Mittwoch, 8. Oktober 2014

Erzbischof Gänswein: Mut zur Wahrheit

"Die Kirche muss den Mut haben, ihre Überzeugungen zum Ausdruck zu bringen, sonst würde sie keinen Dienst an der Wahrheit leisten."

Erzbischof Georg Gänswein, Präfekt des päpstlichen Hauses am 07.10.2014 im Interview (via ai.it) mit Alfonso Signorini (Chi) anlässlich der außerordentlichen Bischofssynode

Außerdem sagte Erzbischof Gänswein, soweit er feststellen könne, folge Papst Franziskus in der Frage des Kommunionempfangs für zivil wiederverheiratete Geschiedene seinen Vorgängern, deren Lehre in Bezug auf die sakramentale Ehe sehr klar sei.


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Dienstag, 7. Oktober 2014

Kardinal Marx: Kirchliche Anerkennung für Treue in der Sünde?

Auf den Punkt gebracht:
"Über eine homosexuelle Beziehung, die über Jahrzehnte treu gelebt werde, könne man nicht sagen, 'das ist alles nichts'"

In der Tat, eine homosexuelle Beziehung, die über Jahrzehnte treu gelebt wird, zeugt von großer Treue - in der Sünde!
Kommentar von Leser Smaragdos zu einem Statement von Reinhard Kardinal Marx zu gleichgeschlechtlichen Beziehungen (kath.net am 07.10.2014)

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Weiteres zum Thema gleichgeschlechtliche Beziehungen:

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Betet, Brüder und Schwestern, betet!

Unsere verfolgten Brüder und Schwestern sind die Elite der Kirche.
Mit ihnen solidarisch zu sein, ist eine Ehrensache.

Pater Werenfried van Straaten

Was für ein Drama und eine Tragik nun auch in und um Kobane im Nordirak! Unfassbar die Brutalität, ja Bestialität der IS-Terroristen! Sie scheinen nicht auch nur einen Funken Ehrfurcht vor Gottes Geschöpfen zu besitzen.

Nun verbreitet sich im Internet die eMail eines Pfarrers, der den Hilferuf eines christlichen Missionars aus Kobane weiterleitet. Dieser berichtet von der Eroberung der Stadt durch die IS-Terroristen. Die Mail gibt Auskunft über die Geschehnisse in Kobane und das Martyrium zahlreicher Christen, vor allem von Kindern, die den christlichen Glauben nicht preisgegeben haben und dafür vor den Augen ihrer Eltern barbarisch getötet wurden.

Mögen alle, die für den Glauben an Christus in den Tod gehen, Fürsprecher für uns, denen es im Wohlstand so bequem und gut geht, dass wir diesen Schatz, der allein Erlösung bringt, nicht mehr zu schätzen wissen, sein: All ihr Martyrer, besonders ihr heiligen Kinder bei Gott im Himmel, bittet für uns und unsere Familien!

Hier der Wortlaut der eMail des Pfarrers via "clamormeus":
„Eine Freundin bekam gerade eine Nachricht von ihrem Bruder mit der Bitte um Gebet. Der Bruder ist Teil eine Missionsgesellschaft und ISIS hat heute die Stadt eingenommen, in der sie sich befinden. Er sagt, dass ISIS systematisch von Haus zu Haus der Christen gehen und die Kinder bitten, Jesus zu verleugnen. Er sagt, dass bislang kein Kind dies getan hat. Und bislang sind alle Kinder konsequent getötet worden. Aber nicht die Eltern. Die UN hat sich aus dem Gebiet zurückgezogen und die Missionare sind nun auf sich alleine gestellt. Sie müssen wegen ihrer Familien bis zum Ende durchhalten – auch, wenn es ihr eigener Tod sein sollte. Der Bruder hat große Angst, er weiß nicht, wie er sich um die Familien kümmern soll, deren Kinder den Märtyrertod gestorben sind. Trotzdem sieht er sich von Gott berufen. Er bittet inständig um Gebet, auch für eigenen Mut, um seine Berufung zu erfüllen in solch furchtbaren Umständen. Und, dass er wie die ganzen Kinder den Märtyrertod ertragen kann, falls es soweit kommen sollte. Seine Schwester bat mich, alle um Gebetsunterstützung zu bitten. Diese tapferen Eltern haben ihren Kindern solch einen inbrünstigen Glauben beigebracht, dass diese sich für den Märtyrertod entschieden haben. Bitte unterstützt sie mit euren Gebeten in ihrem Verlust – sie brauchen Hoffnung und Durchhaltevermögen! 

