 Nr. 107

Zu den Lesungen am 23. Sonntag
im Jahreskreis (Lesejahr B)



Foto: Piano collection in the Musical Instrument Museum, Brussels, Belgium. Johann Andreas Stein, Augsburg, 1786, gemeinfrei

Dienstag, 16. April 2013

BXVI.: Evangelisierung mittels Taufe und Katechese

Wie der barmherzige Samariter müssen wir stets auf jeden achten, dem wir begegnen, müssen zuhören, verstehen, helfen, um alle, die auf der Suche nach der Wahrheit und dem Sinn des Lebens sind, zum Haus Gottes, zur Kirche, zu führen, wo Hoffnung und Heil ist (vgl. Lk 10,29 – 37).

Liebe Freunde, vergeßt nie, daß die erste Liebestat, die ihr dem Nächsten tun könnt, darin besteht, die Quelle unserer Hoffnung mit ihm zu teilen: Wer nicht Gott gibt, gibt zu wenig! Jesus fordert seine Apostel auf: "Geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe" (Mt 28,19–20).

Die Mittel, die wir haben, um Menschen "zu Jüngern zu machen", sind in erster Linie die Taufe und die Katechese. Das heißt, daß wir die Personen, die wir evangelisieren, zur Begegnung mit dem lebendigen Christus führen müssen, insbesondere in seinem Wort und in den Sakramenten: So können sie an ihn glauben, Gott kennenlernen und aus seiner Gnade heraus leben.

Ein jeder sollte sich fragen: Hatte ich jemals den Mut, Jugendlichen die Taufe vorzuschlagen, wenn sie diese noch nicht empfangen haben? Habe ich jemanden eingeladen, einen Weg zur Entdeckung des christlichen Glaubens zu gehen? Liebe Freunde, habt keine Angst, euren Altersgenossen die Begegnung mit Christus anzubieten. Betet zum Heiligen Geist: Er wird euch immer mehr in die Kenntnis und in die Liebe Christi einführen und wird euch kreativ machen in der Weitergabe des Evangeliums.


Papst em. Benedikt XVI., Botschaft zum 28. Weltjugendtag 2013



Foto: Taufbecken Praemonstratenser-Abtei St. Johann, DU-Hamborn; FW

Sonntag, 20. Januar 2013

Nur die Heiligen heilen die Welt


 















 

Nur die Heiligen heilen die Welt,
Durch die Eiligen wird sie entstellt, 
Durch die Hassenden wird sie zerstört,
Durch die Prassenden wird sie entleert.
Die nur Flüchtigen retten sie nicht,
Und die Süchtigen löschen das Licht.

Die still Tragenden bauen das Haus,
Die Entsagenden schmücken es aus.
Die Gott Dienenden segnen die Zeit,
Und die Sühnenden tilgen das Leid.
Dich zu beteiligen bist du bestellt,
Tritt zu den Heiligen, heile die Welt!


Anton Walter



Bild: Krönung Mariens; Fra Angelico (1395–1455)

Mittwoch, 9. Januar 2013

Mut zum Widerspruch: Sich-schlagen-Lassen für den Glauben der Kirche

"Die Demut des Glaubens, des Mitglaubens mit dem Glauben der Kirche aller Zeiten wird immer wieder in Konflikt geraten mit der herrschenden Klugheit derer, die sich ans scheinbar Sichere halten.

Wer den Glauben der Kirche lebt und verkündet, steht in vielen Punkten quer zu den herrschenden Meinungen gerade auch in unserer Zeit. Der heute weithin bestimmende Agnostizismus hat seine Dogmen und ist höchst intolerant gegenüber all dem, was ihn und seine Maßstäbe in Frage stellt.

Deshalb ist der Mut zum Widerspruch gegen die herrschenden Orientierungen für einen Bischof heute besonders vordringlich. Er muß tapfer sein. Und Tapferkeit besteht nicht im Dreinschlagen, in der Aggressivität, sondern im Sich-schlagen-Lassen und im Standhalten gegenüber den Maßstäben der herrschenden Meinungen.

Der Mut des Stehenbleibens bei der Wahrheit ist unausweichlich von denen gefordert, die der Herr wie Schafe unter die Wölfe schickt. „Wer Gott fürchtet, zittert nicht“, sagt das Buch Jesus Sirach (34,16). Gottesfurcht befreit von der Menschenfurcht. Sie macht frei."





