Montag, 20. August 2012

Trügerischer Relativismus...

"Wenn es keinen Gott gibt, gibt es auch keine Sünde, dann ist alles erlaubt, wie Dostojewski sagt. Das Wort "Sünde" soll einen schlechten Klang bekommen und schließlich ganz verschwinden.

Daran haben jene das größte Interesse, die in Sünden verstrickt und dabei blind geworden sind für Gott. Sie bauen nach Kräften an der Diktatur des Relativismus. Warum? Weil der Relativismus die trügerische Verheißung des inneren Friedens birgt. Wenn nur endlich niemand mehr Anstoß an den Sünden nimmt, wenn nur endlich niemand mehr sagen darf, ein bestimmtes Verhalten sei Sünde, dann muss doch Frieden im Herzen einkehren.

Aber er kehrt nicht ein, denn es gibt das Gewissen. Zwar können wir dem Gewissen den Zugang zum Bewusstsein verwehren, aber wir können es nicht ganz ausmerzen."

Gabriele Kuby in: Selbsterkenntnis - der Weg zum Herzen Jesu; publiziert im SKS (Schweizeriches Katholisches Sonntagsblatt), Nr. 10/2012



Weiteres zum Thema Gewissen:
Durch Gewissensbildung zur Gewissensfreiheit


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