Samstag, 13. Dezember 2014

Zeit der Heiligung

Der Heilige Geist hat den vollkommenen Menschen Jesus im Schoß der Jungfrau geformt, und er ist es denn auch, der den wunderbaren Plan Gottes im Menschen zu Erfüllung bringt. Dazu verwandelt er zunächst das Herz und dann, von diesem Mittelpunkt ausgehend, alles übrige.

So kommt es, daß in jedem einzelnen das ganze Schöpfungs- und Erlösungswerk zusammengefaßt wird, das Gott, Vater und Sohn und Heiliger Geist, vom Anfang bis zum Ende des Kosmos und der Geschichte vollbringt.

Und wie in der Menschheitsgeschichte das erste Kommen Christi im Mittelpunkt und seine glorreiche Wiederkunft am Ende steht, so ist jede persönliche Existenz berufen, sich während der irdischen Pilgerreise auf geheimnisvolle und vielfältige Art an ihm zu messen, um in der Stunde seiner Rückkehr »in ihm« gefunden zu werden.

Die selige Gottesmutter und treue Jungfrau leite uns dazu an, aus dieser Adventszeit und aus dem gesamten neuen Kirchenjahr eine Zeit echter Heiligung zu machen zum Lob und Ruhme Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

 
Papst Benedikt XVI. in der Predigt zum Advent am 25.11.2005


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Freitag, 12. Dezember 2014

Heute 19:30 Uhr: Chesterton im Institut Philipp Neri, Berlin

Unter dem Titel "Bier, Burgunder und Bekenntnis - Besser leben mit Chesterton" führt der bekannte Publizist und Literaturwissenschaftler Dr. Alexander Kissler durch Leben und Werk des Autors. Dazu liest Schauspieler und Rezitator Uwe Postl aus Chestertons biographischen, essayistischen und belletristischen Werken. Im Anschluss gemütliches Beisammensein bei Bier und Burgunder...

Der Eintritt ist grundsätzlich frei. (Spenden für die Vortragenden und zur Deckung der Unkosten sind willkommen.)


Veranstaltungsort:
Institut Philipp Neri (ISPN)
Graunstr. 31
13355 Berlin

Anfahrt siehe hier!

Nachtrag:


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Wunder über Wunder - Gedenktag der Allerseligsten Jungfrau Maria von Guadalupe

 


Im Jahre 1531 erschien dem mexikanischen Bauern Juan Diego eine wunderschöne "edle Dame" und hinterlässt zuletzt auf dem Umhang des Bauern das Bildnis einer Frau, unschwer zu erkennen als die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria, als die sich auch die Erscheinung selbst zu erkennen gibt. Dieser Umhang, die sogenannte "Tilma", gibt der Menschheit zahlreiche Rätsel auf. Viele Details sind auf natürlichem Wege und verstandesgemäß nicht zu erklären: das Tuch ist ein einziges großes Wunder.

Die Erscheinungen der Jungfrau Maria, die Sich Juan Diego mit den Worten vorstellt: "Wisse, mein liebstes Söhnchen,  dass ich die makellose und immerwährende Jungfrau Maria bin, die Mutter des wahren Gottes, durch den alles lebt...", führen einen ganzen Kontinent zum Christentum - just in der Zeit, in der in Deutschland durch die Reformation des Martin Luther und seiner Mitstreiter viele Menschen der Kirche entfremdet werden und vom wahren Glauben abfallen.




Hier eine Liste mit einigen der Merkmale der Tilma, die nicht zu erklären sind (Quelle: kath-zdw: Die Tilma von Guadalupe):