Bild: Ausschnitt aus einem Mosaik der Rosenkranzbasilika in Lourdes

Samstag, 15. Dezember 2012

Priesterkleidung

Ein Leserbrief von Pater Rodrigo Kahl OP


(...) Die Priesterkleidung – ich spreche von der Soutane und der Ordenskutte – ist ein Kommunikationsmittel ersten Ranges. Nach jeder etwas längeren Reise mit der Deutschen Bahn kehrt der Priester beschenkt nach Hause zurück. Wieso beschenkt? Weil ihn die Reaktionen der Menschen unterwegs von der Wichtigkeit und Sinnhaftigkeit des eigenen Berufs erneut überzeugt haben.

Nicht nur Gespräche sind es, zu denen es fast immer (!) kommt, sondern auch vielfache andere Signale von Interesse und Dankbarkeit bezeugen klar, daß ein Mensch in dieser (!) Kleidung irgendetwas in den Mitreisenden anspricht. Um das zu erfahren, genügt schon ein Gang durch den Großraumwagen der Bahn. Natürlich gibt es auch Gleichgültigkeit. Aggressivität kommt äußerst selten vor. Aber auch wenn so etwas häufiger wäre, würde das nicht ebenfalls zum priesterlichen Verständnis beitragen? Muß es nicht auch Widerspruch geben?

Noch intensiver lassen sich Erfahrungen beim Autostopp machen, der gewiß nicht jedermanns Sache ist. Ich empfehle jedem priesterlichen Mitbruder, der Zweifel am Sinn seines Berufes hat, die Soutane anzuziehen und einmal von Hamburg nach München oder von Köln nach Berlin zu trampen. Er wird mit Menschen in Kontakt kommen, die noch nie in ihrem Leben in einem Pfarrhaus oder an einer Klosterpforte waren. Für nicht wenige ist es überhaupt das einzige Mal im Leben, daß sie mit einem katholischen Geistlichen sprechen. Es sind also keineswegs nur die guten Katholiken, die den Priester (in Soutane oder Kutte) im Auto mitnehmen. Nein, es sind Menschen jeder Konfession und Weltanschauung, die für eine solche Stunde im Auto dankbar sind, bei denen nicht sie, sondern der Priester derjenige ist, der etwas erbittet. Und er wird tatsächlich beschenkt, nicht nur daß er soundso viel Kilometer mitgenommen wird, sondern daß er in seinem priesterlichen Beruf gefragt, gefordert und bestätigt wird. „Es wird immer Menschen geben, die für Dein Priestertum dankbar sein werden“ schrieb mir die Lehrerin zur Primiz, bei der ich als Kind eingeschult worden war.

Es gibt Gegenden, wo man den Eindruck der absoluten Abwesenheit des Christentums hat, so als habe es das nie gegeben. In einem Bus – irgendwo zwischen Eisleben und Halle – setzt sich ein etwa Siebzehnjähriger neben einen Mann, der eine Mönchskutte trägt. Fragen und Gegenfragen. Es stellt sich heraus, daß der junge Mann noch nie in seinem Leben auch nur ein einziges Gebet gesprochen hat. Aber Fragen brachen in ihm auf, als er den Mitfahrenden in dieser Kleidung sah. – Wenn ich Bischof von Magdeburg wäre, würde ich meine Priester ermutigen, die Soutane zu tragen: ab und zu, etwa an Sonntagen, warum nicht auch grundsätzlich immer? Die Soutane in Sachsen-Anhalt? Ein unvorstellbarer Gedanke! Wirklich? Vielleicht hat sie aber dort einen noch fruchtbareren Boden als in durch und durch katholisch geprägten Landschaften wie Vorarlberg, Tirol oder Oberbayern. Die Namen all dieser Länder sind austauschbar.

Die Soutane ist das eigentliche Kleid des Priesters. Das schmucke Silberkreuzchen am dunklen Anzug macht zwar auch den Priester erkennbar, ist aber in keiner Weise mit der Soutane als dem Zeichen der Weihe an Gott vergleichbar. Es geht eben nicht nur um die Erkennbarkeit auf der Straße, sondern darum, die Weihe an Gott im Zeichen zu leben. Das gilt auch dann, wenn der Priester allein ist. Für manche Situationen bietet sie sich geradezu an. Am Morgen beim Breviergebet von Matutin und Laudes, vor dem Kreuz, in guter Haltung. Jeder merkt, daß das Beten besser wird. Auch bei der Heiligen Lesung, oder wenn der Priester – besonders an Sonn- und Feiertagen – die Mahlzeit einnimmt: warum dann nicht die Kleidung tragen, die nach wie vor die eigentliche des Priesters ist: die Soutane? Warum nicht bei Einladungen, bei Hausbesuchen? Wir Priester müssen etwas tun gegen die zersetzende Säkularisierung unseres heiligen Berufes. Unsere Weihe an Gott in diesem Zeichen zu leben, hilft uns und den Menschen.



