Donnerstag, 20. Februar 2014

Prof. Georg May: Die andere Hierarchie - Teil 18: Die Ernennung der Theologieprofessoren

Prof. Dr. Georg May


Die andere Hierarchie

Teil 18


Verlag Franz Schmitt Siegburg AD 1997


III.  Die Ernennung der Theologieprofessoren

1.  Das Recht der Selbstergänzung

In Deutschland rechnet man mit einer Zahl von etwa 400 Professoren der katholischen Theologie (Anm.: Stand 1997). Die Lehrstellen sind begehrt, denn sie beinhalten eine interessante Tätigkeit, hohes Gehalt und beträchtliche Unabhängigkeit.

Die theologischen Fakultäten Deutschlands besitzen wie alle anderen Fakultäten das Recht der Selbstergänzung. Das heißt: Sie stellen selbst eine Liste der Personen auf, die nach ihrer Meinung für die Besetzung eines vakanten Lehrstuhls in Frage kommen.

Nun werden aber die theologischen Fakultäten Deutschlands, von wenigen Ausnahmen abgesehen, durch die Matadore der progressistischen Theologie beherrscht. Das bedeutet: Diese Theologen sorgen dafür, dass, soweit ihre Macht reicht, nur Personen ihrer Couleur auf Berufungslisten gelangen und folgeweise in Lehrstühle einrücken.

Dabei gehen sie rücksichtlos vor. Das Establishment kennt weder Fairness noch Erbarmen mit anders eingestellten Theologen. Wer ihm nicht passt, der wird ohne Rücksicht auf Können und Leistung diffamiert, boykottiert oder totgeschwiegen. Rezensionskartelle sorgen dafür, dass die Schriften des Establishments günstig, jene von missliebigen Gelehrten ungünstig besprochen werden.

Die Bischöfe haben wie immer diesem Treiben im Wesentlichen tatenlos zugesehen. Es steht in ihrer Macht, auf die Auswahl der Theologieprofessoren Einfluß zu nehmen. Die erforderte Bescheinigung der lehrmäßigen und sittlichen Unbedenklichkeit ist eine scharfe Waffe in ihrer Hand. Aber sie ist stumpf geworden. Es gibt Fälle, in deutschen Landen, in denen völlig korrekt lehrend und lebende Theologen von deutschen Bischöfen von Lehrstühlen ferngehalten wurden, wohl aber solche, gegen die starke Bedenken vorlagen, anstandslos in Lehrstellen einrücken konnten.

 Auch der Heilige Stuhl wird seiner Aufgabe bei der Erteilung der Unbedenklichkeitsbescheinigung, die bei der erstmaligen Anstellung auf Lebenszeit einzuholen ist, häufig nicht gerecht. Bei der Besetzung von Lehrstühlen werden manchmal von der römischen Kongregation für das katholische Bildungswesen Gutachten von rechtgläubigen Theologen angefordert. Wenn sie eine zum Establishment gehörige Persönlichkeit ungünstig beurteilen, bleiben sie in der Regel unbeachtet. So nimmt das Unheil weiter seinen Lauf. Eines ist sicher: Eine Kirche, die Leute zu theologischen Lehrern macht, die Lehre und Ordnung der Kirche unterwühlen, gräbt sich selbst das Grab.


2.  Die fortschreitende Laisierung

Die vornehmste Aufgabe der theologischen Fakultäten und die Grundlage ihrer Existenz war und ist die Ausbildung von Priestern. Der Rückgang der Zahl der Priesteramtskandidaten, der auf den innerkirchlichen Zusammenbruch zurückzuführen ist, ändert daran nichts.

Das Zweite Vatiklanische Konzil erwartete, dass Priesteramtskandidaten durch Priester ausgebildet werden (Presbyterorum ordinis Nr. 19). Auch der regierende Papst (Anm.: Johannes Paul II.)     setzte am 30.August 1994 als selbstverständlich voraus, dass die Priesteramtskandidaten durch gelehrte und vorbildliche Priester ausgebildet werden.(8) Diese Forderung steht wie viele andere in der nachkonziliaren Kirche Deutschlands lediglich auf dem Papier.

