Dienstag, 17. September 2013

Papst Franziskus: Der Katechismus gibt uns Kraft, gegen das Böse vorzugehen


In der heutigen Ansprache (17.09.2013) in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ sprach der Hl. Vater über die Kirche als unsere Mutter, die wie eine Witwe ist und uns, ihre Kinder verteidigt (Quelle: kath.net):

"Diese mutige Kirche, die ihre Kinder verteidigt, wie jene Witwe, die zum korrupten Richter ging, um sie zu verteidigen, und am Ende gewonnen hat. Unsere Mutter Kirche ist mutig! Sie hat jenen Mut einer Frau, die weiß, dass ihre Kinder ihr gehören und sie diese verteidigen und zur Begegnung mit ihrem Bräutigam führen muss“.

Franziskus rief einige biblische Witwengestalten in Erinnerung und dabei besonders die mutige makkabäische Witwe mit ihren sieben Söhnen, die das Martyrium erleiden, um Gott nicht zu verleugnen (vgl. 2 Makk 7,1-42). Die Bibel sage, dass diese Frau zu ihren Söhnen „in ihrer Muttersprache, im Dialekt“ gesprochen habe. So spreche auch unsere Mutter Kirche zu uns „im Dialekt“, „in jener Sprache der Rechtgläubigkeit, die wir alle verstehen, in jener Sprache des Katechismus, der uns die Kraft gibt, im Kampf gegen das Böse voranzugehen“...


Weiteres zum Thema:

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Was glaube ich, wenn ich katholisch bin?
Diese Frage beantwortet der Katechismus der katholischen Kirche. Dort kann man nachlesen, was dieser katholische Glaube ist, den Christus seiner Kirche anvertraut hat. Der katholische Weltkatechismus enthält weitgehend die katholische Glaubens- und Sittenlehre. Er ist eine "sichere Norm für die Lehre des Glaubens" und führt den Menschen die "Kraft und die Schönheit des Glaubens vor Augen" (Zitate aus Porta fidei).



"Wie man feststellen kann, ist die Kenntnis der Glaubensinhalte wesentlich, um die eigene Zustimmung zu geben, das heißt um sich dem, was von der Kirche vorlegt wird, mit Verstand und Willen völlig anzuschließen. Die Kenntnis des Glaubens führt in das Ganze des von Gott offenbarten Heilgeheimnisses ein. Die gegebene Zustimmung schließt also ein, daß man, wenn man glaubt, freiwillig das gesamte Glaubensgeheimnis annimmt, denn der Bürge für seine Wahrheit ist Gott selbst, der sich offenbart und es ermöglicht, sein Geheimnis der Liebe zu erkennen.[1] "
[1] Vgl. Erstes Vatikanisches Konzil, Dogm. Konst. über den katholischen Glauben Dei Filius, Kap. III: DS 3008-3009; Zweites Vatikanisches Konzil, Dogm. Konst. über die göttliche Offenbarung Dei Verbum, 5

 

Bild: Schutzmantelmadonna; Wandmalerei in der Kirche Sogn Gieri (Hl. Georg), Rhäzüns, im schweizerischen Kanton Graubünden; 10. Jh.; wikipedia

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