Bitte betet inständig für die Menschen im Nordirak, für Befreiung von der schrecklichen Übernahme durch ISIS und deren extremen Zielen der Massenbekehrung zum Islam oder Tod der Christen in dieser Region.

Ich bitte flehentlich, dass diese E-Mail nicht ignoriert wird. Leitet sie nicht weiter, bevor ihr nicht inständig gebetet habt. Und dann schickt sie an so viele Christen wie möglich, damit auch sie beten können. Richtet beispielsweise eine spezielle Gebetszeit in euren Gottesdiensten ein. Wir müssen für unsere Geschwister im Herrn im Gebet einstehen!

Bitte leitet auch Ihr diesen Hilferuf und Aufruf zum Gebet für die verfolgten Brüder und Schwestern weiter. Gott stehe den Menschen im Irak und in anderen Gebieten der Verfolgung bei und gebe ihnen Hoffnung!


Montag, 6. Oktober 2014

Familiensynode

Gestern begann in Rom mit einer Papstmesse im Petersdom offiziell die außerordentlichen Bischofssynode, eine erste von zwei Versammlungen, bei denen es um Betrachtungen und Beratungen über Ehe und Familie in Kirche und Welt geht. Zwei Wochen lang, bis zum 19. Oktober, treffen sich 191 Synodenväter zu Anhörungen und zum Austausch über die vielfachen Herausforderungen, denen sich katholische Eheleute und Familien in einer sich immer weiter säkularisierenden Welt ausgesetzt sehen. 

Heute, am 6. Oktober um 9 Uhr wird die Synode ihre Arbeit aufnehmen. Eine erste Pressekonferenz ist um 13 Uhr vorgesehen. Twittermeldungen können unter dem Hashtag #Synod14 zusammengefasst werden.

Auf der Synode werden viele Themen und Probleme der Familienpastoral angesprochen, doch ein Thema steht besonders im Fokus der Öffentlichkeit: die zivil wiederverheirateten Geschiedenen und der Sakramentenempfang, insbesondere der des Bußsakramnetes und des hl. Kommunionempfangs. Es geht um zivilrechtliche Scheidung, zivile Eheschließungen und die Unauflöslichkeit der Ehe. Hier ist die Kirche an das Wort des Herrn gebunden, der den Jüngern erklärt hat, dass es keine Ehescheidung und keine Zweitheirat zu Lebzeiten des Ehepartners geben kann, weil dies dem Plan Gottes widerspricht: "...denn am Anfang war es nicht so" (Mt 19,8). Hier steht - durch die Vorschläge vor allem deutscher Kardinäle und Bischöfe - nicht weniger als die Treue zum Wort Jesu Christi auf dem Spiel.

Was Papst Johannes Paul II. im Jahre 1982 zu Familien im englischen York sagte, gilt auch heute uneingeschränkt:
In der Ehe verpflichten sich Mann und Frau gegenseitig zu einem unzerbrechlichen Bündnis totaler wechselseitiger Selbsthingabe. Die Ehe ist eine vollkommene Einheit der Liebe. Liebe, die nicht eine vorübergehende Gefühlsaufwallung oder zeitweilige Verliebtheit ist, sondern die verantwortliche und freie Entscheidung, sich »in guten und schlechten Zeiten« vollständig an den Partner zu binden.