Die theologischen Fakultäten unterliegen einer rasch fortschreitenden Laisierung. An manchen Orten lehren nur noch wenige Priester. In der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Mainz sind von 13 Professoren acht Laien und fünf Priester; vier dieser Priester sind älter als 60 Jahre. So sieht es also um die Priesterbildung in der Diözese des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz (Anm.: im Jahre 1997 war das der Mainzer Bischof Karl Lehmann) aus.





+      +      +

Mittwoch, 19. Februar 2014

Warum man nicht nur vor Gott, sondern vor einem Priester der Kirche seine Sünden bekennen muss

Das neue Leben in Christus, das wir durch die Sakramente der christlichen Initiation empfangen haben, kann durch die Gebrechlichkeit der menschlichen Natur geschwächt werden, ja durch die Sünde sogar verloren gehen. Daher stellte Papst Franziskus in seiner Katechesenreihe zu den Sakramenten am heutigen Mittwoch vor über 20.000 Pilgern und Besuchern die Sakramente der Beichte und der Krankensalbung — Sakramente der Heilung — in den Mittelpunkt seiner Aufmerksamkeit und beschäftigte sich mit dem Bußsakrament.

„Wenn ich zum Beichten gehe, so tue ich das, um mich zu heilen“, so Franziskus: „um die Seelen zu heilen, um das Herz zu heilen von etwas, das ich getan habe, das nicht in Ordnung ist“. Das biblische Bild, das dies am Besten zum Ausdruck bringe, sei das der Heilung des Gelähmten, wo sich Jesus gleichzeitig als Heiler des Leibes und der Seele zeige.

Christus habe der Kirche, die sein Heilswerk fortsetze, diese beiden Sakramente der Heilung gegeben. Im Sakrament der Buße und der Versöhnung „erlangen wir die Vergebung der Sünden“. Diese sei nicht Frucht unseres Mühens, sondern Gabe des Heiligen Geistes, der uns in die Barmherzigkeit und Gnade eintauche, „die vom geöffneten Herzen des gekreuzigten Christus ausströmt“.

Dies geschehe in der Gemeinschaft der Gläubigen, der Kirche, wo der Heilige Geist gegenwärtig sei. Daher genüge es nicht, den Herrn bloß still im Herzen um Vergebung zu bitten. Es sei notwendig, die eigenen Sünden dem Diener der Kirche zu beichten. Der Priester „vertritt dabei nicht nur Gott, sondern die Gemeinschaft der Kirche, die dem Beichtenden Versöhnung schenkt und ihn auf dem Weg der Umkehr begleitet.

„Einer könnte sagen: ich beichte nur vor Gott’“, so der Papst: „Ja, du kannst zu Gott sagen: ‚Vergib mir‘ und ihm deine Sünden bekennen. Aber unsere Sünden sind auch gegen unsere Brüder, gegen die Kirche, und deshalb ist es notwendig, in der Person des Priesters die Kirche und und die Brüder um Vergebung bitten“.

Die damit verbundene Scham sei gut, „es ist gesund, sich ein bisschen zu schämen. Die Scham tut uns gut, weil sie uns demütiger macht. Und der Priester empfängt voll Liebe und Zärtlichkeit diese Beichte, und im Namen Gottes vergibt er“. Das Schöne der Beichte sei, dass man danach frei, „weiß und glücklich“ sei.

Franziskus rief alle dazu auf, in sich auf die Frage zu antworten: „Wann war meine letzte Beichte? Vor zwei Tagen — zwei Wochen — zwei Jahren — zwanzig Jahren — vierzig Jahren?“. Und wenn viel Zeit vergangen sei, dürfe kein Tag mehr verloren werden: „Geh zum Priester, der gut sein wird. Jesus ist dort, und Jesus ist gütiger als die Priester, Jesus empfängt dich. Er empfängt dich mit so viel Liebe. Sei mutig, und geht zum Beichten!“.

