Samstag, 21. April 2012

Wahrheit ist nicht auf Zustimmung angewiesen

Der Schriftsteller und Büchnerpreisträger Martin Mosebach (Jg. 1951) äußert sich in einem Interview mit "welt-online" auf die Frage, ob die Religionen angesichts des wachsenden Atheismus attraktiv genug sind für die Menschen, u. a. über das Wesen der "Wahrheit":

Mosebach: Zuerst muss ich sagen: Ich habe ganz andere Erfahrungen. Ich habe viele Menschen kennengelernt, die sich haben taufen lassen. Aber wir müssen sowieso anders über Religion sprechen. Entweder die Religion besitzt die Wahrheit über das Wesen des Menschen, seine Herkunft und sein Ziel – oder sie besitzt sie nicht.

Und wenn sie diese Wahrheit besitzt, muss man nicht über sie sprechen wie über eine Kaufhoffiliale, die Kunden verliert, sodass sich der Filialleiter fragt, woran das wohl liegen kann. Die Wahrheit unterliegt nicht einer Mehrheitsabstimmung. Es ist gut für den, der sie erkennt, es ist schlecht für den, der sie nicht erkennt. Die Wahrheit ist auf Zustimmung nicht angewiesen.


Das ganze Interview: bitte HIER klicken!
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