Donnerstag, 22. September 2011

Das Prinzip Petrus

"Wenn Petrus der Fels ist, dann hilft es gar nichts, auf wechselnde Standfestigkeiten des Papstes zu hoffen und darauf, dass sich zum Beispiel der nächste Papst das mit der Ehescheidung noch einmal überlegen könnte und der übernächste vielleicht das Frauenpriestertum einführt.

Das Bild des Felsens besagt: Ihr dürft nicht darauf hoffen, dass der Papst von Gottes Gebot abweicht. Ihr müsst euch damit abfinden, dass die Position der Papstkirche hier fest ist. Und sollte euch einfallen, Erlaubnis von Ehescheidung vom Papst zu fordern und dafür auf seine bislang fehlende Barmherzigkeit verweisen, dann dürft ihr auf den von Jesus erbetenen Beistand für Petrus hoffen.

Ihr dürft auch wissen, dass ein fester Standpunkt gegenüber einer fluktuierenden Masse von Meinungen eine wirkliche Tat der Barmherzigkeit ist. Das Petrusamt hilft uns durch die Verlässlichkeit des Standpunkts.

Warum ist der Papst so wichtig? Zwei Stichworte fallen mir ein: wegen des Teufels und wegen der Jugend. Petrus und Teufel kommen schon im Neuen Testament regelmäßig zusammen vor. Wo Petrus ist, lässt stets auch der Teufel nicht lange auf sich warten. Das gilt schon beim Petrusbekenntnis nach Mk 8; Petrus hat da das Richtige getroffen.

Aber wenn Petrus das Leiden Jesu ablehnt und selbst nicht für sein Bekenntnis leiden will, dann ist da schlicht der Teufel am Werk. Und so hat der Teufel nach Lk 22 auch darum gebeten, die Jünger sieben zu dürfen. Und gewiss tut er das auch.

Aus der Sicht Jesu ist Petrus der einzige, dessen Glauben dieser Fülle an Versuchungen widerstehen  wird. „Du aber stärke den Glauben deiner Brüder.“ Dieses direkt zugesagte persönliche Gebet Jesu ist eine einmalige Verheißung und für mich ein wesentlicher Grund, auf den  Papst zu hören.

Und alle großen Tyrannen des 20. Jahrhunderts wollten den Papst einsperren oder umbringen lassen, bis hin zum Papstattentat gegen Johannes Paul II. Wenn man aber sieht, mit welch besinnungslosem, ohnmächtigem und grenzenlosem Hass die sogenannten Atheisten und die sogenannten Freidenker sich gegen den Papst erheben möchten, dann wundert man sich über nichts mehr. Für mich ist diese fast mythische, archaische Wut geradezu ein Grund zur Beruhigung."


aus einem Beitrag von Klaus Berger in "Die Tagespost"  Nr.112, 20.September 2011

(Hervorhebungen durch Administrator)

Foto: Lawrence OP; Hl. Petrus
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