Allzu oft werde dieses Sakrament vergessen oder beiseite geschoben: aus Bequemlichkeit, aus eben dieser Scham oder wegen eines fehlenden Sündenbewusstseins, dem ein mangelndes Gottesbewusstsein zugrunde liege: „Wir machen uns selbst zum Maß der Dinge, verschließen uns gegenüber Gott und den Mitmenschen, und unser Gewissen stirbt letztlich ab“, so der Papst, der dazu aufrief, häufiger den Schatz zu nutzen, den der Herr seiner Kirche im Bußsakrament anvertraut habe.

Abschließend erinnerte Franziskus an das Gleichnis vom verlorenen Sohn, der so viel Schuld auf sich geladen und so viel Scham im Herzen gehabt habe: „Und die Überraschung war, dass der Vater, als dieser zu reden begann und um Vergebung bitten wollte, ihn nicht ausreden ließ: er hat ihn umarmt, er hat ihn geküsst und ein Fest gefeiert. Ich sage euch: jedes Mal, wenn wir zur Beichte gehen, umarmt uns Gott“.


Papst Franziskus bei der Generalaudienz am 19.02.2014; Zusammenfassung von Armin Schwibach; hier der Original-Wortlaut der Katechese des Heiligen Vaters in deutscher Übersetzung)


Weiteres zum Thema "Beichte/ Umkehr":

Ehevorbereitung schon im Kindesalter beginnen


Die Ehevorbereitung sollte bereits im Schulalter beginnen, schlägt der Salzburger Theologe Michael Gurtner vor (s. kath.net am 18.02.2014). "Die Art der Verkündigung des katholischen Glaubens [ist] in den letzten Jahrzehnten deutlich gescheitert", stellt Gurtner fest. Dies zeigten die Ergebnisse des jüngst vom Vatikan zur Vorbereitung der außerordentlichen Bischofssynode an alle Bistümer gesandten Fragenkatalogs zu Fragen der kirchlichen Ehe- und Sexuallehre.

Offensichtlich kennen die wenigsten Katholiken diese Lehre oder sie haben nur äußerst vage und nicht immer richtige Vorstellungen darüber. "Wie soll jemand auch den katholischen Glauben vollkommen annehmen, wenn ihm dessen Inhalte, und besonders auch dessen inneren Gründe, Ursprünge und Zusammenhänge niemals mit der notwendigen Gründlichkeit und Sorgfalt dargetan wurden?" fragt der Theologe weiter und meint, dass es noch weiter bergab gehen wird, wenn selbst Geistliche und sogar Bischöfe, oft beeinflußt durch ungläubige Theologen, wegen der Unkenntnis der Lehre zu falschen Einsichten kommen und "unerhörte Forderungen" auf diesem Gebiet von der Kirche fordern.

Gurtner geht davon aus, dass der überwiegende Teil der Kinder - selbst aus katholischen Milieus - nicht mehr eine im katholischen Sinne intakte Familie erlebt und damit von ihrer Familie her auch keine Kriterien und Hilfen für die Partnersuche und Vorbilder für ein eigenes, gelungenes lebenslanges Liebesbündnis findet. Mit einer frühzeitig begonnenen und dem Alter entsprechenden Sakramentenkatechese könnten den Heranwachsenden Kriterien für die Wahl des "richtigen" Ehepartners wie auch Bedeutung und Wesen der sakramentalen Ehe nahegebracht werden.

