Sonntag, 30. September 2012

Linkliste "Kirchenaustritt", "deutsches Kirchensteuersystem"





Omnium in mentem

Kirchenrechtler Hartmut Zapp bekommt vor Gericht recht

Das Bistum Freiburg ist mit seiner Klage gegen den Kirchenrechtler Hartmut Zapp vor dem Bundesverwaltungsgericht unterlegen. Die Richter stellten fest, dass Zapp mit der Erklärung des Austritts aus der „römisch-katholischen Kirche, Körperschaft des öffentlichen Rechts“ ohne Wenn und Aber nach staatlichen Maßgaben gültig aus der katholischen Kirche ausgetreten ist.

Der emeritierte Freiburger Professor für Kirchenrecht hatte bei seinem rechtlich-administrativen Kirchenaustritt vor dem Standesamt  seiner schriftlichen  Erklärung den Zusatz "Körperschaft des öffentlichen Rechts" als Konkretisierung eingefügt und gleichzeitig vor kirchlichen Instanzen erklärt, dass er weiterhin aktives Mitglied der römisch-katholischen Kirche bleiben wolle und nicht beabsichtige, sich seinen "Pflichten als Mitglied der römisch-katholischen Kirche gemäß den innerkirchlichen Normen zu entledigen" (Presseerklärung der Anwälte Zapps). Auch zur Zahlung eines Beitrags für kirchliche Zwecke "in etwa der Höhe der durchschnittlichen Kirchenbeiträge in vergleichbaren westeuropäischen Ländern" (H. Zapp), erklärte sich der Katholik bereit. Diese betragen etwa ein Zehntel der deutschen Kirchensteuer. Zapp will dabei den Unterschied zwischen einem "Körperschaftsaustritt" und einem "Kirchenaustritt" deutlich machen.

Die Erzdiözese Freiburg dagegen behauptet die Kongruenz von Körperschafts- und Kirchenaustritt. Sie wollte die Bestätigung des Gerichtes über Nichtigkeit von Zapps einschränkender Erklärung: Der Austritt sei wegen des nicht statthaften Zusatzes "Körperschaft des öffentlichen Rechts" nicht gültig und Zapp somit weiterhin kirchensteuerpflichtig. Dem widersprach nun das Gericht: Es sah den Zusatz als nicht relevant und die Erklärung als gültig an. Die Richter bestätigten, dass Zapp nach deutschem Staatsrecht somit nicht mehr der Kirchengemeinschaft angehöre.

Nach Ansicht der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) erfüllt H. Zapp damit (trotz dessen ausdrücklichem gegenteiligen Bekundens) den Tatbestand des formalen Abfalls vom Glauben, eine "schwere Verfehlung gegenüber der kirchlichen Gemeinschaft". Er ist somit auch aus der Sakramentengemeinschaft der Kirche ausgeschlossen und geht sämtlicher kirchlicher Rechte verlustig. (vgl. Statement von Erzbischof R. Zollitsch)

Dieses deutsche Sonderrecht aber widerspricht den für die gesamte Weltkirche geltenden kirchenrechtlichen Bestimmungen, nach denen für einen formalen Abfall bestimmte Vorraussetzungen erfüllt sein müssen.
1. Der Abfall von der katholischen Kirche muss, damit er sich gültig als wirklicher actus formalis defectionis ab Ecclesia darstellen kann (...) konkretisiert werden in:

a) einer inneren Entscheidung, die katholische Kirche zu verlassen;
b) der Ausführung und äußeren Bekundung dieser Entscheidung;
c) der Annahme dieser Entscheidung von seiten der kirchlichen Autorität.

2. Der Inhalt des Willensaktes muss bestehen im Zerbrechen jener Bande der Gemeinschaft – Glaube, Sakramente, pastorale Leitung –, die es den Gläubigen ermöglichen, in der Kirche das Leben der Gnade zu empfangen. Das bedeutet, dass ein derartiger formaler Akt des Abfalls nicht nur rechtlich-administrativen Charakter hat (das Verlassen der Kirche im meldeamtlichen Sinn mit den entsprechenden zivilrechtlichen Konsequenzen), sondern dass er sich als wirkliche Trennung von den konstitutiven Elementen des Lebens der Kirche darstellt: Er setzt also einen Akt der Apostasie, Häresie oder des Schisma voraus.

3. Der rechtlich-administrative Akt des Abfalls von der Kirche kann aus sich nicht einen formalen Akt des Glaubensabfalls in dem vom CIC verstandenen Sinn konstituieren, weil der Wille zum Verbleiben in der Glaubensgemeinschaft bestehen bleiben könnte.

Andererseits konstituieren formelle oder (noch weniger) materielle Häresie, Schisma und Apostasie nicht schon von selbst einen formalen Akt des Abfalls, wenn sie sich nicht im äußeren Bereich konkretisieren und wenn sie nicht der kirchlichen Autorität gegenüber in der gebotenen Weise bekundet werden.
Das Dokument stellt zweifelsfrei fest, dass, um einen gültigen Kirchenaustritt im Sinne des (weltkirchlichen) Kirchenrechts zu produzieren, die Willensbekundung des Austrittswilligen "schriftlich vor der zuständigen kirchlich katholischen Autorität bekundet wird", und der "Ordinarius oder der eigene Pfarrer, dem allein das Urteil darüber zusteht, ob wirklich ein Willensakt des in Nr. 2 beschriebenen Inhalts vorliegt oder nicht", über den Tatbestand entscheidet.

Im Falle des Kirchenrechtlers Zapp dürfte der zuständige Pfarrer kaum zu dem Urteil kommen, dass Herr Zapp willens ist, sich von der römisch-katholischen Glaubensgemeinschaft zu trennen. Weder Punkt a) noch b) noch c) der vatikanischen Mitteilung sind damit erfüllt und folglich handelt es sich auch nicht um einen formalen Abfall vom Glauben und deshalb auch nicht um einen Kirchenaustritt oder eine Trennung von der Glaubens- und Sakramentengemeinschaft der römisch-katholischen Kirche.

"Mit dem Körperschaftsaustritt wollte ich auf die Klärung der Frage nach dem "Formalakt des Abfallens von der katholischen Kirche" durch die authentische Inter­pretation des Päpstlichen Rates für Gesetzestexte vom 13. März 2006 hinweisen. Dieser Schritt (Anm.: des Körperschaftsaustritts) bedeutet keinen "Kirchenaustritt", da es sich weder um die "innere Entscheidung, die katholische Kirche zu verlassen", noch um deren "äußere Bekundung", noch um die "Annahme dieser Ent­schei­­dung von seiten der kirch­lichen Autorität" handelt; ich lege großen Wert auf diese Differenzierung und würde die Einladung zu einem Gespräch mit meinem Bischof oder Ver­tretern der Bistumsleitung über die in meinem Artikel behandelte Thematik begrüßen. Sehr schön wäre es, käme es in weiterem Rahmen zur Diskussion zwischen Bischöfen und Kanonisten."

Es wird also in Zukunft darauf ankommen, was derjenige, der aus der Kirchensteuergemeinschaft austreten will, dem zuständigen Ordinarius erklären wird, der dann entscheiden muss, ob eine Apostasie, eine Häresie oder ein Schisma vorliegt und so dem Kirchenaustritt Gültigkeit verleiht.

Personen, die nicht der "Einladung" ihres Pfarrers nachkommen um ihm persönlich die Gründe für den Austritt mitzuteilen, bleiben de facto Mitglied der Glaubensgemeinschaft; Personen, die erklären, sich von der Kirche distanzieren zu wollen oder den Glauben der Kirche nicht mehr teilen zu können sind sodann als "von der katholischen Kirche in einem formalen Akt Abgefallene", sprich aus der Kirche ausgetreten, was dann im Taufbuch vermerkt wird, und sind lediglich noch durch das "untilgbare Prägemal" der Taufe ("character indelebilis" nach can. 849 CIC)  mit dem mystischen Leib Christi verbunden.