"Die Tagespost", 13.12.2012
Mit freundlicher Genehmigung des Verfassers


Weiteres zum Thema Priestertum:



Dienstag, 20. November 2012

Ziel der Evangelisation: die Begegnung mit dem lebendigen Christus

Botschaft zum Weltjugendtag 2013:
„Geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern“ (Mt 28, 19)

"Liebe Freunde, vergesst niemals, dass der erste Akt der Liebe Eurem Nächsten gegenüber darin besteht, den Ursprung unserer Hoffnung mitzuteilen: Wer nicht Gott gibt, gibt zu wenig! Jesus trägt seinen Aposteln auf: „Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe“ (Mt 28,19–20). Die Mittel, über die wir verfügen, um „Jünger zu machen“, sind vor allem die Taufe und die Katechese. Das heißt, dass wir die Menschen, die wir evangelisieren, zur Begegnung mit dem lebendigen Christus führen müssen, vor allem in Seinem Wort und in den Sakramenten: So werden sie an Ihn glauben, Gott erkennen und von Seiner Gnade leben können."

Papst Benedikt XVI.in der Botschaft zum 28. WJT, datiert vom 18.10.2012, veröffentlicht am 16.11.2012
Quelle: "Die Tagespost", Übersetzung aus dem Italienischen von Claudia Reimüller




Freitag, 16. November 2012

Hilferuf der Gläubigen

Fortsetzung von HIER

Dietrich von Hildebrand in "Der verwüstete Weinberg", S. 18/19

"Ganz besonders empörend aber ist es, wenn gewisse Bischöfe, die diese Lethargie gegenüber den Häretikern an den Tag legen, gegen die Gläubigen, die für Orthodoxie kämpfen, die das tun, was sie selbst tun sollten, eine rigorose autoritative Haltung einnehmen.

So konnte ich einen Brief von hoher Stelle lesen, der an eine Gruppe, die heroisch für den wahren Glauben, für die reine wahre Lehre der Kirche und für das Papsttum gegen die Häretiker eintritt, die also die „Feigheit" der Guten, von der Don Bosco spricht, überwunden hat und die größte Freude für die Bischöfe sein müsste - gerichtet war. Darin hieß es: als gute Katholiken haben Sie keine andere Aufgabe, als sich gehorsam an alle Verfügungen Ihres Bischofs zu halten.

Diese Auffassung des „guten" Katholiken ist besonders überraschend in einer Zeit, in der fortwährend die Mündigkeit des modernen Laien betont wird. Sie ist aber auch völlig falsch, weil das, was für Zeiten passt, in denen keine Häresien in der Kirche vorkommen, ohne sofort von Rom verurteilt zu werden - nicht zutrifft und gewissenlos wäre in einer Zeit, in der die Häresien unverurteilt ihr Unwesen in der Kirche treiben - und auch Bischöfe von ihnen angekränkelt sind, ohne abgesetzt zu werden.

Sollten etwa in der Zeit des Arianismus, in der die Mehrzahl der Bischöfe Arianer waren, die Gläubigen, statt gegen diese Häresie anzukämpfen, sich darauf beschränken, brav und gehorsam den Verfügungen dieser Bischöfe zu folgen? Ist nicht die Treue zur wahren Lehre der Kirche der Ergebenheit gegenüber dem Bischof übergeordnet? Ist es nicht gerade kraft des Gehorsams gegenüber den vom kirchlichen Lehramt empfangenen Glaubensinhalten, dass die wahren Gläubigen sich zur Wehr setzen?

Erwartet man von dem Gläubigen, er brauche sich nicht darum zu kümmern, wenn Dinge in Predigten verkündet werden, die mit der Lehre der Kirche völlig unverträglich sind - wenn Theologen in ihrer Lehrtätigkeit belassen werden, die behaupten: die Kirche müsse den Pluralismus akzeptieren, es gebe kein Fortleben nach dem Tode, oder die leugnen, dass Promiskuität eine Sünde sei, ja sogar die offen zur Schau getragene Immoralität dulden - wobei sie ein klägliches Maß von Unverständnis für die urchristliche Tugend der Reinheit an den Tag legen?

Das Geschwätz der Häretiker - Priester und Laien - wird toleriert, die Vergiftung der Gläubigen schweigend hingenommen - aber den treuen Gläubigen, die für Orthodoxie eintreten (die doch die Herzensfreude der Bischöfe sein sollten, ihr Trost, ihre Stärkung für die Überwindung ihrer eigenen Lethargie) will man den Mund schließen, sie werden als Ruhestörer empfunden, ja wenn sie sich in ihrem Eifer zu Taktlosigkeiten oder Übertreibungen hinreißen lassen - so werden sie sogar suspendiert.