Einen weiteren, wichtigen Aspekt bringt Bloggerkollege Bastian alias Sierra Victor vom Blog "Echo Romeo" ins Spiel. Er sieht in besonderem Maße eine Mitverantwortung der Eheleute für die Ehevorbereitung Heranwachsender. Paare, die gemäß der kirchlichen Lehre eine Ehe nach dem Willen Gottes leben, könnten nicht nur Vorbild sein, sondern auch in den verschiedensten Fragen rund um den Bereich Ehe und Sexualität praxisbewährten Rat geben - auch wenn ich nicht so weit gehen würde, zu behaupten, dass Eheleute "die einzigen [sind], die vollständig vermitteln können, worum es geht und wie es geht" und dass sie "die einzigen [sind], die das Loblied der Ehe singen können, weil nur sie sie leben" (man muss z. B. nicht schon ein Heiliger sein, um das Wesen der Heiligkeit zu verstehen und wertzuschätzen). Hier sollte man den reichen, über 2000-jährigen Erfahrungsschatz der Kirche nicht unterschätzen, der sich auch in den Dokumenten des Lehramtes niederschlägt.

Aber dennoch bleibt das Zeugnis einer christlich gelebten Ehe ein großes Zeichen für alle anderen Glieder am Leibe Christi und das Sich-gegenseitig-Tragen in Gebet und Ratgeben in jedem Falle auch. Dieses Zeugnis ergänzt eine lebensbegleítende Katechese und lädt dazu ein, sich zu trauen...


Bischof Vitus Huonder (Chur/Schweiz) bringt es auf den Punkt:

Aus dem Hirtenbrief zur Fastenzeit 2011 des Churer Bischofs:

Die Erziehung zur Ehe

Die Ehe ist der Ursprung der menschlichen Gesellschaft und der Kern der Familie. Dem muss die Erziehung und Formung der Kinder und Jugendlichen entsprechen. Im Fastenhirtenbrief des vergangenen Jahres habe ich darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, dass wir der Jugend die Werte des christlichen Lebens nicht vorenthalten (1) . Die Eltern insbesondere sollen diese Werte weiter vermitteln. Dazu gehört auch die Berufung zu einer christlichen Ehe. Es ist Aufgabe der Eltern, ihren Kindern und Jugendlichen diese Berufung vorzuleben und mit ihnen über deren Bedeutung und Schönheit zu sprechen. Sie werden andererseits für und mit ihren Kindern um eine gute Standes- oder Partnerwahl beten.

Ebenso darf in den christlichen Gemeinschaften vor Ort die Reflexion über die Ehe mit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen nicht fehlen. Vor allem bei der Jugendarbeit soll die Gelegenheit wahrgenommen werden, jungen Menschen die Bedeutung einer christlichen Ehe zu eröffnen. Schließlich wird man der unmittelbaren Vorbereitung auf den Empfang des Ehesakraments genügend Zeit einräumen, damit die jungen Paare im Glauben gefestigt den Bund der Ehe eingehen können.

Die Tugend der Keuschheit

Die Erziehung zur Ehe hängt eng mit der Anleitung zu einem geord-neten und aus dem Glauben verantworteten sexuellen Leben zusam-men. Sie hat ihren Ort zunächst in der Familie und darf nicht dem vom Glauben losgelösten Geist der öffentlichen Sexualerziehung überlassen werden. Die Eltern werden auf ihrem Recht auf die Sexualerziehung ihrer Kinder und Jugendlichen beharren und es auch wahrnehmen. Sie können sich dabei von Personen unterstützen lassen, welche sich der Lehre der Kirche verpflichtet wissen. Die jungen Menschen sollen lernen, ihre Geschlechtlichkeit als Gabe Gottes zum Aufbau der Schöpfung anzunehmen und in Ehren zu halten. Zur Erziehung gehört daher auch die Anleitung zur Enthaltsamkeit, zur Tugend der Keuschheit. Um seine Geschlechtlichkeit geordnet und im Sinne des Schöpfers leben zu können, muss sich der junge Mensch in die geschlechtliche Enthaltsamkeit einüben. Erfreulich ist, dass es an vielen Orten auf der Welt Zusammenschlüsse von Jugendlichen und Familien gibt, welche sich für eine gute und dem christlichen Glauben entsprechende Vorbereitung auf die Ehe einsetzen, auch für die vor-eheliche Enthaltsamkeit.