  • Kein Malmaterial identifizierbar, weder pflanzlichen, noch tierischen noch mineralischen Ursprungs. Malmaterial bis heute unbekannt. 
  • Keine Pinselstriche vorhanden. 
  • Keine Vorzeichnungslinien, keine Vorzeichnungsskizze vorhanden. 
  • Keine Untermalung, keine Grundierung, keine Leimung: dies macht es eigentlich unmöglich, auf der Oberfläche des groben Stoffes zu malen. 
  • Keine schützende Lackierung vorhanden trotz unerklärlich guter Erhaltung von Bild und Stoff.
  • Kombination verschiedener Maltechniken: Öl, Tempera, Wasserfarbe und Fresko. Nicht kopierbar.
  • Unebenheiten auf dem Gewebe gezielt ausgenutzt, um dem Gesicht Tiefe zu geben. 
  • Rätselhafte Glättung der Oberfläche. Die Bildseite auf der Tilma ist merkwürdig geglättet, glänzend weiss und weich unter dem Bild. Forscher haben keine Erklärung für die zwei unterschiedlichen Materialseiten. 
  • Lichtbrechung: Bei der Untersuchung 1979 durch Smith und Callahan festgestellt: Die Farben verhalten sich wie Farben auf Vogelfedern, Schmetterlings- oder Käferflügeln: sie verändern sich beim Betrachten aus verschiedenen Blickwinkeln. 
  • Einseitige Durchsichtigkeit. Das Bild auf der Vorderseite kann deutlich durchscheinend von hinten gesehen werden – jedoch ein rätselhafter grüner Fleck auf der Rückseite des Gewebes kann von der Vorderseite aus nicht gesehen werden.  
  • Infrarotdurchlässigkeit: die rosa Farbe auf dem Bild ist – entgegen der allgemein vorkommenden Undurchlässigkeit der rosa Farbpigmente – infrarotdurchlässig. 
  • Umkehreffekt: Aus der Entfernung erscheint das Bild grösser, scheint beim Näherkommen zu „schrumpfen“. Gesicht und andere Details sind nicht aus der Nähe, sondern erst aus einigen Metern Entfernung deutlich zu erkennen. 
  • Die Augen: Die Augen des Gesichtes auf der Tilma bilden das grösste Rätsel dieses Artefaktes. In beiden Augen spiegelt sich die damalige Szene der Bildentstehung im Jahr 1531 vor dem Bischof mit Verzerrungen in Abhängigkeit von den Gesetzen der Krümmung der Hornhaut, und im zweiten Auge um genau den Faktor verschoben, wie es sich in einem lebendigen Auge zeigen würde. 
  • 1956 entdeckt: Lichtreflexe in den Augen der Figur auf der Tilma. (Lichtreflexe im menschlichen Auge sind uns erst bekannt seit Helmhotz’ Entdeckung in den 1880er Jahren! Woher also sollte der Hersteller dieses Bildes im Jahre 1531 davon Kenntnis gehabt haben?)
  • 1958 entdeckt: Parkinje-Sanson-Effekt in den Augen der Figur auf der Tilma: ein gesehenes Objekt wird in beiden Augen eines Menschen reflektiert, und zwar an drei verschiedenen Stellen verursacht durch die Krümmung der Hornhaut. Genau dies aber findet sich auch in den Augen der Figur auf dem Tilmabild
  • Die sich in den Augen widerspiegelnde Szene – nach modernster Computerbildanalyse: Ein sitzender Indio; die Gesichter von möglicherweise Bischof Zumárraga und Dolmetcher Gonzales; dann Juan Diego, seine Tilma öffnend; die Büste einer Frau und ein bärtiger Spanier. In der Mitte: eine Eingeborenengruppe mit Kind.


 
Heilige Maria,
makellose und immerwährende Jungfrau und Gottesmutter,
bitte für uns und die Missionen in aller Welt 



Weiteres zum Thema "Guadalupe":


Bilder: 
Mitte und unten: Standbild in den Vatikanischen Gärten, das den Moment zeigt, als Juan Diego dem Bischof die Rosen aus seinem Umhang schüttet und das Bild Mariens in dem Stoff sichtbar wird (eigene Fotos)

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Kardinal Brandmüller: Nicht das Heilige dem Menschen, sondern die Menschen dem Heiligen anpassen

Jüngstes Interview mit Papst Franziskus

Das neueste Interview des Papstes vom 07. Dezember 2014 in der argentinischen Publikation "La Nacion" (hier; eine Zusammenfassung von Radio Vatikan hier) führt offensichtlich zu zahlreichen Irritationen. Besonders wenn es um die Bischofssynode 2014/2015 geht und über die Umstände der Abberufung von Raymond Leo Kardinal Burke als Präfekt des Obersten Gerichtshofs der Apostolischen Signatur, stellt sich beim informierten Leser ein nicht geringes Unbehagen ein.

Zur Causa Burke hat sich hier der Blogger Theodor Gedanken gemacht. Zur Aussage von Papst Franziskus, es gebe einige Bischöfe, die stur auf ihrer Überzeugung beharren würden und für die man um den Heiligen Geist beten müsse, damit sie sich bekehren (1), haben (hier) clamormeus und Geistbraus (hier) einige grundsätzliche Überlegungen über die Mentalität des Papstes angestellt.

Zum Papst-Interview vom 07.12.2014 s. auch den Kommentar von Regina Einig in der "Tagespost" (Nr. 146 vom 8./9.12.2014; S. 2).

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Interview von Guido Horst mit dem Kirchenhistoriker Walter Kardinal Brandmüller

Sozusagen gleichzeitig, am Samstag, den 06. Dezember 2014, veröffentlichte die katholische Zeitung "Die Tagespost" ein Gespräch des Vatikankorrespondenten Guido Horst mit dem in Rom lebenden Kirchenhistoriker Walter Kardinal Brandmüller. Brandmüller spricht u. a. über die vergangene Außerordentliche Bischofssynode, über das Niveau der theologischen Ausbildung des letzten halben Jahrhunderts und über eine "schleichende Lagerbildung" innerhalb der Kirche über die Frage, ob und in welchem Maße sich die Kirche der "Welt", d.i. die von Ideologien geprägten Gesellschaft, anpassen solle oder eben Widerstand zu leisten habe indem sie diese moderne Welt mit der Botschaft des Evangeliums herausfordere.

Brandmüller bringt die Situation, in der wir heute stehen, auf den Punkt: Wir erleben das Wiederauflodern der von der Kirche verurteilten Irrlehre des Modernismus. Bisher war es in der Kirche - vor allem durch die beiden Weltkriege und deren Auswirkungen - nicht gelungen, die Geistesströmung des Modernismus umfassend aufzuarbeiten und zu bewältigen: die glaubenszerstörende Glut schwelte, immer wieder züngelnd, weiter.

Liest man die Enzyklika "Pascendi Dominici gregis" des heiligen Papstes Pius X. über die Lehren der Modernisten, so ist nicht zu übersehen, wie brandaktuell diese Themen gerade jetzt wieder sind. Es empfiehlt sich daher, die Dokumente des kirchlichen Lehramtes über den Modernismus zu studieren und zu rezipieren...


(1) OT im spanisch-sprachigen Original: "Usted me puede preguntar: "Pero, ¿hay algunos que son completamente tercos en sus posturas?". Y, sí, alguno habrá. Pero eso no me preocupa. Es cuestión de rezar para que los convierta el Espíritu, si es que hubo algunos de ésos."

und in der englisch-sprachigen Ausgabe von "La Nacion":"You could ask me "are there any that are completely stubborn and won´t move from their positions?". Yes, there surely are. But that is not my concern. It´s a question of praying for the Holy Spirit to convert them, if any."


Kardinal Brandmüller im Gespräch mit Guido Horst:

"Die Vorstellung, man könne pastorale Praxis von der Glaubenslehre trennen, ist genauso absurd wie die Idee, man könne die architektonisch- künstlerische Gestaltung einer Brücke ohne Berücksichtigung der statischen Berechnungen umsetzen."

"Dass in Lehre und Praxis der Kirche von heute wahr sein könnte, was gestern Irrtum war, ist undenkbar, wenn wir an das Wirken des Heiligen Geistes glauben, der die Kirche in alle Wahrheit einführt. Auf die Lebenswirklichkeit der heutigen Gesellschaft einzugehen und zu antworten, ist damit keinesfalls ausgeschlossen, sondern selbstverständlich und notwendig. Allerdings kann dieses niemals dazu führen, dass Lehre und Praxis der Kirche dem jeweiligen Mainstream angepasst werden."

Brandmüller erinnerte an den Satz, den Augustiner-General Egidius von Viterbo  in der Eröffnungsrede zum 5. Laterankonzil gesagt habe: "Es gelte nicht, das Heilige dem Menschen anzupassen, sondern die Menschen dem Heiligen." Ebenso verwies der Kirchenhistoriker auf die johanneischen Schriften des Neuen Testamentes, in denen ausdrücklich ein  "notwendige(r) Kontrast zwischen 'dieser' Welt' und dem Reich Gottes'" konstatiert werde. Diese neutestamentliche Sichtweise sei bei den Auseinandersetzungen um die Richtung der Kirche "dem Blick entschwunden" gewesen.