Dies zeigt auch deutlich die Feigheit, die hinter dem Nichtgebrauch der Autorität steckt. Die Orthodoxen sind nicht zu fürchten. Sie verfügen nicht über die Massenmedien, die Presse, sie sind nicht Vertreter der öffentlichen Meinung. Und wegen ihrer Ergebenheit gegenüber den kirchlichen Autoritäten werden die Kämpfer für Orthodoxie nie so aggressiv werden, wie die sogenannten Progressisten. Wenn man sie maßregelt, riskiert man nicht, von der liberalen Presse angegriffen und als reaktionär verschrien zu werden..."

(s. Quellen)

Die Zeichen der Zeit erkennen - Lethargie der Glaubenswächter


"Eine der erschreckendsten Krankheiten, die heute in der Kirche weit verbreitet sind, ist die Lethargie der Wächter des Glaubens in der Kirche.

Ich denke hier nicht an jene Bischöfe, die Mitglieder der „Fünften Kolonne" sind, die die Kirche von innen her zerstören oder in etwas ganz anderes umwandeln wollen, was der Zerstörung der wahren Kirche gleichkommt.

Ich denke an die viel zahlreicheren Bischöfe, die keinerlei solche Intentionen haben, die aber, wenn es sich um das Einschreiten gegen häretische Theologen oder Pfarrer handelt oder gegen eine blasphemische Verunstaltung des Kultes - keinerlei Gebrauch von ihrer Autorität machen.

Sie schließen entweder die Augen und versuchen durch eine Vogelstrauß-Politik die schweren Missstände zu ignorieren sowie den Appell, der an ihre Pflicht einzugreifen ergeht.

Oder aber sie fürchten, von der Presse oder den Massenmedien angegriffen und als reaktionär, engherzig, mittelalterlich verschrien zu werden. Sie fürchten die Menschen mehr als Gott. Von ihnen gilt das Wort des heiligen Don Bosco: „Die Macht der Bösen lebt von der Feigheit der Guten".

Gewiss, die Lethargie der Inhaber einer autoritativen Stellung ist eine auch außerhalb der Kirche weit verbreitete Zeitkrankheit. Man findet sie bei den Eltern, bei Präsidenten von Universitäten, Colleges und unzähligen anderen Organisationen, bei Richtern, Staatsoberhäuptern u. a.

Aber dass diese Krankheit auch in die Kirche eingedrungen ist, ist eines jener furchtbaren Symptome dafür, dass der Kampf gegen den Geist der Welt unter dem Schlagwort des „aggiornamento" durch ein Mitschwimmen mit dem Zeitgeist ersetzt worden ist.

Man muss an den Mietling denken, der seine Herde den Wölfen überlässt – wenn man an die Lethargie so vieler Bischöfe und Ordensoberen denkt, die selbst noch orthodox (1) sind, aber nicht den Mut haben, gegen die flagrantesten Häresien und Missbräuche aller Art in ihren Diözesen oder in ihrem Orden einzuschreiten."


(1) Wir verstehen unter orthodox den Glauben an die unverfälschte offizielle Lehre der Heiligen Kirche, die die vom Heiligen Geist beschützte authentische geoffenbarte Wahrheit darstellt. In keiner Weise meint der Ausdruck orthodox die Zugehörigkeit zur schismatischen östlichen Kirche.

aus: Dietrich von Hildebrand, Der verwüstete Weinberg; AD 1973; S. 17f (s. Quellen)


Fortsetzung HIER



Sonntag, 7. Oktober 2012

Gebet zum Jahr des Glaubens (1)

Gebet zur Neu-Evangelisierung
(z. B. vor der Schriftlesung):

Himmlischer Vater,

Gieße Deinen Heiligen Geist in meine Seele ein, um mich von diesen Worten der Heiligen Schrift inspirieren zu lassen.

Erwecke in meiner Seele den Wunsch, meinen Glauben zu erneuern und meine Beziehung zu Deinem Sohn, unseren Herrn Jesus Christus, zu vertiefen, so dass ich Seine Frohe Botschaft wirklich zu  glauben und zu leben vermag.

Öffne mein Herz, um das Evangelium zu hören und schenke mir den Mut, die Frohe Botschaft anderen zu verkünden.

Gieße Deinen Geist aus, so dass ich gestärkt werden möge, um hinaus zu gehen und das Evangelium im meinem täglichen Leben durch Worte und Taten zu bezeugen.

In Momenten des Zögerns erinnere mich:

Wenn nicht ich, wer wird dann das Evangelium verkünden?

Wenn nicht jetzt, wann wird dann das Evangelium verkündet werden?

Wenn nicht die Wahrheit des Evangeliums, was Anderes sollte ich dann verkündigen?

