Dienstag, 8. Januar 2013

Nur einer kann die Wunden heilen: Jesus Christus

"Die Kirche wurde in den vergangenen Jahren von diesem entsetzlichen Missbrauchsskandal erschüttert. Ich muss gestehen, ich hätte diese Vergehen nie für möglich gehalten. Aber sie sind leider traurige Realität. Immer wieder habe ich mich seitdem gefragt: Was können wir tun, noch über Hilfe, Unterstützung und Prävention hinaus, um das tiefe Leid der Opfer zu lindern?

Ich habe mit vielen Opfern gesprochen und festgestellt, deren Verwundungen sind unermesslich tief. Wer könnte das heilen? Die Frage lässt mich nicht mehr los. Mit allem, was wir als Kirche unternommen haben, was wir anbieten und wie wir helfen wollen, bleiben wir letztlich doch vordergründig. Damit kann man nicht heilen, was hier geschehen ist.

Wirklich heilen kann nur einer: Jesus Christus. Dieser Jesus ist nicht ein abstrakter Gedanke oder eine Idee aus vergangenen Zeiten. Er, der Mensch geworden ist, der gekreuzigt wurde und von den Toten auferstand, ist eine lebendige Person. In der Eucharistie ist er auch heute mitten unter uns ganz real präsent. Ihn müssen wir wieder in die Mitte rücken. Radikal und grundsätzlich. Dazu gibt es keine Alternative."


Joachim Kardinal Meisner im Interview mit der "Tagespost" zum Anlass des im Juni 2013 in Köln stattfindenden "Eucharistischen Kongresses"; DT vom 29.12.2012, S. 21

(Hervorhebung durch Fettdruck vion FW)




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