Das Allgemeine Dekret der Deutschen Bischofskonferenz vom 24.09.2012 ist in mehreren Punkten mangelhaft und dürfte, da es dem weltweit gültigen Kirchenrecht widerspricht, bei gleichzeitigem Festhalten am Glauben der Kirche, keinerlei Konsequenzen haben für den Status des Gläubigen als Mitglied in der Glaubensgemeinschaft der römisch-katholischen Kirche. Noch einmal wird Rom klarstellen müssen, ob ein Körperschaftsaustritt trotz Bekennens und Bewahrens des Glaubens und der Bereitschaft, die Kirche weiterhin ideell und finanziell zu unterstützen, einem schismatischen Akt gleichkommt, der einen Ausschluss aus der Glaubensgemeinschaft rechtfertigt.


Aus der Presseerklärung der Anwälte von Hartmut Zapp:

"Das Bundesverwaltungsgericht hat mit Urteil vom 26.09.2012 (– 6 C 7.12 –) die Klage des Erzbistums Freiburg gegen den von Hartmut Zapp im Juli 2007 vor dem Standesamt der Stadt Staufen erklärten Kirchenaustritt endgültig abgewiesen. Das Erzbistum Freiburg ist danach mit seiner Rechtsauffassung, wonach Hartmut Zapp mit dem erklärten Austritt aus der „römisch-katholischen Kirche, Körperschaft des öffentlichen Rechts“ nicht aus der römisch-katholischen Kirche ausgetreten sei, vollumfänglich unterlegen.

Vielmehr wurde vom Bundesverwaltungsgericht bestätigt, dass Hartmut Zapp mit seiner Erklärung wirksam, „ohne Wenn und Aber“ aus der römisch-katholischen Kirche ausgetreten ist. Nichts anderes hatte Hartmut Zapp mit seiner Austrittserklärung beabsichtigt. Es ging ihm – entgegen der allgemeinen Medienberichterstattung – zu keinem Zeitpunkt darum, sich seinen Pflichten als Mitglied der römisch-katholischen Kirche gemäß den innerkirchlichen Normen zu entledigen."

Quelle: kath.net

Weiteres zum Thema:
Linkliste zu "Kirchenaustritt", "deutsches Kirchensteuersystem"





Buchtipp:
Löffler, René: Ungestraft aus der Kirche austreten?
Der staatliche Kirchenaustritt in kanonistischer Sicht


"Zu Recht weist Löffler darauf hin, dass der gegenüber einer staatlichen Behörde erklärte Kirchenaustritt lediglich die „Aufgabe der Mitgliedschaft in einer körperschaftlich verfassten Religionsgemeinschaft mit bürgerlicher Wirkung“ zum Ausdruck bringt und folglich „nach kanonischem Recht kein uneingeschränkter und unbedingter Trennungswille präsumiert werden [darf], da der objektive Inhalt der staatlichen Austrittserklärung darüber keine Aussage macht“ (...) – mit anderen Worten: dass einem aus der Kirche als Körperschaft des öffentlichen Rechts austretenden Katholiken kirchlicherseits nicht (länger) automatisch unterstellt werden darf, er wolle auch die Kirche als Glaubensgemeinschaft verlassen." 

(Dr. Wolfgang F. Rothe in: "Theologisches", Jan./Febr. 2008, Sp. 21-24)




Omnium in mentem

Auf die heiligste Dreifaltigkeit

Ad sanctissimam Trinitatem

Hildebertus Cenomannensis (1056 – 1133)


A und O, Gott, Weltgestalter,
Weltregierer, Welterhalter,
Dessen Kraft nichts widerstehet,
Dessen Kenntnis nichts entgehet,
Dessen Sein das höchste Gut ist,
Dessen Werk, was immer gut ist,
Über, unter allem thronst du,
Außer, inner allem wohnst du,
In dem All nicht eingeenget,
Draußen nicht hinausgedränget,
Überm All, doch nicht entrücket,
Unterm All, doch nicht bedrücket,
Drüber ganz, beherrschend, waltend,
Drunter ganz, begründend, haltend,
Draußen ganz, das All umschlingend,
Drinnen ganz, das All durchdringend,
Nicht im Drinnen eingeschlossen,
Nicht im Draußen ausgeschlossen,
Droben ohne Stütze ragend,
Drunten, nicht belastet tragend,
Regungslos die Welt errregend,
Ohne Zeit die Zeit bewegend,
Ohne Raum den Raum umschließend,
Nie in Fluß, was fließt, ergießend;
Kraft von außen, Zwang von innen,
Nichts beeinflußt dein Beginnen.
Unser Morgen, Heut’ und Nimmer
Ist von Dir ein ew’ges Immer,
Ewiglich dein Jetzt verweilet,
Unverändert, unzerteilet,
Drin du alles vorgesehen,
Alles riefest ins Entstehen,
Nach der ew’gen Weisheit Normen
Gabst dem Urstoff seine Formen.


Sohn, dem Vater gleich an Wesen,
Gleich erhaben, gleich erlesen,
Du, o Schöpfer, Licht vom Lichte,
Wirst Geschöpf, machst dich zu nichte,
Ziehest an das Fleisch, das schwache,
Nimmst auf dich des Sünders Sache,
Sterblich, Sohn der Ewigkeiten,
Und unsterblich, Kind der Zeiten,
Wahrer Mensch und Gott wie immer,
Gott-Mensch, unvermischt, da nimmer
Jener ward zu Fleisch verkehret,
Nicht gemindert, nicht versehret,
Noch auch dieser in dem Bunde
Mit der Gottheit ging zugrunde.
Gleich als Gott dem Vater, kleiner
Bist als Mensch du, unser einer;
Gott ist Vater nur des Gottes,
Doch die Magd auch Mutter-Gottes.
Also kommen zum Vereine
Der Naturen zwei, daß keine
Was sie war, verliert, doch sichtbar
Jede wird, was sie noch nicht war.
Das ist unser Herr und Meister,
Herr der Herzen, Herr der Geister,
Der beschnitten, der getaufet,
Ward zum Kreuzestod verkaufet,
Starb und fuhr zur Hölle nieder
Und erstand vom Grabe wieder,
Stieg gen Himmel, einst zu rechten
Mit den Frommen mit den Schlechten.


Nicht erschaffen, nicht geboren,
Geht der Tröster, auserkoren,
Gleich dem Vater, gleich dem Sohne
Aus von beiden, beider Krone,
Beiden gleich, an Macht und Ehre,
Nichts, darin er minder wäre.
Alle Größe ist nur eine,
Jener Wesen auch das seine;
Seit sie sind, ist Er gewesen,
Gleicher Fülle, gleich erlesen.
Wie dem Vater das Erzeugen,
Die Geburt dem Sohne eigen,
So dem Geiste auszugehen.
Dreien eignet ein Bestehen;
Jeder Gott und größer keiner,
Doch drei Götter nicht, nur einer.
In dem einen Gott, dem wahren,
Drei und Eins sich offenbaren:
Eins das Wesen, drei Personen,
Die einander innewohnen.
Unter denen keine kleiner,
Keine früher, keine reiner,
Jede bleibend ohne Wanken,
Was sie war, und sonder Schwanken,
Nie sich ändernd, nie sich wandelnd,
Einig stets nach außen handelnd.


Dies der Glaube, dies der wahre,
Irrtumsfeie, unfehlbare,
Den ich glaube, drin ich stehe,
Drin ich nimmer irre gehe;
In ihm darf ich, schuldbeladen,
Dennoch hoffen, Gott der Gnaden.
Zwar macht Todesschuld mich beben,
Doch im Tode such’ ich Leben,
Deinen Zorn zu dämpfen, nenn’ ich
Nur den Glauben, ihn bekenn’ ich;
Sieh ihn an und mache gnädig,
Meiner Sündenlast mich ledig.
Laß von diesem Himmelstranke
Mich gesunden, der ich kranke,
Den man schon hinausgetragen,
In das Leichentuch geschlagen,
Eingesargt und zugedecket;
Aber sprich – er wird erwecket.
Sprich, so wird der Stein zerspringen,
Sprich, so lösen sich die Schlingen,
Und der Tote ohn’ Verweilen,
Rufst du, wird der Gruft enteilen.
Auf demLebensmeere machen
Räuber Jagd auf meinen Nachen.
Hier die Wogen, dort die Horden,
Jammer hier und dort das Morden;
Herr der Meere, komm geschwinde,
Dräu’ den Wogen, heisch dem Winde,
Durch die Räuber, durch die Brandung
Lenk den Kahn zu sich’rer Landung.
Weh’, mein Feigenbaum ist saftlos,
Sein Geäste morsch und kraftlos,
Er muß fallen, er muß lodern,
Willst, was Rechtens ist, du fodern.
Doch dies Jahr noch laß ihn leben,
Graben laß, laß Dung ihm geben,
Sollt’ er Frucht auch dann nicht tragen,
Laß ihn, weinend sag’ ich’s, schlagen.