Brüder und Schwestern im Herrn, die Berufung zu einer christlichen Ehe soll viele junge Menschen begeistern und ihrem Leben Sinn und Inhalt geben. Es soll andererseits für Ehepaare eine Grundlage sein, als Hauskirche zu leben und sich immer wieder unter den Schutz der heiligen Familie, Jesus, Maria und Josef, zu stellen. Ihre Fürbitte erwirke allen eine tiefere Erkenntnis des Schöpfungsplanes Gottes und die Kraft, diesem Plan zu entsprechen.


Zum Thema "Orientierung":



Montag, 17. Februar 2014

Birgit Kelle am 17.Februar 2014 um 19:30 Uhr beim Herzogenrather Montagsgespräch

Heuet Abend um 19:30 Uhr ist die freie Journalistin und Bestsellerautorin Birgit Kelle zu Gast bei den "Montagsgesprächen" in Herzogenrath. Auf Einladung von Pfarrer Guido Rodheudt, Initiator der Herzogenrather Montagsgespräche, wird die engagierte Mutter zum Thema "Wider den Gleichheitswahn - Plädoyer für einen femininen Feminismus" sprechen.




Birgit Kelle
Wider den Gleichheitswahn -
Plädoyer für einen femininen Feminismus


Mit ihrem jüngsten Buch „Dann mach doch die Bluse zu. Ein Aufschrei gegen den Gleichheitswahn“ leistete sie einen unerwarteten Beitrag zur Gleichstellungsdebatte anlässlich des „Brüderle-Skandals“. Denn jenseits der üblichen Diskussion über Frauenquote und die Gleichstellung von Mann und Frau wird der eigentliche Skandal leicht übersehen: dass diejenigen Frauen, die zu Hause bleiben und Kinder erziehen, die Dummen sind. Warum drückt man ihnen dafür parteiübergreifend den „Heimchen-am Herd-Stempel“ auf? Für Birgit Kelle liegt darin „der wahre Sexismus unserer Zeit“! Die freie Journalistin, Jahrgang 1975, ist Vorstandsmitglied des EU-Dachverbandes „New Women For Europe“ mit Beraterstatus am Europäischen Parlament. Als Vorsitzende des Vereins „Frau 2000plus“ tritt sie für einen neuen Feminismus abseits von Gender Mainstreaming und Quoten ein. Kelle ist verheiratet und Mutter von vier Kindern.



Die HERZOGENRATHER MONTAGSGESPRÄCHE beginnen um 19.30 Uhr im großen Saal des Pfarrzentrums St. Gertrud (Ecke Erkensstraße / Schütz-von-Rode-Straße). Im Anschluß sind alle zu einem Ausklang bei Getränken und einem kleinen Imbiß eingeladen. Der Eintritt ist frei! Parkmöglichkeiten in der Nähe des Pfarrzentrums bestehen auf dem Kirchplatz von St. Gertrud (Afdener Straße 31) und auf dem Parkplatz Bergerstraße. Vor der Veranstaltung besteht um 18.30 Uhr Gelegenheit zur Teilnahme an der Hl. Messe im Tridentinischen Ritus mit Gregorianischem Choral in St. Marien (Kleikstraße 58). Aktuelle Infos unter: 02406 / 7095 oder www.montagsgespraeche.de



Programm der Herzogenrather Montagsgespräche für das Jahr 2014




Siehe auch:

+      +      +

Kinder stehen Ideologen nicht für eine Umerziehung zum neuen Menschen zur Verfügung


Wir schicken unsere Kinder in die Schulen, damit sie Lesen, Rechnen, Schreiben lernen und etwas über Geschichte, Physik und Erdkunde erfahren. Aber wir stellen unsere Kinder nicht den Ideologen für eine Umerziehung zum neuen Menschen zur Verfügung.

