Sonntag, 15. April 2012

Zur Erinnerung...

Papst Benedikt XVI.
Um nun diese seine heilige Kirche überall auf Erden bis zum Ende der Zeiten fest zu begründen, hat Christus das Amt der Lehre, der Leitung und der Heiligung dem Kollegium der Zwölf anvertraut (1). Unter ihnen hat er den Petrus ausgewählt, auf dem er nach dem Bekenntnis des Glaubens seine Kirche zu bauen beschlossen hat; ihm hat er die Schlüssel des Himmelreiches verheißen (2) und nach dessen Liebesbekenntnis alle Schafe anvertraut, damit er sie im Glauben stärken (3) und in vollkommener Einheit weiden solle (4), wobei Christus Jesus selbst der höchste Eckstein (5) und der Hirt unserer Seelen (6) in Ewigkeit bleibt.

Jesus Christus will, daß sein Volk durch die gläubige Predigt des Evangeliums und die Verwaltung der Sakramente durch die Apostel und durch ihre Nachfolger, die Bischöfe mit dem Nachfolger Petri als Haupt, sowie durch ihre Leitung in Liebe unter der Wirksamkeit des Heiligen Geistes wachse, und er vollendet seine Gemeinschaft in der Einheit: im Bekenntnis des einen Glaubens, in der gemeinsamen Feier des Gottesdienstes und in der brüderlichen Eintracht der Familie Gottes. So ist die Kirche, Gottes alleinige Herde, wie ein unter den Völkern erhobenes Zeichen (7). Indem sie dem ganzen Menschengeschlecht den Dienst des Evangeliums des Friedens leistet (8), pilgert sie in Hoffnung dem Ziel des ewigen Vaterlandes entgegen (9).


1) Vgl. Mt 28,18-20 in Verbindung mit Joh 20,21-23.
2) Vgl. Mt 16,19 in Verbindung mit Mt 18,18.
3) Vgl. Lk 22,32.
4) Vgl. Joh 21,15-17.
5) Vgl. Eph 2,20.
6) Vgl. 1 Petr 2,25; I. Vatikanisches Konzil, Sessio IV (1870), Constitutio Pastor Æternus: Coll. Lac. 7, 482a.
7) Vgl. Jes 11,10-12.
8) Vgl. Eph 2,17-18, in Verbindung mit Mk 16,15.
9) Vgl. 1 Petr 1,3-9. 

aus:
II. Vatikanisches Konzil, Dekret Unitatis redintegratio,  über den Ökumenismus, 2


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