Satan wütet, mein Bedräuer,
Jetzt mit Wasser, nun mit Feuer,
Herr, ich bin zu Tod getroffen,
Herr, auf dir steht all mein Hoffen.
Daß des Kranken Wunde heile,
Daß der Feinde Schwarm enteile.
Gib zum Beten mir, zum Werke
Frommen Fastens deine Stärke.
Das wird aus der Hand des Bösen,
Christus lehrt mich’s, mich erlösen.
Ja vom Übel mich befreie,
Daß ich mich der Buße weihe,
Woll’ auch deine Furcht mir schenken,
Ohne die kein Heil zu denken;
Schenk’ mir Glaube, Hoffnung, Liebe
Und gesunde fromme Triebe,
Lehr das Irdische verachten,
Nur nach dem, was droben, trachten.


Nur auf dich, o Herr vertrau’ ich,
Auf dich hoff’ ich, auf dich bau’ ich,
Du mein Lied, du meine Habe,
Was ich bin, ist deine Gabe.
Du mich stützest, wenn ich schwanke,
Du mich heilest, wenn ich kranke,
Du mein Trost, bin ich verlassen,
Lindrung, will mich Zorn erfassen.
Will ich zagen, mich belebend,
Wenn ich falle, mich erhebend,
Mut und Stärke, wenn ich schreite,
Meine Hoffnung, wenn ich gleite,
Schlägst du die, die mich verletzen,
Schreckst, die sich mir wiedersetzen,
In Gefahren mich bedeckend,
Was zu bergen, mir versteckend.
Laß in Gnaden nie mich schauen
Jenen Abgrund voller Grauen,
Voll des Jammers, voll des Zagens,
Voll des Ekels und des Klagens,
Wo sich alle Schuld enthüllet
Und mit Scham das Herz erfüllet,
Wo der Henker niemals rastet,
Nie der Wurm, der grause, fastet,
Nie versiegt der Quell der Zähren,
Ja der Tod wird ewig währen.
Einzugehn sei mir beschieden
In der ew’gen Friedstadt Frieden,
Die der Gott des Lichts erkoren,
Die das Kreuzholz hat zu Toren,
Dessen Schlüssel Petri Zunge,
Deren Freuden ewig junge;
Aus lebend’gem Fels gebauet
Ist sie Christo anvertrauet.
O welch Licht ist ihr beschieden,
Welch ein Frühling, welch ein Frieden,
Welche Düfte, welche Klänge,
Welche Freuden-Festgesänge!
Nimmer schwinden ihre Tage,
Da erschallt kein Laut der Klage,
Ewig blühn in junger Schöne,
Christo ähnlich ihre Söhne.
Stadt der Himmel, werte, traute,
Auf dem Felsengrund gebaute,
Friedenshafen, Heimat süße
Aus der Ferne ich dich grüße.
Ja dich grüß’ ich, dich umfang ich,
Nach dir seufz ich, dein verlang ich.
Wie so selig sich die deinen
Bei dem Hochzeitmahl vereinen,
Festlich schmücken, festlich kränzen,
Wie von Gold die Mauern glänzen,
Von Achaten, von Kameen,
Der nur weiß es, der’s gesehen.
Möcht ich einst in deinen Hallen
Mit den lieben Heil’gen allen,
Mit den Vätern und Propheten
Alleluja singen, beten.


Deutsch von Guido Maria Dreves

Quelle: Hymnarium 


Mehr zum Thema Dreifaltigkeit:

Samstag, 29. September 2012

Teufel und Tintenfass


P. Bernward Deneke FSSP, Wigratzbad 

Im Leben des Dr. Martin Luther spielte der Teufel keine geringe Rolle. Von Kindheit an, so berichtet er selbst, habe er die Belästigung böser Geister erfahren, die später noch stärker geworden sei. Besonders in der Einsamkeit der Wartburg, auf die sich Luther nach seiner Ächtung durch die Kirche im Jahr 1521 zurückgezogen hatte, sah er sich als Zielscheibe heftiger Angriffe vonseiten dämonischer Mächte. Er habe sich jedoch erfolgreich mit Gebet und fröhlichem Singen gegen sie zur Wehr setzen können.

Der Legende nach soll Luther einmal, als er sich in der Nacht arg bedrängt fühlte, mit einem Tintenfass nach dem Teufel geworfen und ihn dadurch vertrieben haben. Den berühmten Fleck an der Wand zeigt man den zumeist belustigten Besuchern der Wartburg noch heute; glaubwürdigen Informationen zufolge wurde und wird er aber immer wieder aufgefrischt...

Jedenfalls hielt Martin Luther, der Mann am Anfang der großen und folgenreichen Glaubensspaltung des 16. Jahrhunderts, die gefallenen Engel für durchaus reale Wesen mit erheblichem Einfluss auf das Leben der Menschen. Er nahm die Worte des heiligen Paulus ernst, der von einem Kampf spricht, der sich „nicht gegen Fleisch und Blut richtet, sondern gegen Mächte und Gewalten, gegen die Weltherrscher dieser Finsternisse, gegen die Geister der Bosheit in den Lüften.“ (Eph 6,12) 

Vor diesem „Teufelsglauben“ Luthers stehen heutige Protestanten weitgehend verschämt da. Sie sehen sich genötigt, die Äußerungen ihres Gründervaters zu entschuldigen, und weisen darauf hin, der Reformator sei hier und da eben doch noch in der mittelalterlichen Glaubens- und Frömmigkeitswelt verhaftet gewesen. Heute freilich sehe man das anders.

Aber auch vor der katholischen Theologie hat eine solche Einstellung nicht Halt gemacht; man denke nur an das 1978 erschienene Buch des Alttestamentlers Herbert Haag mit dem programmatischen Titel „Abschied vom Teufel“. 

Als Bibelwissenschaftler musste Haag freilich zugeben, dass die Heilige Schrift sehr viel vom Widersacher Gottes und Versucher der Menschen spricht. Er hatte sich mit den Teufelsaustreibungen im Wirken Jesu, mit dessen klaren Worten über den Feind des Menschengeschlechtes auseinanderzusetzen. Doch meinte der Professor, den Verständnisschlüssel gefunden zu haben: Immer, wenn in den Evangelien von dämonischer Besessenheit die Rede sei, könne man davon ausgehen, dass es sich nach heutigem Verständnis schlicht und ergreifend um Krankheiten handele, die man sich zur Zeit des Herrn eben gleichsam personifiziert vorgestellt habe. Demnach wären die Evangelisten, ja auch Jesus selbst einem Weltbild verhaftet gewesen, das inzwischen längst überwunden ist! 

Allerdings bemerkt der aufmerksame Leser recht schnell die Schwierigkeiten einer Gleichsetzung von Dämonen und Krankheiten. Im einen oder anderen Fall teuflischen Wirkens im Neuen Testament mag man zwar mit dieser Erklärung auskommen. Doch welche Krankheit tritt denn wohl derart an einen Menschen heran wie nach den Evangelien der Versucher in der Wüste an Christus (vgl. Mt 4,1ff.; Lk 4,1ff.)? Sollte unser Herr Halluzinationen gehabt haben? Und wo wurde es je vernommen, dass eine Krankheit, die sich selbst „Legion“ nannte, auf Befehl den Patienten verlassen hätte und in eine Schweineherde gefahren wäre, die sich daraufhin, von wilder Panik erfasst, in einem Gewässer versenkte (vgl. Mk 5,1ff. u. par.)? Erstaunliche Krankheit! 

