Montag, 10. September 2012

Die Wahrheitsfrage



"Die Ausklammerung des Diskurses über die Wahrheit führt zur oberflächlichen Gleichstellung aller Religionen, die so im Grunde ihres Heilspotentials entledigt werden. Die Behauptung, daß alle wahr sind, ist gleichbedeutend mit der Erklärung, daß alle falsch sind. Die Wahrheitsfrage zu opfern ist mit der christlichen Sicht unvereinbar."

Internationale Theologenkommission, Das Christentum und die Religionen, 30.09.1996 (ganzer Text: bitte HIER klicken!)


Foto: Deckengewölbe der Crypta von Santa Cecilia in Trastevere, Rom; Lawrence OP

Kommentare:

  1. Sehr richtig. Das ist an die Adresse all derjenigen gerichtet, die meinen, dass z. B. Christen im Namen der Toleranz aufhören sollen, nur ihren Glauben für Wahr zu halten. Wer soetwas verlangt, verhält sich tief ignorant ohne es zu wissen. Religion hat nunmal mit Wahrheit und Erkenntnis zu tun, niemand möchte an eine Illusion glauben, sei sie jetzt schön oder grausam. Das macht natürlich das Konfliktpotential zwischen den Religionen aus, das lässt sich aber nicht bändigen durch seichte Gleichschalterei mittels der Toleranzkeule.

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    1. So she ich das auch. Um es mit Prof. Schumacher zu sagen:
      "Im Absolutheitsanspruch der Kirche geht es um den Absolutheitsanspruch Christi. Die Exklusivität der Kirche ist nichts anderes als die Exklusivität ihres Stifters, der eben nur eine Kirche zur Fortsetzung seines Werkes gestiftet hat und in dieser seiner Kirche fortlebt, die in ihrem tiefsten Wesen der mystische Leib Christi ist."

      in:
      http://www.theologie-heute.de/Extra_ecclesiam1.pdf

      Schon von daher steht uns doch garnicht zu, den Wahrheitsanspruch der Kirche zu relativieren...

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