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Sonntag, 8. Dezember 2013

Maria, ohne Erbsünde empfangene Jungfrau und Gottesgebärerin, bitte für uns!

Neun Monate vor dem Fest Mariä Geburt am 08. September feiert die Kirche am 08. Dezember das Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria, ihrer Unbefleckten Empfängnis (Immakulata B.M.V.). Es ist ein immerwährender Glaubenssatz der Kirche, dass alle Menschen mit der Erbsünde behaftet zur Welt kommen. Von dieser Makel ausgenommen ist als einziger Mensch (sieht man vom Gottmenschen Jesus Christus ab) die Mutter Jesu, nämlich Maria, die Tochter des heiligen Joachims und der heiligen Anna. Sie wurde durch die Verdienste Jesu Christi "vorerlöst".




Wortlaut des Dogmas von der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria in der Dogmatischen Bulle „Ineffabilis Deus“ von Papst Pius IX. (1792 - 1878), verkündet am 08. Dezember 1854:

Die Lehre, daß die allerseligste Jungfrau Maria im ersten Augenblick ihrer Empfängnis auf Grund einer besonderen Gnade und Auszeichnung vonseiten des allmächtigen Gottes im Hinblick auf die Verdienste Jesu Christi, des Erlösers der ganzen Menschheit, von jeder Makel der Erbsünde bewahrt blieb, ist von Gott geoffenbart und muß deshalb von allen Gläubigen fest und unabänderlich geglaubt werden.


„Von altersher ist es die fromme Meinung der Christgläubigen, daß die Seele der allerseligsten Jungfrau und Mutter Maria im ersten Augenblick ihrer Erschaffung und ihrer Vereinigung mit dem Leib auf Grund einer besonderen Gnade Gottes und eines besonderen Vorzuges im Hinblick auf die Verdienste ihres Sohnes Jesus Christus, des Erlösers des Menschengeschlechtes, von aller Makel der Erbsünde rein bewahrt wurde; in diesem Sinne begeht man in feierlicher Weise das Fest ihrer Empfängnis.“ (1)

Vor allem betrachteten es Unsere Vorgänger als ihre heilige Pflicht, die Lehre von der Unbefleckten Empfängnis der Gottesmutter mit aller Sorgfalt, mit Eifer und Entschiedenheit unversehrt zu bewahren. So haben sie in keiner Weise geduldet, daß die Lehre selbst von jemandem irgendwie angegriffen oder lächerlich gemacht wurde. Ja, sie sind noch viel weiter gegangen und haben zu wiederholten Malen ganz deutlich erklärt und verkündet, die Lehre von der Unbefleckten Empfängnis der Jungfrau stimme voll und ganz mit den Andachtsformen der Kirche überein, sie sei altehrwürdig und fast allgemein verbreitet, die Römische Kirche habe es sich zur Aufgabe gesetzt, sie zu fördern und zu schützen, ja sie verdiene es wirklich, in der heiligen Liturgie und bei feierlichen Bittandachten erwähnt zu werden.

(1) Alexander VII., Konst. Sollicitudo, 8. Dezember 1661, BR XVI 739.
aus derselben Bulle Pius' IX.

Weiteres zum Thema "Dogmen über die Gottesmutter Maria":



Siehe auch:
von Prof. Dr. Joseph Schumacher: Gedanken zur Unbefleckten Empfängnis


Foto: Unbefleckte Empfängnis; Pfarrei U.L.F. von Guadalupe "Gualupita" Cuauhtémoc,Ciudad de México, México; von Enrique López-Tamayo Biosca

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