Birgit Kelle am 14.02.2014 im Interview mit der Zeitung "Die freie Welt"


Weiteres zum Thema "Umerziehung":



Sonntag, 16. Februar 2014

Fast wie in Sotschi*: Nur einer gewinnt den Siegeskranz

Lesung zum Sonntag Septuagesima (1 Kor 9,24-27; 10,1-5)

Wisst ihr nicht, dass die Läufer im Stadion zwar alle laufen, aber dass nur einer den Siegespreis gewinnt? Lauft so, dass ihr ihn gewinnt.

Jeder Wettkämpfer lebt aber völlig enthaltsam; jene tun dies, um einen vergänglichen, wir aber, um einen unvergänglichen Siegeskranz zu gewinnen. Darum laufe ich nicht wie einer, der ziellos läuft, und kämpfe mit der Faust nicht wie einer, der in die Luft schlägt; vielmehr züchtige und unterwerfe ich meinen Leib, damit ich nicht anderen predige und selbst verworfen werde.

Ihr sollt wissen, Brüder, dass unsere Väter alle unter der Wolke waren, alle durch das Meer zogen und alle auf Mose getauft wurden in der Wolke und im Meer. Alle aßen auch die gleiche gottgeschenkte Speise und alle tranken den gleichen gottgeschenkten Trank; denn sie tranken aus dem Leben spendenden Felsen, der mit ihnen zog. Und dieser Fels war Christus. Gott aber hatte an den meisten von ihnen kein Gefallen; denn er ließ sie in der Wüste umkommen.

*Derzeit finden im russischen Sotschi die olympische Winterspiele 2014 statt.

Evangelium nach Matthäus (20, 1-16)

Denn mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Gutsbesitzer, der früh am Morgen sein Haus verließ, um Arbeiter für seinen Weinberg anzuwerben. Er einigte sich mit den Arbeitern auf einen Denar für den Tag und schickte sie in seinen Weinberg.
Um die dritte Stunde ging er wieder auf den Markt und sah andere dastehen, die keine Arbeit hatten. Er sagte zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg! Ich werde euch geben, was recht ist. Und sie gingen.
Um die sechste und um die neunte Stunde ging der Gutsherr wieder auf den Markt und machte es ebenso. Als er um die elfte Stunde noch einmal hinging, traf er wieder einige, die dort herumstanden. Er sagte zu ihnen: Was steht ihr hier den ganzen Tag untätig herum? Sie antworteten: Niemand hat uns angeworben. Da sagte er zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg!
Als es nun Abend geworden war, sagte der Besitzer des Weinbergs zu seinem Verwalter: Ruf die Arbeiter, und zahl ihnen den Lohn aus, angefangen bei den letzten, bis hin zu den ersten. Da kamen die Männer, die er um die elfte Stunde angeworben hatte, und jeder erhielt einen Denar.
Als dann die ersten an der Reihe waren, glaubten sie, mehr zu bekommen. Aber auch sie erhielten nur einen Denar. Da begannen sie, über den Gutsherrn zu murren, und sagten: Diese letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleichgestellt; wir aber haben den ganzen Tag über die Last der Arbeit und die Hitze ertragen. Da erwiderte er einem von ihnen: Mein Freund, dir geschieht kein Unrecht. Hast du nicht einen Denar mit mir vereinbart? Nimm dein Geld und geh! Ich will dem letzten ebenso viel geben wie dir. Darf ich mit dem, was mir gehört, nicht tun, was ich will? Oder bist du neidisch, weil ich (zu anderen) gütig bin?
So werden die Letzten die Ersten sein und die Ersten die Letzten;  denn viele sind berufen, aber nur wenige auserwählt.