Freilich sehen Autoren wie Herbert Haag in derlei Schriftstellen unhistorische Erzählungen. Doch gerade damit liefern sie denn auch den Beweis, dass sie ihre „Erkenntnisse“ über die angebliche Nichtexistenz Satans nicht aus der Heiligen Schrift gewonnen haben. Ihre Argumente sind – darauf hat bereits kurz nach Veröffentlichung des Buches „Abschied vom Teufel“ kein Geringerer als der heutige Papst hingewiesen – nicht biblischer Natur, sondern die typischen Vorurteile des modernen Unglaubens, der nichts annehmen will, was sich nicht in sein enges naturwissenschaftliches Weltbild einpasst. 

Wer demgegenüber auch als Nichtchrist die Evangelien ohne Vorbehalte und ehrlichen Sinnes liest, der kommt nicht um die Feststellung herum, dass zumindest die Evangelisten selbst von der realen Existenz des Teufels ausgingen, folglich auch Jesus Christus, wie er uns von ihnen geschildert wird. Und dem gläubigen Christen zeigt sich die Wahrheit dieser Lehre, die übrigens auch zur verbindlichen Verkündigung der Kirche gehört (vgl. z.B. das Vierte Laterankonzil im Jahr 1215), ebenso aus dem Gesamtzusammenhang des Glaubensgutes wie in der Erfahrung unseres bedrängten Lebens. 

Insofern steht Martin Luther dem treuen Katholiken der Gegenwart zumindest im Hinblick auf die Existenz des Teufels näher als viele Vertreter der Kirche. Freilich werden wir uns den legendären Kampf des sogenannten Reformators nicht zum Vorbild nehmen und in Bedrängnissen eher gläubigen Sinnes Weihwasser versprengen als ein Tintenfass werfen. Denn für Tinte gibt es im Rituale Romanum leider keine Segensformel, und das Beispiel Luthers zeigt deutlich, wie sehr sich der Feind des Menschengeschlechtes gerade der Schreibfeder und Tinte dieses Mannes bedient hat, um seine Werke zu vollbringen: Aufwiegelung gegen die Hierarchie, Spaltung im Glauben und Ströme von Tränen und Blut. Aber das ist ein anderes Thema. 


Hinweise:
- mit freundlicher Genehmigung des Verfassers
- der Beitrag erschien bereits im Schweizerischen Katholischen Sonntagsblatt (SKS)


Freitag, 28. September 2012

Bischöfe - die "Engel" ihrer Kirche


"In der alten Kirche – bereits in der Geheimen Offenbarung – (wurden) die Bischöfe als »Engel« ihrer Kirche bezeichnet (...), womit eine tiefe Übereinstimmung zwischen dem Dienst des Bischofs und der Aufgabe des Engels zum Ausdruck gebracht wird. Von der Aufgabe des Engels her läßt sich der Dienst des Bischofs verstehen. (...)

Wenn die alte Kirche die Bischöfe »Engel« ihrer Kirche nennt, will sie damit sagen: Die Bischöfe selbst müssen Männer Gottes sein, müssen ihr Leben auf Gott ausrichten. »Multum orat pro populo – Er betet viel für das Volk«, heißt es im Brevier der Kirche in bezug auf die heiligen Bischöfe. Der Bischof muß ein Beter sein, der bei Gott für die Menschen eintritt.

Je mehr er das tut, um so mehr versteht er auch die Menschen, die ihm anvertraut sind, und kann für sie zu einem Engel werden – zu einem Boten Gottes, der ihnen hilft, ihr wahres Wesen, sich selbst, zu finden und die Idee zu leben, die Gott von ihnen hat."


Papst Benedikt XVI. in der Predigt am 29.September 2007 (Fest der drei Erzengel Michael, Gabriel und Raphael), anlässlich der Bischofsweihen von sechs neuernannten Bischöfen



Ökumene innerhalb der Kirche?


Ökumenismus gegenüber Häretikern innerhalb der Kirche unmöglich

"Es muss auch noch einmal mit aller Nachdrücklichkeit betont werden, dass von Ökumenismus nur gesprochen werden kann, wenn es sich um Religions-gemeinschaften handelt, die sich selbst als ein ganz von der Katholischen Kirche Verschiedenes ausgeben.

Da ist erstens die nur schismatische byzantinische orthodoxe Kirche. Zweitens die gläubigen Protestanten, die sich schon seit Jahrhunderten nicht nur als Schismatiker, sondern auch als dogmatisch verschiedene, eigene Religionsgemeinschaft losgelöst haben. Kein Protestant wird sich als Katholik bezeichnen und im Namen der heiligen Kirche Lehren aufstellen. Erst recht gilt dies für die Juden, die Moslems, die Brahmanen oder Buddhisten.

Die Haltung, die ihnen gegenüber im Vaticanum II empfohlen wird unter dem Namen „Ökumenismus", kann sich nie sinnvoller Weise auf Häretiker innerhalb der Kirche beziehen. Die in dem richtig verstandenen Ökumenismus empfohlene Haltung, die je nach dem Inhalt der außerhalb der Kirche befindlichen Religionsgemeinschaften sehr variieren muss - die wohlwollende Unterstreichung der Wahrheitselemente in diesen Religionen neben der eindeutigen Ablehnung der in diesen Religionen enthaltenen Irrtümer - kann nie dem Katholiken gegenüber gefordert werden, der in der Kirche verbleiben will, aber häretische Thesen und Lehren verbreitet, der diese als mit der Lehre der Heiligen Kirche vereinbar hinstellt, ja der die Lehre der Heiligen Kirche verändern will.

Mit diesen Irrlehrern und Zerstörern der christlichen Offenbarung und des christlichen Lebens in der Heiligen Kirche dürfen wir eine Pseudo-Gemeinschaft nicht aufrechterhalten. Eine solche Gemeinschaft kommt ja bei den außerhalb der Kirche Stehenden und offen sich von ihr Distanzierenden nicht in Frage.

Die Haltung, die den getrennten Brüdern gegenüber möglich ist, wäre dem Häretiker in der Kirche gegenüber ein Unrecht. Auch auf ihn muss sich natürlich unsere Nächstenliebe erstrecken. Aber selbst die distanzierte Gemeinschaft, die den getrennten Brüdern gegenüber noch in sehr abgestufter Weise bestehen kann, ist hier unmöglich, weil er ja ein freiwilliger oder unfreiwilliger Zerstörer der Kirche und Vergifter der heiligen Lehre der Kirche ist, weil er die äußere Zugehörigkeit zur Kirche missbraucht."


Dietrich von Hildebrand: Der verwüstete Weinberg; Verlag Josef Habbel Regensburg; AD 1973, S. 160/161; Online-Buch, MS Word Dokument (bitte auf das Bild klicken!):




Foto: Apostel; Basilika in Moulins; wikipedia

Donnerstag, 27. September 2012

Nicht zum Dunkel, sondern zum Licht berufen

"Getauft werden bedeutet, daß das Feuer dieses Lichts (der Wahrheit) in unser Inneres eingesenkt wird. Die Taufe wurde daher in der alten Kirche auch Sakrament der Erleuchtung genannt: Das Licht Gottes tritt in uns herein; so werden wir selbst zu Kindern des Lichts.

Dieses Licht der Wahrheit, das uns den Weg zeigt, wollen wir in uns nicht erlöschen lassen. Wir wollen es hüten gegen all die Mächte, die es auslöschen, uns wieder ins Gottesdunkel und in das Dunkel über uns selbst zurückwerfen möchten. Das Dunkel kann zeitweise bequem erscheinen. Ich kann mich verstecken und kann mein Leben verschlafen. Aber wir sind nicht zum Dunkel berufen, sondern zum Licht."

Liturgie - Geschenkte Worte

"Durch die Liturgie setzt Christus in seiner Kirche, mit der Kirche und durch sie das Werk unserer Erlösung fort. Der Herr macht das Geheimnis von Tod und Auferstehung gegenwärtig. Gott selbst also handelt in der Liturgie, und wir sind in sein Handeln miteinbezogen.