Sie ist die Selbsthingabe an den anderen. Sie ist eine Liebe, die vor den Augen der ganzen Welt kundgetan werden soll. Sie ist bedingungslos. Zu solcher Liebe fähig sein erfordert sorgfältige Vorbereitung von der frühen Kindheit bis zum Hochzeitstag. Es erfordert, während sich diese Liebe entfaltet, ständige Hilfe von Seiten der Kirche und der Gesellschaft.

Die Liebe des Ehemannes und der Ehefrau führt in Gottes Plan über sich selbst hinaus, neues Leben wird hervorgebracht, eine Familie entsteht. Die Familie ist eine Liebes- und Lebensgemeinschaft, ein Heim, in dem Kinder heranreifen. (. . .) Wir können nicht die Tatsache übersehen, daß manche Ehen scheitern. Aber auch da ist es unsere Pflicht, den wahren Plan Gottes für jede eheliche Liebe zu verkünden und auf der Treue zu diesem Plan zu bestehen, weil wir auf die Fülle des Lebens im Himmelreich zugehen.

Vergessen wir nicht, daß Gottes Liebe zu seinem Volk, die Liebe Christi zu seiner Kirche immer währt und nie zerbrechen kann. Und der Bund zwischen einem Mann und einer Frau, die in einer christlichen Ehe miteinander verbunden sind, ist unauflöslich und unwiderruflich wie diese Liebe (vgl. AAS 71, 1979, S. 1224).

Diese Wahrheit ist ein großer Trost für die Welt, und weil manche Ehen scheitern, besteht für die Kirche und alle ihre Mitglieder eine immer größere Notwendigkeit, diese Wahrheit getreu zu verkünden. Christus selbst, der lebendige Quell der Gnade und des Erbarmens, ist jenen nahe, deren Ehe Prüfung, Schmerz oder Angst erfahren hat.

Durch alle Zeiten haben ungezählte Eheleute aus dem Paschamysterium des Kreuzes und der Auferstehung Christi die Kraft geschöpft, ein christliches Zeugnis von der Unauflöslichkeit der christlichen Ehe zu geben - was manchmal sehr schwer fiel. Und alle Bemühungen der Christen, trotz ihrer menschlichen Schwachheit das Gesetz Gottes getreu zu bezeugen, sind nicht vergebens gewesen. Diese Bemühungen sind die durch die Gnade bewirkte menschliche Antwort an einen Gott, der uns zuerst geliebt hat und sich für uns hingegeben hat.

Wie ich in meinem Apostolischen Schreiben Familiaris consortio ausführte, ist die Seelsorge an den Familien in schwierigen Situationen ein besonderes Anliegen der Kirche. Wir müssen mit Liebe — mit der Liebe Christi - diejenigen zu erreichen suchen, die den Schmerz des Versagens in der Ehe erfahren; diejenigen, die verlassen und auf sich allein gestellt eine Familie unterhalten müssen; diejenigen, deren Familienleben von tragischen Geschehnissen, geistigen oder körperlichen Krankheiten, beherrscht wird.

Ich spreche allen denen meine lobende Anerkennung aus, die den leidenden Menschen, deren Ehe gescheitert ist, helfen, indem sie ihnen das Erbarmen Christi zeigen und sie der Wahrheit Christi entsprechend beraten.

Papst Johannes Paul II. an Familien, York (England), 31.05.1982; OR 26/82

Es ist die immer wieder gleiche Versuchung, sich der Welt anzupassen und Gottes Plan außer acht zu lassen. Begleiten wir die Familiensynode mit unseren Gebeten und mit dem Erbitten des Heiligen Geistes für die Synodenväter und alle Verantwortlichen und bitten wir Gott, er möge die Familien schützen und vor falschen Lehren und Glaubensabfall bewahren.


Gebete für die außerordentlichen Bischofssynode: 

Gebet zur Heiligen Familie

Jesus, Maria und Josef,
auf euch, die Heilige Familie von Nazareth, richten wir heute den Blick voller Bewunderung und Zuversicht; in euch betrachten wir die Schönheit der Gemeinschaft in der wahren Liebe; euch empfehlen wir alle unsere Familien, damit sich in ihnen die Wunder der Gnade erneuern.