Siehe auch:

Samstag, 15. Februar 2014

Botschaft an den belgischen König:

Die vierjährige Jessica aus Canada hätte möglicherweise ein Opfer des Kindereuthanasiegesetzes werden können. Sie lebt - und bittet mit ihrer Familie den belgischen König Philippe, das vom belgischen Parlament beschlossene Gesetz zur Tötung schwerkranker Kinder durch die Verweigerung seiner Unterschrift zu stoppen:




Es ist manchmal ermüdend: Immer und immer wieder neue Skandale - und neue Unterschriftenaktionen, die man unterzeichnen soll: "One of us", "Estrela-Bericht", "Lunacek-Antrag", "Bildungsplan 2015 in Baden-Württemberg" und so vieles andere.

Dennoch: Werden wir nicht müde, Stummen und Sprachlosen unsere Stimme und unseren Namen zu geben: Versuchen wir zumindest, ewas zum Besseren zu wenden - solange wir die Möglichkeiten dazu haben!

Hier geht's zur Unterschriftenaktion mit einer Bittschrift an den belgischen König Philippe, das Kindereuthanasiegesetz nicht zu unterzeichnen.

Wortlaut der Petition:

Majestät, bitte unterzeichnen Sie das Kindereuthanasiegesetz nicht


Majestät,

Sie sind der König der Belgier und als solcher Ihrem Volk verpflichtet. Grundsätzlich sind Sie gewohnt, jedes Gesetz zu unterschreiben, das von einem demokratisch gewählten Organ vorgesetzt wird. Auch wenn Sie vielleicht nicht einverstanden sind. Es gibt jedoch Gesetze, die nicht nur Belgien, sondern langfristig auch Europa betreffen werden.

Ein solches ist das geplante, erschreckende Euthanasiegesetz für Minderjährige, das Signalcharakter für ganz Europa haben wird. Hören Sie auf die vielen Stimmen in In- und Ausland, die vor diesem Gesetz warnen – auf Ihre Bischofskonferenz, auch auf den Europarat, der eine klare Erklärung dagegen verfasst hat.

Und so wenden auch wir, die Unterzeichner, uns an Sie und bitten Sie dringend: Unterschreiben Sie dieses Gesetz nicht, auch wenn Sie dafür in der Öffentlichkeit gerade stehen müssen. Sagen Sie nicht Ja zum erschreckendsten Gesetz zur Euthanasie weltweit.

Hören Sie auf Ihr Gewissen und zeigen Sie sich als Monarch mit ethischen Prinzipien. Zeigen Sie sich der Herausforderung würdig, für die Sie ein Leben lang vorbereitet worden sind.
 

Mit freundlichen Grüßen...

Stimmen zum Beschluss des Kindereuthanasiegesetzes:

Freitag, 14. Februar 2014

Ganz ehrlich: Wo katholisch draufsteht muss auch katholisch drin sein

In einem kath.net-Beitrag hat Michael Gurtner die Situation der katholischen Kirche in der Schweiz analysiert. Sein Fazit zu den von dortigen Kirchengegnern erhobenen Vorwürfen gegen den glaubenstreuen Bischof von Chur, Vitus Huonder: Es geht nur vordergründig um die Person des Churer Bischofs, vielmehr aber geht es um die Ablehnung der katholischen Lehre in breiten Teilen des Kichenvolkes, das längst ein eher protestantisches, denn katholisches Kirchenbild vertritt und keinen sensus Ecclesiae mehr aufbringen kann. Diese (leider großen?) Teile des Kirchenvolks haben die Einheit im Glauben mit der Kirche Jesu Christi aufgegeben:
"Als abschließende Zusammenfassung müssen wir nach einer Zusammenschau der Vorwürfe und Wünsche der gegen Exzellenz Huonder protestierenden Gruppen leider feststellen, daß hinter diesen Protesten im letzten ein aggressives Ablehnen der katholischen Lehre steht. Diese Ablehnung hat nur äußerlich mit dem regierenden Bischof zu Chur zu tun, doch im letzten geht es nicht um ihn, sondern um den katholischen Glauben selbst. Man gibt vor, den Bischof abzulehnen, weil man nicht offen sagt, daß man die katholische Kirche und deren Glaubenslehre ablehnt. Deshalb muß eine Person herhalten, wo eigentlich das große Gesamt der katholischen Lehre gemeint ist.