Deswegen ist Liturgie immer Ausrichtung auf Gott. Damit Liturgie wirklich Ausrichtung auf ihn sei, Gebet, Begegnung mit ihm, müssen wir hören und antworten.

Die Liturgie schenkt uns die Worte; wir müssen in ihre Bedeutung eintauchen, uns von ihnen formen lassen. Normalerweise ist zuerst der Gedanke und wird dann zum Wort. Hier aber gehen uns die Worte voraus, in denen Jahrhunderte das Beten, die Begegnung mit Gott geformt haben, und wir gehen in diese Worte hinein und werden von diesen Worten umgewandelt und erneuert, hinaufgehoben zu Gott."

 Papst Benedikt XVI. in der Generalaudienz am 26.09.2012




Mittwoch, 26. September 2012

Ökumene jetzt! - Suchanzeige

Vielleicht kann irgend jemand oder die genannten Personen selber Auskunft geben: Wer von den nachstehenden Persönlichkeiten hat am vergangenen Samstag, den 22.September 2012, in Berlin am "Marsch für das Leben" teilgenommen oder zumindest eine Grußbotschaft oder einen anerkennenden Brief an die Organisatoren und Teilnehmer geschrieben?

http://www.1000plus.de/mach-mit/verbreiten.htmlWie ernst ist den Erstunterzeichnern des Aufrufs "Ökumene jetzt!" das gemeinsame Eintreten für christliche Werte, zu denen unzweifelhaft auch der Schutz des Lebens (vgl. Jobo72) gehört?

Wohl für die meisten dieser Persönlichkeiten sozusagen direkt vor ihrer Haustür, hatten sich Katholiken und Protestanten mit anderen Menschen guten Willens zu einer friedlichen Kundgebung für das Leben versammelt und Zeugnis gegeben für die Unantastbarkeit der Würde eines jeden Menschen.

Rund 3000 Menschen unterschiedlicher Konfessionen zogen gemeinsam durch die Straßen von Berlin und feierten gemeinsam einen ökumenischen Gottesdienst. Wäre das für die "Ökumene Jetzt!"-Unterzeichner nicht eine Gelegenheit  gewesen, ihren Worten Taten folgen zu lassen?

Sollte sich jemand von den Damen oder Herren am vergangenen Samstag in Berlin in die Reihen der Lebensschützer eingereiht haben, so wäre es schön, davon zu erfahren. Wenn nicht, vielleicht im nächsten Jahr!?

Thomas Bach?
Andreas Barner?
Günter Brakelmann?
Andreas Felger?
Christian Führer?
Gerda Hasselfeld?
Günther Jauch?
Hans Joas?
Friedrich Kronenberg?
Norbert Lammert?
Hans Maier?
Thomas de Maizière?
Eckhard Nagel?
Otto Hermann Pesch?
Annette Schavan?
Uwe Schneidewind?
Arnold Stadler?
Frank-Walter Steinmeier?
Wolfgang Thierse?
Günther Uecker?
Michael Vesper?
Antje Vollmer?
Richard von Weizsäcker?

Stimmen zum "Marsch für das Leben", Berlin am 22.09.2012

"Wenn Er (Gott) uns durch Seinen Sohn Jesus Christus garantiert, dass die Wahrheit siegen wird – dann ist das eine garantierte göttliche Garantie. Und zu dieser Wahrheit gehört das, wofür die Freunde des Lebens seit zehn Jahren öffentlich mitten in der deutschen Bundeshauptstadt Zeugnis ablegen. Wofür sie sich engagieren. Wozu Lebensschützer sich hier und anderswo bekennen.

Es ist das Bekenntnis zur Unteilbarkeit und Unantastbarkeit der Würde des Menschen. Eines jeden Menschen. Ob noch im Mutterleib wachsend oder schon geboren, ob gesund oder nicht, ob behindert begabt oder unbehindert begabt, ob reich oder arm, ob jung oder alt, ob weiß oder schwarz.

Es ist das Bekenntnis zum Schutz des Lebens, ob gerade durch Zeugung entstanden oder längst geboren, ob mit schwerer Krankheit oder einfach nur alt. Das ist das Bekenntnis zur Wahrheit, die von Gott kommt. Wer diese Wahrheit nicht verschweigt, klärt auf in einer Gesellschaft, in der viele Angst vor wahrer Aufklärung haben.

Es darf nicht sein, dass die Grundlage von echter Humanität zerstört wird
- durch Tötung im Mutterleib,
- durch Wegspritzen alter Menschen,
- durch tödliche Forschung mit Embryonen,
- durch die tödliche Lüge angeblicher harmloser Tests,
- durch mörderische Selektion von Menschen,
- durch die Wiederkehr des Scheidens in lebenswertes und unwertes Leben!

(...) Und sie sagen friedvoll und klar JA ZUM LEBEN. Ja zur Kultur des Lebens! Sie lassen sich nicht beirren vom Widerstand derer, die Angst vor der Wahrheit haben und meinen, sie durch primitives Gebrüll verhindern zu können."


Martin Lohmann, Vorsitzender des Bundesverbandes Lebensrecht (BVL), Theologe und Journalist bei der Ansprache während des Ökumenischen Gottesdienstes in der Berliner Hedwigskathedrale anlässlich des Marsches für das Leben am 22. September 2012



Linkrutsche:

Videos vom 22.09.2012 z. B.: hier, hier und hier.

Bundesverband Lebensrecht: Marsch für das Leben 2012

Berliner Erklärung zum Schutz des menschlichen Lebens

Grußwort des Präfekten der Glaubenskongregation, Gerhard Ludwig Müller

idea.de:
Yesssss! von: Alipius
„Marsch für das Leben“ mit Rekordbeteiligung (22.09.2012)

Braut des Lammes (mit Fotos):
Morgen: Marsch für das Leben 2012
364 Tage beten und ein Schweigemarsch – Marsch für das Leben 2012

Tiberius:
Marsch für das Leben in Berlin

Claudia Sperlich:
Friedlich und von Krakeelern begleitet (22.09.2012)
Dumme Parolen ( 25.09.2012)

Papsttreuer:
Marsch für das Leben in Berlin - Textimpressionen (24.09.2012)

Vincentius Lerinensis:
Werdet stark durch die Kraft und Macht des Herrn! (25.09.2012)

Die Pimpfe (immer und überall dabei!):
Marsch für das Leben (mit den Pimpfen und Dominic und Tim)

Bundesverband Lebensrecht (BVL):
Pressemitteilung des BVL zum Marsch für das Leben in Berlin (24.09.2012)

Christliches Forum:
Blasphemische Parolen ultralinker Gegendemonstranten beim Marsch fürs Leben

medrum:
Manipulative Berichterstattung über "Marsch für das Leben" im RB am 23.09.2012

Kath.net:
Der 'Marsch für das Leben' und die manipulative Berichterstattung

Hilfe statt Abtreibung (Adressen und Kontaktmöglichkeiten)

und ganz unabhängig vom "Marsch für das Leben" aber ebenfalls zum Thema "Abtreibung und die Einstellung unserer Gesellschaft zum Leben" eine wahre Geschichte von "ichwesen", sehr lesenswert: 

Eine kleine Geschichte





 Werben für  Leben: Die 1000plus Idee

Dienstag, 25. September 2012

Hilfe statt Abtreibung

Schwangere in Not finden z. B. Hilfe bei folgenden Einrichtungen:


HLI Österreich
Große Sperlgasse 33/EG
1020 Wien

Tel.: 01 / 218 20 33
Fax: 01 / 218 20 33 15


Reden wir miteinander!
E-Mail: Schwangerenhilfe@hli.at

24-Stunden-Hotline: Österreich: 0664/43 25 060

Niederlassungen / Kontakt-Möglichkeiten:

Telefon:


01 / 513 75 79       Lebenszentrum, A-1010 Wien Postgasse 11a
0664 / 43 25 060   24 h Hotline
01 / 218 20 33       Ja zum Leben
01 / 48 13 777       Addam's Frauenzentrum
0662 / 88 05 54     Lebenszentrum Salzburg 5020, Plainstraße 21
0316 / 81 12 57     Lebenszentrum Graz 8010, Jakoministraße 21
0676 / 49 23 446   Hotline Graz
05576/78 504        Lebenszentrum Hohenems

--------------------------------------------------------------------------------------------
 
Aktion Leben Deutschland

http://www.aktion-leben.de/

Abtsteinach/Odenwald

Telefon: 06201/2046
Telefax:  06201/23848
 E-Mail: post@aktion-leben.de

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Pro Femina e.V.  (D/A/CH)

vorAbtreibung.net 

D:               kostenlose Telefon-Hotline  0 8000 60 67 67
A und CH:  kostenlose Telefon-Hotline 00 8000 60 67 67 0 


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Die BIRKE e. V.

https://www.diebirke.org/home

Bergstraße 114
69121 Heidelberg

Tel.: 06221/6067-0
Fax: 06221/6067-18
Mail: info@diebirke.org

Mit Gott Geschichte formen




Unsere Aufgabe ist es nicht,
Geschichte zu erdulden,
sondern sie mit Gott zu formen.

