Sonntag, 26. Januar 2014

Entlastet Prüfungsbericht den Limburger Bischof Tebartz-van Elst?

Die von der deutschen Bischofskonferenz eingesetzte Kommission unter der Leitung des Paderborner Weihbischofs Manfred Grothe, die die Vorgänge um die Finanzierung des neuen Diözesanzentrums St. Nikolaus einschließlich der Bischofswohnung prüfen sollte, ist anscheinend zu einem Ergebnis gekommen. Danach soll, wie der "Focus" mit Berufung auf vatikanische Quellen berichtet, Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst keine Verschwendung von Geldern oder das Übergehen von Beratungsgremien nachgewiesen werden können.

In einer regelrechten Hexenjagd waren dem glaubens- und kirchentreuen Limburger Oberhirten von seinem Domkapitel und weiteren kirchenpolitisch anders orientierten Kreisen mit medialer Unterstützung immer wieder Verfehlungen, Verschwendungssucht und ein "autotitärer Führungsstil" vorgeworfen worden, sodass er als Diözesenbischof als untragbar und inkompetent verleumdet wurde und unter diesem Druck sogar seine Diözese verlassen musste. Seitdem lebt der idealgesinnte Bischof und eifrige Seelsorger im niederbayrischen Benediktinerkloster Metten.

Wie es nun weitergehen könnte im Bistum Limburg, darüber spekuliert "Focus" auch: Angeblich überlege man, entweder das Bistum aufzulösen und in seine Ursprungsbistümer Trier und Mainz zurückzuführen, oder es werde ein von Rom ernannter Administrator zur Leitung der Diözese eingesetzt. Die Zukunft des verleumdeten Bischofs bleibt vorerst ungewiss.

Weitere Vorab-Informationen hier biem "Focus" und bei "kath.net".


Update:

Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) hat die Meldungen des Magazins "Focus"  dementiert. Durch ihren Sprecher Matthias Kopp ließ sie gegenüber der katholischen Nachrichtenagentur (KNA) verlauten, dass die Kommission weiterhin an der Aufarbeitung der Fakten arbeite und die Ergebnisse erst im Februar vorliegen würden. Die Vermutungen um die Zukunft des Bistums wies Kopp ebenfalls als "reine Spekulationen" zurück (Quelle: katholisch.de)


Weitere Informationen in der Causa Limburg:


Bild: Hofeinfahrt des neuen Diözesanzentrums St. Nikolaus am Limburger Domberg; eigenes Foto

Kommentare:

  1. Schau'n wir mal, was zum Schluss herauskommt...
    Vielleicht wäre eine Auflösung des Bistums tatsächlich die beste Lösung. Das würde viele Ressourcen einsparen. ;-)

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  2. Antworten
    1. Nun ist der Prüfungsbericht ja einsehbar und jeder kann sich selbst ein Bild machen.
      M.E. zeigt der Bericht, wie auch die Ausführungen des Vorsitzenden der Untersuchungskommission Weihbischof Grothe, dass 1. die Dinge, die nicht gut gelaufen sind, von Bischof Tebartz-Van Elst nicht mit Absicht falsch gemacht wurden und 2. dass niemand wirklich zu Schaden gekommen ist, das Bistum nun aber über ein ansehnliches, repräsentatives Diözesanes Zentrum verfügt.

      Der einzige wirklich negative Kritikpunkt, der bleibt, ist die Unaufrichtigkeit gegenüber der Öffentlichkeit, indem man sich nicht getraut hat, die wirklichen Kosten anzugeben. Das war Menschenfurcht.

      Hätte Bischof Tebartz-van Elst die Sache nicht in die Hand genommen und so beherzt voran und zum Abschluss gebracht, dann hätte Limburg nach nunmehr zehn Jahren des Herumeierns noch immer kein Bischofshaus, geschweige denn ein Diözesanes Zentrum.

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