Montag, 12. Dezember 2011

Weltbild-Skandal und Medienkompetenz der katholischen Kirche


"Es ist bemerkenswert, dass die Kirche in der Bundesrepublik bis heute nicht in der Lage war, ein modernes und flexibles Medienapostolat aufzubauen." Das sagte der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin Dr. med. Mag. phil. Christian Spaemann gestern (11.12.2011) in einem Beitrag in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in welchem er auch nochmals den Weltbild-Skandal resümiert.

Während jedes ADAC-Mitglied jeden Monat eine hochinformative  Hochglanzzeitschrift ins Haus bekomme, halte der kirchensteuerzahlende Katholik nicht einmal ein Fetzen Papier in der Hand, geschweige denn eine profilierte Zeitschrift, die Glaubensinhalte vermittelt und zu den alltäglichen Schwierigkeiten der Menschen und zu gesellschaftlichen Fragen aus christlicher Perspektive Stellung nimmt.

Die Kirche sei leider nicht imstande, sich über attraktive und in Glaubensdingen profilierte Präsenz in der Medien- und Computerwelt bemerkbar zu machen. Es sei erschütternd, feststellen zu müssen, dass an den heute für die Menschen relevanten Nahtstellen der Gesellschaft bei der Kirche ein ziemlicher Komplettausfall bestehe, so Spaemann.



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