Otto von Habsburg



Foto: privat

Montag, 24. September 2012

Zweckentfremdete Kirchensteuer

In einem Interview mit kath.net äußert sich Prof. Hubert Gindert von Forum Deutscher Katholiken (FdK) zum neuen Dekret der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) über den Kirchensteueraustritt:

kath.net: Teilen Sie die Einschätzung vieler Kritiker, dass Kirchensteuergelder vermehrt glaubensfernen Strukturen und Theologien zugutekommen?

Prof. Gindert: "Diese Einschätzung muss man teilen, wenn wir erleben, dass große kirchliche Verbände, wie sich der Bund der deutschen katholischen Jugend (BDKJ), die Frauenverbände kfd , KDFB, das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) lautstark gegen die Lehre der Kirche agieren können, für Donum vitae, Frauenpriestertum etc. eintreten, aber gleichzeitig von der Kirche alimentiert werden.

Gleiches gilt z.B. für Katholische Akademien, auf denen Theologieprofessoren eine Bühne bekommen, obwohl sie bei keinem Memorandum gegen Papst fehlen und alle Häresien in neuen Formulierungen verkünden und trotzdem Priester-amtskandidaten, Religionslehrer und Pastoralassistenten ausbilden.

Der letzte Katholikentag in Mannheim kostete rund 8,5 Millionen Euro. Die Kirchensteuerzahler bezahlten dafür über 2 Mio. welche Impulse gingen davon für die Neuevangelisierung aus? Man merkt so wenig davon."
Das ganze Gespräch: HIER bei kath.net.


Weiteres zum Thema:

    Enttäuscht?


    "Wenn du zu den Katholiken übergetreten bist, dann wird dir manche Enttäuschung nicht erspart bleiben. Wenn du aber zur katholischen Kirche übergetreten bist, wirst du es nie bereuen."

    Sigrid Undset an eine enttäuschte Konvertitin




    Foto: Taufbecken in der Beichtkapelle, Kevelaer

    Sonntag, 23. September 2012

    Wenn das Geld im Kasten klingt...


    ...die Seele aus dem Feuer springt!


     

    Die DBK hat (wieder einmal) die Zeichen der Zeit (v)erkannt:
    Nur eines ist ihrer Meinung nach notwendig: die klingende Münze.
    Ablasshandel.
    Aber gab's den nicht schon mal?
    Damals freiwillig, heute aber durch die DBK erpresst.
    So ändern sich in die Zeiten...


    Zum Thema: 


      Original-Foto: wikimedia commons

      Er rühmt sich, die Erkenntnis Gottes zu besitzen...

      Lasst uns dem Gerechten auflauern! Er ist uns unbequem und steht unserem Tun im Weg. Er wirft uns Vergehen gegen das Gesetz vor und beschuldigt uns des Verrats an unserer Erziehung. Er rühmt sich, die Erkenntnis Gottes zu besitzen, und nennt sich einen Knecht des Herrn. Er ist unserer Gesinnung ein lebendiger Vorwurf, schon sein Anblick ist uns lästig; denn er führt ein Leben, das dem der andern nicht gleicht, und seine Wege sind grundverschieden. Als falsche Münze gelten wir ihm; von unseren Wegen hält er sich fern wie von Unrat. Das Ende der Gerechten preist er glücklich und prahlt, Gott sei sein Vater.

      So denken sie, aber sie irren sich; denn ihre Schlechtigkeit macht sie blind. Sie verstehen von Gottes Geheimnissen nichts, sie hoffen nicht auf Lohn für die Frömmigkeit und erwarten keine Auszeichnung für untadelige Seelen. Gott hat den Menschen zur Unvergänglichkeit erschaffen und ihn zum Bild seines eigenen Wesens gemacht. Doch durch den Neid des Teufels kam der Tod in die Welt und ihn erfahren alle, die ihm angehören. 


      Vgl. 1. Lesung des heutigen 25. Sonntags im Jahreskreis:
      (Weish 2,1a.12.17-20)


      Samstag, 22. September 2012

      Pilgerfahrt ins Heilige Land vom 5. - 20. März 2013

      Auf den Spuren Jesu

      Für die Pilgerreise sind noch einige Plätze frei. Interessenten können sich bei P. Martin Ramm FSSP melden (Kontakt s. unten).

      Flug von München nach Tel Aviv. (Mitfahrgelegenheit aus der Schweiz)

      Geplanter Ablauf:
      File:Jerusalem kotel mosque.jpg
      1. Tag: Besuch in Jaffa, Cæsarea Maritima, Berg Karmel (Kloster Stella Maris mit Eliashöhle), Fahrt nach Nazareth. 1. Nacht in Nazareth (in unmittelbarer Nähe der Verkündigungsbasilika)

      2. Tag: Nazareth (Verkündigungsgrotte, Kirche des hl. Joseph, Marienbrunnen, Berg der Schrecken Mariens ...), 2. Nacht in Nazareth

      3. Tag: Kana, Nain, Berg Tabor, 1. Nacht am See Gennesaret (in idyllischer Lage direkt am Ufer des Sees)

      4. Tag: Tabgha (Brotvermehrungskirche), Primatskirche, Kapharnaum, Bootsfahrt auf dem See Gennesaret, Petrusfischessen, Ginnosar, Wanderung im Taubental, 2. Übernachtung am See Gennesaret

      5. Tag: Berg der Seligpreisungen, Jordanquelle in Banjas, Betsaida, Kursi, Jericho, Übernachtung in Jericho

      6. Tag: Berg der Versuchung, Baum des Zachäus, Besuch der Taufstelle am Jordan, Fahrt nach Eilat mit Halt bei der ‚Frau des Lot’, Übernachtung in Eilat

      7. Tag: Rotes Meer, Fahrt zum Sinai mit Halt im Gazellental und am Felsen der Inschriften, Übernachtung im Katharinenkloster

      8. Tag: Besteigung des Mosesberges zum Sonnenaufgang, Mosesfelsen, Katharinenkloster mit dem Dornbusch, Übernachtung am Toten Meer

      9. Tag: Bad im Toten Meer, Wadi En Gedi, Qumran, Wüste Juda, Blick ins Wadi Qelt, Übernachtung in Bethlehem (unmittelbar neben der Geburtskirche)

      10. Tag: Ain Karem (Heimsuchungskirche und Geburtskirche des hl. Johannes des Täufers), Beth Sahur (Hirtenfeld), Bethlehem (Geburtskirche und Milchgrotte), 1. Nacht in Jerusalem (in der Altstadt beim Jaffator, nahe bei der Grabeskirche)

      11. Tag: Dormitio (Ort der Entschlafung Mariens), Abendmahlssaal, Peter zum Hahnenschrei, Grabeskirche, 2. Nacht in Jerusalem

      12. Tag: Geburtskirche Mariens, Ölgarten (Todesangstbasilika), Kidrontal, Teich Siloah, Hinnomtal, Dominus flevit, Gräber der Propheten, 3. Nacht in Jerusalem

      13. Tag: Tempelberg, St. Anna (Geburtskirche der Gottesmutter), Bethesdateich, Kreuzweg, 4. Nacht in Jerusalem

      14. Tag: Bethanien (Grab des Lazarus), Betfage, Vaterunserkirche, Himmelfahrtskirche, freier Nachmittag, 5. Nacht in Jerusalem

      Täglich heilige Messe im Außerordentlichen Ritus. Die Teilnehmerzahl ist auf 40 beschränkt.

