SEITEN

Sonntag, 15. Juli 2012

CREDO - ohne Unterlass


Nicht zufällig waren die Christen in den ersten Jahrhunderten angehalten, das Credo auswendig zu lernen. Das diente ihnen als tägliches Gebet, um die mit der Taufe übernommene Verpflichtung nicht zu vergessen.

Mit bedeutungsvollen Worten erinnert der heilige Augustinus daran, wenn er in einer Predigt über die redditio symboli – die Übergabe des Credo – sagt: „Das Symbolum des heiligen Geheimnisses, das ihr alle gemeinsam empfangen und das ihr heute einzeln wiedergegeben habt, sind die Worte, auf die der Glaube der Mutter Kirche fest gegründet ist, über dem sicheren Fundament, das Christus, der Herr, ist.

Ihr habt es also empfangen und wiedergegeben, aber im Geist müßt ihr es immer gegenwärtig halten, ihr müßt es im Bett wiederholen, auf den Plätzen darüber nachdenken und es während der Mahlzeiten nicht vergessen; und selbst wenn euer Leib schläft, muß euer Herz in ihm wachen.“ (1)


(1) Sermo 215,1.
aus dem Motu proprio Porta fide von Papst Benedikt XVI. vom 11.10.2011





Fotos. Morgenlicht; privat

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen