Freitag, 5. Dezember 2014

O Tannenbaum, o Tannenbaum...


O Tannenbaum, o Tannenbaum,
dein Kleid will mich was lehren:
Die Hoffnung und Beständigkeit
gibt Trost und Kraft zu jeder Zeit,
o Tannenbaum, o Tannenbaum,
dein Kleid will mich was lehren.



























Bilder: Commons via flickr

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Das Leben des hl. Kirchenlehrers Cyrill von Jerusalem (313 - 386)

Das Römische Martyriologium (von 1962) berichtet zum Heimgang des Heiligen am 18. März, deshalb auch Fest- und Gedenktag des hl. Cyrill:

Zu Jerusalem der heilige Bischof Cyrillus, Bekenner und Kirchenlehrer. Er hatte um des Glaubens willen von den Arianern viele Unbilden zu erdulden und wurde wiederholt aus seiner Bischofstadt vertrieben. Vom Ruhm der Heiligkeit umstrahlt, entschlief er im Frieden. Für seine unerschütterliche Rechtgläubigkeit legte das erste allgemeine Konzil von Konstantinopel in einem Brief an Papst Damasus ein glänzendes Zeugnis ab.


Vita des hl. Bischofs Cyrill von Jerusalem:

Aus der Bibliothek der Kirchenväter; Bd. 41; Cyrillus von Jerusalem; Verlag Josef Kösel & Friedrich Pustet KG München; AD 1922, S. 1-6:









Tagesgebet nach dem NO zum Fest des hl. Kirchenlehrers und Bischofs Cyrill von Jerusalem

Gott, du Quelle der Wahrheit durch den heiligen Bischof Cyrill von Jerusalem hast du deine Kirche gelehrt, das Geheimnis der Erlösung tiefer zu verstehen. Höre auf seine Fürsprache und hilf uns, deinen Sohn Jesus Christus zu erkennen und in ihm die Fülle des Lebens zu finden, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.


Hinweis: Dieser Post ist besonders für Jorge. :-)

Gepriesen, der da kommt im Namen des Herrn!

Kirchenväter und die Ankunft Christi (1)



Cyrill von Jerusalem (313-368): XV. Katechese an die Täuflinge

Wir predigen nicht bloß eine Ankunft Christi, wir verkünden auch noch eine zweite, eine noch viel herrlichere als die erste. Die eine war Leidensoffenbarung, die andere zeigt das Diadem göttlicher Herrschaft. Die ganze Geschichte unseres Herrn Jesus Christus verläuft — soweit es möglich ist — in Doppelereignissen.

Doppelt war seine Geburt: die Geburt aus Gott vor der Zeit und die Geburt aus der Jungfrau in der Fülle der Zeit. Doppelt war seine Herabkunft: die eine ist geheimnisvoll wie auf Vlies (1), die andere, die erst sein wird, ist unverhüllt. Bei der ersten Ankunft war er in einer Krippe in Windeln eingewickelt, bei der zweiten umkleidet er sich mit Licht. Bei der ersten Ankunft trug er, der Schmach nicht achtend, das Kreuz; bei der zweiten wird er in Begleitung eines Heeres von Engeln in Herrlichkeit kommen.

Wir halten uns nicht allein an die erste Ankunft, wir erwarten auch die zweite. Bei der ersten Ankunft riefen wir: „Gepriesen, der da kommt im Namen des Herrn“ (2). Bei der zweiten wiederholen wir das Wort. [S. 261] Mit den Engeln werden wir dem Herrn entgegeneilen, vor ihm niederfallen und sagen: „Gepriesen, der da kommt im Namen des Herrn!“

Der Heiland wird wiederkommen, nicht um wieder gerichtet zu werden, sondern um zu richten die Richter. Er, der seinerzeit, da er gerichtet wurde, schwieg, wird dereinst den Bösewichtern die Freveltaten bei der Kreuzigung ins Gedächtnis rufen und sagen: „Solches hast du getan, und ich habe geschwiegen“ (3). Seinerzeit kam Jesus nach göttlichem Ratschluß, um die Menschen zu belehren und zu überzeugen; dereinst werden die Menschen mit Gewalt unter seine Herrschaft gebeugt werden, auch wenn sie nicht wollen.


1: Vgl. Ps. 71, 6 [hebr. Ps. 72, 6]; Richt. 6, 37; Katech. 12, 9.
2: Matth. 21, 9.
3: Ps. 49, 21 [hebr. Ps. 50, 21].