      Die Kosten werden voraussichtlich 1.950,- € pro Person (im Doppelzimmer incl. Halbpension, Flug, Bus im Hl. Land, Fahrt zum Sinai, Eintritte) betragen.

      Zur Voranmeldung bitte Adresse und Geburtsdatum (und wenn vorhanden E-Mailadresse) angeben. Sobald der endgültige Preis bekannt ist, wird ein Blatt mit detaillierteren Informationen und einem Anmeldeformular zugesandt.

      Gesamtleitung, Information und Anmeldung: 

      P. Martin Ramm FSSP
      Ludretikonerstr. 3
      CH-8800 Thalwil
      0041-44-772 39 33
      p.ramm@fssp.ch

      Die Wiederkehr der Mönche


      Von P. Bernward Deneke FSSP, Wigratzbad

      Man meint, am Ende der Welt angelangt zu sein, wenn man das Kloster endlich erreicht hat. Weitab vom Treiben der Städte, von befahrenen Verkehrsstraßen und den Zielen des internationalen Tourismus liegt es verborgen in karger Landschaft. Während der sommerlichen Monate ist die Hitze nur schwer zu ertragen. Ist man aber in die Kirche eingetreten und hat an der Liturgie der Gemeinschaft teilgenommen, so scheinen die Strapazen der Reise schon fast vergessen. 

      Das also sind sie, die aus ganzem Herzen Gott suchen und von früher Morgenstunde bis zur Nacht sein Lob anstimmen: junge, zum Teil sehr junge Mönche, treu der Regel des heiligen Benedikt ergeben. Ihrem Gesang der lateinischen Psalmodie, ihrer Feier des heiligen Messopfers im überlieferten römischen Ritus haftet nichts Altbackenes an. Vielmehr offenbart die Tradition darin ihre immerwährende Jugend und Vitalität. - 

      Der schmerzliche Gedanke an die Heimat drängt sich wie von selbst auf. Hans Urs von Balthasar hat einmal richtig festgestellt, der Zustand der Kirche lasse sich sicher an den Ordensgemeinschaften ablesen. Wie aber steht es bei uns um sie, insbesondere um die alten, monastischen Orden? 

      Bilder von leeren Klöstern erstehen vor dem geistigen Auge. Erst jüngst noch mussten Häuser mit großer Vergangenheit geschlossen werden. Einst hatten sie die Glut der Gottesliebe in sich versammelt und sie gleich der Stadt auf dem Berge mit hellem Lichtschein in weite Fernen ausgestrahlt. So dienten sie vielen zur Orientierung auf dem Weg durch die dunkle Welt. Dann hatten sie ihren Niedergang erlebt: Lockerung der geheiligten Disziplin, Verminderung des Gebetes, Vorrang für andere Tätigkeiten, Anpassung an die Welt bis hin zur Preisgabe der Identität und, als Folge davon, Ausbleiben des Nachwuchses, Ab- und Aussterben. Der Gang von einer zur nächsten Etappe verläuft jeweils mit eherner Notwendigkeit. 

      Vielleicht dienen die imposanten Gebäude der Klöster bald als Luxushotel? Bei kostspieligen Gaumenfreuden werden die Gebildeten unter den Gästen dann das eine oder andere historische Ereignis, das hier stattfand, zum Besten geben oder ihren Tischgenossen erzählen, wozu dieser Saal einmal diente, als Kapitelsaal, als Refektorium oder als Kreuzgang. Andernfalls richten die Kreise, die in der Kirche unserer Heimat das Sagen haben, in ehemaligen Klöstern gerne Bildungsstätten ein. In ihnen können sich interessierte Kreise zu gestelzt-intellektuellen Vorträgen, zu glaubens- und romkritischen Veranstaltungen oder fernöstlich angehauchten Meditationskursen einfinden. Zu beachtlichen Preisen, versteht sich. 

      Aber es gibt ja doch auch noch andere Klöster; solche, die weiterhin einige Eintritte verzeichnen können, die finanziell wenig Sorgen haben und mit der Zahl ihrer Angestellten, Ländereien und Betriebe wie wirtschaftliche Großunternehmen dastehen. Die Ordensleute leiten renommierte Schulen und haben einträgliche Seelsorgsverträge mit den Diözesen geschlossen. Nicht selten ist diesen Klöstern ein durchaus traditionelles Flair eigen. Der Geist des Barock durchweht sie, verbunden freilich mit den modernen Errungenschaften, die das Leben leichter und angenehmer machen. 

      Der Blick richtet sich wieder auf die junge Gründung in einem anderen Erdteil. Und auf ähnliche Klöster, deren einige es z.B. in Frankreich gibt. Wo liegt der Unterschied? Zweifelsohne im Verständnis dessen, was monastisches Leben ist. Nach dem heiligen Benedikt und seinen Schülern ist der Mönch jemand, der mit heiliger Ausschließlichkeit Gott sucht. Dessen erste und vornehmste Aufgabe das Streben nach Vollkommenheit ist. Der sich in völligem Gehorsam einer Regel unterwirft und in allem, in seinem einsamen und gemeinsamen Beten wie in seinem Arbeiten, Gott verherrlichen will. Schweigen, Keuschheit, Armut und Demut prägen sein Leben. Verborgen vor der Welt, wird er ihr doch gerade dadurch zum Heil. 

      Wann wird es solche Klöster wieder in unserem Lande geben? Werden wir sie in nicht allzu ferner Zukunft besuchen dürfen? Das Problem des Nachwuchses dürfte sich, bestünden sie nur erst, kaum noch stellen, denn das Authentische und Konsequente hat nichts von seiner Ausstrahlung auf hochherzige junge Menschen eingebüßt. Welcher Segen könnte von ihnen ausgehen, welcher Vitaminstoß unsere verbürgerlicht-angepasste, daher schwerfällige und altersmüde Kirche beleben... 

      Ja, wer betet mit um die Wiederkehr der Mönche?




      Weiteres zum Thema:

      Vox Clamatis In Deserto: Ein anderes Ordensleben?

      Freitag, 21. September 2012

      Kostenlos: Heiliges Land - Ein Bilderbuch von Pater Ramm

      P. Martin Ramm FSSP bietet allen Interessierten einen neuen Bildband über das Heilige Land an. Das Buch kann ab sofort kostenlos bestellt werden!

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      Was kostet ein Bildband im Format A5 mit 192 Seiten und gut 400 Farbfotos? Natürlich hat er materiell gesehen seinen Preis, der aber gar nicht so hoch ist, wie man meinen könnte. Vom geistlichen Standpunkt aus gibt es aber Dinge, deren Wert sich nicht in Euro und Cent messen lässt, und die im wahren Sinn des Wortes ‚unbezahlbar‘ sind.

      Wir haben uns entschieden, den Bildband gratis abzugeben, also weder für das Buch noch für den Versand Rechnungen zu schreiben. Sie wissen ja, dass wir als Priesterbruderschaft St. Petrus ganz auf die Großherzigkeit unserer Freunde und Wohltäter angewiesen sind. Deshalb sind wir für alle Spenden, die über die Druck- und Versandkosten, hinaus auch unseren Apostolaten und der Ausbildung der Priesteramtskandidaten in Wigratzbad zugute kommen, von Herzen dankbar. Und weil diese Großherzigkeit für uns nicht ‚bezahlbar‘ ist, beten wir für Sie, dass Gott Ihnen alles Gute vergelte!

      P. Martin Ramm FSSP

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      Sie haben folgende Bestellmöglichkeiten:

      Internet: www.introibo.net/publikationen.htm
      E-Mail: p.ramm@fssp.ch

      Post:
      Schweiz:
      Priesterbruderschaft St. Petrus
      P. Martin Ramm
      Ludretikonerstr. 3
      CH-8800 Thalwil

      Deutschland:
      Verlag St. Petrus
      Kirchstr. 16
      88145 Opfenbach

      Telefon:
      CH 0041-(0)44-772 39 33
      D 0049-(0)8385-92210
      A 0043-(0)1-5058341


      Weitere Schriften von P. Martin Ramm,
      hier als Online-Versionen, aber ebenso als Büchlein bestellbar:


      Bestellungen bei:  Introibo.net

      Schweigen

      Hl. Matthäus, bitte für uns!




