Montag, 21. Mai 2012

ZdK grenzt bekennende Katholiken aus

PMT in Paderborn


ZdK-Präsident Alois Glück verleugnet die offizielle Teilnahme von "Pro Missa Tridentina" am Katholikentag in Mannheim.

Auf diesem Hintergrund muss man nun davon ausgehen, dass die Nennung der zweiten Heiligen Messe in der außerordentlichen Form des römischen Ritus, die Pfarrer Hendrick Jolie am Samstagmorgen in der Maria-Hilf-Kirche (Almenhof) im Rahmen des Katholikentages zelebrierte, trotz beharrlicher Bemühungen seitens der bekennenden Katholiken, tatsächlich bewusst nicht in das Katholikentagsprogramm aufgenommen wurde.


Auf die Frage des Moderators, ob dies ein Kompromiss gewesen sei, offenbarte Glück dann durchaus gewaltige theologische Lücken. So behauptete er wörtlich:
„Aber es wäre im Rahmen des Katholikentags in keinem Fall im Programm, denn es geht hier nicht um die Frage Latein oder Deutsch, sondern dahinter steht ein ganz anderes Verständnis von Volk Gottes, ein ganz anderes Verständnis von Eucharistiefeier, und insofern geht es hier nicht um die Art, wie man singt oder in welcher Sprache man betet, das ist eine Absage, eine bewusste Absage an das Zweite Vatikanische Konzil und deshalb hätte es bei uns hier keinen Platz im Katholikentagsprogramm.“

Hier die ARD-Sendung mit den obengenannten Aussagen des ZdK-Präsidenten (ca. ab 18:10 min):



In oben verlinktem ARD-Beitrag werden in einer Kurzreportage dem Priester P. Bernward Deneke FSSP Aussagen unterstellt, die er in Wirklichkeit nie gemacht hat. So habe P. Deneke mit Blick auf die Messe im klassischen Ritus gesagt "dies sei die einzig wahre Form der Messfeier" und "ihm grause es in einem normalen Sonntagsgemeindegottesdienst" (vgl. Predigt Video unten).  P. Deneke wies diese Unterstellungen zurück.

Die berichtende Reporterin behauptete außerdem, dass es sich bei der "vorkonziliaren Form" der Messfeier nicht um eine "gemeinsame Feier der Gläubigen" handle, sondern um das "Messopfer, dem die Gläubigen beiwohnen". Indem sie diese beiden Aspekte der Eucharistiefeier gegeneinander auszuspielen versucht, wird deutlich, dass sie selbst nicht weiß, worüber sie berichtete.

So kann man in der Einführung zur "alten" Hl. Messe im Schott-Volksmessbuch (z. B. von 1958) nachlesen, dass "die Hl. Messe nicht bloß das Opfer Christi  (ist), sie ist auch das Opfer der Kirche; sie wird von der Kirche und durch die Kirche Gott dargebracht". Und weiter: "Die Feier der heiligen Messe ist wesenhaft Gemeinschaftsfeier, in welcher der einzelne in das Leben, Denken, Wollen und Tun der Gemeinschaft eingeht und sich in der Gemeinschaft Christus, dem sich opferndem Hohenpriester und Haupte hingibt. Da kommt die "Gemeinschaft der Heiligen" mit ihrem wundervollen, übernatürlichen Lebens-und Güteraustausch zur herrlichsten Entfaltung."

Aufgrund der Teilhabe am allgemeinen Priestertum treten wir außer "mit den Heiligen und Seligen des Himmels" auch in lebendige Opfer- und Gütergemeinschaft mit den Gliedern der Kirche auf Erden. Ein Gedanke, ein Wille, ein Streben verbindet uns, wenn wir zur heiligen Feier um den Altar geschart sind."

Gleichzeitig ist die Messe in der erneuerten Form nach 1962 auch heute noch das "Messopfer, dem die Gläubigen beiwohnen" (vgl. Allgemeine Einführung in das Römische Messbuch von 1975: "In Übereinstimmung mit der gesamten kirchlichen Überlieferung wurde durch das Konzil von Trient der Opfercharakter der Messe feierlich bekräftigt. Das Zweite Vatikanische Konzil, das diese Lehre erneut ausgesprochen hat, macht dazu folgende Aussagen: "Unser Erlöser hat beim Letzten Abendmahl das eucharistische Opfer seines Leibes und Blutes eingesetzt, um dadurch das Opfer des Kreuzes durch die Zeiten hindurch bis zur Wiederkunft fortdauern zu lassen und so der Kirche, seiner geliebten Braut, eine Gedächtnisfeier seines Todes und seiner Auferstehung anzuvertrauen." ).


Katholikentag Mannheim: Predigt von Pater Bernward Deneke am 18. Mai 2012 in der Kirche „Maria Hilf“ im Stadtteil Almenhof:
 
 

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