Quelle: Bibliothek der Kirchenväter

 

Bild: Jacopo del Casentino; um1345; Flügel eines Altartryptichons; Florenz

Dienstag, 2. Dezember 2014

Das eine nützt nichts ohne das andere: Kenntnis der Glaubenslehren UND gute Taten


Zum Wesen der Religion gehören fromme Lehren und gute Handlungen. Weder sind Gott Lehren angenehm, welchen nicht gute Taten folgen; noch will Gott Taten, welche nicht aus frommen Lehren entspringen.

Was nützt denn einerseits Gottesgelehrtheit dem, der schändliche Unzucht treibt? Was nützt andererseits strenge Enthaltsamkeit dem, der Gott nicht kennt und ihn lästert? Der höchste Besitz ist also Kenntnis der Glaubenslehren, absolut notwendig ist eine keusche Seele.


Kirchenvater Cyrill von Jerusalem (+ 387); IV. Katechese für die Täuflinge; Bibliothek der Kirchenväter


 Bild: Standbild des Hl. Petrus; Vatikanische Gärten, eigenes Foto

Die Freiheit des Menschen, den Glauben der Kirche abzulehnen


Eine Wahrheit, die man in den Auseinandersetzungen innerhalb und außerhalb der Kirche nie vergessen sollten:

Unser Glaube grenzt niemanden aus und diskriminiert niemanden. Aber aus ihm ergeben sich, wie schon zur Zeit der Apostel, immer auch klare Positionen. Positionen, die eine persönliche Entscheidung verlangen und zu denen die Menschen auch auf Distanz gehen können.

Es gehört zur Freiheit des Menschen, den Glauben der Kirche ablehnen zu können. Wenn dies geschieht, handelt es sich nicht um Ausgrenzung, sondern um eine Gewissensentscheidung. Und wenn die Kirche dennoch weiter ihren Glauben unverkürzt verkündigt, ohne ihn der Zeit anzupassen oder „weichzuspülen“, dann gehört dies nicht nur zum Auftrag, sondern auch zur Freiheit der Kirche – „gelegen oder ungelegen“, wie Paulus sagt.

Was ich damit sagen will: bei aller pastoralen Sanftmut oder Achtsamkeit darf es am Ende nicht darauf hinauslaufen, dass wir unsere eigene Freiheit, unseren Auftrag zur Glaubensverkündigung einschränken, nur weil heute vielleicht eine Mehrheit unsere Botschaft nicht mehr hören mag.



Weitere Informationen zu der Auseinandersetzung des Churer Bischofs mit der "Allianz" von Glaubensabtrünnigen


Bild: Bischofssynode; Relief in den Vatikanischen Gärten; eigenes Foto

Montag, 1. Dezember 2014

Informationsblatt der Petrusbruderschaft (FSSP) Dezember 2014

Die Dezember-Ausgabe
des Informationsblattes der Petrusbruderschaft
ist online:


Hier geht's zur Homepage der Petrusbruderschaft.


+      +      +

Bischof von Augsburg: Immer wieder über die Ewigkeit reden

Aus der Predigt des Bischofs von Augsburg, Konrad Zdarsa, zum 1. Advent:
Rufen wir nicht auch nach dem äußersten und endgültigen Eingreifen Gottes, wenn wir beten: Adveniat regnum tuum – Zu uns komme dein Reich?
Und doch sind wir uns des tiefen Sinnes dieser Bitte oft gar nicht so recht bewusst, sind uns gar nicht so recht darüber einig, was wir denn eigentlich damit meinen, und denken schon gar nicht daran, an unserem Alltagstrott auch nur das Geringste zu verändern.

Sich besinnen aber heißt doch wohl, bei allem, was wir tun und lassen, die Frage nach dem Sinn stellen oder den Dingen, mit denen wir uns beschäftigen, einen Sinn geben oder geben lassen. Dann aber wird die Antwort auf die Frage, woher wir kommen und wohin wir gehen, die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Ganzen zwangsläufig zum Programm. Dann erst sind wir in der Lage, die Zeit und den Lauf der Dinge, unser Leben und das Leben unserer Mitmenschen zu be-sinnen, ihnen Halt und Richtung zu geben.
Dann erst werden die anderen merken, dass wir ihnen etwas zu bringen haben, wenn wir nicht im eigenen Namen daherkommen, sondern im Namen des Logos, des menschgewordenen Sinns, unseres Herrn Jesus Christus. 