Heilige Familie von Nazareth, anziehende Schule des heiligen Evangeliums: lehre uns, deine Tugenden nachzuahmen mit weiser geistlicher Disziplin, schenke uns den klaren Blick, der es versteht, das Werk der Vorsehung in den täglichen Wirklichkeiten des Lebens zu erkennen.

Heilige Familie von Nazareth, treue Behüterin des Geheimnisses der Offenbarung: lass in uns die Wertschätzung für die Stille neu erwachen, mach unsere Familien zu Abendmahlssälen des Gebets und verwandle sie in kleine Hauskirchen, erneuere das Verlangen nach Heiligkeit, stütze die edle Mühe der Arbeit, der Erziehung, des Zuhörens, des gegenseitigen Verstehens und der Vergebung.

Heilige Familie von Nazareth, erwecke in unserer Gesellschaft wieder das Bewusstsein des heiligen und unantastbaren Charakters der Familie, unschätzbares und unersetzbares Gut. Jede Familie sei aufnahmefreudige Wohnstatt der Güte und des Friedens für die Kinder und für die alten Menschen, für die Kranken und Einsamen, für die Armen und Bedürftigen. Jesus, Maria und Josef, zu euch beten wir voll Vertrauen, euch vertrauen wir uns mit Freude an.


Fürbitten
 
Als Familie der Kinder Gottes, und angetrieben durch den Glauben, erheben wir unser Gebet zu Gott dem Vater und bitten, dass durch die Gnade Christi unsere Familien zu echten Hauskirchen werden, in denen die Liebe Gottes gelebt und bezeugt wird.

Beten wir gemeinsam und sprechen:
Herr, segne und heilige unsere Familien.

Für Papst Franziskus: Gott hat ihn dazu berufen, in der Kirche den Vorsitz in der Liebe zu führen. Der Herr stärke ihn in seinem Dienst an der Einheit im Bischofskollegium und im ganzen Volk Gottes.

Für die Synodenväter und die anderen Teilnehmer der III. außerordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode: Der Geist des Herrn erleuchte sie, damit die Kirche angemessen auf die heutigen Herausforderungen für die Familien antworten kann, in Treue zum Plan Gottes.

Für die Regierenden der Nationen: Der Heilige Geist inspiriere sie zu Projekten, die die Familie als Urzelle der Gesellschaft fördern, wie es dem göttlichen Ratschluss entspricht, und die sich der Unterstützung von Familien in Schwierigkeiten widmen.

Für die christlichen Familien: In der ehelichen Gemeinschaft hat der Herr das Siegel seiner Gegenwart hinterlassen. Er mache unsere Familien, nach dem Vorbild der Heiligen Familie von Nazareth, zu Heimstätten des Gebets und zu innigen Gemeinschaften des Lebens und der Liebe.

Für die Eheleute in Schwierigkeiten: Der Herr, der reich an Barmherzigkeit ist, begleite die Eheleute, durch den mütterlichen Dienst der Kirche, mit Verständnis und Geduld auf dem Weg der Vergebung und der Versöhnung.

Für die Familien, die wegen des Evangeliums ihre Heimat verlassen müssen: Der Herr, der mit Maria und Joseph nach Ägypten geflohen ist, stärke die Familien im Exil mit seiner Gnade und eröffne ihnen Wege brüderlicher Nächstenliebe und menschlicher Solidarität.

Für die Großeltern: Der Herr ist von den heiligen Greisen Simeon und Anna im Tempel empfangen worden. Er mache die Großeltern zu weisen Mitarbeitern für die Eltern in der Weitergabe des Glaubens und in der Erziehung der Kinder.

Für die Kinder: Der Herr des Lebens hat die Kinder zu sich kommen lassen und sie als Vorbild hingestellt, um in das Reich Gottes zu gelangen. Er erwecke in uns allen die Ehrfurcht vor dem werdenden Leben und schenke Inspiration zu Erziehungsprojekten, die der christlichen Sicht auf das menschliche Leben entsprechen.

