Samstag, 28. Mai 2022

Augsburger Bischof weiht Diakone in der überlieferten Form der hl. Messe

Am heutigenen Samstag weiht Bischof Bertram Meier zehn junge Männer der Priesterbruderschaft St. Petrus (FSSP) zu Diakonen. Dr. Bertram Meier ist der erste Diözesanbischof aus Deutschland, der eine Diakonenweihe im alten Ritus, also in der vor der Liturgiereform von 1969 üblichen Form, vornimmt. Die Weihe findet im "Allgäuer Dom", der Kirche St. Peter und Paul zu Lindenberg im Allgäu, statt.

Es ist dem Bischof hoch anzurechnen, dass er - trotz aller Unkenrufe - an die Grenzen seines Bistums geht und die Gemeinschaft derjenigen sucht, die den von vielen so ungeliebten - ja offenbar verhassten - überlieferten Messritus feiern und in diesem auch einen Weg aus der derzeitigen Glaubens- und Kirchenkrise sehen. Der Zustrom von Gläubigen, aus deren Reihen auch zahlreiche geistliche Berufungen erwachsen, gibt ihnen recht.

Bischof Bertram wird sich also aus erster Hand ein Bild machen können, von denen, die von anderen dafür gescholten werden, die Lehre der Kirche auch weiterhin unverkürzt und mutig zu verkündigen und zu leben. Diese Priester, Seminariaten, Familien, Männer, Frauen und Jugendlichen wollen die Kirche nicht ändern wie so viele andere, die - z.B. gerade auf dem "Synodalen Weg" oder auf dem Katholikentag in Stuttgart - ihre ganz eigene Agenda durchzusetzen versuchen.

Die Priesterbruderschaft St. Petrus und die sich ihr anschließenden Gläubigen stehen zur Kirche, von der sie wissen, dass es nicht "ihre" Kirche ist, keine Kirche, die sie je nach Zeitgeist und gerade sich darstellender "Lebenswirklichkeit" der Menschen adaptieren können, sondern dass es die Kirche Jesu Christi ist, von ihm gegründet und vom hl. Geist belebt und geheiligt. ER ist der Herr. Die Kirche der mystische Leib Christi, in der er selbst weiterlebt. Heiligkeit und Heiligung durch die geoffenbarten Gebote Gottes und durch das sakramentale Leben sind Ziel und Zweck der Kirche. Nicht (Ab-)Segnung von "Lebenswirklichkeiten", die neuerdings von manchen als neue Offenbarungsquellen behauptet werden.

Sie stehen zur hierarchischen Verfasstheit der Kirche (vgl Vat.II, LG 3), zu einem Weihepriestertum, das Priesteramt, Lehramt und das Leitungsamt in sich vereint, sie stehen zum Zölibat, der für die Welt ein Skandal, ein unverständliches und unnötiges Opfer darstellt, den Gottgeweihten aber in die Lebensform seines Herrn Jesus Christus hineinnimmt und ihn so noch mehr in seine Nachfolge treten lässt (vgl. Vat. II, Presbyterorum ordinis, III) .

Bischof Bertram ist herzlich willkommen - und es ist ihm zu danken, dass er sich dieser (in vieler Hinsicht bestehenden) Herausforderung stellt. Mögen die über achtzig Priesteramtskandidaten des internationalen Priesterseminars St. Petrus in Wigratzbad, die anwesenden Priester und die zahlreichen zur Diakonenweihe erschienenen Gläubigen den Bischof und das ganze Bistum in ihre Gebete einschließen.


Fotos von der Diakonatsweihe durch Bischof Bertram Meier am 28.05.2022

CNA-Meldung: Bischof Meier weiht zehn Kandidaten der Petrusbruderschaft zu Diakonen

"Priester der Bruderschaft leisten einen wertvollen Beitrag für die Glaubensweitergabe" (CNA vom 04.05.2022)

 

 

O. A. M. D. G.

 

Foto: Fassade der Pfarrkirche St. Peter und Paul, Lindenberg im Allgäu; © FW

Samstag, 28. August 2021

Online-Tagung über Leo Kardinal Scheffczyk

Die "Internationale Theologische Sommerakademie Aigen" befasst sich in diesem Jahr am 30. und 31. August (also Montag und Dienstag dieser Woche!) mit der Theologie des Dogmatikers Leo Kardinal Scheffczyk:

 

„Kardinal Leo Scheffczyk als Wegweiser des Glaubens.

Akademie aus Anlass seines 100. Geburtstages und

 des 20. Jahrestages seiner Kardinalserhebung“


Die Veranstaltung findet ausschließlich online statt. Anmeldungen können - trotz abgelaufener Anmeldefrist - noch getätigt werden. Die Verbindung erfolgt über die Plattform "Zoom".

Scheffczyk hat unter anderem theologisch begründet, warum der Kommunionempfang für geschiedene und wiederverheiratete Katholiken nicht möglich ist (s. hier).


Das Programm der Akademie 2021 finden Sie hier, die Möglichkeiten zur Anmeldung hier.

 

 
Fotogalerie im Scheffczyk-Archiv des Klosters Thalbach,
wo sich der gesamte Nachlass des Kardinals befindet.
(Führungen sind möglich und sehr zu empfehlen!)