Was das oft bemühte Motto des amerikanischen PR "Doing right and talking about" für uns Christen bedeutet, erläuterte Bischof Zdarsa mit folgenden Worten:

Richtig handelt, wer die richtige Reihenfolge beachtet. Bevor wir beten: Dein Reich komme (Adveniat regnum tuum), beten wir: Geheiligt werde dein Name (Sanctificetur nomen tuum). Die Menschen müssen merken, dass wir in der Spur bleiben, dass wir alles, was wir unternehmen, im Blick und mit der Ausrichtung auf unseren Herrn tun.

Wir heißen Kirche, weil wir zum Herrn gehören, nicht weil wir uns zusammengeschlossen und etwa einen sozialen Sinn entwickelt haben. Wir sind nicht nur auf die Zukunft ausgerichtet, sondern auf die Ewigkeit. Und nur wer dem Menschen die Perspektive Ewigkeit eröffnet, wird ihm auch Zukunft bieten können. Darum dürfen wir das Wissen um die Ewigkeit nicht einfach stillschweigend voraussetzen, sondern wir müssen immer wieder darüber reden.

Dann stellt der Augsburger Oberhirte fest, dass der Christ nicht erst in der Ewigkeit, sondern bereits hier auf Erden dazu berufen ist, "nach dem Maß Gottes" zu handeln:

Die Antwort auf die Frage, ob es schon während dieser Weltzeit ein Handeln nach dem Maß Gottes gibt, der in der Welt der äußeren Machtausübung entsagt, wurde uns schon mit dem Gleichnis Jesu von den anvertrauten Talenten gegeben. Ja, wir sind gehalten, nach seinem Willen und in dieser Welt nach Gottes Maß und Auftrag zu handeln. Gott gibt uns nicht nur so viel Gnade und Zuwendung, dass wir gerettet werden können, sondern er überträgt seine Aufgaben auch nur denen, denen er es zutraut, sie zu erfüllen. (...)

Die Wachsamkeit, zu der wir aufgefordert sind, ist die Entschlossenheit, in dauerndem Bewusstsein des Geschenks der Gnade zu leben und zu handeln.

Gottesdienst und Gebet sind dem Christen Quelle und Lebensstrom der göttlichen Gnade, aus denen alle Wohltätigkeit erst erwächst. Gottesdienst und Gebet seien keine "Gelegenheiten", menschliche Pläne und Projekte zur Weltverbesserung vorzutragen:

Die Ermahnung zu tätiger Wachsamkeit ist nach dem Evangelium des Markus die letzte Weisung Jesu an seine Jünger vor seiner Passion. In einer Zeit, in der die Christen weltweit verfolgt, diskriminiert, angegriffen und getötet, aber auch verspottet und verhöhnt werden, hat Gottes Wort den absoluten Vorrang. Die Verkündigung der Frohen Botschaft, die Feier der Vergegenwärtigung von Tod und Auferstehung unseres Herrn, unser Gottesdienst und Gebet sind nicht traditionell willkommene Gelegenheiten, unsere Pläne und Projekte zur Weltverbesserung zu offerieren. Sie sind vielmehr Quelle und Lebensstrom, aus denen alle Wohltätigkeit und Barmherzigkeit genährt und belebt werden muss. 

Bischof Zdarsa erinnerte daran, dass die Christen vor allem durch die Feier der Hl. Eucharistie "am realsten und am glaubwürdigsten" ihren Willen und ihre Bereitschaft erklären, ihr eigenes Leben nach dem Evangelium auszurichten.


Die ganze Predigt vom 30. November 2014 (1. Adventsonntag und Eröffnung der Aktion Adveniat) findet man auf der Homepage des Bistums Augsburg.


Zu den Predigten anderer deutscher Bischöfe zum 1. Advent 2014:






Jeden Tag sieben + 1 Türchen...

Nicht weniger als sieben acht grundverschiedene Adventskalender gibt es heuer in der Blogoezese (sollte ich einen übersehen haben, bitte melden!). So müsste für jeden Geschmack etwas zu finden sein... Die entsprechenden Blogs habe ich auch in der Sidebar verlinkt, sodass wer will sie jeden Tag direkt im Blick hat.
Update:

 Allen, die hier vorbeischauen, eine gesegnete und besinnliche Adventszeit.


Bild: Adventskalender von Paula Jordan "Das Geheimnis der Weihnacht"; 1930; Nachdruck  durch die St.-Johannis-Druckerei, Lahr; © FW
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...