Gott, unser Vater, ich bitte Dich, lass mich durch den Heiligen Geist den Ruf der Neu-Evangelisierung hören, meinen Glauben zu vertiefen, mit noch mehr Mut das Evangelium zu verkünden und Zeugnis abzulegen von der rettenden Gnade Deines Sohnes, Jesus Christus, der mit Dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes, EIN Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.




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Gebet zum Jahr des Glaubens (2)

von Reinhard Kardinal Marx,
Erzbischof von München und Freising

Herr Jesus Christus,
Sohn des allmächtigen Gottes, geboren
von der Jungfrau Maria und deshalb der
Bruder aller Menschen. Du lädst uns ein,
Dir zu glauben, auf Dich zu vertrauen,
mit Dir zu gehen und bei Dir zu bleiben
und so den Weg zu finden in die unendliche
und unzerstörbare Liebe Gottes,
Deines Vaters.

Wir danken Dir, dass Du am Kreuz
Deine Arme für alle ausgebreitet hast
und uns alle an Dich ziehst. Bei Dir und
mit Dir lernen wir glauben, hoffen und
lieben! Du zeigst uns, wie die „Tür des
Glaubens“ geöffnet werden kann. Du
sagst: „Hab keine Furcht! Glaube nur!“
Du tröstest und ermutigst uns, wenn
unser Glaube klein und schwach ist wie
ein Senfkorn.

Hilf uns in diesem Jahr des Glaubens,
dass aus diesem Senfkorn immer wieder
in der Gemeinschaft aller Glaubenden
ein großer Baum wächst, der Raum
gibt für die Vielfalt der Wege zu Gott,
Deinem Vater. Wir wissen: wir können
unseren Glauben und den Glauben der
Kirche nicht machen, es ist ein Geschenk
Deiner Gnade, dass wir glauben können.

Und um diese Gnade bitten wir Dich:
Stärke uns durch den Hl. Geist, dass wir
als Kirche überzeugend diesen Glauben
leben und so eine Einladung an alle
werden, Dich zu finden und mit Dir zu
gehen zum Vater. Lass uns in diesem
Jahr die Freude des Glaubens entdecken
und leben und miteinander bezeugen im
geistlichen Gespräch, im Gebet, in der
Feier der heiligen Geheimnisse. Mit den
Jüngern bitten wir: „Herr, stärke unseren
Glauben!“


Reinhard Kardinal Marx, Erzbischof



Donnerstag, 30. August 2012

Sie haben den Unglauben gesät...

Nochmals die Bitte um Gebetsunterstützung für Hedwig Freifrau von Beverfoerde, die heute Abend ab 22:15 Uhr in der ZDF-Talk-Show "maybrit illner" zum Thema "gleichgeschlechtliche Lebens-partnerschaften"  Stellung beziehen und die damit verbundene Problematik aus katholischer Pespektive darstellen wird (Infos hier).

Update: Besagte Sendung auf youtube: bitte HIER klicken! 

Hedwig Freifrau von Beverfoerde in einem lesenswerten Artikel für VATICANmagazin 3/2011 anlässlich des Theologen-Memorandums und der Initiative Petition "Pro Ecclesia":

Das Schreien der Lämmer

(...) Wer aus meiner Generation (ich wurde während des Zweiten Vatikanums geboren) heute noch an Christus glaubt, ist seit Schülerzeiten hinreichend häresieerprobt. Ob in Religionsunterricht, Sonntagspredigt, Kommunion- und Firmkurs, ob in der Liturgie, Jugendgruppe, Frauengemeinschaft oder in der Kirchenzeitung, wir sind es gewohnt, dass Glaubens und Lehraussagen munter verdreht werden, verkürzt, bagatellisiert, durch kreative Auslegung ins Gegenteil verkehrt oder schlicht unterschlagen.

Aber haben uns diese „Memorandums“-Theologen beziehungsweise ihre geistigen Väter auf diese Weise zu einem tieferen Glauben an Christus geführt? Ganz im Gegenteil. Sie haben via Religionsunterricht in unsere Kinderseelen den Zweifel, nein schlimmer, sie haben den Unglauben gesät. (...)

Diese Saat ist millionenfach aufgegangen. Der deutsche Durchschnitts-Getaufte lässt heute den Papst einen guten Mann sein und gehorcht, wenn überhaupt, lieber eifrig den eigenen kleinen Gegen-Lehrämtern in Tübingen oder Münster, in deren theologischen Fakultäten man schließlich besser weiß, was Jesus wirklich wollte, als der Herr selbst. (...)