      Erst das Schweigen tut uns das Ohr auf für den inneren Ton in allen Dingen. Und auch im Wort des anderen Menschen vernimmt nur ein Schweigender das Eigentliche; das, was gemeint ist.


      Romano Guardini
      in: Briefe über Selbstbildung







      Donnerstag, 20. September 2012

      Aspekte gegen eine Zulassung der sog. "wiederverheirateten Geschiedenen" zu den Sakramenten

      "Wenn die Kirche dieser Haltung (Anm.: daß dem Gläubigen suggeriert wird, er könne nach seinem irrigen Gewissen entscheiden; s. hier) stattgeben und die Kommuniongemeinschaft erlauben würde, gäbe es in der Kirche Eheleute, die die Unauflöslichkeit der Ehe mit allen ihren  bisweilen bis zur menschlichen Tragik reichenden Konsequenzen um der göttlichen Wertordnung willen festhalten, und andere, die überzeugt einer anderen Wertordnung folgen.

      Hier stehen sich tatsächlich nicht mehr zwei verschiedene Gewissensentscheidungen gegenüber (was auch schon für das Wesen der Kirche manche peinliche Frage zuließe), sondern zwei veschiedene Wert- und Glaubensordnungen. Es stehen sich im Grunde Glaube und Unglaube (oder Glaubensmangel) gegenüber.

      Die Kirche kann es nicht zulassen, daß in ihr völlig verschiedene Wertordnungen Geltung haben und verschiedene Glaubensauffassungen gleichberechtigt nebeneinander stehen. Es ist dann nicht nur die Gefahr gegeben, daß die leichtere Praxis zahlenmäßig die Oberhand gewinnt, sondern daß aus dem materiellen Unglauben ein formaler wird.

      Die Kirche könnte sich aber auch bei Gleichstellung des Glaubens mit dem materiellen Unglauben nicht mehr als Gemeinschaft der Glaubenden, der an einem Glauben Festhaltenden (vgl. Eph 4,5) bezeichnen."



      Leo Scheffczyk in: Eucharistie und Ehesakrament; Glaube als Lebensinspiration - Gesammelte Schriften zur Theologie; Johannes Verlag Einsiedeln AD1980


      Weiteres zum Thema:



      Sehr empfehlenswert und unmissverständlich auch ein Artikel von Prof. Johannes Stöhr:



      +      +      +

      Ihr sollt ein Segen sein...

      Die Kraft göttlichen Segens hat er denen verliehen, die an seiner Stelle stehen:
      Aus dem Geheimnis der christlichen Ehe hat sie der Vater, hat sie die Mutter. Aus dem Geheimnis der Weihe hat sie der Priester.
      Aus dem Geheimnis der Taufe und dem königlichen Priestertum der Firmung heraus wird sie dem gegeben, der "Gott liebt aus seinem ganzen Herzen, aus seinem ganzen Gemüte und aus allen seinen Kräften, und seinen Nächsten wie sich selbst". Diesen allen hat Gott die Gewalt gegeben zum Segnen mit seinem eigenen Leben ...

      Romano Guardini in : Von heiligen Zeichen; Matthias-Grünewald-Verlag Mainz; AD 1927



      Mittwoch, 19. September 2012

      Unwissen oder "Kreativität"?

      Zur Diskussion über einige sich mancherorts eingeschlichene, unpassende Gewohnheiten im neuen Messritus, betreffend der Aufgaben von Kommunionhelfern, erläutert Admiral auf dem Ministrantenblog "Introibo" die entsprechenden Rubriken:

      Eine schonungslose Diagnose...

      Jahr des Glaubensder gegenwärtigen kirchlichen Situation stellt Walter Kardinal Brandmüller in der Predigt der Abschlussmesse zum Kongress „Freude am Glauben“ am 16.9.2012 in Aschaffenburg:

      Dieses „Jahr des Glaubens“ hat der Heilige Vater uns, der ganzen Kirche wie eine lebensrettende Medizin verordnet. Dieser „Verordnung“ geht die Diagnose voraus, daß die Katholiken – ich sage bewusst nicht: die Kirche – namentlich in Mitteleuropa von einem tiefgreifenden Glaubensschwund befallen sind. Über die Symptome dieser existenzbedrohenden Krankheit ist schon vieles gesagt worden, was hier nicht zu wiederholen ist.

      Eines ist aber klar: In diesem Zustand der Lähmung und Schwäche, in dem zumal der deutsche Katholizismus sich seit Jahrzehnten dahinschleppt, sind wir nicht in der Lage, den elementaren Sendungsauftrag zu erfüllen: Geht, verkündet das Evangelium, macht alle Menschen zu meinen Jüngern, denn: wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet!

      Vom Dialog ist im ganzen Evangelium mit keinem Wort die Rede. Zeugnis geben vom Heil, das Christus gebracht hat, Verkündigung seiner Botschaft - das ist das Gebot auch unserer geschichtlichen Stunde.

      (Wortlaut der ganzen Predigt: hier)


      Sonntag, 16. September 2012

      Linkliste: Diakonat ist Männern vorbehalten - Roma locuta causa finita

      Links zur Beurteilung der (überflüssigen, weil endgültig entschiedenen) Diskussion über die Zulassung von Frauen zum Diakonat:

      kath.press (kathweb), 14.09.2012
      Deutsche Bischöfe äußern sich unterschiedlich zu Diakoninnen

      Apostolisches Schreiben „Ordinatio Sacerdotalis“ (22.05.1994)

      Kongregation für die Glaubenslehre
      Antwort auf den Zweifel bezüglich der im Apostolischen Schreiben »Ordinatio sacerdotalis« vorgelegten Lehre (28. Oktober 1995)

      Zur Antwort der Glaubenskongregation (s.o.)

      Gerhard Ludwig Müller
      Die Tagespost“, 23.03.2002, S.12-13:
      Wer hat das letzte Wort? Eine Strategie und ihre Tücken: Zu der endlosen Forderung nach Einführung der Frauenweihe

      Prof. Manfred Hauke
      "Die Tagespost", 09.12.2011:
      Diakonissen waren keine Diakoninnen
      daraus: Zitat

      Prof. Manfred Hauke
      „Diakonissen waren keine Diakoninnen. Klarstellungen zum sakramentalen Diakonat der Frau“, in Theologisches 42 (2012) 309-320 (siehe www.theologisches.net, Archiv, Juli/August 2012)

      Prof. Manfred Hauke (kath.net, 07.05.2013)
       'Ein spezifisches Diakonenamt für Frauen'?

      "Die Tagespost", 26.07.2003
      Fünf Autoren: Warum der Diakonat dem Mann vorbehalten ist:
      Im Einklang mit der gesamten Lehrtradition der Kirche

      Intern. Theologische Kommission, 2003:
      Der Diakonat - Entwicklung und Perspektiven - Der Dienst der Diakonisse

      Walter Kardinal Kasper:
      Vortrag beim Studientag der DBK zum Thema  „Das Zusammenwirken von Frauen und Männern im Dienst und Leben der Kirche“am 20.02.2013

      Kongregation für die Glaubenslehre:
      Erklärung zur Frage der Zulassung von Frauen zum Priestertum – Inter insigniores (1976)

      kath-info:
      Was der Historiker zum Thema zu sagen hat: Prof. Dr. Rudolf Reinhardt vs. Karl Kardinal Lehmann (Februar 2013)

      Pfr. Willi Studer
      Schweizer Katholisches Sonntagsblatt (SKS) 4/2013:
      Vortrag zum Thema: "Diakonats- und Priesterweihe der Frau?"

      NEU: Pfr. Regamy Thillainathan (Leiter der Diözesanstelle BerufungspastoralKöln):
      Warum es keine Priesterinnen in der Katholischen Kirche geben kann (domradio 16.08.2016)



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