Mittwoch, 3. September 2014

Peinliches aus dem Bistum Limburg

Seit vorgestern, dem 1. September 2014, stehen im Bistum Limburg in Form eines "Sorgentelefons" Gesprächspartner für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter des Bistums zur Verfügung, denen angeblich durch den früheren Diözesanbischof Franz-Peter Tebartz-van Elst auf "unterschiedliche Weise persönliche Verletzungen und Kränkungen zugeführt wurden" (Diözesanadministrator Manfred Grothe). Mit dem Finanzskandal um den Bischofssitz und das Diözesane Zentrum, der letztlich die Handhabe für die Vertreibung des unbequemen Oberhirten aus seinem Bistum bot, hat die Hotline wenig zu tun.

Das Vorgehen ist einmalig in der katholischen Kirche und ein weiterer Höhepunkt in der niederträchtigen Demontage und Persönlichkeitszerstörung des ehemaligen glaubenstreuen aber ungeliebten Oberhirten von Limburg durch lautstarke und treulose Mitarbeiter, die die glaubenstreue Ausrichtung des Familienbischofs der Deutschen Bischofskonferenz nicht teilen mochten. Sie konnten die Standhaftigkeit des Bischofs und nötige Zurechtweisungen, die eine einheitliche Ausrichtung der Diözese im Einklang mit der Weltkirche und dem Nachfolger des heiligen Petrus garantieren sollten, nicht verkraften und verstanden es, sich als Opfer des mutigen Bischofs zu inszenieren.

Bedauerlich, dass sich der Apostolische Administrator der Diözese (der Paderborner Weihbischof Manfred Grothe) vor den Karren der Querulanten spannen lässt und die Schaltung einer Hotline für Gegner von Bischof Tebartz-van Elst unterstützt, der nun offiziell von der Bistumsleitung wie ein Missbrauchstäter und Krimineller behandelt wird. Dieses Vorgehen ist nicht nur peinlich für die (vorübergehende) Diözesanleitung sondern vertieft auch das Misstrauen fernstehender Menschen in die Kirche allgemein und deren Sendung.


Presseberichte über das "Sorgentelefon im Fall Tebartz-van Elst":

Zum Limburger Bistums-Skandal:

Bild: Sarkophag-Träger im Dom zu Limburg; eigenes Photo

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