Der brennende Zorn entlädt sich in einer aggressiven, feindseligen und vollkommen unfairen Art und Weise deshalb am Bischof, weil er genau jenen Glauben der Kirche vertritt, den die protestierenden Gruppen ablehnen. Sie teilen in weiten und wesentlichen Teilen nicht mehr den katholischen Glauben, und so müssen sie sich im Grunde die ehrliche Frage stellen, ob sie selbst, ganz persönlich, wirklich noch katholisch sind. Viele von ihnen sind es vermutlich leider nicht mehr! Denn zum Katholischsein gehört auch der katholische Glaube wie ihn die Kirche immer lehrte, und ist nicht auf einen Verwaltungsakt, den Eintrag in einer Liste oder die Entrichtung der geforderten Kirchensteuer reduzierbar."
Michael Gurtner in seinem kath.net-Beitrag: Man sagt 'Bischof Huonder' und meint 'katholische Kirche' (14.02.2014)

Aber seien wir ehrlich: Auch in Deutschland ist die Situation nicht viel anders - nur, dass es hierzulande nicht einen Bischof zu geben scheint, der die Standfestigkeit und den Mut eines Bischof Huonder aufbringt und der sich (in aller Liebe und mit aller Geduld wie dieser) den glaubenszerstörenden Machenschaften der Vertreter einer "neuen Kirche" entgegenstellt und in aller Treue zu Jesus Christus und der römisch-katholischen Kirche sein Hirtenamt ausübt.

Jeder Bischof hat das Recht und die Pflicht den unverkürzten und authentischen von der Kirche überlieferten Glauben zu verkünden und zu verteidigen. Das Bischofsamt berechtigt nicht dazu, die Lehre der Kirche in Frage zu stellen oder zu relativieren (wie dies z. B. der Münchener Kardinal Marx, der Freiburger Erzbischof em. Zollitsch oder vor wenigen Tagen erst wieder der Trierer Bischof Ackermann - u.a. - taten). Der Inhaber des Bischofsamtes ist an Christi Wort und Weisung gebunden.

Was für die von der Kirche entsandten Glaubensboten gilt, das gilt auch für die Bischöfe: "Sie sollen nicht ihre eigene Person oder ihre persönlichen Ideen (vgl. 2 Kor 4,5) predigen, sondern ein Evangelium, dessen absoluter Herr und Besitzer weder jene noch sie selbst sind, um darüber nach ihrem eigenen Gutdünken zu verfügen, wohl aber sind sie dessen Diener, um es in vollkommener Treue weiterzugeben." (Evangelium nuntiandi Nr. 15)

Gläubige, die, besiegelt mit der Taufe, den katholischen Glauben angenommen haben, finden diesen Glauben nur in der katholischen Kirche. Dieser authentische Glaube ist dem Gläubigen sozusagen in die Wiege gelegt worden; er war schon da, bevor der einzelne Gläubige ihn als die Verheißung seines Heiles annahm. Weder "reformorientierte" Kirchenmitglieder noch Bischöfe können ihnen diesen Glauben nehmen. Es gibt genügend andere Gemeinschaften oder Vereine, in denen ein anderer Glaube gepredigt wird und wo all das, was diese "reformorientierten" Kirchenmitglieder oder untreuen Bischöfe verkünden, längst schon verwirklicht ist. Mögen sie sich doch diesen anderen Gemeinschaften zuwenden in aller Ehrlichkeit sich selbst, ihrem Gewissen, und allen Gläubigen gegenüber. Den treuen Gläubigen aber mögen sie den katholischen Glauben, wie er durch das Lehramt der Kirche verkündet wird, lassen, denn diese haben keine andere Heimat als die beim Herrn in Seiner heiligen Kirche!


+      +      +

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...