Dienstag, 2. Dezember 2014

Die Freiheit des Menschen, den Glauben der Kirche abzulehnen


Eine Wahrheit, die man in den Auseinandersetzungen innerhalb und außerhalb der Kirche nie vergessen sollten:

Unser Glaube grenzt niemanden aus und diskriminiert niemanden. Aber aus ihm ergeben sich, wie schon zur Zeit der Apostel, immer auch klare Positionen. Positionen, die eine persönliche Entscheidung verlangen und zu denen die Menschen auch auf Distanz gehen können.

Es gehört zur Freiheit des Menschen, den Glauben der Kirche ablehnen zu können. Wenn dies geschieht, handelt es sich nicht um Ausgrenzung, sondern um eine Gewissensentscheidung. Und wenn die Kirche dennoch weiter ihren Glauben unverkürzt verkündigt, ohne ihn der Zeit anzupassen oder „weichzuspülen“, dann gehört dies nicht nur zum Auftrag, sondern auch zur Freiheit der Kirche – „gelegen oder ungelegen“, wie Paulus sagt.

Was ich damit sagen will: bei aller pastoralen Sanftmut oder Achtsamkeit darf es am Ende nicht darauf hinauslaufen, dass wir unsere eigene Freiheit, unseren Auftrag zur Glaubensverkündigung einschränken, nur weil heute vielleicht eine Mehrheit unsere Botschaft nicht mehr hören mag.



Weitere Informationen zu der Auseinandersetzung des Churer Bischofs mit der "Allianz" von Glaubensabtrünnigen


Bild: Bischofssynode; Relief in den Vatikanischen Gärten; eigenes Foto
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