"Worum es also gehen muss ist dies: Den heute lebenden Menschen einsichtig zu machen, dass die in der leib-geistigen Natur des Menschen begründeten Normen des natürlichen Sittengesetzes den einzigen Weg zu einem geglückten Leben weisen – noch bevor von der Botschaft des Evangeliums die Rede ist."

"[...D]ieses Problem (Anm.: der Lagerbildung) hatte schon das Erste Vatikanum beschäftigt. Dabei bestand der Gegensatz zwischen jenen, die eine nicht risikolose Anpassung, und den anderen, die Konfrontation für geboten hielten. Diese Spannung wurde nicht gelöst, sie setzte sich in der Modernismuskrise um die Wende zum zwanzigsten Jahrhundert fort."

"Inwiefern die bekannten Forderungen bezüglich Homosexualität, Scheidung und Wiederheirat eigentlich modernistische Wurzeln haben, wäre im Einzelnen zu prüfen. Möglicherweise sind sie nur Äußerungen des Zeitgeistes. Jedenfalls aber ist die Auffassung, dass sich die Glaubens- und Sittenlehre der Kirche ändern könne, eindeutig modernistisch. Schon das Erste Vatikanische Konzil hat in seiner Konstitution „Dei Filius“ diese Ansicht eindeutig verurteilt."

"Grundlage für die Lehre der Kirche ist die von den Aposteln empfangene und von ihnen weitergegebene Offenbarung Jesu Christi. „Ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch überliefert habe“, sagt der Apostel Paulus. An dieses Glaubensgut stellt nun jede Zeit ihre spezifischen Fragen und es waren namentlich die Konzilien, die unter der Leitung des Heiligen Geistes darauf ihre Antwort gaben. Dies gewiss in der Sprache und mit den Begriffen ihrer jeweiligen Zeit, doch in bruchloser Übereinstimmung mit der überlieferten Wahrheit."

Quelle: Die Tagespost, 06.12.2014, Nr. 145, S. 5

s. auch:

Lehramtliche Dokumente:


Backlink:


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Dienstag, 9. Dezember 2014

Die Unveränderlichkeit des Dogmas

Die Glaubenslehre, wie sie Gott geoffenbart hat, ist nicht dem menschlichen Geist als eine Erfindung der Philosophie übergeben, die der Mensch mit seinem Verstand weiter ausbilden soll, sondern als göttlicher Schatz der Braut Christi anvertraut, zur treuen Bewahrung und unfehlbaren Erklärung. Deshalb ist auch für die heiligen Dogmen immer der Sinn festzuhalten, den die heilige Mutter, die Kirche, einmal erklärt hat. Niemals darf man unter dem Schein oder dem Vorwand eines tieferen Verständnisses davon abweichen (Vatikanum, Dei Filius, cap. IV.). 

Die Entwicklung unserer Begriffe, auch in Glaubenssachen, wird dadurch keineswegs behindert, sondern unterstützt und gefördert. Das Vatikanische Konzil fährt deshalb fort: Es mögen also im Laufe der Zeiten und Jahrhunderte Verständnis, Wissenschaft und Weisheit wachsen und mächtig fortschreiten, sowohl bei den einzelnen, als auch bei der Gesamtheit, in jedem Menschen und in der ganzen Kirche, aber innerhalb des zuständigen Bereiches, im gleichen Dogma, im gleichen Sinn und in der gleichen Ansicht.
 
Pius X.: Enzyklika »Pascendi Dominici gregis« (über die Lehren der Modernisten) von 1907, Nr. 27

Montag, 8. Dezember 2014

Immakulata - Ohne Erbsünde empfangen

Heute, am 8. Dezember feiert die Kirche das Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen allzeit reinen Jungfrau und Gottesmutter Maria (Immakulata B.M.V.)! Welche Freude!

Ganz schön bist du, Maria;
der Erbschuld Makel hat dich nicht befleckt!

 (1. Antiphon der 1. Vesper des 8. Dezember)



Gruß dir, Stern der Meere,
Mutter Gottes hehre,
Jungfrau bis zum Sterben,
Tür den Himmelserben.
 
Ave nimm und Kunde
Aus dem Engelsmunde
Wende Evas Namen,
Sprich zum Frieden: "Amen".
 
Nimm, was Sünden binden,
Bringe Licht den Blinden,
Banne unser Wehe,
Gutes uns erflehe!
 
Mutterwürde zeige,
Deinem Wort sich neige,
Den du angenommen,
Der für uns gekommen.
 
Jungfrau du wie keine,
Gütig, milde, reine,
Lass uns, frei von Sünden,
Milde Reinheit finden!
 
Sicher mach die Reise,
Rein die lebensweise,
Dass wir Jesus schauen,
Selig mit Liebfrauen!

Himmelsvater, Dir
Sei des Ruhmes Zier,
Dir, dem Geist, dem Sohne,
Dreien eine Krone! Amen!

 
Hymnus "Ave Maris Stella"



Über das Dogma von der "Unbefleckten Empfängnis Mariens"




Bild: Lourdesgrotte in den Vatikanischen Gärten; eigenes Foto

Sonntag, 7. Dezember 2014

Den Juden ein Ärgernis, den Heiden eine Torheit

Aus der Matutin zum 2. Adventsonntag:

3. Lesung Mt 11,2-10 (gleichzeitig auch Tagesevangelium):

In jener Zeit, als Johannes von den Werken Christi hörte, sandte er zwei von seinen Jüngern zu ihm und ließ ihn fragen: "Bist du der, der kommen soll, oder müssen wir auf einen andern warten?"

Jesus antwortete ihnen: "Geht und berichtet Johannes, was ihr hört und seht: Blinde sehen wieder und Lahme gehen; Aussätzige werden rein und Taube hören; Tote stehen auf und den Armen wird das Evangelium verkündet. Selig ist, wer an mir keinen Anstoß nimmt."

Als sie gegangen waren, begann Jesus zu der Menge über Johannes zu reden; er sagte: Was habt ihr denn sehen wollen, als ihr in die Wüste hinausgegangen seid? Ein Schilfrohr, das im Wind schwankt? Oder was habt ihr sehen wollen, als ihr hinausgegangen seid? Einen Mann in feiner Kleidung? Leute, die fein gekleidet sind, findet man in den Palästen der Könige. Oder wozu seid ihr hinausgegangen? Um einen Propheten zu sehen? Ja, ich sage euch: Ihr habt sogar mehr gesehen als einen Propheten. Er ist der, von dem es in der Schrift heißt: Ich sende meinen Boten vor dir her; dass er dir den Weg bereite" (Mal 3,1).

Auslegung des heiligen Papstes Gregor:
Wer so viel Zeichen und Wunder gesehen hat, kann nur staunen, aber nicht mehr Ärgernis nehmen. Dennoch nahmen die Ungläubigen schweres Ärgernis, als sie den Herrn nach so vielen Wundern sterben sahen. Daher sagt auch Paulus: Wir predigen Christus, den Gekreuzigten, den Juden ein Ärgernis und den Heiden eine Torheit.

Es erschien den Menschen töricht, dass der Urheber des Lebens zum Heil der Menschen sterben sollte; auch nahm der Mensch an ihm gerade daran Anstoß, um dessentwillen er Ihm heute besonders dankbar sein muss. Denn Gott muss umso würdiger von den Menschen geehrt werden, je unwürdiger das war, was Er für ihre Erlösung dulden wollte.
 6. Homilie über die Evanglien, Abschnitt 1 zur Lesung Mt 11,2-10 zum 2. Adventsonntag

Siehe, der Herr wird kommen und in Herrlichkeit herabsteigen
und Seine Macht mit Ihm;
Er wird Sein Volk in Freude heimsuche
 und ihm ewiges Leben verschaffen.
Siehe, unser Herr wird mit Kraft kommen. - Er wird Sein Volk!



aus: Das Breviergebet - Deutsche Ausgabe des Breviarum Romanum, Bd 1 Advent bis Dreifaltigkeitsonntag; Matutin zum 2. Adventsonntag; S. 15/16

Samstag, 6. Dezember 2014

Herzensfrieden



Willst du den Frieden deines Herzens behalten,
mein's gut, tu was du kannst, und lass Gott walten.


nach: Weisheit des Herzens; Kernsprüche Adolf Kolpings, AD 1955 (s.Quellen)



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