Für die Jugendlichen: Der Herr hat die Hochzeit zu Kana geheiligt. Er lasse die jungen Menschen die Schönheit der Heiligkeit und Unverletzlichkeit der Familie im göttlichen Ratschluss wiederentdecken, und er helfe den Verlobten auf ihrem Weg zur Feier der Trauung.

Gott, der du das Werk deiner Hände nicht preisgibst, höre unser Gebet. Sende den Geist deines Sohnes, und erleuchte die Kirche am Beginn des synodalen Wegs. Lass sie die Herrlichkeit der wahren Liebe betrachten, die in der Heiligen Familie von Nazareth aufleuchtet, und lehre sie nach ihrem Vorbild die Freiheit und den Gehorsam, um mit Mut und Barmherzigkeit auf die Herausforderungen der heutigen Welt zu antworten.
Durch Christus, unsern Herrn.
Weitere Infos zur Familiensynode:


 

Samstag, 4. Oktober 2014

Schwester Robusta-Nominierungen stehen fest

Seit gestern stehen die Nominierungen für den "Schwester-Robusta-Preis der deutschsprachigen Blogoezese 2014" fest. 94 (!) verschiedene Blogs wurden von Blogautoren, aufmerksamen Lesern oder Freunden der Blogoezese für die verschiedenen Kategorien vorgeschlagen. Der Herr Alipius hat sie hier alle schön geordnet aufgelistet und einige statistische und organisatorische Informationen dazu beigefügt.

Wie bereits mit großer Freude festgestellt, ist der "Frische Wind" für die Kategorien Qualität, Spiritualität und Papsttreue nominiert. Aber nicht nur das! Ich traute meinen Augen nicht, als ich auch die Nominierung für einen Sonderpreis erblickte! Zur Begründung heißt es dort:
"Die Online-Medienarbeit der Petrusbruderschaft könnte umfänglicher und prickelnder sein. Aber zum Glück gibts diese Seite, welche diese Lücke ein wenig auffängt." 
In der Tat fehlt es bei der Petrusbruderschaft an "kleinen wendigen Schlauchbooten", die auf aktuelle Themen und Anfragen im Netz reagieren könnten und aus berufenem Munde Informationen an den Mann und die Frau bringen. Hauptsächlich liegt das wohl an der personellen Situation: Gerade im deutschsprachigen Raum wird jeder Priester dringend in der Seelsorge vor Ort benötigt, Kapazitäten für Internetaktivitäten sind da kaum frei zu bekommen.

Dennoch gibt es sie: So betreibt Pater Engelbert Recktenwald FSSP seit (fast) ewigen Zeiten unter kath-info.de eine Art Blog, nämlich "Das Portal zur katholischen Geisteswelt", welches inzwischen zu einer imposanten Informations- und Textsammlung angewachsen und immer sehr lesenswert ist. Angegliedert ist dem "Portal" die Seite apostolat.de, auf der P. Recktenwald ein umfangreiches Schriftenapostolat aufgebaut hat. Schon Einige haben durch seine Initiativen zum katholischen Glauben (zurück-)gefunden.

Und es gibt natürlich die offiziellen Seiten der FSSP, der "Fraternitas Sacerdotalis Sancti Petri": fssp.org, petrusbruderschaft.de und petrusbruderschaft.eu. Leider nur in französischer Sprache gibt es den Wigratzbader Blog fsspwigratzbad.blogspot.de über das Leben und besondere Höhepunkte im Priesterseminar St. Petrus. Dennoch ist dieser Blog durch die reichhaltige Bebilderung auch für das des Französischen nicht mächtige Publikum interessant.

