Freitag, 16. März 2012

Jerusalem, Jerusalem, bekehre Dich zum Herrn, Deinem Gott



Tomás Luis de Victoria (Ávila, 1548 - Madrid, 1611)


IOD
Manum suam misit hostis
ad omnia desiderabilia eius:
quia vidit gentes ingressas sanctuarium suum,
de quibus praeceperas ne intrarent
in ecclesiam tuam.

CAPH
Omnis populus eius gemens,
et quaerens panem:
dederunt pretiosa quaeque pro cibo
ad refocillandam animam.
Vide, Domine,
et considera quoniam facta sum vilis.

Ierusalem, Ierusalem,
convertere ad Dominum Deum tuum.


Klagelieder 1,10.11

Der Bedränger streckte die Hand aus nach all ihren Schätzen. Zusehen musste sie, wie Heiden in ihr Heiligtum drangen; ihnen hattest du doch verboten, sich dir zu nahen in der Gemeinde.

All ihre Bewohner seufzen, verlangen nach Brot. Sie geben ihre Schätze für Nahrung, nur um am Leben zu bleiben. Herr, sieh doch und schau, wie sehr ich verachtet bin.


Jerusalem, Jerusalem,
bekehre Dich zum Herrn, Deinem Gott.

Die Dinge nehmen wie sie kommen...

Die große Lebensregel heißt, die Dinge nehmen, wie sie kommen.
 
Wer seinen Weg verlässt aus Angst vor den Wechselfällen des menschlichen Lebens, die ihm zustoßen, hat einen schwachen Glauben oder ein seltsam verkehrtes Gewissen, - es fehlt ihm die Großherzigkeit.

Der wahre Christ freut sich an den irdischen Dingen, die Freude be­reiten; doch so, dass er sich nichts daraus macht, wenn sie vergehen. Um keine Gaben macht er sich große Sorgen, außer um jene, die unvergänglich sind. Er ist aber zu religiös, um selbst die gerings­ten und flüchtigsten Gaben zu verachten, weil er sie als Gaben Gottes betrachtet.

Es ist wahr, dass Selbstbeherrschung, Zucht und innere Gläubigkeit sich nicht an einem Tag lernen lassen; aber wäre dem so, wozu wäre uns dann dieses Leben gegeben? Es ist uns gerade als Vorbereitungszeit geschenkt, um sie zu erlangen.

Donnerstag, 15. März 2012

Die Kirche ist dort, wo die Menschwerdung Christi aus der Jungfrau verkündet wird...


"Wenn es ohne Pfingsten keine Kirche gibt, gibt es ohne Maria kein Pfingsten. Oder, wie der heilige Chromatius von Aquileia sagt: Man könnte sie nicht Kirche nennen, wenn nicht Maria zugegen wäre, die Mutter des Herrn.

Die Kirche ist dort, wo die Menschwerdung Christi aus der Jungfrau verkündet wird; und wo die Apostel verkünden, dort hört man das Evangelium (vgl. Sermo 30,1).

Die Mutter Jesu in der Kirche verehren heißt dann von Maria lernen, betende Gemeinschaft zu sein und alle Aspekte des Gebets aufzutun: nicht nur für sich selber und nicht nur in der Not zu beten, sondern in der Gemeinschaft, einmütig, beharrlich und treu zu beten und auch, wenn wir einfach Freude haben und danken dürfen."

Papst Benedikt XVI. bei der Generalaudienz am 14. März 2012

Foto: Rosenkranzbasilika, Lourdes; Lawrence OP

Hl. Klemens Maria Hofbauer, bitte für uns!




"In all dem haben die Bischöfe heute keine Macht mehr. Wenn nur die Steuern von den Bürgern gezahlt werden, wenn nur kein Aufstand gegen den Fürsten in Szene gesetzt wird, alles übrige ist geduldet. Was ist also in einer solchen Situation zu tun? Wo der Hirt gehindert wird, den Wolf vom Einbruch in die Herde abzuhalten, ist es Pflicht der Hunde (Prediger), wenigstens durch Bellen die Schafe zur Wachsamkeit zu mahnen und die Wölfe durch Schrecken abzuhalten."

aus den Briefen des hl. Klemens M. Hofbauer

Klemens Maria Hofbauer (1751-1820)  im Heiligenlexikon: bitte hier klicken

Mittwoch, 14. März 2012

Triviale Sprache im Gottesdienst?

Nachkonziliare Wirrnisse


Josef Pieper (1904-1997) zum "sakralen Charakter der liturgischen Sprache":

Sakralität besagt Unterschiedenheit und Anders-Sein im Vergleich zu der planen Normalität, wie sie, natürlich ganz zu Recht, den Alltag der Menschen bestimmt. Sakralität bedeutet ausdrücklich Abgrenzung gegenüber der trivialen Durchschnitt-lichkeit des Lebensvollzuges sonst.

Das kann freilich nur dem begreiflich werden, der davon überzeugt ist, daß es, inmitten des alltäglichen Daseins, jenes radikal Unalltägliche wirklich gibt, welches wir mit den Namen "Geheimnis" und "Mysterium" meinen. Es ist das ganz und gar Unalltägliche göttlicher Gegenwart, das natürlicherweise vom Menschen auch die Antwort eines "anderen" Verhaltens, auch des Sprechens, fordert.

Die Verteidiger einer "entsakralisierten", das heißt, einer auch in der Kirche und im Gottesdienst der durchschnittlichen Redeweise möglichst nahen oder gar mit ihr identischen Sprache, haben sich im Streitgespräch mit mir gelegentlich auf eine offizielle "Instruktion" berufen, die solche sprachlichen Freiheiten erlaube und sogar empfehle.