Da uns niemand mehr sagt, dass wir mit unserem persönlichen Leben vor Gott auch endgültig scheitern können, schlussfolgern wir, Erlösung nicht mehr nötig zu haben. Deshalb fassen wir die Gebote, auch die Kirchengebote, nur mehr als nette Empfehlung auf, gut gemeint, aber nichts, worüber man sich graue Haare wachsen lassen sollte. Das ist der Grund, warum die Kirchen leer geworden sind und die Beichtstühle noch leerer. Der Glaube ist futsch. Das ist die Krise! (...)

In dieser Not schlägt die Stunde der Laien und des Internets. Einzelne, vernetzt über Facebook, haben den Fehdehandschuh der Memorandums-Theologen zur Kenntnis genommen und spontan eine Petition „Pro Ecclesia“ an die Bischöfe verfasst, die von jedem unterzeichnet werden kann, der treu zur Kirche und zum Nachfolger Petri stehen will. Es ist auch das Internet, wo auf das Theologen-Memorandum in Stellungnahmen und Analysen von katholischen Journalisten und Theologen auf allerhöchstem Niveau geantwortet wird...



+      +      +

Gebetsaufruf!

Heute Abend wird Hedwig Freifrau von Beverfoerde in der Talk-Show "maybrit illner" die Position der katholischen Kirche vertreten. Sie ist Sprecherin der Initiative Familienschutz und engagierte Katholikin.

"maybrit illner" (infos HIER)
 Donnerstag, 30. August 2012, 22.15 Uhr im ZDF

Wir wollen sie durch Gebet unterstützen und wünschen ihr, dass sie zur richtigen Zeit die richtigen Worte finden möge!


Komm, Schöpfer Geist, kehr bei uns ein,
besuch das Herz der Kinder dein:
die deine Macht erschaffen hat,
erfülle nun mit deiner Gnad.

Der du der Tröster wirst genannt,
vom höchsten Gott ein Gnadenpfand,
du Lebensbrunn, Licht, Lieb und Glut,
der Seele Salbung, höchstes Gut.

O Schatz, der siebenfältig ziert,
O Finger Gottes, der uns führt,
Geschenk, vom Vater zugesagt,
du, der die Zungen reden macht.


Zünd an in uns des Lichtes Schein,
gieß Liebe in die Herzen ein,
stärk unsres Leibs Gebrechlichkeit
mit deiner Kraft zu jeder Zeit.

Treib weit von uns des Feinds Gewalt,
in deinem Frieden uns erhalt,
daß wir, geführt von deinem Licht,
in Sünd und Elend fallen nicht.

Den Vater auf dem ew'gen Thron
lehr uns erkennen und den Sohn;
dich, beider Geist, sei'n wir bereit
zu preisen gläubig alle Zeit.

Update: Besagte Sendung auf youtube: bitte HIER klicken!

Sonntag, 12. August 2012

Herzlich Willkommen, Familie Theurer!

Andreas Theurer im Interview mit kath.net über seine Konversion zum katholischen Glauben:

 "Diese Entscheidung (...) ist das Ergebnis einer jahrelangen Beschäftigung mit den kirchentrennenden Lehren, die mich schließlich zu der Einsicht geführt hat, dass an allen strittigen Punkten die katholische Lehre mit dem Glauben der Apostel übereinstimmt. Irgendwann kam ich dann zu dem Punkt, an dem mir klar wurde, dass es für mich keinen Grund mehr gibt, nicht katholisch zu werden und dann musste ich natürlich auch endlich einmal die Konsequenz ziehen."

(...) zum lutherischen Bekenntnis (gehört) auch die Auffassung, dass die Alte Kirche rechtgläubig war! Da fände ich es schon interessant, ob und wie man die inhaltlichen Vorwürfe gegen mein Buch begründen will, beispielsweise hinsichtlich der Heiligen- und Marienverehrung, von der ja inzwischen historisch nachgewiesen ist, dass sie zum Glauben der Alten Kirche dazugehörte."

Sein Buch:
 "Warum werden wir nicht katholisch? 
Denkanstöße eines evangelisch-lutherischen Pfarrers",
Dominus Verlag

Auch Herr Theurers Ehefrau Gudrun will zur katholische Kirche übertreten.

Beiden ein herzliches Willkommen!


Weitere Beiträge zum Thema:

Montag, 30. Juli 2012

Maria, Mutter des Lebens

U.L.F. von Guadalupe, Mexico
O Maria,
Morgenröte der neuen Welt,
Mutter der Lebendigen,
Dir vertrauen wir die Sache des Lebens an:
o Mutter, blicke auf die grenzenlose Zahl von Kindern,
denen verwehrt wird, geboren zu werden,
von Armen, die es schwer haben zu leben,
von Männern und Frauen, die Opfer unmenschlicher Gewalt wurden,
von Alten und Kranken, die aus Gleichgültigkeit
oder angeblichem Mitleid getötet wurden.