Aber das nur nebenbei. Ich freue mich sehr, wenn mein Blog ein wenig beitragen kann zum Apostolat der Petrusbruderschaft, deren Charisma vor allem in der Heranbildung guter und heiligmäßiger Priester für eine fruchtbare Seelsorge im Weinberg des Herrn besteht  und in der Vermittlung einer große Liebe zum allerheiligsten Altarsakrament und zur Liturgie, welche die Petrusbruderschaft in der Forma extraordinaria des römischen Ritus feiert.

Herzlichen Dank also auch für diese Nominierung!


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Franz von Assisi und die Würde eines Priesters

Die üblichen Anreden der Priester mit 'Hochwürden' oder in England 'Vater' sind Ausdruck der Ehrfurcht vor dem Priester als Träger und Inhaber göttlicher Gewalten. Sie sind unabhängig von der persönlichen Heiligkeit des Priesters. Vorbild mögen hier sein jene Heiligen, die aus Ehrfurcht vor dem geistlichen Stand die Priesterwürde abgelehnt haben, wie einer der größten Heiligen aller Zeiten, Franz von Assisi, der sich nur zum Diakon weihen ließ. Gleichwohl wusste er sehr zu trennen zwischen Amt und Person.

Es ist überliefert, dass er einmal in einen Ort kam, in dem die Sekte der hochmütigen Katharer ihr Unwesen trieb. Unter der Volksmenge befand sich auch der Seelsorger des Ortes; er stand in keinem guten Ruf. Als die Irrlehrer auf diesen Pfarrer hinwiesen und den Heiligen zu einem Verwerfungsurteil über ihn drängen wollten, trat Franz auf den Verblüfften zu, kniete sich vor ihm nieder und küsste ihm die Hände mit den Worten: "Ich weiß nicht, ob diese  Hände unrein sind; aber das weiß ich, sie haben meinen Herrn berührt."

Die Ehrfurcht des Laien vor dem Priester gründet nicht in dessen  subjektiver Heiligkeit, die freilich wünschenswert und strenge Forderung der Kirche ist, sondern wesentlich in seiner objektiven Heiligkeit und Würde als Stellvertreter Christi.


aus Franz Jehle: Reich der Himmel - Idee und Gestalt der Mutter Kirche; Patria-Verlag Bad Ischl; AD 1949, S. 122

Heiliger Franz von Assisi,
bitte für uns!


Bild: Szenen aus dem Leben des hl. Franziskus von Assisi; wikimedia commons

Freitag, 3. Oktober 2014

Himmel und Kirche



Der Himmel ist geschaffen für die Kirche,
nicht die Kirche für den Himmel!

Johannes Chrysostomos, Kirchenvater



Donnerstag, 2. Oktober 2014

Informationsblatt der Petrusbruderschaft (FSSP) Oktober 2014

(Jetzt auch als E-Paper: hier!) 
Aus dem Inhalt der Oktober-Ausgabe:

Editorial
von P. Axel Maußen FSSP, Distriktsoberer für den deutschsprachigen Raum

Aufbruch im alten Damenstift
Dienstbeginn der Petrusbruderschaft in München und Amtseinführung von P. Christian Jäger am 07. September 2014
von P. lic. Sven Leo Conrad FSSP

Das Martyrium
Zeugnis geben für unseren Herrn und Gott Jesus Christus bis zur Hingabe des eigenen Lebens
von P. Dr. Andreas Hirsch FSSP


Gottes Freunde
Was ist Freundschaft? Ist sie zwischen Gott und Mensch möglich? Worin zeigt sich, dass wir Freunde Gottes sind?
von P. Bernward Deneke FSSP

Termine
Exerzitien, Wallfahrten, Einkleidung und Tonsur (25.10.2014), Ferien-Freizeiten

Kontaktdaten
Niederlassungen der FSSP und Gottesdienstzeiten

sowie eine kurze Lebensbeschreibung des heiligen Franz von Borgia (1510 - 1572)


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weitere Ausgaben des Info-Blattes: hier
weitere Informationen über die Priesterbruderschaft St. Petrus 
Web-Präsenz von P. E. Recktenwald: kath.info


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