Natürlich habe ich sogleich nach diesem gar nicht leicht aufzutreibenden und seltsamerweise in französischer Sprache abgefaßten Dokument (vom 25. Januar 1969) gefahndet; doch habe ich darin dann nicht die Spur irgendeiner Duldung oder gar Befürwortung trivialer Alltagsrede aufzuspüren vermocht.

Der theologisch wohlfundierte Text fordert zwar, die Übersetzung in die Volkssprache müsse auch dem einfachen Menschen verständlich sein; im übrigen aber stehe auch sie unter dem Anspruch, "Stimme der Kirche " zu sein, "die zu ihrem Herrn redet"; und in der Liturgie, so wird gesagt, sei das Wort nicht bloß Verständigungsmittel, sondern "zugleich mysterium".

Es ist demnach nicht nur eine Geschmacklosigkeit, sondern eine dem Wesen der Liturgie widersprechende Ungehörigkeit, Menschen, die sich beim Eintritt in die Kirche mit geweihtem Wasser bekreuzigt und das Allerheiligste niederkniend verehrt haben und damit in den "anderen", den "heiligen" Weltbezirk eingetreten sind, zu Beginn der Meßfeier einen "schönen guten Abend" zu wünschen oder sie , wie die Fernseh-Ansagerin, "herzlich zu begrüßen".

So sehe ich mich also durch die als sie selber sprechende Kirche bestätigt in meiner schon manches Mal geübten und übrigens durchweg erfolgreichen Praxis, mir diese Art Anrede zu verbitten.


Pieper, Werke, Ergänzungsband 2, Autobiographische Schriften III: Eine Geschichte wie
ein Strahl, II. Kapitel, Hamburg 2003, S. 528/529


Josef Pieper Arbeitsstelle: bitte HIER klicken!

Über Josef Pieper bei kath-info: bitte HIER klicken!

Blogoezesanes

An alle Blogoezesanen:

Einladung von "Beiboot Petri" (Ester, Cinderella01, Matthäus und damasus) zur Gestaltung eines Geburtstagsgrußes an den Heiligen Vater:


Ganz off topic - Papstgeburtstag

Wir sind jetzt mal ganz offtopic, aber wir haben uns vorgenommen, wegen des Papstgeburtstages heute mal die ganze Blogozese mit unserem Anliegen zu behelligen:

Liebe Mitstreiter und Beter in der Blogozese!

Zum Geburtstag des Heiligen Vaters wollten wir eine Art elektronische Bilderbuchpostkarte für den Heiligen Vater zu seinem Geburtstag erstellen.
Dazu hatten wir vor einiger Zeit angefragt und um Mitgratulanten geworben.
http://beiboot-petri.blogspot.com/2012/02/es-sind-noch-genau-zwei-monate.html
Idee war, aus den Seiten aller Blogs der Blogozese ein Video zu basteln. Dazu müsste auf jeder Seite ein Geburtstagsgruß eingebracht werden, und dann ein Screenshot angefertigt werden und dieser dann an unsere Blog-Adressegoldmaria01@googlemail.com gesendet werden.
Cinderella hat einen ersten Prototyp erstellt, den man sich hier anguggen kann.
http://beiboot-petri.blogspot.com/p/videos.html
Hierzu haben wir willkürlich aus der kath. Bloggerliste 30 Seiten herausgegriffen und die integriert. Jemand der sich dort noch nicht findet, soll also nicht böse sein... das war keine Absicht.
Das ist jetzt nur eine Rohfassung in nicht so guter Qualität, aber wir denken als Ansichtsexemplar genügt es.
Unterlegt wird das ganze dann mit Musik. Wir würden vorschlagen: "Tu es Petrus" Dazu gibt es eine schöne Version von den Regensburger Domspatzen, die wir mir im iTunes-Store runtergeladen habe. Wegen GEMA wollen wir das aber nicht auf den Blog stellen.
Andere Vorschläge sind natürlich willkommen, das könnt ihr uns dann ja in den Kommentarbereich schreiben. Aber bitte dran denken, es soll dem Papst gefallen - nicht nur uns.
Es wäre schön, wenn sich viele beteiligen würden damit es ein schönes "dickes" Buch wird.
Bitte deshalb diese mail großzügig an alle Teilnehmer der Blogozese weiterleiten ... wir kennen ja nicht alle und da ist es gut, wenn es breit gestreut wird.
Wer ein Video mit Musik haben will, bitte über die e-mail-Adresse anmelden. Wir schicken es dann via eMail wg. GEMA


Also, wer sich beteiligen möchte, melde sich bitte bei 


 

Ein herrliches Kruzifix...


Ähnlich wie man Stein oder Holz bearbeitet, müssen wir Tag für Tag im Geiste der Buße die eigenen Unebenheiten glätten, die Fehlhaltungen in unserer Lebensweise beseitigen.
Dies geschieht durch zweierlei Arten von kleiner Abtötung: durch die, die wir freiwillig suchen - wie man im Laufe des Tages kleine Blumen sammelt - und die anderen, die wir erleiden - sie kommen auf uns zu, und es fällt uns schwer, sie anzunehmen. Alles Übrige - das vollbringt Christus.

Welch ein herrliches Kruzifix wird Er aus dir schnitzen, wenn du dich großmütig, freudig und vollständig formen lässt!

Josemaría Escrivá: Im Feuer der Schmiede, 403; AD 1987 (s. Quellen)

Dienstag, 13. März 2012

Mehr Demut...




Papst Benedikt XVI. am Donnerstag, den 23. Februar 2012 bei einer „Lectio divina" im Vatikan für den Klerus von Rom.
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