Bewirke, daß alle,
die an deinen Sohn glauben,
den Menschen unserer Zeit
mit Freimut und Liebe
das Evangelium vom Leben verkünden können.

Vermittle ihnen die Gnade, es anzunehmen als je neues Geschenk
die Freude, es über ihr ganzes Dasein hinweg in Dankbarkeit zu feiern,
und den Mut, es mit mühseliger Ausdauer zu bezeugen,
um zusammen mit allen Menschen guten Willens
die Zivilisation der Wahrheit und der Liebe zu errichten,
zum Lob und zur Herrlichkeit Gottes,
des Schöpfers und Freundes des Lebens.
Amen.

Papst Johannes Paul II.
(Schluß der Enzyklika Evangelium vitae vom 25. März 1995 )


Das Bild von Guadalupe: Der übernatürliche Ursprung des Bildes (kath-info)

Mittwoch, 11. Juli 2012

THE WORLD NEEDS HEROES



"Bittet ihn (Christus, den Hohepriester) also darum, daß er euch gewähre, ihn in seiner Liebe zu allen bis zum äußersten nachzuahmen, ohne die Fernstehenden und Sünder abzulehnen, so daß sie sich mit eurer Hilfe bekehren und den richtigen Weg einschlagen.
Bittet ihn, daß er euch lehre, den Kranken und den Armen einfach und großherzig ganz nahe zu sein. Stellt euch dieser Herausforderung unvoreingenommen und mit voller Kraft. Sie sei euch vielmehr eine bedeutungsvolle Weise, das menschliche Leben in Selbstlosigkeit und Dienst zu verwirklichen, und zwar als Zeugen des menschgewordenen Gottes, als Botschafter der höchsten Würde des Menschen und folglich seine bedingungslosen Verteidiger.

Auf seine Liebe gestützt, laßt euch nicht von einer Umgebung einschüchtern, in der man Gott ausschließen will und in der Macht, Besitz oder Vergnügen oft die Hauptkriterien sind, nach denen sich das Dasein richtet.

Es kann sein, daß man euch verachtet, wie es gewöhnlich denen widerfährt, die sich auf höhere Ziele berufen oder die Idole entlarven, vor denen heute viele auf den Knien liegen.
Das wird dann der Fall sein, wenn ein Leben, das tief in Christus verwurzelt ist, sich denen, die Gott, die Wahrheit und die Gerechtigkeit echt suchen, wirklich als eine Neuheit offenbart und sie nachdrücklich anzieht."

Papst Benedikt XVI. während des WJT in Madrid am 20.08.2011 an die Seminaristen

Montag, 18. Juni 2012

Beten für Erzbischof Zollitsch


Am kommenden Donnerstag, den 21. Juni 2012, wird sich Erzbichof Dr. Robert Zollitsch mit Initiatoren des Freiburger Ungehorsam-Bekenntnisses vom Mai 2012 treffen, das inzwischen fast 200 von insgesamt grob 1250 Priestern und Diakonen des Erzbistums Freiburg unterzeichnet haben.



Beten wir für Erzbischof Zollitsch und alle anderen Bischöfe, dass sie die richtigen Worte finden und mutig den Willen Gottes und die Lehre der Kirche darlegen und verteidigen mögen.


Weiteres zum Thema: 
Aus gegebenem Anlass...
Nochmals zum Thema Ehe nach christlichem Verständnis... 
Aus dem Hirtenwort des (ehem.) Erzbischofs von Zagreb, Franjo Kuharic, AD1973: Die Wahrheit wird euch frei machen
Wiederverheiratete Geschiedene und Zulassung zum Kommunionempfang
Schreiben er Kongregation für die Glaubenslehre an die Bischöfe über den Kommunionempfang von wiederverheirateten Geschiedenen vom 14.09.1994

Foto: Schwarzwälder; Wikimedia commons


supported by:
Ultramontan: Oremus pro Roberto episcopo.

Ihr Bischöfe, habt Mut!

"Was das Bekenntnis des Glaubens anbelangt, so gehört dieses, wie Ihr wißt, zu den ersten Pflichten des Bischofs. „Ich habe mich der Pflicht nicht entzogen“, sagt der heilige Paulus in Milet zu den Hirten der Kirche von Ephesus, „euch den ganzen Willen Gottes zu verkünden“ (Apg 20, 27).

Es ist wahr, daß wir Bischöfe mit Bedacht handeln müssen. Aber solche Umsicht darf uns nicht daran hindern, Gottes Wort in aller Klarheit darzulegen – auch jene Punkte, die man meist weniger gern hört oder die mit Sicherheit Reaktionen des Protestes, mitunter auch Spott und Hohn hervorrufen.

