Dienstag, 12. November 2013

Der rote Faden durch die Zeiten


Dass die viele Nationen umspannende Kirche eine Kultsprache hatte, in der die heiligen Texte und Gebote sicher aufgehoben waren, dass Priester und Gemeinde sich im Vollzug der Mysterien gemeinam nach Osten zum auferstandenen und wiederkehrenden Christus wandten, dass die Liturgie eine Vergegenwärtigung des erlösenden Kreuzesopfers sei, dass es sich bei der Messe mithin um ein Opfer handelte - dies alles blieb in Ost und West vollständig unbestritten.

Die Messe schien dazu bestimmt, über das Gesetz der europäischen Geschichte, die in unablässigen Umwälzungen besteht, triumphieren zu sollen - der rote Faden zu sein, der nicht nur die zweitausend vergangenen, sondern auch die Jahre der Zukunft verband, sollte auch sonst kein Stein mehr auf dem anderen bleiben...

Martin Mosebach: "Das Paradies auf Erden - Liturgie als Fenster zum Jenseits"; Una Voce-Korrespondenz, 43. Jg., 3. Quartal 2013; auch als Sonderdruck daraus


Bild: Hl. Messe im vom Krieg zerstörten St. Paulus-Dom in Münster, 1946




Weiteres zum Thema "Hl. Messopfer": 
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