Grab Leo Kardinal Scheffczyks
auf dem Klosterfriedhof des Klosters Thalbach (Bregenz, Österreich)
 
 
 

Donnerstag, 5. August 2021

Die "alte" Messe ist und bleibt jung

Dank an alle Katholiken - besonders an die jungen, die für die "alte Messe" ihre Stimme erheben!

Mittwoch, 8. April 2020

Endspurt

Last minute: 7 Tipps für die Ostervorbereitung





Vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch an unseren Bloggerkollegen Joe von retro katholisch... :-)


Samstag, 21. März 2020

Frühling



"Steh auf, eile, meine Freundin, meine Taube, meine Schöne, und komm! Denn der Winter ist schon vorüber, der Regen hat aufgehört und ist vergangen; die Blumen sind erschienen in unserem Land" (Hoheslied 2,10-12).

Dieser Frühling ist ein besonderer: Vielerorts sind die Menschen von den Behörden aufgerufen, nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben, um sich selbst und andere vor dem gefährlichen Corona-Virus zu schützen. Spazierengehen aber ist ausdrücklich erlaubt - wenn auch nur allein oder zu zweit.

Vielleicht können wir diese Zeit nutzen, um uns an den Wundern des Wiedererwachens der Natur nach diesem - wenn auch nur auf einen Donnerstag gefallenen - Winter zu erfreuen, den Frühling in vollen Zügen (nicht in vollen Zügen, sondern allein in der Natur aber mit allen Sinnen) zu genießen und unserem Vater im Himmel, dem großen Schöpfergott, dankbar ein Loblied zu singen.

Der Frühling ist eine ganz besondere Zeit, Gottes Wirken in der Natur zu entdecken, Wunder Seiner Schöpfung zu sehen und dankbar zu sein für jeden Tag, den Gott uns schenkt, um Ihn immer besser kennenzulernen und seine Großtaten zu preisen (vgl. Ps 145,6 ).



Montag, 6. Januar 2020

Kommt lasset uns anbeten!

Jesus, mein Herr und mein Gott!



Wir haben seinen Stern im Osten gesehen und sind mit Geschenken gekommen,
den Herrn anzubeten! 

(Matth. 2,2; Alleluja-Vers am Fest der Erscheinung des Herrn)




Foto: Heilige Messe in der Sühnekirche in Wigratzbad am 06. Januar 2020,
dem Fest der Erscheinung des Herrn (In Epiphania Domini);
Zelebrant: Pater Daniel Eichhorn FSSP
© Frischer Wind

Mittwoch, 14. August 2019

Wallfahrt zum wundertätigen Kreuz in Kranenburg

Niederrhein-Wallfahrt II

Entstanden ist die Wallfahrt zum Kranenburger wundertätigen Kreuz im Jahre 1308, als bei der Fällung eines Baumes ein hölzerner Christuscorpus gefunden wurde. Ein Hirte soll zuvor eine Hostie an dieser Stelle fallen gelassen haben. Der Corpus wurde in die damalige Kranenburger Kirche überführt und wurde schnell das Ziel vieler Pilger.

Hauptwallfahrtstag im Kirchenjahr ist das Fest Kreuzerhöhung am 14. September.





















+

O crux, ave, spes unica,
Hoc passionis tempore,
Piis adauge gratiam
Reisque dona veniam

Te, summa Deus Trinitas,
Collaudet omnis Spiritus,
Quos per crucis mysterium
Salvas, rege per saecula.

+
 
Sei gegrüßt, o Kreuz, einzige Hoffnung,
in dieser Zeit des Leidens
vermehre den Frommen die Gnade
und Sündern tilge die Vergehen.

Dich, Gott, höchste Dreifaltigkeit,
soll loben jeglicher Geist
und die du durch das Geheimnis des Kreuzes rettest,
herrsche in alle Ewigkeit.

 +

aus dem Hymnus "Vexilla regis prodeunt..." von Venantius Fortunatus (530/40 – um 600)
Quelle: Hymnarium.de 


Weitere Informationen finden Sie hier.

Sonntag, 4. August 2019

Marienbaum - Sommer, Sonne, Meeresstern

Niederrhein-Wallfahrt I

Marienbaum bei Xanten (auch hier) ist einer der ältesten Marienwallfahrtsorte am Niederrhein. Maria wird hier als "Zuflucht der Sünder" verehrt und um Hilfe angerufen. Ein gelähmter Hirte hatte im Jahr 1430 - wie zuvor in einem Traum geschaut - eine holzgeschnitzte Marienstatue in einer Eiche gefunden und wurde, nachdem er Maria in diesem Bild verehrt hatte, von seiner Krankheit geheilt.

Vor der Kirche befindet sich ein sehr schöner Brunnen mit einer
Nachbildung des Gnadenbildes:


An den acht Seiten des Brunnens befindet sich je ein Symbol für die Gottesmutter, unter anderem eben auch ein Meeresstern (Ave, maris stella...), als der Maria schon lange als Richtungsgeberin und Leitstern für ein christliches Leben angerufen wird. Kurios: Hier hat der Künstler den Stern weniger wie einen Himmelsstern aussehen lassen, sondern eher wie einen Seestern...







Marienbaumer Gnadenbild "Maria, Zuflucht der Sünder"




Fotos: © FW
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