Ihr, liebe Brüder im Hirtenamt, wißt es selbst am besten: Es gibt Themen – im Bereich der Glaubenswahrheit und vor allem im Bereich der Sittenlehre –, die in Euren Diözesen in Katechese und Verkündigung nicht ausreichend präsent sind, die manchmal, zum Beispiel in der pfarrlichen oder verbandlichen Jugendpastoral, gar nicht oder nicht eindeutig im Sinn der Kirche zur Sprache kommen.

Das ist Gott sei Dank nicht überall der Fall. Aber vielleicht fürchten die mit der Verkündigung Beauftragten hier und da, die Menschen könnten sich abwenden, wenn klar gesprochen wird. Dabei lehrt die Erfahrung beinah überall, daß genau das Gegenteil wahr ist.

Macht Euch keine Illusionen. Eine katholische Glaubensunterweisung, die verstümmelt angeboten wird, ist ein Widerspruch in sich und kann auf die Dauer nicht fruchtbar sein. Die Verkündigung des Reiches Gottes geht immer Hand in Hand mit der Forderung nach Umkehr und ebenso mit der Liebe, die Mut macht, die den Weg weist, die begreifen lehrt, daß mit Gottes Gnade auch das scheinbar Unmögliche möglich ist.

Überlegt, in welcher Form nach und nach der Religionsunterricht, die Katechese auf den verschiedenen Ebenen und die Predigt in dieser Hinsicht verbessert, vertieft und sozusagen vervollständigt werden können. Nützt dabei bitte mit allem Eifer das Kompendium und den Katechismus der Katholischen Kirche selbst.

Sorgt dafür, daß alle Priester und Katecheten dieses Werkzeug verwenden, daß es in den Pfarren, Verbänden und Bewegungen erklärt, in Glaubensrunden besprochen und in den Familien als wichtige Lektüre zur Hand genommen wird. Gebt in den Ungewißheiten dieser Zeit und Gesellschaft den Menschen die Gewißheit des unverkürzten Glaubens der Kirche.

Die Klarheit und Schönheit des katholischen Glaubens sind es, die das Leben der Menschen auch heute hell machen! Dies wird besonders dann der Fall sein, wenn er von begeisterten und begeisternden Zeugen vorgelegt wird."




Hervorhebungen in Fettdruck durch Administrator


Jugend-Katechismus YOUCAT (bitte HIER klicken!)

Katechismus der Katholischen Kirche (KKK) (bitte HIER klicken!)

Kompendium zum KKK (bitte HIER klicken!)

Bild: Christus Pantokrator, wikimedia

Mittwoch, 25. April 2012

Weils so schön war...

und jetzt langsam wärmer wird...


En Afghanistan, les légionnaires l'appellent... von lefigaro

...und vielleicht kennen es ja einige (neue) Leser noch nicht...
(Im Auftrag seiner Majestät vom 07. September 2011)

Samstag, 25. Februar 2012

Die wahre Reform: Erneuerung in Jesus Christus

"Das ist die Botschaft dieser vorösterlichen Gnadenzeit: Wir sind gerufen zur Erneuerung in Jesus Christus. In weltlichen Institutionen ist immer wieder von notwendigen Reformen die Rede. Und manche übertragen unreflektiert das Schlagwort vom „Reformstau“ auf die Kirche.

Dabei merken sie nicht, dass sie dadurch den Tempel Gottes entweihen und die Kirche Jesu Christi verweltlichen. Die Kirche aber muss heilig werden, indem nicht die Welt, sondern Gott ihr Maß ist. Mit der Unterwerfung kirchlicher Einrichtungen und Lehren unter den Zeitgeist kann man keine neue Glaubwürdigkeit vor der Welt gewinnen.

Es gibt jedoch Reformbedarf; aber der liegt bei uns. Bauen wir den Reformstau vor der eigenen Haustür ab, indem wir die Gebote Gottes und die Weisungen der Kirche treu und freudig erfüllen. Sie wollen uns nicht ärgern oder gängeln, sondern dienen unserem Heil, auch wenn uns Bequemlichkeit und Unlust manchmal das Gegenteil vorgaukeln.

Neue Glaubenskraft und der Wagemut zur Neuevangelisierung werden wach, wenn wir den persönlichen Reformstau vor der Tür unseres Herzens abbauen, wenn wir Lauheit und Kälte in unserer Gottesliebe überwinden.

Werden wir stark im Glauben und sicherer in der Hoffnung! Übertreffen wir einander in der Liebe zu Gott und zum Nächsten."


aus dem Hirtenbrief zur Fastenzeit 2012 von Bischof Gerhard Ludwig Müller (Bistum Regensburg)






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